Vor genau einem Jahr wurde ein LKW voller Schwedenbomben gestohlen, rund 160.000 Stück. Nun ist der Fall geklärt, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich mitteilte.

Es waren ganze 160.000 Stück des essbaren Kulturguts, die in der Nacht zum 19. Dezember 2019 abhandengekommen sind. Die 33 Paletten wurden, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich nun aufgeklärt hat, von einer professionellen Bande geklaut, die sich auf den Diebstahl von Sattelschleppern spezialisiert hatte.

Seit zwei Jahren wurden immer wieder LKW-Sattelauflieger samt Ladungen unterschiedlicher Art in Wien und Niederösterreich entwendet, darunter Kugelgriller, Bekleidung, Blech, Gewürze und eben die Schwedenbomben. Insgesamt verursachten die Kriminellen, von denen drei bereits inhaftiert sind, einen Schaden von etwa 428.000 Euro. Nach einem Täter wird noch gefahndet.

Niemetz Schwedenbomben mit Sitz in Wiener Neudorf südlich von Wien ist ein Tochterunternehmen der Heidi Chocolat AG mit Sitz in der Schweiz. Diese erwarb im Jahr 2013 die Produktionsanlgen und Markenrechte. Die Heidi Chocolat AG ist über die rumänische Holding KEX Confectionery eine indirekte Tochter der österreichischen Meinl-Gruppe. KEX wiederum ist der führende Süßwarenhersteller in Rumänien.

Die Niemetz Süßwarenfabrik wurde 1890 von Edmund Niemetz in Linz gegründet. Schwedenbomben sind eine der bekanntesten Genussmittelmarken Österreichs. In der Produktion in Wiener Neudorf werden aktuell rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.