Keringer füllt die größte Weinflasche der Welt

Keringer füllt die größte  Weinflasche der Welt

Keringer füllt die größte Weinflasche der Welt


Für Aufsehen sorgt das Weingut Keringer aus Mönchhof im Burgenland gerade in Vorarlberg, wo mit dem bekannten China-Restaurant Engel Wang Fu in Lustenau und Vertriebspartner Pfanner & Gutmann die wahrscheinlich größte Weinflasche der Welt aufgestellt wurde. Die Glasflasche ist 3,4 Meter hoch, 770 Kilo schwer und hat ein Füllvolumen von 1.590 Liter – was umgerechnet 2.120 Normalflaschen (0,75 l) entspricht. „Die Flasche ist am 27. Jänner 2017 vermessen worden“, sagt Keringer. „Für den deutschsprachigen Raum ist der Rekord schon anerkannt. Der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde läuft, ist aber noch nicht bestätigt.“ Zwar wurden schon größere Weinflaschen produziert, allerdings keine, die aus reinem Glas bestehen.

Die Großflasche steht bereits im aktuell großzügig ausgebauten Lokal des China-Gastronomen, in einem überdimensionierten Glas-Klimaschrank bei 16 Grad Celsius. Befüllt ist die Superflasche mit Keringers 100-Days-Zweigelt 2015. Die Weltrekordflasche, die bei Lenz Glas in Wertheim (Deutschland) hergestellt wurde, kostete 43.000 Euro und wurde von Engel Wang Fu finanziert. Keringer sponsert den Wein, das überdimensionale Etikett sowie den Korken mit knapp 30 Zentimeter Durchmesser, nach dem Verschließen überzogen mit 24 karätigem Blattgold. Zusammen mit dem Weinwert berechnet sich dann der Gesamtwert der befüllten Rekordflasche auf rund 75.000 Euro!

Die offizielle Einweihung von Restaurant und Flasche steht am 16. März 2017 am Programm. Auch der weitere Fahrplan steht: In drei Jahren, um den Jahreswechsel 2019/2020, „soll die Flasche bei einem Drei-Tages-Fest geöffnet und ausgeschenkt werden“, sagt Keringer. „Der Erlös wird wohltätigen Zwecken gespendet“, verspricht Robert Keringer.

Höhenflug - Das burgenländische Winzerpaar Robert und Marietta Keringer hat in den vergangenen Jahren einen wahren Höhenflug erlebt. Ihr erster Jahrgang war 2004. Seit 2008 macht Robert Keringer seinen „Massiv“, der sich in der kurzen Zeit schon zum Kultwein entwickelt hat. „Mit dem Massiv wollte ich einen Wein schaffen, der das ganze Potenzial vom Gebiet verkörpert – mit perfekt gereiften Trauben“, sagt der Winzer aus Mönchhof. Die Frage sei dabei gewesen, wie man das aus dem Traubenmaterial am besten rausbekommt, ohne zu konzentrieren. So sei die Idee der 100 Tage auf der Maische entstanden. „Dadurch ist der Massiv der Vorreiter meiner reinsortigen 100-Days-Weine, die es seit 2011 gibt.“ Durch den Top-Qualitätsanspruch, den Keringer in seinen Massiv setzt, gibt es die Rotweincuvée aus Blaufränkisch, Rathay, Zweigelt und Cabernet Sauvignon nur in den besten Weinjahren.

Aktuell am Markt ist der Jahrgang 2013. Durch den großen Erfolg des Massivs entstand auf vielfache Kundenanfragen die Idee eines massiven weißen Gegenstücks. Wobei Keringer wieder ein Ziel verfolgte: „Ich wollte einen mächtigen und gehaltvollen, aber süffigen Weißwein machen, der lagerfähig ist.“ Jetzt ist der weiße Massiv, Jahrgang 2015, da. Im Gegensatz zum roten Bruder, der zwei Jahre im Fass reift, beließ Keringer sein weißes Meisterstück für 13 Monate im Fass. Als Rebsorte verwendet er Chardonnay. „Und zur Abrundung kamen, als spezielle Note, zehn Prozent hochreifer Traminer dazu“, sagt der Winzer. Mit 29 € Ab-Hof-Preis ist der Massiv Weiß preislich knapp unter dem roten Massiv angesiedelt. Trotz seiner Jugend besticht der Wein bereits durch gehaltvolles Trinkvergnügen. Wobei Belüftung dem Massiv enorm guttut.

Die Fotos im neben stehenden Fotospeicher zeigen einen kleinen Teil der komplizierten Herstellung der Rekordflasche.

www.wangfu.at
www.keringer.at
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