Moselwinzer: Geringste Ernte seit 50 Jahren

Moselwinzer: Geringste Ernte seit 50 Jahren

Moselwinzer mit geringster Ernte seit 50 Jahren

Nicht nur weltweit bringt 2017 die geringste Weinernte seit 50 Jahren, die Wetterkapriolen haben auch den deutschen Moselwinzern die kleinste Ernte seit 50 Jahren beschert. Die Qualitäten sind dafür aber top. Und es gibt noch einen weiteren Rekord beim 2017er.

Die Moselwinzer haben die kleinste Ernte der vergangenen fünf Jahrzehnte eingefahren. Mit einer geschätzten Menge von rund 600 000 Hektolitern liege sie um ein Drittel niedriger als in einem normalen Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Winzer an Mosel, Ruwer und Saar um die 150 000 Hektoliter weniger im Keller (minus 25 Prozent). Mit der geernteten Qualität sind die Winzer aber zufrieden. Der 2017er biete das ganze Spektrum vom Qualitätswein bis zur Trockenbeerenauslese. Der Beginn der Lese Ende August war der früheste Erntebeginn seit Menschengedenken an der Mosel. Das Anbaugebiet Mosel ist mit einer Rebfläche von rund 8800 Hektar das fünftgrößte in Deutschland. Es erstreckt sich von Perl im Saarland bis nach Koblenz.
Auch in den anderen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten floss deutlich weniger als im Vorjahr in die Fässer. In Rheinhessen waren es 2,05 Millionen Hektoliter (minus 20 Prozent), in der Pfalz etwa 1,8 Millionen Hektoliter (minus 19 Prozent). Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) in Bodenheim wird die Erntemenge aller deutschen Anbaugebiete vorläufig auf 7,5 Millionen Hektoliter geschätzt. Die Qualitäten sind gut bis sehr gut.
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