Weinjahr 2018: früher, vollreifer Jahrgang

Weinjahr 2018: früher, vollreifer Jahrgang

Weinjahr 2018: sehr früher und vollreifer Jahrgang


"Enorme Hitze und Trockenheit hat der Wein zum größten Teil gut überstanden. Die hohen Temperaturen bewirken durchwegs etwas höhere Alkoholgehalte und geringere Säure", erklärte Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager. Die Erleichterung wird nur von den derzeit extrem niedrigen Preisen getrübt, die der Weinhandel für direkt angelieferte Trauben zahlt.

Weinjahrgang 2018 im Jahresverlauf - Der Austrieb der Weinreben begann heuer etwas später, weshalb es im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren zu keinen Spätfrostschäden kam. Die kurz nach dem Austrieb einsetzende Hitzewelle im April und im Mai führte zu einer der frühesten Rebblüten, seit es Aufzeichnungen gibt. In den meisten Weinbaugebieten war die Rebblüte noch im Mai abgeschlossen, was den enormen Vegetationsvorsprung von zwei bis drei Wochen im Vergleich zu einem Normaljahr begründete. Trockenheit und lange Hitzeperioden weit jenseits der 30-Grad-Celsius-Marke im Sommer brachten vor allem Weingärten auf seichtgründigen Böden und Junganlagen an die Belastungsgrenze. Deutliche Trockenschäden gibt es etwa im nördlichen Weinviertel, trotz gutem Traubenansatz ist die Mostausbeute gering. Punktuell problematisch waren Starkregen, Gewitter und Hagelschläge. Dafür gab es im heurigen Vegetationsjahr praktisch keinen Krankheitsdruck in Form von Pilzkrankheiten.

Erwartungen - Die Steiermark, die von der Trockenheit nicht so stark betroffen war, erwartet sowohl mengen- als auch qualitätsmäßig einen sehr guten Jahrgang. Im Burgenland wird aufgrund eines guten Traubenansatzes und auch immer wieder auftretender Niederschläge von einer mengenmäßig guten Weinernte ausgegangen, wobei auch heuer wieder gerade an den Rotwein hohe Qualitätserwartungen geknüpft werden. Niederösterreich und Wien sehen mengenmäßig einer guten Normalernte von hoher Qualität entgegen. Unsicherheitsfaktor bei der Mengenschätzung ist die Mostausbeute in jenen Gebieten, die im Sommer fast ohne Niederschläge waren. Nach Schätzungen in allen Weinbaugebieten wird von einer etwas über dem Durchschnitt liegenden Weinernte in der Höhe von 2,6 Mio. Hektoliter ausgegangen.

Quelle: ÖWM
www.oesterreichwein.at
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