Kaum Eiswein in diesem Winter

Kaum Eiswein in diesem Winter

Kaum Eiswein in diesem Winter


In diesem Jahr wird es in Niederösterreich etwa 50 Prozent weniger Eiswein geben als im Vorjahr. Laut dem Weinbauverband war es bisher nur einmal kalt genug für die Lese. Die Winzer hoffen nun auf niedrige Temperaturen, quasi im letzten Moment. Trotz der eher schlechten Aussichten haben nach wie vor einige Winzer in etlichen Weinbaugebieten kleine Flächen für den Eiswein reserviert. Dieser wird dann korrekterweise dem Jahrgnag 2017 zugerechnet, auch wenn er etwa erst Ende Februar 2018 gelesen werden kann.

Eiswein wird in Niederösterreich vom Weinviertel über die Wachau ins Kremstal und vereinzelt auch in der Thermenregion meist zwischen Dezember und Jänner gelesen. Tatsächlich war eine Lese in diesem Winter allerdings nur am ersten Dezemberwochenende 2017 möglich. Für die Eisweinlese sind mindestens minus sieben Grad über mehr als zwölf Stunden lang erforderlich. Zudem muss es am Tag davor auch schon kalt sein. Ähnlich wie in Niederösterreich ist die Eiswein-Lage auch in den anderen Weinbau-Bundesländern. Im Jänner 2017 konnten hingegen sehr gute Qualitäten und Mengen an Eisweinen des Jahrgangs 2016 gelesen werden.

„Einige Weinbauern hoffen nun darauf, dass doch noch die Kälte eintrifft. Viele Winzer haben allerdings gleich im Anschluss an die Ernte bei den Prädikatsweinen auf die Spätlese und Beerenauslese gesetzt und nicht auf den Eiswein gewartet“, sagt Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager im Interview mit dem ORF. Die Qualität beim Eiswein sei sehr gut, weil es kaum faule Trauben gegeben habe. Trotz geringer Mengen erwartet er keine Preissteigerungen, da der Eiswein ohnehin schon in einem sehr hohen Preisniveau angeboten werde und nicht so sehr an die Saison gebunden sei.
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