Erstmals im September fand heuer der etablierte Concours Mondial de Bruxelles statt, und zwar in der an Niederösterreich grenzenden Region Moravia in Tschechien, wo gut 8.500 Weine aus 46 Ländern von insgesamt 55 Jurys bewertet werden.

Üblicherweise im Mai jeden Jahres angesetzt, musste der renommierte Weinwettbewerb Concours Mondial de Bruxelles Corona-bedingt heuer verschoben werden. Dass er nun Anfang September abgehalten werden konnte ist einerseits der Flexibilität der Gastregion Moravia zu verdanken, andererseits dem Engagement der 250 Juroren, die trotz Krise am ersten Septemberwochenende ins bezaubernde Brno/Brünn im Herzen Südmährens reisten.

Unter Einhaltung strenger Vorsichtsmaßnahmen wurden in rund 55 Jurys jeweils etwa 50 Weine pro Tag bewertet. In diesem Jahr traten 8.500 Weine aus 46 Erzeugerländern zum Wettbewerb an. Die aus aller Welt stammenden Proben wurden wie immer in Kategorien und einheitliche Serien eingeteilt, wobei Kriterien wie Herkunft, Rebsorte, Alkoholgehalt, Restzuckergehalt und Preis berücksichtigt werden. Alle Proben werden gedeckt eingeschenkt und auch Sorte und Herkunft werden nicht bekanntgegeben.

Die Verkostungssitzungen erfolgten ebenfalls nach strengen Kriterien:  Jeder Juror verfügte über einen eigenen Tisch, wodurch die Regeln der sozialen Distanzierung eingehalten werden konnten. Serviert wurden die Weine von einer Riege junger Leutemit Weinbezug, etwa aus Gastronomie, die mit Masken und Handschuhen ausgerüstet waren.

Über die Ergebnisse dieses Welt-Wein-Events werden wir in Kürze nach deren Bekanntgabe und Präsentation berichten.

Aus dem Gastgeberland Tschechien wurden übrigens beinahe 370 Weine eingereicht (dreimal mehr als im Jahr 2019), womit es sich auf den fünften Platz bei den Einreichungen nach Frankreich, Spanien, Italien und Portugal geschoben hat. Hierzulande wenig bekannt, gibt es in Tschechien eine wachsende Anzahl an Qualitätsproduzenten, was Chefredakteur Peter Schleimer auch bei Besuchen in etlichen Lokalen der Stadt Brünn bestätigen konnte.

Grüner Veltliner ist auch in Mähren, wo 96 % der tschechischen Weinbauflächen liegen, Hauptsorte, daneben gibt es jede Menge weitere Sortenüberschneidungen mit Österreich.

© Concours Mondial de Bruxelles / Vinopres
© Concours Mondial de Bruxelles / Vinopres
© Concours Mondial de Bruxelles / Vinopres
© Concours Mondial de Bruxelles / Vinopres