Die Pandemie machte in diesem Jahr auch den beliebten Weintauf-Events den Garaus. Dass ernst gemeinte Wohltätigkeit sich davon nicht abhälten lässt, bewiesen unter anderem der Winzerhof Dockner in Höbenbach und Lenz Moser in Rohrendorf, beide im Kremstal.

Lenz Moser-Vorstand Walter Holzner (rechts) und Kellereileiter Michael Rethaller. © Robert Herbst/Katharina Acht

Vinaria hält sich traditionell sehr zurück mit Berichten über Spendenschecks und Charitys, über Weintaufen und anderes Brauchtum. Zuviele Veranstaltungen würden den Rahmen sprengen; einzelne herauszugreifen würde wiederum andere in den Schatten stellen. Wegen des Umfangs der Spenden präsentieren wir stets stellvertretend für alle anderen Charitys jene vom Winzerhof Dockner in Höbenbach am Göttweiger Berg im südlichen Kremstal.

Dockners „Made in Heaven“ mit SPAR-Chef Drexel

Diese ging auch 2020 in Szene, allerdings ohne den üblichen Event dazu, den Masterwinzer Sepp Dockner stets hochprofessionell zu inszenieren weiß. Weil es ihm und seiner Familie aber um die Sache geht und die Dockners bereits seit 29 (!) Jahren tief in die Spendentasten greifen, lassen sich Sepp und Josef Dockner auch von Corona nicht in die Knie zwingen. Ohne Publikum aber mit prominentem „Taufpaten“ stieg die 29. Dockner-Weintaufe: SPAR-Vorstandschef Gerhard Drexel reiste mit seiner Frau Andrea in Höbenbach an, um den jungen Grünen Veltliner 2020 aus dem Hause Dockner auf den Namen „Made in Heaven“ zu taufen.

Die Charityaktion kommt diesmal „Rettet das Kind Österreich“ zugute: Gegen eine Spende von 50 Euro erhält man einen von 1.000 Sechserkartons 2020 Grüner Veltliner „Made in Heaven“ vom Winzerhof Dockner. Der gesamte Erlös geht an die neun Landesorganisationen von „Rettet das Kind“. Wieder einmal wohl die stärkste Wein-Charity des Landes.

Auch Lenz Moser gibt „Hoffnung“

Die Groß-Weinkellerei Lenz Moser in Rohrendorf bei Krems bleibt ebenfalls im Corona-Jahr karitativ: Obwohl das Lenz Moser Herbstfest aufgrund des Lockdowns entfallen musste, wurden die karitativen Spenden dazu aufrecht erhalten. Und zwar an Abt Georg Wilfinger für das Projekt „Auro Danubia – Stift Melk hilft Waisenkindern in Saniob/Rumänien“ sowie an die „Gesellschaft für MukoPolySaccharidosen“ (MPS), dessen Botschafter Schauspieler und Intendant Wolfgang Böck ist. Dem Jungwein gaben Lenz Moser-Vorstand Walter Holzner und Kellereileiter Michael Rethaller den Namen „Hoffnung“.