Die Lagerbestände von deutschen Weinen wurden im vergangenen Weinwirtschaftsjahr deutlich abgebaut.

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis von Erhebungen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland mitteilte, verringerten sich die lagernden Mengen an deutschen Weinen und Schaumweinen zum Stichtag 31. Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Mio. Hektoliter auf 8,4 Mio. Hektoliter (minus 7,4 Prozent).

Im Jahr davor hatten die Bestände deutscher Weine nach der außergewöhnlich großen Erntemenge des 2018er Jahrgangs von mehr als 10 Mio. Hektolitern noch ein vergleichsweise hohes Niveau von 9,1 Mio. Hektolitern erreicht. Die rückläufigen Zahlen sind  Indiz für einen guten Absatz deutscher Weine am dortigen Inlandsmarkt.

In Österreich sind die Weinbestände nach wie vor relativ hoch und liegen bei rund 2,0 Mio. Hektoliter. Sinkende Tendenzen sind derzeit nicht feststellbar. Die Corona-Pandemie steht dem wohl entgegen. Die Relation zwischen Österreich und Deutschland ist relativ ausgewogen, mit leichten Mengenvorteilen für die Deutschen: die deutsche Weinlese 2020 erbrachte etwa 8,8 Mio. Hektoliter Wein, jene in Österreich wird bei etwa 2,3 Mio. Hektoliter zu liegen kommen.