Neue Ära an deutschen Autobahn-Raststätten

Neue Ära an deutschen Autobahn-Raststätten

Neue Ära an deutschen Autobahn-Raststätten

An der deutschen Autobahn A9 im Landkreis Freising bei München öffnete eine gigantische Raststätte, die eine neue Ära in der Raststätten-Struktur Deutschlands einläuten soll. Bisher war essen und vor allem genießen entlang deutscher Autobahnen eine Herausforderung. Nicht nur für Gourmets, sondern vor allem auch für Normalo-Gäste, die ein Angebot abseits von junk food und Snacks suchten.

Gastronomisch soll Fürholzen West eine Benchmark sein, für den Genuss zwischendurch, aber auch für eilige Autofahrer, die sich nur ein paar Minuten Zeit nehmen möchten. Als große Neuerung soll es im Innenbereich Kochstationen vor den Augen der Gäste geben, Frischware, Backshop und vieles mehr. Für den gelernten Österreicher nichts gravierend Neues, sind doch die österreichischen Autobahn-Raststationen europaweit führend und seit Jahrzehnten als vollwertige Restaurants konzipiert.

In Deutschland – und nicht nur in den neuen Bundesländern – ist das bei weitem nicht so. Erst seit wenigen Jahren werden dort Anlagen in jene Richtung ausgebaut, die in Österreich Standard ist. Die Rastanlage Fürholzen West in Bayern wurde am vergangenen Wochenende eröffnet. Ein Vorzeige-Rasthof, der in Deutschland seinesgleichen sucht. Das Unternehmen Tank & Rast, das fast 400 Raststätten in der Republik betreibt, nennt ihr 20 Millionen Euro teures, oberbayerisches Prestigeprojekt stolz die „Raststätte der Zukunft“.

Neben den üblichen Zapfsäulen gibt es eine eigene Zapfsäule für Scheibenreiniger, vorbei die Zeiten, als man Kanister kaufen musste. Es gibt zwölf Pkw- und acht Lkw-Tankplätze, dazu Flüssiggas, Erdgas, vier Elektroladesäulen und außerdem zwei Wasserstoffsäulen. Fürholzen West ist energieautark – die Raststätte erzeugt mehr Energie, als sie jeden Tag für Beleuchtung oder Strom verbraucht. Auf dem Dach und auf der Lärmschutzwand nebenan sind 7200 Quadratmeter Solaranlagen verbaut.

Architektonisch ist die weitläufige Anlage ein Eyecatcher, das Münchner Architekturbüro „Allmann Sattler Wappner“ hat die Anlage entworfen, deren schlangenförmiges Satteldach man schon von Weitem sieht. Das Dach soll an Scheunen und Stadel erinnern, wie sie überall in Oberbayern stehen. Für bayerisches Flair soll künftig auch ein Biergarten sorgen.



www.tank.rast.de



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