Im Dreierpack günstiger? Das Parkhotel in Bremen, der Nassauer Hof in Wiesbaden und das Maison Messmer in Baden-Baden stehen zum Verkauf. Das berichtet die Bremer Tageszeitung „Weser Kurier“. Käufer soll ein ägyptischer Bau- und Hotelkonzern sein.

Nachdem im Vorjahr der Steigenberger-Konzern vom ägytischen Mehrheitsbesitzer an einen chinesischen Mitbewerber verkauft wurde, haben nun wieder Investoren aus Ägypten Appetit auf deutsche Hotel-Ikonen. Potentieller Käufer der drei Hotels soll die Talaat-Moustafa-Gruppe (TMG) sein, eines der größten Konglomerate in Ägypten. Die Betreibergesellschaft Dorint will die Luxushotels jedenfalls weiter betreiben, allerdings als Kempinski-Hotels im Marken-Franchise. Mit Kempinski würde dazu ein Managementvertrag abgeschlossen. Die Regelungen sollen bis Ende 2041 gelten und mit der Option versehen sein, zweimal für jeweils fünf Jahre zu verlängern, so der Bericht der Tageszeitung.

Dorint-Chef Dirk Iserlohe hat der Zeitung gegenüber die Informationen bestätigt. Den vertraulichen Unterlagen zu dem Deal zufolge beträgt der Kaufpreis zum Erwerb der drei Luxushotels 140 Millionen Euro. Bis April 2021 soll der Deal über die Bühne gehen. Nach dem Kauf muss die Talaat-Moustafa-Gruppe noch in die Häuser investieren, um diese dem Kempinski-Standard anzupassen.

Der Mischkonzern Talaat-Moustafa besteht seit rund 50 Jahren umfasst 23 Unternehmen und beschäftigt mehr als 12.000 fixe Mitarbeiter sowie 60.000 zusätzliche Arbeitnehmer an verschiedenen Projektstandorten. TMG entwickelt ganze Stadtquartiere und Tourismusdestinationen, ist aber auch im Hotelgeschäft tätig und arbeitet mit den Luxusmarken Four Seasons und Kempinski zusammen. Der Konzern sitzt auf entwicklungsfähigen Immobilien im Ausmaß von 50 Millionen Quadratmeter.