Waldviertel bleibt dem Geschmack auf der Spur

Waldviertel bleibt dem  Geschmack auf der Spur

Das Waldviertel bleibt dem Geschmack auf der Spur

Bereits zum dritten Mal rief die wirtschaftstouristische Initiative „Waldviertel – ganz mein Geschmack!“ zu einem Symposium rund um kulinarische Identitäten und die damit verbundenen Chancen für Waldviertels Gastronomie und Tourismuswirtschaft. 110 Teilnehmer kamen in den Campus Horn und profitierten von prägnanten Vorträgen und regem Networking.

Wie man ein Menü zu einer kulinarischen Reise entwickelt, „Unmögliches“ möglich macht, Gesundes produziert und dabei Menschen entschleunigt, digitale Chancen erkennt – das und einiges mehr erfuhren die Touristiker, Gastronomen, Landwirte und Veredelungskünstler bei dem Symposium.

Eingeladen hatte die von Waldviertel Tourismus geleitete Initiative „Waldviertel – ganz mein Geschmack!“, die seit 2012 das Ziel verfolgt, Impulse für jene zu liefern, die kulinarische Schätze des Waldviertels aufspüren, entwickeln und zu erfolgreichen Angeboten machen wollen. Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus und Initiator von „Dem Geschmack auf der Spur“: „Unsere Referenten kommen aus der Praxis und bieten allen Teilnehmern die Möglichkeit, die Erkenntnisse der Vortragenden für das eigene Unternehmen zu nutzen.“

Aus dem Bregenzerwald kam Ingo Metzler angereist, um über seine Erfahrungen zu berichten. Metzler ist Käsebauer und hat im Vorarlberger Örtchen Egg mit der „Metzler Käse – Molke GmbH“ ein Familienunternehmen aufgebaut, das sich ganz dem Käse, der Molke und der Naturkosmetik verschrieben hat. Der Betrieb dient nicht nur der Produktion, sondern wurde zum „GenussBauernhof“ umgebaut, in dem man einen Tag lang das entschleunigte Leben im Bregenzerwald kennen lernen kann.

Vater und Sohn Hermann und Thomas Neuburger gingen schon immer ganz erstaunliche Wege. In ihrem Vortrag berichteten die beiden, wie aus einem „gewöhnlichen“ Fleischerbetrieb der Feinkostproduzent Neuburger („Sag nie Leberkäse zu ihm!“) und daraus letztlich „Hermann fleischlos“ wurde.

Dass Tom Riederer den Beruf des Kochs nie richtig erlernt hat, hinderte ihn nicht daran, 3 Hauben zu erkochen. In seinem Haus T.O.M® Pfarrhof in St. Andrä am Sausal in der Steiermark bietet er bis zu vier Stunden lange Gourmetreisen mit größtenteils regionalen Zutaten, hält Zimmer für seine Gäste bereit und schrieb nebenbei ein Buch über die Unsitte des Wegwerfens von Lebensmitteln.

Gregor Neumeyer ist ein junger IT-Fachmann, der sich nicht so schnell verunsichern lässt. Immerhin hat er es gegen viele Widerstände geschafft, Reis in Niederösterreich anzubauen und erfolgreich zu vermarkten. Für die Symposium-Teilnehmer ein faszinierendes Vorzeigemodell, was mit Innovationsfreude und Durchsetzungskraft erreicht werden kann.

Einen hoch interessanten Einblick in die Welt des Digitalen sowie die daraus entstehenden Auswirkungen und Chancen für die Gastronomie und den Tourismus gewährte Michael Kuriat, Marketingexperte aus Leipzig (Deutschland). Sein reichhaltiges Wissen im Bereich Social Media und seine Ausblicke auf die nahe Zukunft brachten neue Einsichten und viele anregende Gespräche.

www.waldviertel.at
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