Weinbau Diwald

Winzerdetails

Weinguide Weingut Beschreibungen 2014/2015

Mit Ausnahme der Goldberg-Reserve, die sozusagen rückblickend mit dem Jahrgang 2012 vorgestellt wurde, beschränkt sich Karl Diwald auf die übliche Palette. In dieser steht der Frührote Veltliner für den frischen und unkomplizierten Sommerwein, schon eine Stufe weiter oben angesiedelt ist der blumige und glockenklare Riad’nthoi-Veltliner, der gleichsam schon eine Wagramer Messlatte für die leichtere Veltliner-Kategorie geworden ist. Damit zum erwähnten 2012er-„Neuling“, der sich nach gehöriger Flaschenreife bereits sehr einladend und charmant präsentiert, und zwar den typischen Lösscharakter, aber in einer nicht zu breiten Weise verkörpert. Unangefochten an der Spitze der weißen Phalanx steht der Veltliner vom Wadenthal, der sich überaus fruchtsüß und einschmeichelnd über den Gaumen bewegt; ein mächtiger Wein voll Saft und Kraft, der aber nie überladen erscheint und auch großes Potenzial besitzen sollte. Das rote Segment muss diesmal aufgrund des Jahrgangs auf die „Spezialität“ Blauer Portugieser verzichten, wird aber von der Zweigelt-Reserve – Rumtopf und Zwetschken in der Nase, ein bisschen viel Holzkohle, aber sehr reintönig – und der bekannten Terra Rubra-Cuvée – dichterer Körperbau, dunkelbeerig angelegt und wieder kräftiges Toasting – in sehr zufriedenstellender Weise repräsentiert.

Weinguide Weingut Beschreibung 2013/2014

Karl Diwald, der in der Riede Reith noch eine zusätzliche Veltliner-Anlage ausgesetzt hat, hat diesmal zum ersten Mal seit längerer Zeit auch einen recht reduktiven, aber sehr sauberen und offenen Chardonnay, der im Stahltank ausgebaut wurde, sowie einen jahrgangsspezifischen und mit geballter Frucht und knuspriger Säure überzeugenden Riesling offeriert. Für den Einstieg sind allerdings in erster Linie der schlanke und griffige, sehr appetitliche Muskateller sowie der burschikose und unkomplizierte, ebenfalls Aperitif-Charakter realisierende Frührote Veltliner zuständig. Viel Spaß und Trinkvergnügen bereiten bereits der noch relativ blumige und ein bisschen vorlaute Riad’nthoi, der wiederum im großen Akazienfass ausgebaut wurde, und der wesentlich ruhigere und ausgereiftere Wadenthal-Grüne, der in seiner vornehmen und aufgefächerten Art eher an alte Apfelsorten erinnert und rundum gelungen erscheint. Auf die grüne Reserve vom Goldberg wurde nicht vergessen, sie wird aus dem Jahrgang 2012 jedoch erst im nächsten Jahr auf den Markt gelangen. Große Individualität kann man auf dem roten Sektor dem aus völlig gesundem Traubengut vinifizierten und mit unüblicher Säure versehenen Blauen Portugieser attestieren, der in dieser verführerischen Art jene Extraklasse ausspielt, für die man ihm gewissermaßen nachhaltigen Minderheitenschutz gewähren müsste. Ebenfalls in jeder Hinsicht gelungen ist auch die mit saftiger Zwetschkenfrucht und viel Druck über den Gaumen rollende Reserve vom Zweigelt, die noch etwas Zeit benötigt, um die dunkelfruchtigen Aspekte mit den Holztanninen endgültig zu verbinden, aber einiges für die Zukunft verspricht.

Weitere Bilder zu diesem Winzer

Vinaria Verkostungen

13,5 Grüner Veltliner bis 12,5% - Vinaria 05/2013

Grüner Veltliner Hinter der Au (2012)

zu finden in Ausgabe 05/2013
13,5 Muskateller & Co. 2013 - Vinaria 4/2014

Gelber Muskateller (2013)

zu finden in Ausgabe 04/2014
13,4 Grüner Veltliner mit 12,5% - Vinaria 5/2014

Grüner Veltliner Classic (2013)

zu finden in Ausgabe 05/2014
16,1 Grüner Veltliner mit 12,5% - Vinaria 5/2014

Grüner Veltliner Riad’nthoi (2013)

„Klassische Veltliner-Würze, bisschen hefig, Mandarinen, Apfel, helle Würze bei guter Fülle, frische Hülsenfrüchte, Zuckererbsen; gewisse Saftigkeit, jede Menge Frucht, Beeren, Fruchtsüße, mit schönem Säurespiel, rund und ausgewogen bis ins Finale, mittellang.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
14,9 Grüner Veltliner ab 13% Finale - Vinaria 6/2014

Grüner Veltliner Wadenthal (2013)

„Dezente Nase, bisschen Pfeffer, leicht würzig, kaum Fruchtausdruck; enorm fruchtsüß, dabei vordergründig und etwas plakativer Fruchtcharme, reife Ananas, zugänglich, mit unkompliziertem Trinkanimo, nicht allzu lang, kompakte Säure.“
zu finden in Ausgabe 06/2014
14,5 Rotweine bis 12 Euro

Zweigelt Goldberg (2013)

„Schwungvoll und fruchtbetont, Kirschmarmelade, Schlehen und Langpfeffer, süß-herb, mit Luft etwas vegetabiler; schlanke Fruchtführung am Gaumen mit herb unterlegter Kirschfrucht, präsenter Säure und knackiger Textur, mittlere Maschen, bisschen trocken-herbes Finish, süffig und unkompliziert.“
zu finden in Ausgabe 02/2015
14 Grüner Veltliner mit 12% & 12,5% - Vinaria 05/2015

Grüner Veltliner Riad'nthoi (2014)

„Schwarzer Pfeffer, kühle Würze, getrocknete Früchte, Apfelspalten, bisschen rauchig; am Gaumen fruchtsüß mit feinherber Unterlegung, Mandarinen, Hafer, bisschen Definition geht ab, ab der Mitte deutlich schmäler, relativ kurz.“
zu finden in Ausgabe 05/2015
14,9 Grüner Veltliner mit 12% & 12,5% - Vinaria 05/2015

Grüner Veltliner Classic (2014)

„Frisch, rosapfeffrige Pikanz, grüner Apfel, auch ein bisschen nach Birnen, sehnig; straff, von Zitrus geleitet, bisschen Orangen, leicht würzig, Almkräuter, beschwingt und gute Trinkigkeit.“
zu finden in Ausgabe 05/2015
14,3 Grüner Veltliner mit 12,5% - Vinaria 5/2016

Grüner Veltliner Classic (2015)

„Viel Würze, klassische Stilistik, viel Hülsenfrüchte, Linsen, Quitten, gelbe Äpfel; am Gaumen etwas rustikaler und viel schlanker, bisschen Grapefruit, feinherb, nicht sehr viel Spiel und relativ kurz.“
zu finden in Ausgabe 05/2016
13,9 Grüner Veltliner mit 12,5% - Vinaria 5/2016

Grüner Veltliner Riad'nthoi (2015)

zu finden in Ausgabe 05/2016