Österreichs größtes Weingut und größte Weinbaugenossenschaft, die Winzer Krems, nahmen einen komplett neuen Gär- und Lagerkeller der Superlative in Betrieb. Zwölf Millionen Euro wurden dafür bisher investiert.

Das ist damit der erste Teil des größten Investprogramms der Unternehmensgeschichte, das sich über mehrere Jahre auf rund 37 Millionen Euro belaufen wird. Technik, Verarbeitung und Logistik der Winzer Krems werden damit auf völlig neue Beine gestellt und zukunftsfit gemacht.

Winzer Krems - Sandgrube 13 setzen alles daran, um auch in Zukunft Spitzenqualität und Innovationen zu garantieren, starteten deshalb vor einem Jahr das größte Investitionsprogramm der Weingutsgeschichte. „Rechtzeitig zur Ernte 2020 ging als erster Bauabschnitt der neue Gär- und Lagerkeller in Betrieb“, freut sich Geschäftsführer Ludwig Holzer. 

Auf 1.200 Quadratmeter Fläche stehen nun 90 nagelneue Tanks mit einer Kapazität von 6,5 Millionen Liter. Jeder Tank fasst zwischen 10.000 und 120.000 Liter Wein. 1.930 Kubikmeter Beton und 330 Tonnen Stahl wurden unter Regie des Kremser Architekturbüros Krammer verbaut. Die gesamte Gär- und Kühltechnologie ist App-gesteuert.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überzeugte sich daher gleich am Höhepunkt der Lese persönlich davon, wie das Investment der Winzer Krems erste Früchte trägt: „Sandgrube 13 ist ein wichtiger Imageträger und internationales Aushängeschild für Niederösterreich. Besonders freut mich, dass bei diesem Bauprojekt die Wirtschaftsleistung zum großen Teil in Niederösterreich bleibt“, so Mikl-Leitner.

Das imponierte auch dem Präsidenten des Österreichischen Weinbauverbands und der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Johannes Schmuckenschlager: „Mit der hochmodernen Technik stellen sich die Winzer Krems rechtzeitig auf die Anforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, ein und stärken ihre Schlagkraft.“

Die Ziele sind klar definiert: Qualitätsverbesserung, nachhaltige Produktion und auch verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der Sandgrube 13 im Osten der Wachaustadt Krems. Bis 2023 werden Keller, Weinabfüllung und Flaschenlager der Winzer Krems rundum erneuert. Mit einem Budget in Höhe von rund 37 Millionen Euro wird so nachhaltig die Existenz und der Erfolg von über 900 Winzerfamilien gesichert.

Geschäftsführer Ludwig Holzer sieht Winzer Krems damit noch besser für die Herausforderungen in bewegten Zeiten aufgestellt: „Wir sind sehr froh, dass unsere weltweiten Geschäfte trotz der schwierigen aktuellen Situation so gut laufen. Wir müssen sicherstellen, dass wir unsere fruchtigen Qualitäten, für die wir international bekannt sind, auch in Zukunft optimal vinifizieren können. Mit dem neuen Keller schaffen wir die beste Voraussetzung dafür.“

Genossenschafts-Obmann Franz Bauer zeigt sich für den Weinjahrgang 2020  sehr optimistisch: „Die kühlen Nächte im Spätsommer und die sonnigen Septembertage haben ideale Voraussetzungen für duftige, fruchtige und trinkfreudige Qualitäten geschaffen.“

INFO: Winzer Krems – Sandgrube 13: Vor über 80 Jahren gegründet, haben sich Winzer Krems zum mittlerweile größten Qualitätsweinproduzenten Österreichs entwickelt und übernehmen dabei vorwiegend handverlesene Weintrauben von rund 900 Mitgliedsweinhauern, mit einer Vertragsrebfläche von derzeit 1.200 Hektar. Zu den beliebtesten Rebsorten zählen neben Grünem Veltliner auch Riesling, Gelber Muskateller und Blauer Zweigelt. Die Weine werden derzeit zu 46 % in Österreich und zu 54 % weltweit vermarktet. Top-Exportländer sind Deutschland, Niederlande, USA und Japan.

WINZER KREMS eG
Sandgrube 13
3500 Krems
www.winzerkrems.at

Da strickt auch Weinbau-Präsident Johannes Schmuckenschlager (Mitte) gerne die Ärmel auf: Von links mit Kellermeister Franz Arndorfer, Obmann-Vize Florian Stöger, GF Ludwig Holzer, Obmann Franz Bauer im neuen Keller der Winzer Krems. © Robert Herbst
Topmoderner Gär- und Lagerkeller in der Sandgrube 13. © Robert Herbst
Beeindruckt vom neuen Keller der Winzer Krems (V. l. n. r.): Geschäftsführer Ludwig Holzer, Obmann Franz Bauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Obmann Stv. Florian Stöger und Kellermeister Franz Arndorfer © Erich Marschik