Winzer bekommen in der Corona-Krise und nach dem zwei- bis dreimonatigem Totalausfall von Gastronomie und Hotellerie weitere Hilfen aus Brüssel. Die Subventionen werden erhöht und die Wettbewerbsregeln gelockert, wie die EU-Kommission mitteilte.

So erhöht die EU ihren Beitrag zu nationalen Stützungsprogrammen auf 70 Prozent. Zudem dürfen die EU-Länder ihren Winzern Geld für die Destillation und Lagerung im Krisenfall vorschießen. Auf diesen Maßnahmen gründen auch die Hilfen für österreichische Winzer, die Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager vor zwei Wochen präsentierte. Unter anderem mit Erhöhung der Förder-Prozentsätze, neuen Förderungen für Kühl-, Gär- und Lagertechnik, Vermarktung in Drittstaaten (außerhalb der EU) und Verarbeitung von 10 Mio Liter Wein zu Biosprit und Desinfektionsmittel.

Die EU erhofft sich dadurch, in allen weinproduzierenden Mitgliedsländern das Überangebot an Wein zu dämpfen. Winzer in ganz Europa beklagen den Totalausfall der Gastronomie während des Lockdowns. Der Konsum zuhause machte das nicht wett. Allein in Österreich fehlen rund 23 Mio Liter Weinabsatz während des Lockdowns in der Gastro.