Reben-Klone erhalten einzigartiges Erbgut

Reben-Klone erhalten einzigartiges Erbgut

Reben-Klone erhalten einzigartiges Erbgut


Seit rund 15 Jahren dokumentiert das Weingut Johanneshof Reinisch in Tattendorf (Thermenregion, Niederösterreich) in Zusammenarbeit mit Helmut Gangl vom Bundesamt für Weinbau die Entwicklung seiner Rebstöcke, um das Erbgut in Form von Klonen und deren DNA zu erhalten. Begonnen wurde mit dem ältesten St. Laurent Weingarten (1956) in der Riede Holzspur mit dem Resultat, dass über die Jahre 7 verschiedene Klone dieser Rebsorten zur Verfügung stehen. Mindestens 15 Jahre dauert es, bis ein Klon gezogen werden kann. Davor steht regelmäßiges Dokumentieren auf der Tagesordnung: Zeitpunkt des Austriebs, Triebanzahl, Traubenanzahl, Traubenform, Beerengröße, Säure, Zucker, pH-Wert und vieles mehr.

Die ausgewählten Rebstöcke werden auf Viren untersucht. „Sind die Ergebnisse über einige Jahre hinweg zufriedenstellend, dann machen wir aus den „Augen“ der Triebe neue Pflanzen. Mit diesem selektionierten Material wird dann ein neuer Weingarten ausgesetzt, der dieselben Merkmale wie der Mutterstock aufweist“, betont Christian Reinisch. Im Bundesamt für Wein in Klosterneuburg durchläuft der Klon zur Anerkennung einen Registrierungsprozess. „Gemeinsam mit den Winzern der Thermenregion setzen wir uns derzeit für den Erhalt der Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler ein“, so Christian Reinisch.

www.j-r.at
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