Knalleffekt: Cordobar ohne Willi Schlögl

Knalleffekt: Cordobar ohne Willi Schlögl

Knalleffekt: Cordobar ohne Willi Schlögl


Knalleffekt in der angesagten Cordobar in Berlin: die fest in österreichischer Hand befindliche Szenelocation setzte vor wenigen Tagen Knall auf Fall den Mitbetreiber und Sommelier Willi Schlögl vor die Tür, pardon: stellte ihn mit sofortiger Wirkung dienstfrei. Über die Hintergründe wurde der Mantel des Schweigens gebreitet, noch zumindest. Es muss jedenfalls Gravierendes vorgefallen sein, zumal die schräge Sommelier-Ikone Willi Schlögl bis dato fast untrennbar mit der Cordobar verbunden war.

Cordobar-Mastermind Gerhard Retter, ein Österreicher, der nördlich von Hamburg mittlerweile ein Hotel und Restaurant betreibt („Fischerklause am Lütjensee“), hält sich bedeckt. Er wünscht Schlögl lediglich „alles Gute“. Damit hält Retter ab sofort alleine die rot-weiß-rote Fahne hoch. Schon im Vorjahr hat sich die Cordobar eher überraschend vom Wiener Küchenchef Lukas Mraz getrennt. Der Name der Bar leitet sich von der argentinischen Stadt Cordoba her, in der bei der Fussball-WM 1978 dem österreichischen Team der erste (und bisher letzte) Sieg über das deutsche Team gelang, zumindest in einem offiziellen Bewerb. Kein Wunder also, dass die Cordobar deshalb und wegen der Proponenten stets auch Anlaufstelle für die Österreicher in Berlin war und ist.

Der neue Chief Executive Sommelier der Cordobar heißt Pascal Kunert, glänzt durch profunde Fachkenntnisse, einen ausgezeichneten Geschmack sowie einen spannenden Werdegang. Nach mehrjährigen Stationen im Dreisternelokal La Vie in Osnabrück, im Zweisternehaus Reinstoff in Berlin und einem Intermezzo in einer Bar namens Schwein konnte die Cordobar Kunert kurzfristig für die vakante Stelle des Chief Executive Sommeliers gewinnen. Und der gibt sich euphorisch: "Ich freue mich auf die spannende Aufgabe, Deutschlands bester Weinbar meinen Stempel aufzudrücken."


www.cordobar.net
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