Gleich einen Doppelerfolg fuhr der Burgenländer Markus Altenburger aus Jois ein bei der erstmals durchgeführten Vinaria Verkostung maischevergorener Weine: Gesamtsieger und Preis-Leistungssieger („best buy“).

Vinaria: Was steckt hinter der Serie Joiser Reben?

Markus Altenburger: Es ist das das Comeback unserer beliebten Cuvée. Unter dem Motto „ungefilterte Vielfalt“ kehren die Joiser Reben weiß eigenständiger zurück. Die ausladende Frucht vom Traminer lädt ein, die Struktur vom Welschriesling trägt den Wein am Gaumen und ein wenig Muskat Ottonel raffiniert am Abgang. Ein knochentrockener, frischer, elegant zarter Wein mit Trinkfluss.

Was ist anders als zuvor?

Markus Altenburger: Joiser Reben weiß hat es bei uns schon von 2007 bis 2014 gegeben. Dann hatten wir solche Schwierigkeiten mit der Prüfnummer, dass ich irgendwie komplett die Lust dran verloren hab. Mich ärgerte dann, dass es bei uns wenige preiswerte Naturweine gibt. Wir haben im Keller herumprobiert und ich wollte mir die paar Fässer der maischevergorenen Aromasorten Traminer und Muskat Ottonell in Kombination mit dem Welschriesling anschauen.

Wie kam es zu dieser Cuvée?

Markus Altenburger: Joiser Reben steht für ein Thema, das wir „ungefilterte Vielfalt“ nennen. Wir arbeiten hauptsächlich mit Blaufränkisch, Neuburger, Chardonnay und Grünem Veltliner. Dazu haben wir auch andere Sorten, meist weil bestehende Weingärten dazu gekommen sind. Mit diesen spielen wir in der Serie.

Die Sorten reifen früh?

Markus Altenburger: Ja, Muskat Ottonel und Traminer sind frühreif und auch von der Säure problematisch, wenn zu spät geerntet wird. Deshalb haben wir bereits in der letzten Augustwoche gelesen. Den Welsch in der ersten Septemberwoche. Der bringt dann auch die nötige Säure und Frische mit ohne Aroma-Taktgeber zu sein. Die frühe Lese bei Weißweinen machen wir seit 2015.

Welche Hefen wurden verwendet?

Markus Altenburger: Wir arbeiten seit 2007 ausschließlich mit Spontangärung. Funktioniert super.

Wieso setzen Sie auf Maischegärung?

Markus Altenburger: Lange Maischestandzeiten und Maischegärung beim Neuburger machen wir seit 2011. Bei Weißwein machen wir Maischestandzeiten von mindestens 18 Stunden. Der maischigste Wein bei uns ist die Cuvée Markus Altenburger weiß. Ausgangspunkt war das Thema Spontangärung. Ich habe gemerkt, dass es schöner gärt, wenn wir den Wein mehr Maischekontakt verpassen.

Eignen sich Aromasorten besonders?

Markus Altenburger: Wir wissen jetzt, welchen Sorten bei uns Maische besser steht und welchen weniger gut. Die Aromarebsorten gehören bestimmt dazu. Ich mag keine vordergründige Frucht; die lässt sich mit Maischegärung und -Standzeit perfekt abpuffern. Auch Neuburger, Welsch und Grünen Veltliner halte ich für sehr geeignet.

Was hat Sie inspiriert zu dieser besonderen Stilistik?

Markus Altenburger: Ich hab einen super Importeur in London, den ich regelmäßig besuche und mit dem ich dann auch so viele Weinbars wie möglich unsicher mache; da findet man viele geniale internationale Maischeweine. Es gibt aber auch ganz in der Nähe rund um den See großartige Sachen von hervorragenden Winzern, mit denen ich zum Teil eng befreundet bin.

Zu welchem Anlass trinken Sie den Wein am liebsten?

Markus Altenburger: Der Wein passt zu allen leichten Speisen. Ich trinke ihn, wenn ich gut aufgelegt bin. Total lebendig und belebend. Terrasse, Garten, Picknick „Haus am See“ von Peter Fox und lachen, feiern, Freude haben!

TIPP: Vinaria Vorteilsangebot:

2019 Joiser Reben (TR/WR(MO), Weingut Markus Altenburger, Jois (Burgenland)
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