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Weindoktor 08/2009
Fragen und Antworten zum Thema Wein
Ich habe einen ziemlich feuchten Keller. Was kann man tun, um die Etiketten lesbar zu erhalten? Ich fürchte, das Problem ist vergleichsweise weit verbreitet. Bei klassischen Altbaukellern (z. B. in Wien) könnte man versuchen, ein Entfeuchtungsgerät zu installen (gibt’s in Bau- und Elektromärkten), allerdings ist so etwas wohl nur sinnvoll, wenn das Gerät an das Abwassersystem angeschlossen ist, weil man sonst vermutlich täglich den Wasserbehälter händisch entsorgen müsste. In der Literatur werden zwei, drei weitere Methoden genannt, für deren Wirksamkeit wir allerdings nicht garantieren können: Zum einen, die Etiketten mit Haarspray zu besprühen. Hmmm. Zum zweiten, die Flaschen in Klarsichtfolie zu wickeln, was allerdings auf Dauer nicht gegen kriechende Feuchtigkeit schützt. Da dürfte eine fest sitzende Selbstklebefolie etwas bessere Ergebnisse liefern. Am vernünftigsten scheint mir, die wichtigsten Daten mit wasserunlöslichen Schreibstiften ( gibt es meines Wissens in Silber und Gold, möglicherweise auch in Weiß) auf die Flaschen zu schreiben. Diese Stifte sind unter dem Namen „DVD-Marker“ (oder so ähnlich) im Handel erhältlich. (Eine gute Lösung wäre freilich auch ein Kellerbuch mit fixen Regalplätzen und -markierungen.) Das Halsetikett mit dem Jahrgang ist verschwunden. Gibt’s eine Möglichkeit, den Jahrgang zu eruieren oder zu rekonstruieren? Grundsätzlich sind drei Ansätze möglich: Erstens, Jahrgang, wie vorher beschrieben, wasserunlöslich auf der Flasche zu markieren. Möglichkeit Numero zwei – allerdings nur bei höherwertigen Weinen sinnvoll – wäre, die Kapsel zu entfernen und den Jahrgangs-Korkbrand zu checken (ist z. B. bei Bordeaux sinnvoll). Die dritte Möglichkeit, allerdings nur bei österreichischen Weinen, die nicht zu alt sind: Die Prüfnummer checken: die letzten beiden Stellen sind das Jahr der Antragstellung, was zumindest einen ungefähren Hinweis (± 1 Jahr) auf das Alter geben sollte. |
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