Kalifornien: Wild Fires zerstören Weingüter

Kalifornien: Wild Fires zerstören Weingüter

Kalifornien: Wild Fires zerstören Weingüter


Bei der schwersten Feuerkatastrophe in der Geschichte Kaliforniens wurden auch einige Weingüter völlig zerstört. Die Waldbrände und Buschfeuer wüten nach wie vor, haben bereits 40 Todesopfer gefordert, über 100 Menschen werden vermisst. Es gilt der Notstand. Erst am Wochenende hatten starke Winde die Feuer wieder angefacht und neue Brandherde entstehen lassen. Die oft haushohen Flammenwände zerstörten bereits tausende Hektar Land, darunter auch große Rebflächen.

Einige Weingüter wurden völlig zerstört, zahlreiche weitere schwer beschädigt. Die Feuer wüten in der Weinregion im Bereich Napa, Sonoma und Mendocino. Völlig zerstört wurden etwa die Winerys Paradise Ridge in Santa Rosa, Frey Vineyards und Oster Wine Cellars in Mendocino County sowie Signorello Estate in Napa. Schwer beschädigt wurden u.a. in Sonoma Gundlach Bundschu Winery und Napas Stags’ Leap Winery sowie Chateau St. Jean in Kenwood. „Napa ist an allen Seiten umzingelt von Buschfeuern“, berichtet eine Sprecherin von California Wines.

Die Weinlese war zu 90 Prozent bereits beendet, lediglich kleinere Teile des Cabernet-Sauvignon-Bestandes befanden sich noch in den Weingärten. Die Weingüter versuchten, soweit als möglich die Weintanks, Fässer und Flaschenlager in Sicherheit zu bringen, was meist mit erheblichem Logistikaufwand verbunden war.

Die Wild Fires entstehen in der Regel durch Selbstentzündung. Vor Ausbruch der ersten großen Feuer herrschte extreme Trockenheit mit tagsüber hohen Temperaturen. Starke Winde brachten weitere aufgeheizte und elektrisch aufgeladene Luftmassen in die Region. Die Selbstentzündung von staubtrockenen Bäumen, Gras oder Buschwerk ist dann meist nur eine Frage von Stunden. Die starken Winde fachen die Feuer mächtig an und treiben diese über das Land. Dreht der Wind, drehen auch die Feuer in andere Richtung.
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