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Weinnotizen 01/2010
Weinstraße Niederösterreich feiert 10. Geburtstag Acht niederösterreichische Weinbaugebiete, 155 Orte und 1700 Mitgliedsbetriebe haben eine stolze Gemeinsamkeit: Sie liegen an der Weinstraße Niederösterreich. Diese 830 Kilometer lange Genussroute feiert heuer ihren 10. Geburtstag. Denn vor genau zehn Jahren entschlossen sich Winzer, Heurige, Vinotheken, Gastwirte und Beherberger dazu, ihre Stärken zu bündeln, ihre Aktionen, Ideen und Projekte, ihre Produkte und ihr kulturelles Erbe gemeinsam zu präsentieren. So wurde am 1. Februar 2000 die Weinstraße Niederösterreich aus der Taufe gehoben. Sie führt durch die Wachau und das Traisental, durchs Kremstal, Kamptal, den Wagram, das Weinviertel, Carnuntum und die Thermenregion. Das Jubiläumsjahr begeht die Weinstraße Niederösterreich mit dem größten Geburtstagsfest des Landes. Dem Anlass entsprechend wird groß aufgetischt: Vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2010 erhält in ausgesuchten Mitgliedsbetrieben jeder Gast bei Abgabe seines Gutscheins kostenlos ein Glas Wein, Winzersekt oder (Trauben-)Saft. Gutscheine für diese Aktion sind auf www.weinstrassen.at downloadbar, wo sich auch eine Liste aller teilnehmenden Betriebe findet. Jeder Gutschein ist für bis zu 10 Personen gültig, die Mindestkonsumation beträgt 7 Euro (in Heurigen und Vinotheken) bzw. 12 Euro pro Person (in Gastronomiebetrieben). VINARIA gratuliert herzlich! „Triad“ ist Niederösterreichs Top-Wirt 2010 Im Rahmen eines großen Fests wurden am Abend des 25. Jänner in der Pyramide Vösendorf die Preise für herausragende Leistungen im Rahmen der Niederösterreichischen Wirtshauskultur vergeben. Der „Top-Wirt 2010“, die höchste Auszeichnung, die der Verein Niederösterreichische Wirtshauskultur zu vergeben hat, geht in die Bucklige Welt. Das zwischen Krumbach und Bad Schönau gelegene Wirtshaus Triad konnte nicht nur die Tester besonders beeindrucken, sondern wurde auch von der Jury als würdig für den Titel „Top-Wirt des Jahres“ befunden. Das Triad wird von Veronika und Uwe Machreich mit größtem Engagement geführt, wurde in jüngster Vergangenheit überaus reizvoll umgestaltet und erfreut seine Gäste mit einer kreativ interpretierten Regionalküche, in der Klassiker wie Backhendl und Rieslingbeuschel ebenso prominent vertreten sind wie auch neue Kompositionen wie die „Schleie auf Saurüssel“. „Aufsteiger des Jahres“ wurde das Gasthaus Bärenhof im Waldviertler Arbesbach, das seit Jahren zu den besonders empfehlenswerten Wirtshauskultur-Wirtshäusern zählt. Sashimi vom Thunfisch oder Goldbrassenfilets mit Kapern und Oliven findet man dort. Mit dem Titel „Einsteiger des Jahres“ können jene Betriebe ausgezeichnet werden, die zum ersten Mal im Rahmen einer Top-Wirt-Testreihe geprüft werden und gleich besonders hohe Resultate erreichen. In diesem Jahr gelang das dem Gasthaus Frank in Gerasdorf bei Wien. Nicht zuletzt war auch die überaus fachkundig und reizvoll gestaltete Weinkarte ein Grund, den Einsteiger-Titel 2010 dorthin zu vergeben. Wir gratulieren! Floh Wein-Cup und Europacup: Österreich gewinnt Der Jänner sah beim rührigen Josef Floh geich zwei Cupabende: am 15. den Europacup, am 29. die dritte Runde (von vier) des Wein-Cups. Beim freundschaftlichen Länderspiel der Winzerkönige sah man den dritten Floh Wein-Europacup-Sieg eines österreichischen Teams: Der amtierende Cupsieger Fels gewann das Kräftemessen mit der internationalen Elite. Das Team um Franz Leth gewann gegen die italienische Winzer-Elf um Jennifer Schmelzer und ein slowakisches Best-of-Team um Peter Matysák. Derbys – in diesem Fall das Burgenland-Derby – haben eigene Gesetze: In der dritten Runde des Wein-Cups schlug Blau-Weiß Oggau die favorisierte Truppe von Real Horitschon mit 3:2. Für das 1:0 für Oggau sorgte Hannes Haidens Sauvignon Blanc 09 gegen den Blaufränkisch Kastanie 08 von Real-Kapitän Alfred Moritz. Edi Tscheppes Timotheus 07 (Grüner Veltliner und Pinot Blanc) sorgte für das 2:0, während Michael Lehrners Blaufränkisch Rondo 07 auf 2:1 verkürzte. Franz Weningers überlegene Dürrau 06 stellte den Einstand her. Die Entscheidung fiel beim Käse: Christian Rainprechts weiße TBA-Cuvée 05 erhielt 52 Stimmen, Anton Iby juniors Privat-Reserve 2000 (Blaufränkisch/Merlot 85/15) deren 46: Oggaus Sieg fiel also denkbar knapp aus. Horitschons Taktik (fünfmal Blaufränker) ist nicht aufgegangen, aber trotzdem: „Der Abend war absolut super!“, so die einstimmige Meinung. Ski trifft Wein Skifahren ist ja an sich schon ein himmlisches Vergnügen. Der Einkehrschung erst recht. Und wenn man dann so ganz hoch oben nicht nur mit Kaiserschmarren und anderen Hüttenschmankerln, sondern auch mit edlen Tröpferln verwöhnt wird, dann ist so ein Skitag wirklich „das Leiwandste, was ma‘ si nua vuastö‘n kaun“. Auf der steirischen Riesneralm in Donnersbachwald ist das so. Denn da locken nicht nur traumhafte Hänge, die 1. österreichische Kinderskischaukel und vieles mehr, sondern auch eine Skihütte der ganz besonderen Art – der Hochsitz. Auf der vielleicht originellste Aussichtsplattform kann man so richtig genießen. Das Panorama ebenso, wie die Küche. Und natürlich jede Menge österreichischen Top-Wein. Derzeit werden die Gäste etwa mit Köstlichkeiten aus den Kellern von Walter Skoff und Horst Gager verwöhnt. Auch Ski-Experte Robert Seeger hat sich da auf die Olympia-Tage eingestimmt. Vinophil-kulinarisches Spektakel in Senftenberg Ende November 2009 durften sich Weinliebhaber über einen spannenden Weinevent im Restaurant Nigl freuen: In einem vom Kremser bzw. Palter Vinothekar Franz Noitz inszenierten Weingipfel trafen der gastgebende Topwinzer aus Senftenberg und Stefano Frascolla von dem in der Maremma angesiedelten Kultweingut Tua Rita aufeinander – natürlich in vinophiler Mission. Zu einem hervorragenden fünfgängigen Menü von Haubenkoch Erwin Windhaber wurden jeweils mehrere Jahrgänge diverser Spitzenweine der beiden Winzer. Unter den durchwegs beachtlichen Weine stachen einige besonders heraus: Neben dem herausragenden, mit wunderbarer Würze ausgestatteten, kernigen Redigaffi 2007 sowie dessen ähnlich beeindruckendem fruchtsüß-saftig-kraftvollen Bruder aus 2006 gefielen uns unter den Roten etwa auch der mineralische 2004er Giusto di Notri oder der elegante Perlato del Bosco 2006. Aus Martin Nigls Palette beeindruckten uns wiederum ganz besonders die „Privat-Veltliner“ aus 2004 und 2002 – ersterer mit Balance und Konturen, letzterer cremiger Fülle und Länge, sowie der noble, strukturierte 2005er Riesling und der unergründlich tiefe 1997er Privat – Wein des Abends! |
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