Die neue Deutsche Weinkönigin heißt Eva Lanzerath und kommt von der Ahr. Als Deutsche Weinprinzessinnen komplettieren Anna-Maria Löffler aus der Pfalz und Eva Müller aus Rheinhessen das Trio der Deutschen Weinmajestäten.

Weinkönigin Eva Lanzerath (Mitte) mit ihren Weinprinzessinnen Anna-Maria Löffler (links) und Eva Müller. © DWI

Am Ende eines spannenden Wahlabends verkündete die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, spätabends die Entscheidung der über 70-köpfigen Fachjury im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße. Unter dem Applaus der Jury und der Corona bedingt nur 30 Zuschauer im Saal krönten sich die frischgewählten Weinmajestäten wegen der geltenden Abstandsregeln selbst.

„Wir werden ein ganz tolles Jahr haben und unsere Leidenschaft für die deutschen Weine gemeinsam in die Welt tragen“, sagte eine völlig perplexe Eva Lanzerath (22) unmittelbar nach ihrer Wahl. Als 72. Deutsche Weinkönigin wird Eva Lanzerath ein Jahr lang im Auftrag des DWI unterwegs sein und als Botschafterin für den deutschen Wein im Normalfall rund 200 Termine im In- und Ausland wahrnehmen.

Die deutsche Weinkönigin wird alljährlich in einem mehrstufigen, über mehrere Monate verteilten Verfahren ermittelt. Dabei müssen die Bewerberinnen vorerst die Hürde in ihrer Heimat-Weinregion nehmen, das sie zum großen Finale auf Bundesebene qualifiziert. Weinwissen, Eloquenz, sensorische Fähigkeiten, Auftreten und Redegewandtheit sind die Kriterien, die in einem mehr als einwöchigen Prozeß erkunden und bewertet werden. Alles entscheidend ist dann die große Schlussveranstaltung, die in Normaljahren regulär als glanzvolle Gala vor Publikum in Szene geht.

Nachdem alle sieben Kandidatinnen bereits eine Woche zuvor in der Fachbefragung ihr Fachwissen unter Beweis stellen mussten, zeigten sie am Wahlabend in mehreren Spiel- und Raterunden ihre weinsensorischen, rhetorischen und kommunikativen Fähigkeiten. Die Jury kürte aus den sieben Bewerberinnen mit Eva Lanzerath, Anna-Maria Löffler und Eva Müller das künftige Majestäten-Trio, ehe es in die Finalrunde ging.

Wer von ihnen die Deutsche Weinkönigin werden würde, entschied sich mit den letzten beiden Aufgaben. Dabei galt es, die Juroren zunächst in einer Raterunde und anschließend mit einer sehr persönlichen Rede zum Thema "Wo stehe ich in zehn Jahren" für sich zu gewinnen. Eva Lanzerath überzeugte hier mit einer mitreißenden Ansprache, nachdem sie in der Show zuvor die Fachjury mit ihrer Natürlichkeit, aber auch mit Esprit und Kompetenz begeistert hatte, wie Monika Reule berichtet.