Welt-Weinproduktion auf 50-Jahres-Tief!

Welt-Weinproduktion auf 50-Jahres-Tief!

Welt-Weinproduktion auf 50-Jahres-Tief!!

Nachdem Vinaria in der Vorwoche über die Weinproduktion 2017 in Europa und deren Tiefstand seit 1945 berichtete, gibt es nun auch aktuelle Zahlen über die weltweite Weinproduktion 2017: Auch hier zeichnet sich ein düsteres Bild ab, zumal die wichtigsten Weinbauländer Europas im laufenden Jahr Opfer von Wetterkapriolen und –katastrophen wurden. Demnach sinkt die Welt-Weinproduktion 2017 auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren!

Laut einer ersten Schätzung der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) kamen die Winzer insgesamt auf rund 247 Millionen Hektoliter, das sind um 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr (2016). Das sei das niedrigste Ergebnis seit 1961, sagte Generaldirektor Jean-Marie Aurand heute in Paris. Der Grund sei vor allem der Frost, der im Frühjahr wichtige europäische Anbaugebiete getroffen hat.

Weltmarktführer mit großen Verlusten - Die drei größten Produktionsländer der Welt - Italien, Frankreich und Spanien - fuhren allesamt historisch schlechte Ernten ein. Die italienischen Winzer verzeichneten Einbußen von fast einem Viertel der Weinmenge (minus 23 Prozent), konnten aber die Führung in der Rangliste der größten Weinproduzenten aber halten. Der Zweitplatzierte Frankreich produzierte fast ein Fünftel weniger als im Vorjahr, in Spanien gab es ein Minus von 15 Prozent. Die drei Spitzenreiter stehen zusammen für gut 44 Prozent der weltweiten Weinproduktion.

Die USA als weltweite Nummer vier hatten dagegen keine nennenswerten Einbußen, allerdings seien die Folgen der Waldbrände in Kalifornien Anfang Oktober noch nicht berücksichtigt, schränkte die OIV ein. Australien und Argentinien konnten sogar mehr Wein produzieren als im Vorjahr.

Guter Jahrgang in Österreich - In Europa zählen Portugal, Rumänien, Ungarn und Österreich zu den Gewinnern. Die österreichische Weinernte wird bei rund 2,3 bis 2,4 Millionen Hektoliter betragen und damit im Schnitt der letzten zehn Jahre liegen, meint Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager. Die Qualität wird sehr gut sein.
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