Zumindest den Preisen von französischen Weingärten konnte die Corona-Pandemie nichts anhaben. Diese stiegen bis zuletzt weiter an. Für 2019 liegen zudem die konkreten Zahlen vor.

So kostete im Vorjahr im Durchschnitt ein Hektar Rebfläche in burgundischer Grand Cru-Lage stolze 6,5 Millionen Euro. Das sind um 4% mehr als ein Jahr davor. Der Durchschnittswert ist eine statistische Aussage, die Spitzenpreise für berühmte Châteaus liegen meist noch weit darüber. Die Zahlen erhebt in Frankreich die staatliche Agentur Safer aus Basis der Auswertung von Landkäufen. In der Burgund stiegen die Weingartenpreise seit 2012 um stolze 71%.

Ein Hektar in Bordeaux‘ Pauillac-Appellation schlägt im Schnitt mit 2,3 Mio Euro zu Buche; in Pomerol sind es 1,9 Mio Euro. Steigerungen zum Jahr davor um 5% beziehungsweise 6%. In der Champagne werden Weingartenflächen um 1,6 Mio Euro pro Hektar ver- und gekauft.

Quer durch Frankreich kosten Fläche, die in kontrollierten Appellationen liegen (AOP) im Durchschnitt 148.000 Euro pro Hektar, nahezu ident mit dem Jahr davor. Diese Kosten haben sich seit 1997 mehr als verdoppelt. Weingärten in Frankreich sind somit eine solide Wertanlage.

Laut Agentur Safer gibt es abseits der bekannten Regionen aber auch sehr günstige Möglichkeiten, gute Rebflächen mit Teils alter Bestockung zu erwerben. So kosten Weingärten in der Languedoc-Region um Faugères in der Provinz Occitaine nur noch 16.000 Euro pro Hektar. Außerhalb der klassifizierten Appellationen sinkt der Durchschnittswert auf 14.400 Euro.