Die Sansibar auf Sylt ist umsatzstärkstes Lokal

Weingourmet, Weinreise

Gretel Weiß, Herausgeberin des deutschen „foodservice“-Portals, erstellt jährlich eine Top 100-Rangliste der umsatzstärksten Gastro-Marken in Deutschland. Deutschlands umsatzstärkstes Einzelrestaurant ist demnach die bekannte Sansibar auf Sylt mit – konservativ geschätzten – 24,5 Mio Euro Netto-Jahresumsatz. Wohlgemerkt ohne Handelserlöse, Onlinegeschäft und Markenlizenzen, etwa für Wein, Gewürze und Mode.

Damit liegt die Sansibar noch vor dem Touristenmagneten Hofbräuhaus in München (22,5 Mio. Euro). Die bekannteste „Bretterbude“ Deutschlands im hohen Norden ist das Lebenswerk von Herbert Seckler, einem gebürtigen Schwaben. Luxus im Lümmel-Look ist die DNA der Sansibar. Heißt, so Gretel Weiß: erstklassige Produkte, rustikale Einfachheit, lässige Atmosphäre. Und dann ein Wirt, der seine Bodenhaftung auch als Promi-Gastgeber nie verloren hat, auch wenn er an Spitzentagen im Sommer bis zu 5000 Gäste willkommen heißt.

Den Erfolg der Sylter Sansibar hat Herbert Seckler schon vor Jahren eindrucksvoll umschrieben: „Ich glaube ganz fest daran, dass Überdurchschnittliches nur aus dem Chaos entstehen kann und nicht aus Logik und Ordnung. Wir haben keine Managementstrategie, keine Businesspläne, keine Meetings. Unser Erfolg kommt durch die Menschen. Wir machen aus dem Besten im Einkauf das Beste auf dem Teller. Nicht wir sind die Stars, sondern die Produkte, die Kunden sind gnadenlos. Und je lauter wir nach außen auftreten, desto mehr müssen wir unseren eigenen Ruf sauber halten.“