Weinlese 2018: Hektar-Erträge angehoben

Weinlese 2018: Hektar-Erträge angehoben

Weinlese 2018: Hektar-Erträge angehoben


Die Weinlese 2018 ist in vollem Gange und in einzelnen Teilregionen auch bereits abgeschlossen. Noch nie begann die Lese derart zeitig. Durch hervorragende klimatische Bedingungen im Früjahr und Sommer ist die Vegetation um etwa drei Wochen voraus gegenüber dem langjährigen Durchschnitt. Weil auch die Mengenerträge in den österreichischen Weingärten besonders hoch ausfallen, wurde der Hektar-Höchstertrag auf 10.800 Kilogramm Trauben angehoben. Dies geht aus einer Verordnung des Bundesministeriums für Nachaltigkeit und Touruismus (BMNT) hervor, das früher schlicht Landwirtschaftsministerium hieß und weiterhin auch für den Weinbau zuständig ist. Chefin dort ist Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Die Anhebung der maximalen Ertragsmenge beträgt rund 20 Prozent gegenüber den Vorjahren und erfolgte in Abstimmung mit dem Nationalen Weinkomitee. Geernet werden dürfen demnach im laufenden Jahr maximal 10.800 Kilogramm Trauben oder 8.100 Liter Wein.

Nach wie vor sind die Qualitätserwartungen an den Wein des Jahrgangs 2018 hoch. Nach dem heißen und trockenen Sommer machten zuletzt die Regenfälle im September einige Probleme. Darunter litten die Regionen unterschiedlich, etwa der Riesling in der Wachau, während im Kamptal der Grüne Veltliner Probleme bekam. Die Folge ist eine mühsamer Handlese für die besten Qualitäten, die mehrere Durchgänge und teilweise Beerenselektion erfordert. Die mit Wasser voll gesogenen Beeren platzen leicht, wodurch es vielerorts zu Essigfäule kam. Andererseits beförderte das feucht-warme Klima nach den Regenfällen den Botrytisbefall.
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