Weinernte in hoher Qualität erwartet

Weinernte in hoher Qualität erwartet

Weinernte in hoher Qualität erwartet

Die heimischen Winzer rechnen nach Angaben des Direktors des Österreichischen Weinbauverbandes Josef Glatt für heuer – wenn nichts Unerwartetes mehr passiert – mengenmäßig mit einer guten Normalernte von rund 2,5 Mio Hektolitern und mit einem hochwertigen Jahrgang. Bis dato wurden 2019 in ganz Österreich keine nennenswerten Naturschäden wie Frost oder Tockenstress verzeichnet. Ein paar Wochen noch, dann dürfte die Weinernte 2019 weitgehend in trockenen Tüchern sein.

Die Vegetation ist um zwei bis drei Wochen hinter dem Vorjahr, wodurch die Hauptlese voraussichtlich Mitte September beginnen wird. Das liegt wieder im Normbereich, nachdem 2018 die früheste Weinlese seit Jahrzehnten verzeichnet wurde. Der Startschuss zur Lese wird wieder im burgenländischen Seewinkel erfolgen, mit den frühreifen Sorten wie Welschriesling und Muskat-Ottonel.

Werden vereinzelt bereits Weinleser beobachtet, so lesen diese Trauben für die Saft- und Sturmproduktion. Wie berichtet weitgehend abgeschlossen ist die Lese der unreifen Trauben für die Verjus-Produktion. Diese ist jedoch mengenmäßig irrelevant.

Gesunde Trauben - „Die Trauben sind sehr gesund, und es gibt auch heuer wieder großteils einen guten Traubenansatz. Derzeit sind die Winzer damit beschäftigt, Rebstöcke mit erhöhtem Traubenansatz auszudünnen, um ein ausgewogenes Mengen-Güte-Verhältnis herzustellen“, so Josef Glatt: „Die großteils eher trockene Witterung während der Blüte ist verantwortlich für den sehr gesunden Zustand der Rebbestände. Die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten die meisten Weinbaugebiete gut mit Feuchtigkeit versorgt, um bis zur Lese auszukommen.“ Der Krankheitsdruck der Reben ist so gering wie schon lange nicht.

Hagelschäden blieben in diesem Jahr nur sehr punktuell. Der Klimawandel wiederum bewirkt, dass die Hitze- und Trockenheitsphasen länger werden. Dadurch steigt der Trockenstress der Reben. Wo möglich, wird versucht, durch Bewässerungssysteme gegenzusteuern. Die Beschattung der Trauben wird zusehends ein Thema in den Weingärten. Starkregen wiederum kann für Bodenerosion sorgen. Hagelnetze werden in Zeiten zunehmender Wetterextreme ein Thema, auch wenn Hagel meist nur kleinräumig für Schäden sorgt, dafür aber ganze Ernten einzelner Winzer vernichten kann. Zudem sind Hagelnetze auch ein wirksamer Schutz gegen Vogelfraß.

Eine detaillierte Mengeneinschätzung für die heurige Ernte wollte Josef Glatt noch nicht abgeben. Eine gute Normalernte liegt in etwa bei rund 2,5 Mio. Hektoliter Wein. Im Vorjahr gab es einen starken Wert mit 2,75 Mio. Hektolitern, nachdem erste Schätzungen von noch mehr Menge ausgegangen waren.


Zurück