Zwettler Bier: Ernte der Braugerste beendet

Zwettler Bier: Ernte der Braugerste beendet

Zwettler Bier: Ernte der Braugerste beendet

Regionstypischer Geschmack ist seit jeher eines der Erfolgsrezepte der Waldviertler Privatbrauerei Zwettl. Das setzt voraus, dass die für das Bierbrauen nötigen Zutaten Hopfen, Braugerste und Brauwasser aus der Region stammen. Das Waldviertel bringt dafür beste Voraussetzungen mit: So wurde eben die Ernte der Braugerste im Bezirk Waidhofen an der Thaya zufriedenstellend abgeschlossen. Dank der langjährigen, intensiven Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn, die Landwirte der Region vereint, kann Zwettler den Großteil seines Bedarfs an Braugerste „vor der Haustüre decken“.

Mehr als hundert Landwirte bauen auf rund 500 Hektar im Rahmen von „de-facto-Vertragslandwirtschaft“ für die Traditionsbrauerei Sommergerste an. Heuer verarbeitet die Privatbrauerei Zwettl 1.600 Tonnen Waldviertler Braugerste zu „bierigen Spezialitäten“. „Wir fühlen uns einerseits der Region und ihren Bauern und andererseits unseren Konsumenten verpflichtet, die exakt den regionstypischen Geschmack des Waldviertels bei jedem Zwettler Bier schätzen“, so Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl. „Wir heben uns dank der regionalen Rohstoffe geschmacklich klar ab.“

Zwettler hat „Durst auf mehr Waldviertler Braugerste“. Rohstoffe aus der Region sind ein zentrales Thema: „Aktuell können wir leider nicht unseren gesamten Bedarf an Braugerste im Waldviertel abdecken, würden das aber gerne tun“, ermuntert Karl Schwarz die regionale Bauernschaft.

2019 war ein „außergewöhnliches Jahr“ für Getreideanbau. Das zuerst früh sehr warme Klima im Frühjahr, der verregnete und kalte „Wonnemonat“ Mai sowie die Hitze- und Trockenperiode im Juni gingen – so Alfred Sturm, Obmann der Erzeugergemeinschaft Edelkorn – „nicht spurlos an der Sommergerste vorüber“. Qualität und Ertrag liegen „im guten langjährigen Durchschnitt“, dennoch wird laufend an neuen, sich den verändernden klimatischen Bedingungen gut anpassenden Sorten geforscht.

In diesem Jahr wurde erstmals eine neue Sommergerstensorte namens ESMA angebaut, die vom Braugersten-Sorten-Komitee empfohlen wurde. Das Braugersten-Sorten-Komitee, bestehend aus Mälzern, Brauern und Vertretern der Landwirtschaftskammer, macht jährlich Vorschläge, welche Sorten regionstypisch gute Erträge bringen.

Österreich ist eines der südlichsten Länder, in denen Sommergerste angebaut wird. Lange Hitzeperioden und Trockenheit setzen der Sommergerste zu. Der Einsatz von Wintergerste wird für Bierbrauer daher zunehmend zur Alternative. Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl, schließt mehrjährige Lieferverträge mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn ab, bezahlt einen „Waldviertel-Bonus“ und garantiert die Abnahme der Erntemengen.

INFO - 17 Kilogramm Braumalz sind für 100 Liter Bier nötig. Braugerstenmalz bestimmt Farbe, Geschmack und Kraft des Bieres. In den vergangenen 20 Jahren wurde von der Privatbrauerei Zwettl Braumalz hergestellt aus 70 Millionen Kilogramm Braugerste. Seit 2006 kooperiert Zwettler Bier mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn. Karl Schwarz führt die Brauerei in 5. Generation als Familienbetrieb.

Die regionstypischen Biere mit „Ecken und Kanten“ werden in der Gastronomie und im Handel im Osten Österreichs verkauft. Hopfen und Gerste stammen aus dem Waldviertel, das Brauwasser sprudelt aus eigenen Quellen. Zwettler ist Mitglied der Interessensgemeinschaft „Die Freien Brauer“ sowie der heimischen „CulturBrauer“. Bierausstoß 2018: 193.200 Hektoliter, Umsatz: 24,9 Mio. Euro, 120 Mitarbeiter.

www.zwettler.at 

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