Frost und Trockenheit beschert den Winzern in Franken (Deutschland) die kleinste Ernte seit 35 Jahren. Aber 2020 wird in Franken ein großartiger Weinjahrgang mit ausgeprägten Aromen und angenehmer Säure.

Die deutschen Weinbaugebiete (gelb markiert im Osten: Franken) © DWI

Es war eine Nacht im Mai, die vielen Winzern in Franken zum Verhängnis wurde. Der späte Frost verursachte große Schäden. In der Jahresbilanz, die vor wenigen Tagen in Würzburg vorgestellt wurde, macht sich das deutlich bemerkbar: Der Weinbauverband Franken verzeichnet die geringste Ernte seit 35 Jahren.

Neben dem Frost im Frühjahr kämpften viele der rund 3500 Winzer mit dem dritten Trockensommer in Folge. Im Ergebnis konnten dieses Jahr lediglich 4400 Liter pro Hektar und damit insgesamt etwa 27 Millionen Liter Traubenmost verarbeitet werden. Mit 7600 Liter pro Hektar liegt der Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre rund 40 Prozent höher.

Die Betriebe werde künftig viel Geld in die Hand nehmen müssen, damit die Reben in den Sommermonaten bewässert werden können. 2020 hat es so viel geregnet wie in durchschnittlichen Jahren auch, doch die Niederschläge waren sehr ungleich verteilt. Während die Weinberge im Februar geflutet wurden, fehlte das Wasser in den heißen und trockenen Sommermonaten. Der zunehmende Starkregen setzt den Böden ziemlich zu.