Dieser Erfolg hat sie überwältigt: Silke Mayr vom Weingut Buchegger I Vorspannhof Mayr in Droß im Kremstal freut sich riesig über ihren Sieg in der großen Vinaria Verkostung der Premium Veltliner aus dem Traumjahrgang 2019.

Silke Mayr hat schwierige Jahre hinter sich. Die Entscheidung, den Betrieb in zwei Gutslinien weiterzuführen, hat viel Kraft und Energie gekostet. Aber es war der richtige Weg, der mit diesem Erfolg einmal mehr belohnt wird. Die beiden Weingüter waren in den vergangenen zwei Jahrzehnten schon oft ganz vorne bei den großen Vinaria Sortenverkostungen, den umfassendsten und wichtigsten des Landes, weil strikt anonym und kommissionell.

Bald 20 Jahre ist es her, dass Papa Mayr mit einem Riesling Marthal vom Vorspannhof „Silber“ errang. Auch Walter Buchegger stieß mehrfach weit an die Spitze vor. Dazwischen liegen zahllose Top-Platzierungen. Vinaria bat Silke Mayr zum Wordrap.

Vinaria: Gratulation zum besten Veltliner. Was sagen Sie zu ihrem Topwein und der Ried Vordernberg?

Silke Mayr: Die Lage liegt im östlichen Kremstal und schon Richtung Kamptal. Früher hat die Ried „Ungut“ geheißen, weil sie einen steinigen Boden hat, der schwer zu bearbeiten ist. Für Gedersdorfer Lagen ist das ein untypisch karger Boden, weil die Regel sind Lössböden. Der Vordernberg hat jedoch einen Konglomerat-Verwitterungsboden und nur knapp einen halben Meter Lössauflage. Wir haben dort zwei alte Anlagen mit 30 beziehungsweise 50 Jahre alte Stöcke. Durch das Alter der Rebstöcke brauchen wir nicht viel machen, weil sie sich eigentlich alles von selbst reguliert. Ein Rebstock hat nur acht bis zehn Trauben, die durch das Alter auch nicht mehr so groß werden.

Vom Vordernberg gibt es nicht nur einen Veltliner sondern auch einen Riesling?

Ja wir haben beim Vordernberg drei Terrassen. Zwei für den Veltliner und eine für den Riesling. Unten auf der ersten Terrasse steht der Riesling. Es handelt sich dabei um einen ganz kargen Boden, der beim Riesling eine schlanke, feine Stilistik mit viel Säure bringt. Der Veltliner steht weiter oben auf zwei Terrassen, wo, wie schon gesagt, die Lössauflage größer ist.

Das Weingut Buchegger I Vorspannhof Mayr hat zwei Gutslinien und arbeitet aus einem Keller. Wie unterscheiden sich Buchegger-Weine von jenen des Vorspannhofs?

Wir treten als ein Weingut auf: „Buchegger I Vorspannhof Mayr“, aber mit zwei Weingutslinien. Im Keller arbeiten wir gleich. Den Unterschied macht die Herkunft – die Typizität von Weingarten und Lage. Die Lagenweine von Buchegger sind im östlichen Kremstal, die Lagen vom Vorspannhof sind im nördlichen Kremstal. In Gedersdorf ist es ein bis zwei Grad wärmer, da sind sie Trauben immer etwas früher reif, Buchegger-Weine wirken dadurch oft üppiger. Die Vorspannhof-Weine sind in der Stilistik ein bisschen filigraner, haben kühlere Noten und eine tiefe Würze wie man es von einem Kremser Löss-Veltliner erwartet.

Wie beurteilen Sie den Jahrgang 2019?

Wir haben spät ernten können, dadurch ist mehr Finesse in den Weinen. 2019 wird sich bei den ganz großen Jahrgängen einreihen und ist lang haltbar. Für mich gehört 2019 in dieser Dekade zu den großen drei: neben 2017 und 2015 – 2016 war aber auch sehr gut!

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