Wachau DAC kommt fix ab Jahrgang 2020

Wachau DAC kommt fix ab Jahrgang 2020

Wachau DAC kommt fix ab Jahrgang 2020

Der DAC-Antrag des Regionalen Weinkomitees Wachau wurde bei der jüngsten Sitzung des Nationalen Weinkomitees im September ohne Abänderungen angenommen. Damit liegt der Ball nun bei der Regierung, zuständig ist das Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Für den Jahrgang 2019 ist es zu spät. 2020 sollte es dann klappen.

Die Qualitätsspitze in der Wachau werden künftig – wie mehrfach berichtet - die Riedenweine einnehmen, hier allerdings nur Grüner Veltliner und Riesling. Eine Stufe darunter dann der Ortswein, für den neun regionaltypische Sorten zugelassen sind: neben Veltliner und Riesling noch Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Neuburger, Sauvignon Blanc, Traminer und Gelber Muskateller. Bei der Basisstufe der Pyramide, den Gebietsweinen, sind dann 17 Rebsorten zugelassen.

Auf Mindest-Alkoholwerte wird bei Wachau DAC verzichtet werden. Die Riedenweine dürfen nicht aufgezuckert werden. Rieden- und Ortsweine dürfen keinen schmeckbaren Holzeinsatz aufweisen. An Gebinden sind die 0,75 Liter-Flasche oder ein Vielfaches davon erlaubt.

75 % sind Riedenweine - 98 Prozent dessen, was heute Wachau am Etikett stehen hat, wird auch in Zukunft Wachau heißen. Und 85 Prozent der Produktion werden Ortsbezeichnungen tragen dürfen, 75% davon fallen in die oberste Kategorie der Riedenweine.

Stellungnahme des IK Wachau - Der Obmann des IK Wachau und Spitzenwinzer Anton Bodenstein (Weingut Prager) teilt dazu mit:

„Die geplante DAC-Regelung für das Weinbaugebiet Wachau schafft eine klare Struktur für die Herkunftsangaben in der Wachau und bestätigt den hohen Anspruch, den Weine mit einer Riedbezeichnung in der Wachau besitzen.
Es wird daher durch das Regelwerk nicht nur die Herkunft „Wachau“ geregelt, sondern auch alle weiteren engeren Herkünfte, wie Ortsangaben und Riedbezeichnungen. Ein Wein, der den Vorgaben nicht entspricht, wird daher als Qualitätswein aus Niederösterreich vermarktet und darf weder eine Ried- noch eine Ortsangabe aufweisen.

Ein weiterer Eckpunkt des Regelwerks ist die Vorgabe, nur mehr Wein von handgelesenen Trauben mit der Herkunft „Wachau“ bzw. „Wachau DAC“ zu bezeichnen.

Zusätzlich wird eine Verarbeitung nur mehr innerhalb des Weinbaugebietes möglich sein, wobei es für die Weinbaugebiete Kremstal und Traisental eine Ausnahme geben wird, wenn bestimmte Vorgaben eingehalten werden. Dazu zählt unter anderem die Vorführung des Lesegutes in loser Schüttung, durch die eine Handlese garantiert werden kann.

Wir möchten noch explizit darauf hinweisen, dass es zwar einen positiven Beschluss im Nationalen Weinkomitee gibt, aber die Verordnung durch Frau Bundesministerin Maria Patek ausständig ist.“

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