Wein-Betrugsskandal in Deutschland

Wein-Betrugsskandal in Deutschland

Wein-Betrugsskandal in Deutschland

Die deutsche Weinwirtschaft steht möglicherweise vor einem großen Betrugsskandal: Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt gegen acht Beschuldigte aus Rheinhessen. Das Verfahren bezieht sich auf den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betruges sowie der Irreführung nach dem Wein- und Ökolandbaugesetz. So hätte die Kellerei konventionellen Wein als Biowein geführt. Nach Schätzung der Staatsanwaltschaft könnte bis zu 1 Million Liter Wein irreführend deklariert worden sein, ein geringer Teil fälschlicherweise als Biowein.

Wesentliche Vorwürfe betreffen unzulässige Verschnitte von Qualitätsweinen verschiedener Anbaugebiete (z.B. Rheinhessen und Pfalz) sowie unzulässige Verschnitte von Wein aus verschiedenen Qualitätsstufen (z.B. Qualitätswein und Grundwein). Große Mengen Wein wurden beschlagnahmt.

Berichtet hat zuerst in Deutschland die „Allgemeine Zeitung“. Betroffen ist die Ortwin Welter Weinkellerei GmbH & Co. KG in Engelstadt. Deren Chef Axel Welter hat mittlerweile die Geschäftsführung niedergelegt und seine Stimmrechte auf seine Schwester Jeanette Welter überschrieben. Dies teilte der Anwalt des Unternehmens mit. Der Kellereibetrieb läuft indessen weiter. Hauptbeschuldigter ist nach Angaben des Oberstaatsanwalts Michael Brandt der ehemalige Geschäftsführer Axel Welter. Der Betrug ist bei einer Weinkontrolle im Oktober 2018 aufgefallen, jetzt laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Die Kellerei Welter ist als Dienstleistungskellerei am Markt etabliert, die unter anderem andere Kellereien mit Wein versorgt.

www.welter-wein.de 

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