1,5 Jahre Zwangspause: Strandcafé wieder offen

1,5 Jahre Zwangspause: Strandcafé wieder offen

1,5 Jahre Zwangspause: Strandcafé wieder offen

Nach eineinhalb Jahren Zwangspause wirft das legendäre Strandcafé an der Alten Donau in Wien wieder seine Griller an. Exakt am 15. Mai 2020, dem Tag, an dem die Gastronomie nach der Corona-Sperre wieder öffnen durfte, startet auch das Strandcafe neu. So werden in der Florian-Berndl-Gasse 20, in Wien 22, wieder die legendären Strandcafé-Ripperln mit der kultigen Sauce rot/weiß, traditionelle Wiener Schmankerln sowie Budweiser und Grieskirchner Bier vom Fass serviert. Die begehrten Sitzplätze am Holzfloss können ebenfalls wieder reserviert werden. Alles mit atemberaubenden Blick auf die Skyline der Donaucity mit ihren Wolkenkratzern und über das idyllische Wasser der Alten Donau.

Neben dem fünf Meter langen, größten Indoor-Grill Österreichs wurde auch das erst zwei Jahre alte Luftfiltersystem komplett getauscht. Ab sofort reduziert ein fünfstufiger Aktivkohlefilter die Gerüche auf das technisch machbare Minimum. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde zudem der Kamin erhöht und der Anzahl der Sitzplätze im Vorgarten von 80 auf 30 reduziert. All diese Massnahmen wurden durch einen Streit mit den Anrainern nötig, der nach komplettem Umbau des Lokals erst so richtig eskalierte. Das Wiener Landesverwaltungsgericht entschied damals, dass ein neuer Antrag zur Betriebsanlagengenehmigung zu stellen sei. Das Strandcafé musste schließen und 70 Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Viele von ihnen sind beim Neustart wieder mit dabei, hielten Lokal und Betreiber die Treue.

„Unser Ziel war es immer, das Strandcafé im Konsens mit den Nachbarn zu betreiben. Das umfasst optimalen Lärmschutz, eine geschlossene Grillküche samt High-Tech-Filteranlage zur Abluftreinigung und viele weitere Maßnahmen. In Summe haben wir mehr als 1,2 Million Euro in den Anrainerschutz investiert“, sagen die Betreiber des Strandcafés, die Familie Yeritsyan.

Aktuell werden rund 800 Sitzplätze angeboten, das sind um gut 200 weniger als nach dem Umbau und vor der erzwungenen Schließung 2018. Das Areal des Strandcafe gehört, wie viele Grundstücke an der Alten Donau, dem Stift Klosterneuburg.
Zurück