Sternekoch Roland Huber verlässt das „Le Ciel“!

Sternekoch Roland Huber  verlässt das „Le Ciel“!

Sternekoch Roland Huber verlässt das Le Ciel!

Sternekoch Roland Huber verlässt das Le Ciel im Wiener Grand Hotel: Er sperrt gemeinsam mit seiner Frau Barbara im Frühjahr sein eigenes Lokal auf. In Hadersdorf am Kamp (Niederösterreich), wo er das „Esslokal“ übernehmen wird, das zum Ausstellungshaus Spoerri gehört. Er plant 40 Sitzplätze plus einen Saal für Events und im Sommer einen Freiluftbetrieb.

Roland Huber ist einer der besten Küchenchefs des Landes. Der gebürtige Oberösterreicher machte seit 2015 Schlagzeilen, als er das Kommando im Spitzenrestaurant „Le Ciel by Toni Mörwald“ im Grand Hotel an der Wiener Ringstraße übernahm. Schon ein Jahr später, 2016, verlieh Michelin einen Stern im Guide Main Cities of Europe. Da es für Österreich keinen eigenen Guide gibt, werden die Städte Wien und Salzburg in den „Main Cities“ abgebildet. Huber ist zudem aktuell die Nummer 11 auf der Rangliste „50 Best Chefs Austria“, führt einen Stern und 4 Hauben.

Das eher kleine Esslokal in Hadersdorf hat seit der Eröffnung des Spoerri-Museums eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Zuletzt versuchten sich die Betreiber Miriam Laister und Sebastian Pesau (vormals wein-gut Hutter, Krems) glücklos, das Lokal ist seit 25. Oktober 2019 geschlossen. Der Region täte ein Toplokal gut, wie auch der Erfolg des Restaurants „Josefs Himmelreich“ im nahen Zaussenberg am Wagram belegt. Das Haus dort gehört Topwinzer Josef Fritz, der engagierte junge Betreiber fand.

Was genau Roland Huber, der mit Ehefrau Barbara und Kindern in der Nähe lebt, in Hadersdorf plant, gibt er noch nicht preis. Es kann aber angenommen werden, dass er seiner Linie treu bleiben wird. Huber gilt als unprätentiöser Star seiner Branche, immer ruhig und zurückhaltend. Er ist keine Diva, verliert aber nie sein Ziel aus den Augen: an der Spitze zu kochen, kompromisslos. Huber kam als Sieger des knallharten Wettbewerbs „Junger Wilder“ (2008) mit dem wachau GOURMETfestival in Kontakt, bestritt einige Events – unter anderem mit einem seiner Lehrherren, dem legendären Dieter Müller aus Deutschland.

Weil Toni Mörwald damals gerade einen Nachfolger für seinen 3-Hauben-Koch Erwin Windhaber im Kremser Kloster Und suchte, heuerte Huber bei dem umtriebigen Feuersbrunner an. Nach einem Abstecher zu Heinz Hanner in Mayerling, landete Roland Huber vor knapp fünf Jahren im Wiener Grandhotel. Dort ist und waren er und sein Team stets Angestellte des Hotels im „Le Ciel by Toni Mörwald“. Der Zusatz mit Toni M. ist ein reiner Marketingdeal auf Wunsch des Hoteleigentümers, die operative Führung des Restaurants liegt in Händen des Küchenchefs und des Hotelmanagements.

Huber hat völlig freie Hand in der Küche und liefert einen perfekten Job. Das Le Ciel avancierte rasch zum wahrscheinlich besten Wiener Hotel-Restaurant und eroberte eine Ausnahmestellung. In einer Stadt, in der sich Hotelrestaurants traditionell schwer tun.

Seine Lehre absolvierte Roland Huber bei Brandstätter in Salzburg, wo es ihn nach einem Abstecher zu Heinz Winkler an den Chiemsee ins Pfefferschiff (damals von Klaus Fleischhaker) verschlug. Steirereck, Dieter Müller und wieder Pfefferschiff als Souschef waren die nächsten Eckpfeiler. Ehe im Kloster Und andockte. Danach: siehe oben. Praktika bei Ferran Adria (El Bulli) und Joachim Wissler (Vendòme) komplettieren Hubers Karriere. Die Jungen Wilden gewann er 2008, beim Bocuse d’Or landete er auf Platz 13 (2010).
Zurück