Großinvestition: Domäne Wachau startet durch

Großinvestition: Domäne Wachau startet durch

Großinvestition: Domäne Wachau startet durch


Mit der Fertigstellung des Neubaus für die Traubenverarbeitung und der Adaptierung der Kelleranlagen fand Anfang September das größte Projekt in der Geschichte der Domäne Wachau in Dürnstein seinen Abschluss. Zwei Jahre lang wurde unter den Weinterrassen des Dürnsteiner Kellerbergs an der neuen Produktionsstätte gebaut, die sich nun harmonisch in die Wachauer Kulturlandschaft einfügt. Der eigentliche Transformationsprozeß der Genossenschaft Domäne Wachau begann vor mehr als zehn Jahren, als die Weichen gestellt wurden. In Richtung Top-Qualität, Konzentration auf Lagen und Rieden und selektiver Arbeit in den Weingärten der Trauben liefernden Winzer.

Wobei sich einem die imposanten Dimensionen des Projekts erst eröffnen, wenn man die neuen Hallen tatsächlich betritt. Einzig der Schwerkraft überlassen, erfolgt die Vinifizierung der handgelesenen Trauben auf insgesamt vier Ebenen, ehe sie tief unter der Erde, im 300 Jahre alten Weinkeller, unter perfekten klimatischen Bedingungen ihren Abschluss findet. „Alles greift ineinander“, erklärt Heinz Frischengruber, der Kellermeister, „und führt letztlich dazu, dass wir die Weinwerdung zwar stets beobachten können, aber nur selten eingreifen müssen.“

„Die Neukonstruktion gibt uns alle Möglichkeiten, in Zukunft die Besonderheiten unserer jeweiligen Rieden noch detaillierter und präziser herausarbeiten zu können und selbst kleinste Chargen und Parzellen in Mikro-Vinifikationen zu verarbeiten“, zeigt sich Roman Horvath, Master of Wine und Weingutsleiter der Domäne Wachau, begeistert. Diese flexiblen Verarbeitungs-Möglichkeiten auch kleiner Erntemengen waren eine der großen Herausforderungen an die Professionisten-Teams, die das Projekt realisierten (Leitung: Profea Projektmanagement, Krems mit Geschäftsführer Michael Hick). 11 Mio Euro wurden in das Projekt investiert.

Am 5. September 2018 fand die feierliche Eröffnung in Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Propst Mag. Maximilian Fürnsinn, zu dessen Stift Herzogenburg auch das Stift Dürnstein gehört, und vielen Ehrengästen statt.

Bereits in der Vergangenheit lag die ganze Aufmerksamkeit des Dürnsteiner Weinguts darin, den komplexen natürlichen Verhältnissen der Wachauer Weingärten gerecht zu werden und sie in allen ihren Nuancen in den Weinen einzufangen. Dafür arbeiten die rund 250 Winzerfamilien der Domäne Wachau handwerklich im Weingarten und man setzt auf Biodiversität und eine nachhaltige Entwicklung.

Unter der Regie von Roman Horvath – einer der drei österreichischen Master of Wine (MW) – und Kellermeister Heinz Frischengruber wandelte sich die Domäne Wachau zu einer der besten und höchstdekorierten Winzergenossenschaften Europas, tätig ausschließlich im Premium-Segment. Die Domäne ist Mitglied der Vinea Wachau, dem Gebietsschutzverband der Wachau, und produziert in deren Sinne Weine der Wachauer Qualitätskategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd.

Önologe Heinz Frischengruber begleitet „seine“ Winzer das ganze Jahr hindurch in den Weingärten, vom Rebschnitt bis zur Lese. Das sichert die benötigten Qualitäten und den Winzern attraktive Traubenpreise, weit über dem Durchschnitt. Diese sind nach Qualität der Rieden, Art der Bewirtschaftung, KMW etc. gestaffelt.

Verarbeitet werden Trauben von rund 440 Hektar Weingärten, die von den Mitgliedswinzern bewirtschaftet werden. Das ist etwa ein Drittel der gesamten Weinbaufläche der Wachau. Die Gesamtproduktion beläuft sich auf 2,5 Mio Flaschen pro Jahr. Die Lagerkapazität in alten und neuen Kellerbereichen umfasst rund 3 Mio Liter. Exportiert wird aktuell in 45 Länder.

Vinaria zeichnet im aktuellen Weinguide 2018/19 gleich drei Lagenweine des Jahrgangs 2017 der Domäne Wachau mit der Höchstwertung von 5 Sternen aus: den Grünen Veltliner Kellerberg, den Riesling Kellerberg und den Riesling Loibenberg. Das Weingut zählt für Vinaria zu den besten Österreichs.


www.domaene-wachau.at
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