Weinbau Schreiner

Winzerdetails

  • Weinregion: Neusiedlersee-Hügelland
  • Adresse: Kirchengasse 5 (Hauptstraße 4)
  • PLZ: 7071
  • Ort: Rust
  • Telefon: 02685 6235
  • E-Mail: office@weinbau-schreiner.at
  • Website: www.weinbau-schreiner.at
  • Ansprechpartner: Herr Gernot Schreiner
  • Anbau: 5,5 Hektar
  • Anbau W (in %): 50
  • Anbau R (in %): 50

Weinguide Weingut Beschreibungen 2014/2015

2013 war ein gutes Weinjahr für Gernot Schreiner und seine Frau Vici: „Die Erntezeitpunkte zu finden war aufgrund der Niederschläge nicht so einfach beim Weißwein, bei den Roten hingegen waren die Lesefenster gut zu meistern.“ Im Herzen von Rust betreibt das sozial wie kulturell engagierte Winzerpärchen Weinbau, wie es ihn nicht oft in Österreich gibt: Individuell, biologisch zertifiziert, mit verlässlichen Qualitäten, und das alles zu sehr vernünftigen Preisen. Struktur und Finesse sind die Eckpfeiler der überaus lagerfähigen Schreiner’schen Weincharaktere, denen auch im Premiumbereich der Trinkspaßfaktor nicht abhanden kommt. Das liegt nicht nur an der umsichtigen Kellerarbeit, sondern auch am alten Rebmaterial, nicht nur beim Blaufränkisch, sondern auch bei Cabernet Sauvignon und Franc. Neben den bewährten roten Klassikern des Hauses überzeugt dieses Jahr ein Neuzugang ganz besonders: Der schlicht 68 (nach dem Pflanzjahr) benannte Blaufränkisch – gut zwei Jahre in neuen 500-Liter-Fässern ausgebaut – zeigt Tiefe und Finesse; ein würdiger Premiumwein, der das Sortiment nach obenhin gut abschließt. Den Weißweinen wird in den letzten Jahren mehr Augenmerk geschenkt, und so empfehlen sich unter anderem der feine Welschriesling sowie der Chardonnay heuer ganz besonders. Mit dem maischevergorenen Sauvignon Blanc aus der Ried Geier hat Gernot Schreiner einen neuen, individuellen Sortenvertreter geschaffen. Erfreulich, dass es den feinen Hochzeitswein „Zusammen Gehen“ jedes Jahr gibt und ein Teil der Erlöse für soziale Projekte gespendet wird: heuer an MOKI, die Mobile Kinderkrankenpflege Burgenland.

Weinguide Weingut Beschreibung 2013/2014

Herz und Verstand gehen Hand in Hand bei Gernot Schreiner und seiner Frau Vici – gerade Eltern geworden –, die im Herzen von Rust Weinbau betreiben, wie es ihn nicht oft in Österreich gibt: individuell, biologisch zertifiziert, mit verlässlichen Qualitäten und das alles zu sehr vernünftigen Preisen. So ist Gernot Schreiner auch mit dem Jahrgang 2012 zufrieden: „Wir hatten überdurchschnittliches Traubenmaterial, selbst der Hagel im Juli ist glimpflich ausgegangen.“ Struktur, Finesse und das richtige Quantum an Tanninhärte sind die Eckpfeiler der überaus lagerfähigen Schreiner’schen Weincharaktere, denen auch im Premiumbereich der Trinkspaßfaktor nicht abhandenkommt. Immer besser werden die Weißweine, nebst vollreifem Welschriesling überzeugt wieder einmal die Cuvée Mandelbaum, ein elegantes Kraftpaket. Bei den Rotweinen herrscht ohnehin Jubel: mit dem Einstiegsblaufränkisch bietet das Weingut einen ungemein attraktiven, ja modellhaften Blaufränkisch um sagenhafte fünf Euro an, er übertrifft so manche Weine, die gut und gern das Doppelte kosten. Locker zum eleganten Vorgänger aus 2009 kann der aktuelle Gemärk aufschließen, er ist sehr fein abgestimmt. Großartig ist der Blaufränkisch Rhodolith, er verkörpert Herkunft wie Sorte idealtypisch und gehört zu den besten Blaufränkisch, die Gernot Schreiner bis jetzt gemacht hat. Auch das Flaggschiff Henry, ein in neuen Barriques ausgebauter Blend aus Cabernet und Blaufränkisch, dürfte das Niveau des Rhodolith erreichen, er braucht nur noch etwas Zeit, um sich zu konsolidieren. Gernot und Vici sind in der Ruster Kulturszene fest verankert, weshalb es sich auszahlt, Aktivitäten wie die Lesungen und das Improvisationstheater am Hof mit einem Weineinkauf vor Ort zu verbinden.

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Vinaria Verkostungen

16,7 Premium-Rotweine 2011 - Vinaria 01/2014

Hennry (2011)

„(CS/BF) Stark vom Cabernet geprägte Nase: Geleefrüchte, Cassis und Graphit, ausgereift und balanciert; glockenklares, rotbeeriges Fruchtspiel, auch etwas Feige, facettenreich wie zupackend, fruchtsüß und ausdauernd, unkompliziert auf hohem Niveau.“
Verkostung im Februar 2014, zu finden in Ausgabe 01/2014
17,1 Premium-Rotweine 2012 & 2011 - Vinaria 1/2015

Blaufränkisch 68 (2011)

„Bezwingende Nase nach Granatapfel und Himbeere, vielschichtig und apart, geht sofort in die Tiefe; zartblumig und verspielt, rollt mit rotbeerigen Wellen sanft über den Gaumen, saftig und ziseliert, hochelegant und finessereich, glockenklar und dicht gebaut, klingt auf butterweichen Tanninen ganz langsam aus.“
zu finden in Ausgabe 01/2015
17 Premium-Rotweine 2012 & 2011 - Vinaria 1/2015

Hennry (2012)

„(CS/BF) Feines Duftspiel nach Rosenblüten und Granatäpfeln, anregend und apart, kräftiger Holzeinsatz, doch heller Fassbrand; Bourbon-Vanille und Blutorange am Gaumen, gepolstert, ja mollig, flotte Beerenfrucht, elegant gerundet, rassiger, langer Nachhall, wird immer besser.“
zu finden in Ausgabe 01/2015
15,7 Rotweine bis 12 Euro

Rhodolith (2012)

„Jugendlich-reduktive Eindrücke zu Beginn, Erdbeeren und Wildkirschen, zart pfeffrig, legt zu mit Luft, Kräuterwürze; seidiger Fruchtbogen mit Maulbeeren und Weichseln, angenehmer Tannin-Säure-Kern, trinkanimierendes Mittelgewicht mit guter Balance und gewisser Eigenständigkeit, gelungen.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
15,1 Rotweine bis 12 Euro

Blaufränkisch (2012)

„Sommerkirschen, Orangenschale und Pfefferkorn, gut ausgereift, einladend, hübsch duftig; rotbeerig und straff mit schlanker, knackiger Textur und passender Kernigkeit vom Tannin, sortentypisch, unkompliziert im besten Sinne.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
15,3 Rotweine bis 12 Euro

Gemärk (2012)

„Hibiskus, Lebkuchengewürz und Waldhonig, dazu Anis und Ysop, reduktive Art, aber auch gute Dichte und lebhafte Pikanz; helle Rotbeerigkeit, Brotgewürz und zart ätherische Noten, passende Säure, strukturbetonter Blend, etwas schlankes Finish, gut abgestimmt.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
15,8 Rotweine bis 12 Euro

Rhodolith (2013)

„Dezent wie eigenständig, Brombeeren und Assamtee, feine Kräuterpikanz; am Gaumen sanfte Fruchtwelle von Kirschen und Maulbeeren, Unterholz und wiederum präsente Kräuterpikanz, passendes Holz, feine Säure, griffiger, animierender Stil.“
zu finden in Ausgabe 02/2015
15 Rotweine bis 12 Euro

Gemärk (2013)

„Schon am Anfang papriziert und vom Cabernet geprägt, Ribiseln, etwas Laub und Pfefferkorn, vegetale Kräuternoten; am Gaumen straffe Fortsetzung, kühle Pikanz, mehr Würze als Frucht, straffe Säure, durchaus Tanninkern, jugendlich, trinkfreudig, balanciertes Kind des Jahrgangs.“
zu finden in Ausgabe 02/2015
16,7 Premium-Rotweine 2013, 2012 & 2011

Blaufränkisch 68 (2012)

„Preiselbeeren und Herzkirschen, ja Marzipan im ebenso aparten wie strengen Duftspiel, großzügig und doch erst ganz am Beginn; puristischer Blaufränkischer, spiegelt die Ruster Herkunft perfekt wider, kraftvoll, aber vor allem elegant, kein Faserschmeichler, aber ein Füllhorn rotbeeriger Aromen bietend, rassig und lange anhaltend.“
zu finden in Ausgabe 01/2016
16 Premium-Rotweine 2013, 2012 & 2011

Hennry (2013)

„(CS/BF) Rote Ribiseln und Dirndlbeeren im Duett, schwungvoll und lebhaft, charmant und ausgesprochen einladend; zartes, rotbeeriges Fruchtspiel, bloß mittlere Fülle, offenherzig bei delikatem Schmelz, weiche Tannine im Abschluss.“
zu finden in Ausgabe 01/2016
16,2 Rotweine bis 12 € - Vinaria 02/2016

Rhodolith (2014)

„Ruhig und facettenreich, etwas Holler und Hauszwetschken, Orangeade, dunkle Würze dahinter, maßvolles Holz, legt gehörig zu mit Luft; fein ziselierte Frucht von Maulbeeren und Kirschen, zart blättrig-dunkelwürzig, Lakritze und Leder, sehr gute Abstimmung, schwungvoll und seriös gleichermaßen, Trinkspaß und Sortentypus, sehr gelungen.“
zu finden in Ausgabe 02/2016
15,3 Rotweine bis 12 € - Vinaria 02/2016

Gemärk (2014)

„Pikante, individuelle Nase nach Tomatenmark, roten Beeren und markant erdigem Unterton, rote Blüten; saftiger Fruchtbogen mit kühl-ätherischer Aromatik, etwas schlanke Textur, passende Säure-Tannin-Präsenz, mittlere Maschen, knackig, animierend.“
zu finden in Ausgabe 02/2016
15,5 Premium-Rotweine 2010 & 2009 - Vinaria 01/2013

Hennry (2011)

„(CS/BF) Sehr neutral beginnend, dann dropsige Fruchtnote, später auch leicht harzig, durchaus eigenwillig; recht schmal, rauchig und unterkühlt, ziemlich reduktiv gehalten, sehr sauber, aber derzeit verkapselt, abwarten.“
zu finden in Ausgabe 01/2013