Weingut Josef Fritz

Winzerdetails

  • Weinregion: Wagram
  • Adresse: Ortsstraße 3
  • PLZ: 3701
  • Ort: Zaussenberg
  • Fax: 2278 2515-4
  • E-Mail: office@weingut-fritz.at
  • Website: www.weingut-fritz.at
  • Ansprechpartner: Herr Josef Fritz
  • Anbau: 14 Hektar
  • Anbau W (in %): 75
  • Anbau R (in %): 25

Weinguide Weingut Beschreibungen 2014/2015

Nach der Verkostung des aktuellen Jahrgangs erscheint es schwierig, nicht in allzu schwärmerische Lobeshymnen zu verfallen. Bereits sehr pointiert und schön abgestuft sind die beiden Veltliner gelungen, die in der Vergangenheit nicht unbedingt als Stärke dieses aufstrebenden Weingutes galten. Ein Kapitel für sich sind die drei Varianten vom Roten Veltliner, die in dieser Präzision und Strahlkraft wohl in ganz Österreich – und damit sozusagen weltweit – einzigartig sind. So bildhübsch und verlockend wie schon lange nicht präsentieren sich etwa die supersaftigen Wagramterrassen, die gleichsam die Wartefrist, die der geduldige Weinfreund bis zur ersten Reife des Steinberg-Exemplars einhalten sollte, verkürzen könnten. Dieser vielschichtige und rotbeerige Parade-Rote Veltliner wird nämlich von etwas Flaschenreife auf alle Fälle profitieren, was umso mehr für den 2012er-Privat aus der gleichen Lage gilt, der nach dem Ausbau in zum Teil neuen 300-Liter-Fässern erst jetzt auf den Markt kommt. Der mit nahezu exotischem Flair prunkende Chardonnay 2012 knüpft nahtlos an den mit der Vinaria-Trophy ausgezeichneten Vorgänger an, obwohl er wie die 2012er-Traminer Grande Reserve, die ausgereift und doch subtil über den Gaumen rollt, erst ganz am Beginn seiner Entwicklung steht. Zum ersten Mal seit längerer Zeit haben wir wieder einen Pinot Noir von Josef Fritz verkostet. Der sehr gute Jahrgang 2011, welcher nur im großen Holzfass ausgebaut wurde, verbindet schon hohe Reife mit viel Druck und feiner Himbeerfrucht.

Weinguide Weingut Beschreibung 2013/2014

Der früher nach der Lage Schafberg bezeichneten leichteren Veltliner-Kategorie wurde von Josef Fritz nunmehr die Bezeichnung Sandstein verpasst, was an der feinfühligen Art und tabakigen Würze dieses schlanken wie aparten Veltliner-Typs nichts zu ändern vermag. Völlig anders geartet ist der mächtige Löss-Veltliner vom Himmelreich, der in seiner nussigen Würze und fleischigen Art sozusagen ein kraftvolles, ein bisschen schwermütiges Paradebeispiel eines Wagramer Veltliners abgibt. Dezent vom Holz umrahmt gibt sich der Chardonnay Steinberg, der für einen klassischen Barrique-Chardonnay sehr zurückgenommen und ausgewogen erscheint und schon in seiner Jugend der satten Steinobstfrucht genügend Freiraum lässt. Ebenfalls noch sehr jugendlich erscheint der Traminer von der Lage Trausatz, der eine feine Melange aus Litschifrucht und Kokosmark darstellt und dessen dezente Holzumrahmung das mächtige Volumen erst langsam einzubinden vermag. Eine Klasse für sich ist das Trio vom Roten Veltliner, wie es österreichweit und damit zugleich auch auf internationaler Ebene auf diesem Niveau wohl einzigartig ist. Schon die blumigen und ausdrucksstarken Wagramterrassen sind punkto Fruchttiefe und Rasse eine Klasse für sich in dieser Kategorie, womit dieser Wein endgültig zu einem erfreulichen Dauerbrenner geworden ist. Aus dem großen Holzfass kommt ein Wagramer Roter-Veltliner-Monument, das nach der Lage Steinberg benannt ist und einen weiten Bogen über Blüten und Maroni bis zu gebranntem Zucker beschreibt. In seiner kraftvollen Art und großen Länge ein Versprechen für die Zukunft und in jeder Faser ein großes Gewächs. Gleichrangig gegenüber steht diesem seit dem letzten Jahr eine limitierte Selektion aus dem Hause Fritz, die als Steinberg Privat etikettiert wird und immer erst im Folgejahr auf den Markt kommt: bei sattem Fruchtschmelz und großzügigem Alkohol nie zu breit und überladen, vielschichtig und in jeder Hinsicht modellhaft. Aus dem Jahrgang 2009 stammt schließlich ein erstmals vorgestellter Pinot Noir, der solide und jugendlich-pikant aus dem Glas tritt und noch etwas Flaschenreife verträgt.

Vinaria Verkostungen

15,6 Grüner Veltliner ab 13% - Vinaria 06/2013

Grüner Veltliner Schlossberg (2012)

„Frisch, pikant, schöne Fruchtnoten, Quittengelee, weiße Ribisel, helle Würze; Apfelkuchen, gute Fülle, harmonisches Frucht-Säure-Spiel, bananig, Zitrus, gute Struktur bis zur Mitte, hinten etwas schlanker, guter Fruchtausdruck.“
Verkostung im November 2013, zu finden in Ausgabe 06/2013
15,3 Grüner Veltliner ab 13% - Vinaria 06/2013

Grüner Veltliner Himmelreich (2012)

„Kandierte Früchte, Melone, zarte exotische Noten, weißer Pfeffer, Wachs, Blüten, recht reichhaltig; deutlich herber am Gaumen, getrocknete Früchte, getrocknete Tomaten, bisschen apfelig, Länge in Ordnung.“
Verkostung im November 2013, zu finden in Ausgabe 06/2013
17,3 Burgunder Reserven Weiß - Vinaria 07/2013

Chardonnay Steinberg Grande Reserve (2011)

„Toffifee, Früchtebrot, Traubenzucker, Marillengelee, Mangos, ausgereift, dicht, bisschen süße gelbe Tropenfrucht, sehr reif; schmelzig und recht dicht, knackig und ungemein saftig, gute Rasse, fest und griffig, einige Exotik, juveniles Holz, hochwertig, knisternd, großzügig und tief, bittersüß, profitiert enorm von Luft, Kraft und Länge bei beeindruckender Substanz.“
zu finden in Ausgabe 07/2013
14 Grüner Veltliner mit 12,5% - Vinaria 5/2014

Grüner Veltliner Sandstein (2013)

„Würzig, bisschen heuig, reife gelbe Äpfel, weicher Charakter; etwas breit, getreidig, Haferflocken, bisschen vordergründig, relativ schlank gebaut und kurz.“
zu finden in Ausgabe 05/2014
16,9 Burgunder-Reserven Weiß 2012 & 2011 - Vinaria 7/2014

Chardonnay Steinberg Grande Reserve (2012)

„Weißbrot und helle Würzepikanz, gute Tiefe anzeigend, süß-saure Drops, auch gewisse Mineralität anzeigend, moosig, Waldboden, einnehmend und ausgereift; am Gaumen viel exotischer Fruchtdruck, fein ziselierte Säure, kernig und rassig mit feiner Kräuterpikanz, einiger Druck, baut auf mit Luft, beachtliche Reserven, bestens abgestimmt, klingt trocken nach.“
zu finden in Ausgabe 07/2014
13,9 Riesling mit 12,5%

Riesling Sandstein (2013)

zu finden in Ausgabe 05/2014
15 Grüner Veltliner ab 13% Finale - Vinaria 6/2014

Grüner Veltliner Himmelreich (2013)

„Zarte Mineralität, Kernobst, recht klassisch, bisschen mollig, gediegene Würze; gewisse Saftigkeit, Oliven, mittleres Gewicht bei guter Trinkigkeit, roter Apfel, saftig bis zum Schluss.“
zu finden in Ausgabe 06/2014
15,6 Grüner Veltliner ab 13% Finale - Vinaria 6/2014

Grüner Veltliner Schlossberg (2013)

„(Fassprobe) Schöne Fülle, Trockenfrüchte, holzig-harzige Komponenten, röstig, Tannenzapfen, Mandarinen, Frucht nur dezent; in Summe ansprechend, etwas verkapselt, aber viel Zitrus aufbauend, milchschokoladig, nussig, Trockenfrüchte, wirkt noch nicht ganz fertig, mittlere Fülle und Länge.“
zu finden in Ausgabe 06/2014
15,4 Grüner Veltliner Premium - Vinaria 06/2015

Grüner Veltliner Schlossberg (2013)

„Zimt und Orangen, volle Nase, Oliven, etwas Nelken, Striezel; am Gaumen pilzig und auch straff dabei, Stollwerck, hinten gewisse Säure, Orangettis, dunkle Schokolade, recht rassig, mittlere Struktur und Statur.“
zu finden in Ausgabe 06/2015
15,1 Grüner Veltliner Premium - Vinaria 06/2015

Grüner Veltliner Himmelreich (2014)

„Zündholz, gute Frische, zitronig, wirkt eher leichtgewichtig, Traubenzucker, Cornflakes; am Gaumen sehr lebendig, fruchtsüß, Fruchtgelee, karamellisierter Zwiebel, mittelgewichtig, leicht herb, mit mineralischer Unterlegung.“
zu finden in Ausgabe 06/2015
15,5 Grüner Veltliner & Riesling - Vinaria 07/2015

Grüner Veltliner Im Himmelreich (2011)

„Langpfeffer und Bockshornklee in der Nase, rauchig und ausgereift; durchaus kraftvoll, ganz gut strukturiert, klassischer Grüner mit deutlichem Pfefferl, nerviger Abgang.“
zu finden in Ausgabe 07/2015
13,7 Grüner Veltliner & Riesling - Vinaria 07/2015

Riesling Schafberg (2011)

zu finden in Ausgabe 07/2015
13,8 Sommerweine 2015 - Vinaria 02/2016

Grüner Veltliner Klassik (2015)

zu finden in Ausgabe 02/2016
14,8 Grüner Veltliner bis 12,5% - Vinaria 05/2013

Grüner Veltliner Sandstein (2012)

„Biskuit, Weißbrot, eher schüchterne Frucht, ausgereift, Thymian, Orangen; bisschen breit, Toastbrot, weißer Pfeffer, straff, hinten Zitrus und deutlich Gerbstoff, etwas karg.“
zu finden in Ausgabe 05/2013