Tiroler Schultz-Gruppe baut Mega-Seilbahn

Tiroler Schultz-Gruppe baut Mega-Seilbahn

Tiroler Schultz-Gruppe baut Mega-Seilbahn


Ihr gehören Skigebiete, Hotels, ein Golfplatz und nicht zu vergessen 1500 Liegestühle. Martha Schultz ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten im österreichischen Tourismus. Nun plant die Unternehmerin einen Seilbahn-Coup in Tirol.

Die 53-jährige Martha Schultz regiert von der Unternehmenszentrale im Zillertal mit ihrem Bruder Heinz (50) eines der erfolgreichsten Unternehmen im alpenländischen Tourismus: sieben Skigebiete mit rund 70 Liften, mehr als 50 Pistenraupen, 1500 Liegestühle, Hotels mit 1500 Betten, Luxus-Hütten und ein Golfplatz gehören dazu.

Vor diesem Hintergrund plant die Schultz-Gruppe ihr bisher wohl spektakulärstes Projekt im Zillertal: In den Neubau der Spieljochbahn werden 75 Millionen Euro investiert. Teil des Projekts ist die ab 2019 geplante Errichtung einer talüberspannenden Gondelbahn, deren 3,2 Kilometer langes freies Seil teils 900 Meter über Grund verlaufen wird! Die Fahrt von Gipfel zu Gipfel wird acht Minuten dauern.

Binnen 40 Jahren hat die Familie ihr Tourismus-Imperium aufgebaut. Ausgangspunkte waren ein Bauernhof, eine Käserei, eine Eisdiele, eine Privatpension und schließlich die erste Seilbahn. Ein günstiger Umstand für den Erfolg: Das gut erreichbare, landschaftlich attraktive Zillertal hat sich mit sieben Millionen Übernachtungen im Jahr zu einer Top-Destination in Österreich entwickelt. Heute setzt die Gruppe rund 100 Millionen Euro pro Jahr um und beschäftigt 600 Mitarbeiter ganzjährig. Dazu kommen 200 bis 300 saisonale Mitarbeiter.

Die größten Probleme für die Schultz-Gruppe liegen auf dem Arbeitsmarkt. Der bietet aus Sicht von Martha Schultz, die auch Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich ist, für Arbeitslose wenig Anreize, auch weiter entfernte Jobs anzunehmen. Die Lösung sind Gastarbeiter. Viele der Beschäftigten kommen aus Ungarn oder Süditalien.

www.schultz-ski.at
Zurück