Damit die Sperrstunde in Restaurants und Wirtshäusern nicht auf 22.00 Uhr vorverlegt wird, soll Gäste-Registrierung lückenlos klappen. Land und Kammer stellen Musterformulare bereit.

„Wir wollen vermeiden, dass die Sperrstunde - wie das in anderen Bundesländern bereits der Fall ist – vorverlegt wird. Die 22.00 Uhr-Sperrstunde gilt in Niederösterreich erst ab Coronavirus-Ampel Rot. Daher ist es wichtig, dass die Gäste-Registrierung lückenlos umgesetzt wird“, betont WKNÖ-Spartenobmann Tourismus Mario Pulker, zugleich Bundes-Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Bundeskammer Österreich.

In den vergangenen Wochen gab es einen Anstieg der COVID-19-Infektionen. In den heimischen Gaststätten sind durch die Maßnahmen der Bundesregierung bereits strenge Regeln zur Infektionsprophylaxe in Kraft. Zusätzlich reagiert das Land Niederösterreich auf Empfehlung der Sanitätsdirektion mit einer Registrierungsverpflichtung für Gäste in den Wirtshäusern bei Coronavirus-Ampelfarbe Orange ab dem 5. Oktober 2020.

Diese Maßnahme soll dazu dienen, im Infektionsfall die Kontaktpersonen nachverfolgen zu können und bringt eine raschere Durchbrechung von Infektionsketten. Die Wirtschaftskammer stellt den Gastronomen Musterformulare bereit. Die Betreiber müssen die Daten vier Wochen aufbewahren und auf Verlangen der Gesundheitsbehörde übermitteln.

„Damit wollen wir dazu beitragen, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, aber gleichzeitig den Gästen einen unbeschwerten Wirtshaus-Besuch ermöglichen“, unterstreicht Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. 

In der niederösterreichischen Gastronomie gibt es über 8.000 Betriebe mit rund 30.000 Beschäftigten.