Privater Nachtzug von Salzburg nach Sylt

Weinreise

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Über Nacht von der Nordsee in die Berge – und umgekehrt. Mit diesem Angebot will der private deutsche Bahnkonzern RDC Reisende in seinen „Alpen-Sylt-Nachtexpress“ locken. Am 4. Juli 2020 startet die Verbindung, die zweimal in der Woche von Westerland auf Sylt in die Mozart-Metropole Salzburg in Österreich führt. Wie RDC mitteilte, ist der Nachtexpress auch in der Gegenrichtung bis einschließlich 7. September 2020 zweimal pro Woche unterwegs.

Der Zug verlässt Westerland um 19.55 Uhr und soll nach Zwischenhalten unter anderem in Niebüll, Husum, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und München um 11.45 Uhr des Folgetags in Salzburg ankommen. Die Strecke auf der Schiene ist rund 1200 Kilometer lang. Abfahrtstage auf Sylt sind donnerstags und samstags, in Salzburg freitags und sonntags. Der Zug soll aus zehn bis elf Waggons bestehen. Ein Wagen steht für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität zur Verfügung. In den Liegewagen-Abteilen ist Platz für den Fahrgast und fünf mitreisende Angehörige oder Freunde. Laut RDC ist der Infektionsschutz sichergestellt, da ein Abteil nach dem Ausstieg eines Reisenden nicht erneut belegt wird. Im eigenen Abteil müssen keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden.

Jedes Liegewagen-Abteil mit sechs Sitz-/Schlafplätzen im Alpen-Sylt-Express kostet ab 399 Euro pro Fahrtrichtung und Nacht, egal, wie weit man mitfahren möchte. Die Preise variieren je nach Buchungszeitpunkt; die Mitnahme von Surfbrettern und Fahrrädern ist möglich.

RDC (Railroad Development Corporation) hat ihren Hauptsitz in Pittsburg (US-Staat Pennsylvania). Gründer ist der amerikanische Eisenbahnexperte und Unternehmer Henry Posner III. 2009 begann seine RDC Deutschland GmbH in Hamburg ihren Geschäftsbetrieb.

Die Deutsche Bahn hatte ihr defizitäres Nachtzugnetz vor drei Jahren an die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) verkauft. Bis zum Jahr 2026 soll der ÖBB-Nightjet-Betrieb stufenweise
ausgebaut werden.