Weingut Paul Lehrner

Winzerdetails

  • Weinregion: Mittelburgenland
  • Adresse: Hauptstraße 56
  • PLZ: 7312
  • Ort: Horitschon
  • Telefon: 2610 42171
  • Fax: 2610 42171-24
  • E-Mail: weingut@paul-lehrner.at
  • Website: www.paul-lehrner.at
  • Ansprechpartner: Herr Paul Lehrner
  • Anbau: 26 Hektar
  • Anbau W (in %): 0
  • Anbau R (in %): 100

Weinguide Weingut Beschreibung 2013/2014

Ebenso wie sein gleichnamiger Vater, von dem er das Weingut übernommen hat und der ihm heute noch helfend zur Seite steht, darf Paul Lehrner als ein Weinbauer mit Bodenhaftung bezeichnet werden. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Architektur des Weingutes wider: Der Keller, die neue Verarbeitungshalle wie auch der Degustationsraum sind großzügig angelegt, stellen aber keinen Prunk zur Schau. Der Winzer, durch und durch ein Burgenländer vom alten Schlag, möchte nach eigenen Aussagen „Weine mit Persönlichkeit“ produzieren, die mitunter auch Ecken und Kanten haben dürfen, aber trotzdem ausbalanciert sein müssen. Von modischen Trends, die Weine mit Geschmeidigkeit forcieren, habe er sich noch nie beeindrucken lassen, sagt Lehrner. Der Betrieb verarbeitet heute Trauben aus einer beachtlichen Weinbergsfläche von 26 Hektar. Überregional bekannt geworden ist das Weingut seinerzeit mit der Cuvée Paulus. Dies geschah zu einer Zeit, als Rotweincuvées in Österreich landauf, landab unschlagbar hoch im Kurs standen. Die Cuvée Paulus ist zwar immer noch ein Wein mit hohem Stellenwert im Weingut, jedoch wurde sie von der Wertigkeit her längst von reinsortigen Blaufränkischen, die in den Rieden rund um Horitschon hervorragende Bedingungen vorfinden, übertrumpft. Im Einstiegsbereich punktet Lehrner in der aktuellen Serie auch mit einem Zweigelt, der nach mittelburgenländischer Art überdurchschnittlich kräftig ausgefallen ist. Der preiswerte Blaufränkische aus der Riede Gfanger ist im 2011er-Jahrgang besonders gut gelungen – der Umstand, dass die im Durchschnitt 15-jährigen Gfanger-Reben nun zusehends der Adoleszenz entwachsen, mag hierbei eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Ein absoluter Edelklassiker mit mittelburgenländischem Muskelpaket, dabei aber mit herrlichem Trinkfluss ausgestattet, ist der im großen Holzfass geschulte Blaufränkische aus der Riede Hochäcker – die Kombination von Würze, Kraft und Mineralik weist ihn als interessanten Individualisten aus. Höhepunkt des Sortiments ist wieder einmal der tiefgründige Blaufränkische aus der Horitschoner Edellage Dürrau, der sich im 2009er-Jahrgang freilich ausgereift, aber nichtsdestoweniger (blaufränkischgerecht) mit kühler Frucht präsentiert.

Vinaria Verkostungen

18,1 Premium-Rotweine 2011 - Vinaria 01/2014

Blaufränkisch Steineiche (2011)

„Schwungvoll und intensiv, rauchige Präsenz sowie aparte Kirschfrucht, sehr expressiv und vielfältig; Vanille und Brioche gepaart mit hellen Fruchtnuancen, komplex und hochelegant, sehr feine Stilistik, rassig im langen Nachhall, puristische Sache.“
Verkostung im Februar 2014, zu finden in Ausgabe 01/2014
17 Premium-Rotweine 2011 - Vinaria 01/2014

Blaufränkisch Dürrau Reserve (2009)

„Zunächst etwas ungestüm, lebhaft und straff, Anklänge von Herzkirschen und Marzipan, feine Linien; zarte Erdbeerfrucht bei mittlerer bis guter Substanz, temperamentvoll und pfeffrig, sehr bodenständige Art, kühler Hauch und einladender Trinkfluss, salziger Abgang, Reserven.“
Verkostung im Februar 2014, zu finden in Ausgabe 01/2014
16,3 Premium-Rotweine 2011 - Vinaria 01/2014

Cuvée Paulus (2009)

„(BF/CS/ZW) Ausgereift und feurig, brenzlig-rauchige Untertöne, zuerst nur ein Hauch von Beerenfrucht, sehr frisch und reintönig; satter Schmelz, tiefes, rotbeeriges Fruchtspiel, etwas rauer Charme, zeigt Ecken und Kanten, pelzige Tannine im mittellangen Nachklang, elegant gelöst.“
Verkostung im Februar 2014, zu finden in Ausgabe 01/2014
17 Premium-Rotweine 2012 & 2011 - Vinaria 1/2015

Blaufränkisch Steineiche (2012)

„Puristisches Bukett nach Marzipan und Weichselkirsche, unterkühlte Eleganz, subtil wie feingliedrig; schöne dunkelbeerige Fruchtfülle, fest strukturiert und engmaschig, lebhaft und ungekünstelt, wohldosierter Holzeinsatz, rassiger, langer Nachhall.“
zu finden in Ausgabe 01/2015
16,8 Premium-Rotweine 2012 & 2011 - Vinaria 1/2015

Blaufränkisch Dürrau (2011)

„Beschwingt und fruchttief von Anfang an, etwas nach Walnuss und Wacholder duftend, sehr apart und offenherzig; elegant gerundet bei mittlerer Struktur, feingliedrig und balanciert, Brombeerfrucht im Hintergrund, dezente Tanninfülle, relativ lange nachklingend.“
zu finden in Ausgabe 01/2015
16,3 Premium-Rotweine 2012 & 2011 - Vinaria 1/2015

Cuvée Paulus (2011)

„(BF/CS/ZW) Nase nach Paradeisstrauch und Efeu, auch etwas Weichselfrucht, ausgereift und sogar ein bisschen feurig; straff und gediegen, robuste Sache und viel Paprikawürze, etwas ungestüm, saftig und kernig, eher rauer Charme und mittlere Länge, kann noch Flaschenreife vertragen.“
zu finden in Ausgabe 01/2015
15,3 Rotweine bis 12 Euro

Blaufränkisch Gfanger (2012)

„(Fassprobe) Wildkirschen und Brombeeren, dazu satte Kräuterwürze und Zesten, Kardamom, Hibiskus, einladend und ausgereift; recht saftiger Fruchtbogen mit roten Beeren, etwas Waldboden und kerniger Textur, dezentes Holz, passendes Tannin, mittlere Länge, sortentypisch, grundsolide.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
15,5 Rotweine bis 12 Euro

Blaufränkisch Hochäcker (2012)

„(Fassprobe) Tomatenmark und Marille, auch Powidl und maischige Pikanz, Holler, dezentes Holz; süffig-pikante Fortsetzung mit roten Beeren, Schlehen und Milchschokolade, noch etwas juvenil, aber ordentlich abgestimmt.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
15,9 Premium-Rotweine 2013, 2012 & 2011

Zweigelt Reserve (2011)

„Reduktiv und fast noch verhalten, etwas Kolanuss und Kirsche, fest verwoben; herzhaft und relativ dicht, zarte Heidelbeerfrucht, gepolstert und anhaltend, gute Handschrift.“
zu finden in Ausgabe 01/2016