Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2020 Riesling Klause
Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Hell und duftig, bildhübsche Frucht, frische Kamille, dezente Steinobstnoten, Quitte, lebhaft; kernig und elegant, pikant, pointiert, viel Zitrus, feiner Biss, aus einem Guss, feine Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Nikolaus Saahs
3512 Mautern
Nikolaigasse 3

Historisch bedeutender Baukomplex mit beinahe 2.000-jähriger Geschichte und uralte Weinbereitungsstätte , befindet sich der Nikolaihof Wachau in Mautern seit 1894 im Besitz der Familie Saahs. Bereits 1971 erfolgte unter Nikolaus und Christine Saahs die Umstellung auf die biologisch-dynamische Bewirtschaftung, womit man weltweit zu den Pionieren dieser Methode im Weinbau zählte. Heute werden rund 22 Hektar Rebfläche nach den strengen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Somit kommen im Nikolaihof seit mittlerweile 55 Jahren ausschließlich biologische Mittel zum Einsatz, dazu eigens angesetzte Präparate, Auszüge und Tees. Gründüngung und schonende Bodenbearbeitung sind selbstverständlich, ausgewählte Weingärten werden ausschließlich mit dem Pferd bearbeitet. Jüngst erfolgte noch die Nachhaltigkeitszertifizierung für Biobetriebe durch den renommierten, in 68 Ländern weltweit tätigen Verband für ökologischen Landbau, Naturland. Im Nikolaihof Wachau hat sich in den letzten Jahren viel Neues getan. Wichtigste Veränderung in Sachen Produktion war der weitere Ausbau des auf zwei Ebenen angelegten Kellergebäudes, wodurch nun endlich Platz in Hülle und Fülle vorhanden ist – ein echter Luxus für Niki Saahs und seine Partnerin und Kellermeisterin Katharina Salzgeber. Wesentliche Erleichterungen gibt es bei fast allen Abläufen von der Ernte und Traubenübernahme über die Vinifikation bis zur Lagerung und Reifung. Die ganzen Trauben werden äußerst langsam und schonend gepresst, nach großzügiger Luftzufuhr in großen Wannen gelangen die Moste mittels Schwerkraft in Sedimentationstanks, nach der Sedimentation kommen sie direkt ins Gärgebinde, wo die spontane Vergärung erfolgt. Es stehen zahlreiche Behältnisse in verschiedenen Größen – insbesondere kleine Tanks – zur Verfügung, wodurch auch kleinere Chargen separat verarbeitet und gelagert werden können. Bei der Verarbeitung von Trauben und Most bedient man sich des Teebeutelprinzips, das heißt, je nach Bedarf kommen Anteile von Stengel, Beeren, Maische dazu. Wertvolle Erkenntnisse diesbezüglich lieferte auch die in Kleinauflage produzierte Semicolon-Serie mit schwefelfreien, teils maischevergorenen Weinen. Immer schon einer adäquaten Maturation der Weine verpflichtet, werden auch die leichteren Weine mit Verzögerung auf den Markt gebracht – diese stammen mehrheitlich aus der vorletzten Ernte, aktuell 2024. Die Smaragdweine haben alle eine mehrjährige Reifung hinter sich, dazu gibt es regelmäßig gereifte Raritäten. Als „late bottled“ werden Varianten, die vier bis sechs Jahre im Holzfass waren, bezeichnet, zehn und mehr Jahre weisen die in geeigneten Jahrgängen erzeugten Grüner Veltliner Steinterrassen und Riesling Steinriesler auf. Als Rarität gibt es fallweise Weine aus der Baumpresse sowie die legendären Vinothek-Weine. Neu und gleich in der Erstauflage eigenständig sowie von hoher Qualität gibt es als Riedenweine mit 2022 Grüner Veltliner Ried Süssenberg aus Mautern sowie mit 2021 den Riesling Ried Grillenparz aus Krems-Stein am gegenüberliegenden Donauufer. In der empfehlenswerten Weinstube kann man sich an schmackhafter biologischer Kost und Säften sowie allen Nikolaihof-Weine delektieren. Mit dem Salon 77 steht zudem ein schmucker Verkostungs- und Verkaufsbereich zur Verfügung. ps

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2024 Zierfandler Ried Traiskirchner Igeln
Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Zart nach Weihrauch, Biskotten, helle Anmutung, elegante Würze, Nussfülle, Hauch von Ananas und reife Stachelbeeren, Arancini; von Frucht erfüllt, kernig, feiner Biss, lebhaft, volle Reife, strukturierender Gerbstoff, straff, lang, noch ruppig.

Weißwein
Zierfandler
€€€
Naturkork

Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Mag. Bernhard Stadlmann MBA
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 41

Das Weingut Stadlmann in Traiskirchen fungiert seit Jahrzehnten als Leitbetrieb der Thermenregion, der durch eine Palette an eigenständigen, charakterstarken Weinen mit besonderer Betonung der hiesigen Sortenraritäten maßgeblich zum hohen Ansehen des Gebiets beigetragen hat. Johann Stadlmann war über Jahrzehnte Topwinzer und Botschafter für diese ehemals berühmteste Herkunft Niederösterreichs mit ihrer einzigartigen Melange aus autochthonen und klassischen Sorten. Sohn Bernhard Stadlmann kam über Umwege in den Betrieb, studierte zuerst Wirtschaftswissenschaften bevor er sich für den Weinbau entschied. Seinen diesbezüglichen Wissensdurst stillte er ebenfalls durch universitäre Ausbildung, u.a. in Kalifornien bevor er schließlich ins elterliche Weingut zurückkehrte. Ein Mensch der leisen Worte, verbindet der Traiskirchner eine sehr spezielle Mischung aus fundiertem, durch mittlerweile lange Erfahrung bereichertem vitikulturellen wie oenologischen Wissen und einer ausgeprägten Empathie für die Vorgänge und Abläufe in der Natur. Das spiegelt sich auch in den hiesigen Weinen wider, die sich subtil und hintergründig geben. Das Sortenspektrum in Weiß umfasst die autochthonen Rebsorten Rotgipfler und Zierfandler ebenso wie Weißburgunder sowie Grüner Veltliner, Riesling und Muskateller, dazu werden auch rote Sorten wie St. Laurent und Pinot Noir kultiviert. Größtes Augenmerk wird hier der idealen Verbindung von Rebsorte und Terroir geschenkt. Das Weingut ist seit 2007 bio-zertifiziert, teils wird auch nach biodynamischen Richtlinien gearbeitet. Seit 2022 ist Stadlmann Mitglied der Traditionsweingüter Österreich. Die Trauben werden als ganze Trauben sehr langsam gepresst. Vergoren wird vielfach in großen Holzfässern, selten in Edelstahl, wobei Letztere Weine ebenfalls eine Reifung im Holzfass erfahren. Das im Vergleich zu den letzten eher kühle Jahr 2025 hat pikante und pointierte Klassiker hervorgebracht. Die Lagenweine stammen aus dem warmen, durch Frost und Herbstregen geprägtem 2024er. ps

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2023 Cabernet Sauvignon
Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

Betörende Saftigkeit, Cassis, Waldbeerenaromatik, feinmaschig, druckvoll in linearer Fruchtführung, viel Power im Understatement, seidige Eleganz, feinkörniges Tannin, beeindruckende Fruchtpräsenz, sehr lang, ein Klassiker für eine gesicherte Zukunft.

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kollwentz
7051 Großhöflein
Hauptstraße 120

Das Weingut Kollwentz genießt über Österreichs Grenzen hinaus Weltruf und das in allen Kategorien von Weiß, Rot und, nur ganz wenigen bekannt, auch in der Kategorie Süßwein. Die Spitzenweine des sehr sympathischen Familienweinguts gelten als Botschafter für hochelegante Terroirweine vom Leithaberg. Starke Persönlichkeiten haben das Weingut seit jeher geprägt, und heute zeichnet ein perfekt eingespieltes und Generationen übergreifendes Teamwork für die Erfolgsgeschichte des Weinguts verantwortlich. Die drei Töchter von den beiden Betriebsleitern Heidi und Andi Kollwentz sind alle erfolgreich im Weingut tätig. Eva Maria und Barbara Kollwentz verantworten das Backoffice und die Kundenbetreuung, Christina ist gemeinsam mit Andy für das Weingartenmanagement und die Vinifikation mitverantwortlich. Den Auftakt zur aktuellen Serie in Weiß bilden die beiden Sauvignon Blanc-Varietäten, die besonders den kargen Feuersteinboden der Ried Steinmühle mit viel feinziselierter Mineralität widerspiegeln. Beide Varietäten, die klassische Steinmühle und die Methusalemreben glänzen in klarer wie eleganter Fruchtstringenz, wobei die letztgenannte Variante von alten Rebstöcken eine kraftvollere Version darstellt. Der Name Kollwentz ist inzwischen international eine Fixgröße für exzellente Chardonnays, und das noch dazu in einer vielfältigen Terroirinterpretation, die von Kalk bis Schiefer reicht. Der Jahrgang 2024 ermöglichte großartige wie hochreife Varietäten mit klassischer Frucht und tollen Säurewerten. Ried Neusatz ergänzt nun die bisherige Trias an Mineralität, Feinheit und Frucht einzigartigen Top-Chardonnays des Hauses. In punkto Präzision, Finesse und Dichte ist der hohe Qualitätslabel bei den Chardonnays der Familie Kollwentz atemberaubend: Die Terroirinterpretation wird gezielt forciert, Ried Tatschler ist erneut finessig mit viel mineralischer Fruchtpräsenz geworden, Ried Katterstein liefert erneut eine tolle mineralisch-vibrierende Interpretation von Schiefer und Kalk, und die Chardonnay Gloria (Ried Glagsatz) Jahrgang 2023 ist in hellfruchtiger Eleganz und Tiefe das non plus Ultra eines hocheleganten Weines. Gloria 2023 wird sich mit ihrer unübertrefflichen Stilistik von klarer Frucht, Eleganz samt feiner Säurestruktur in die Reihe der ganz großen und vergleichbaren Jahrgänge 2013 und 2020 einreihen. Den Reigen der Top-Rotweinvarietäten eröffnet der Pinot Noir 2024 aus der Ried Dürr. Diese von Wald umsäumte Höhenlage (etwa 280 Meter) schließt unterhalb der Ried Glagsatz (Gloria) an und ist geradezu prädestiniert für diese sensible Rebsorte: Die Nächte sind kühl, der Boden ist karg mit einem extrem hohen Kalkgehalt (bis 80 Prozent), was eine lange Vegetationsphase garantiert. Das „Match“ zwischen den Blaufränkisch-Highlights aus der Ried Setz und der Ried Point findet mit dem Jahrgang 2023 nicht statt. Ausnahmsweise hat die gesamte Ernte von der Ried Setz für den Steinzeiler Verwendung gefunden. Blaufränkisch Ried Point überzeugt wie eine sichere Bank jedes Jahr mit feiner Fruchttiefe in dunkler Aromatik. Der Cabernet Sauvignon ist kurz gesagt in stilistischerer Perfektion von linearer Struktur und in perfekter Fruchtbalance entstanden, er weist ein vielversprechendes Potenzial für Jahrzehnte auf. Das Aushängeschild im Hause Kollwentz ist die Blaufränkisch geprägte Topcuvée Steinzeiler, die von Jahr zu Jahr als sichere Bank in vollendeter Harmonie von Kraft, Tiefe und Balance glänzt, und als schlafender Riese zurzeit das enorme Potenzial nur erahnen lässt. Mit dem sogenannten Hitzejahrgang 2022 steht ein weiteres Steinzeiler-Monument bereit, das sich durch Feinheit, Dichte und Harmonie zu einem Jahrhundertjahrgang entwickeln wird.

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2023 Cuvée Impresario
Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

(BF/ZW/ME/CS) Dunkel getönt, vielschichtig fruchtig, Waldbeeren, Kirschen, ein winziger Hauch Efeu; schließt nahtlos an, viele Facetten, feiner Tanningrip, Holz zur Untermalung, balanciert, fernab von Opulenz, lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Paul Kerschbaum hat vor vielen Jahren die Messlatte für Rotwein aus dem Mittelburgenland gelegt. Er hat das von seinem Vater übernommene Weingut zu einem Leitbetrieb gemacht. Schon vor einigen Jahren hat er seinem Sohn Michael die Regie übertragen. Der junge Winzer dreht mit Bedacht und Gefühl an den Stellschrauben. Seine Devise: „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“ Er befasst sich auch mit Weißwein, einem Chardonnay und einem Grünen Veltliner. Ausgesprochen gut angenommen wurde die rote Cuvée Opera, eine Melange aus Blaufränkisch und Merlot. Dieser Wein schließt qualitativ und preislich die Lücke zwischen der Basislinie und den Lagenweinen. Die Familie besitzt Anteile an so renommierten Rieden wie Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Die Lage Dürrau mit ihrem eisenhaltigen Untergrund ist prädestiniert für tiefgründigen Blaufränkisch mit eleganter Struktur und unverkennbaren Bodentönen. Hochäcker kennzeichnet ein Gemisch aus Lehm und Löss, was in feuchten Jahren von großem Vorteil ist. Die hier ausgepflanzten Blaufränkisch-Klone besitzen eine pfeffrige Würze. Michael lässt seinen Weinen Zeit. Mit dem Jahrgang 2019 hat er begonnen, nennenswerte Mengen von Weinen auf Lager zu legen, um in einigen Jahren gereifte Rotweine anbieten zu können. Die Nachfrage nach solchen Produkten sei zunehmend. Die heuer vorgestellte Serie zeigt die gewohnt präzise Handschrift des Hauses. Die Weine sind frei von Opulenz, sie erzeugen Spannung, Blendwerk ist ihnen fremd. Die Cuvée Paul Kerschbaum ist unangefochtener Primus, ein eleganter und in sich ruhender Wein.

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2021 Morillon Ried Kranachberg Rottriegl
Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Sanfter Druck, elegant, ausgewogen, gelbe Birnen, feine Gewürzaromen; schließt nahtlos an, Holz zur Untermalung, quicklebendig, präzise, harmonisch, Lagencharakter, langer Nachhall, steigert sich mit Luft.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Die Anfänge der Domäne Kranachberg gehen auf das Jahr 1833 zurück. Die Weingärten sind steil, vergleichsweise hoch gelegen und erfordern viel Handarbeit. Im Zuge der aktuellen Riedenabgrenzung wurden historische oder geographische Zusatzbezeichnungen aufgenommen, um das Riedenprofil zu schärfen. Auf alte Reben legt die Familie Skoff großen Wert. Interessierte Kunden können in einer großen Jahrgangstiefe bedient werden, insbesondere ab Hof. Die Weine können im hauseigenen Buschenschank getrunken werden und übernachten kann man in geschmackvoll gestalteten Gästezimmern. Zum Betrieb gehört das Gut Kaspar, das sich der Bio-Linie verschrieben hat und Naturalweine im Sortiment hat. Die heuer vorgestellten Gebietsweine sind ungewöhnlich fein gehalten. Noch mehr trifft das für die Ortsweine zu. Die Riedenweine besitzen Lagencharakter, sie kommen nun später in den Verkauf, weil sie von längerer Flaschenreife profitieren. Auch sie zeigen eine Handschrift, die Wert auf Eleganz legt und laute Töne vermeidet.

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2015 Riesling Baumpresse
Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Recht samtig im Duft, kandierte Orangen, Trockenfrüchte, Lindenblüten, dazu dunkle Fruchtschokolade, dezente Würze; elegant-saftiger Fruchtschmelz, durchaus vital, ein Hauch von Exotik, Litschis, Kiwis, Limetten, guter Extrakt, fest, mittellang, anmutig.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Nikolaus Saahs
3512 Mautern
Nikolaigasse 3

Historisch bedeutender Baukomplex mit beinahe 2.000-jähriger Geschichte und uralte Weinbereitungsstätte , befindet sich der Nikolaihof Wachau in Mautern seit 1894 im Besitz der Familie Saahs. Bereits 1971 erfolgte unter Nikolaus und Christine Saahs die Umstellung auf die biologisch-dynamische Bewirtschaftung, womit man weltweit zu den Pionieren dieser Methode im Weinbau zählte. Heute werden rund 22 Hektar Rebfläche nach den strengen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Somit kommen im Nikolaihof seit mittlerweile 55 Jahren ausschließlich biologische Mittel zum Einsatz, dazu eigens angesetzte Präparate, Auszüge und Tees. Gründüngung und schonende Bodenbearbeitung sind selbstverständlich, ausgewählte Weingärten werden ausschließlich mit dem Pferd bearbeitet. Jüngst erfolgte noch die Nachhaltigkeitszertifizierung für Biobetriebe durch den renommierten, in 68 Ländern weltweit tätigen Verband für ökologischen Landbau, Naturland. Im Nikolaihof Wachau hat sich in den letzten Jahren viel Neues getan. Wichtigste Veränderung in Sachen Produktion war der weitere Ausbau des auf zwei Ebenen angelegten Kellergebäudes, wodurch nun endlich Platz in Hülle und Fülle vorhanden ist – ein echter Luxus für Niki Saahs und seine Partnerin und Kellermeisterin Katharina Salzgeber. Wesentliche Erleichterungen gibt es bei fast allen Abläufen von der Ernte und Traubenübernahme über die Vinifikation bis zur Lagerung und Reifung. Die ganzen Trauben werden äußerst langsam und schonend gepresst, nach großzügiger Luftzufuhr in großen Wannen gelangen die Moste mittels Schwerkraft in Sedimentationstanks, nach der Sedimentation kommen sie direkt ins Gärgebinde, wo die spontane Vergärung erfolgt. Es stehen zahlreiche Behältnisse in verschiedenen Größen – insbesondere kleine Tanks – zur Verfügung, wodurch auch kleinere Chargen separat verarbeitet und gelagert werden können. Bei der Verarbeitung von Trauben und Most bedient man sich des Teebeutelprinzips, das heißt, je nach Bedarf kommen Anteile von Stengel, Beeren, Maische dazu. Wertvolle Erkenntnisse diesbezüglich lieferte auch die in Kleinauflage produzierte Semicolon-Serie mit schwefelfreien, teils maischevergorenen Weinen. Immer schon einer adäquaten Maturation der Weine verpflichtet, werden auch die leichteren Weine mit Verzögerung auf den Markt gebracht – diese stammen mehrheitlich aus der vorletzten Ernte, aktuell 2024. Die Smaragdweine haben alle eine mehrjährige Reifung hinter sich, dazu gibt es regelmäßig gereifte Raritäten. Als „late bottled“ werden Varianten, die vier bis sechs Jahre im Holzfass waren, bezeichnet, zehn und mehr Jahre weisen die in geeigneten Jahrgängen erzeugten Grüner Veltliner Steinterrassen und Riesling Steinriesler auf. Als Rarität gibt es fallweise Weine aus der Baumpresse sowie die legendären Vinothek-Weine. Neu und gleich in der Erstauflage eigenständig sowie von hoher Qualität gibt es als Riedenweine mit 2022 Grüner Veltliner Ried Süssenberg aus Mautern sowie mit 2021 den Riesling Ried Grillenparz aus Krems-Stein am gegenüberliegenden Donauufer. In der empfehlenswerten Weinstube kann man sich an schmackhafter biologischer Kost und Säften sowie allen Nikolaihof-Weine delektieren. Mit dem Salon 77 steht zudem ein schmucker Verkostungs- und Verkaufsbereich zur Verfügung. ps

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2024 Grüner Veltliner Spiegel 1ÖTW
Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Dezentes Holz, weißer Spargel, Koriander, Fenchelsaat, legt zu mit Luft, am Gaumen jugendlich und kernig, Frucht und Säure sehr fein definiert zueinander, würzebetontes Finish, verkörpert den pikanten Stil des Hauses.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Ludwig Ehn
3550 Langenlois
Bahnstraße 3

Tel. +43 2734 2236
Fax. -4
weingut.ehn@ehnwein.at
www.ehnwein.at

Die Eigenbezeichnung als Weinmanufaktur beschreibt die Grundphilosophie dieses Langenloiser Familienbetriebs gut. Hier liegen die Weingärten und das Weinwerden in der Hand von Ludwig Ehn und Schwester Michaela, sie verantworten ein für die Region sehr typisches Portfolio bezüglich Sortenspiegel und Rieden. Stilistisch sind die Weine durch sehr klassische Kamptaler Herkünfte geprägt, die Weine aus dem Ehn-Portfolio weisen zudem eine einprägsame Pikanz auf. Die erste Geige spielt der Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling und Komplementären wie Sauvignon Blanc, den es schon seit langem gibt. Veltliner vermag bereits in den Einstiegsqualitäten zu überzeugen, was der Langenlois Löss fleischig-trinkfreudig ins Glas bringt. Der Panzaun zeigt mit viel Würze und Sortentypus den Stil des Hauses in feingliedriger Manier, hingegen bringt Spiegel die „Ehn-Pikanz“ in sehr wertiger Definition mit schöner Frucht-Säure-Balance auf den Punkt. In machtvollerer Ausprägung kommen Trauben vom Spiegel dann in Form des Titan ins Glas, ein von Vollreife, feiner Botrytis und passendem Holzeinsatz geprägter Reservewein, trotz hohem Alkohol sehr trinkanimierend. Riesling findet sich im Hause Ehn als unkomplizierte, pointierte Variante in Form des Urgestein sowie als lagerfähige Reserve vom Heiligenstein: Aktuell im Verkauf ist der sehr typische 2024er mit sanfter Säureausprägung, jugendlich-kompaktem Auftreten und guter Länge. Wer die kraftvoll-burgundische Machart bevorzugt, sollte die Cuvée Incredible in Erwägung ziehen, die bei Stammkunden einen gewissen Kult-Status erlangt hat, der aktuelle 2023er steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Last but not least sei auf die individuelle wie trinkfreudige Beerenauslese vom Chardonnay hingewiesen, für diese zeichnet bereits Kilian, der Junior von Ludwig Ehn verantwortlich.

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2025 Grüner Veltliner Pfarrweingarten
Weingut
Buchegger
Kremstal

Pfeffrig, hellwürzig, gediegene Kernobstfrucht, Grapefruits, frische Kräuterwürze, jugendlich; saftig, kernig, sehr elegant, feiner Fruchtausdruck, pikanter Biss, linear, Bilderbuch.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Buchegger
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
buchegger@vorspannhof.at
www.buchegger.at

Die vinophile Geschichte dieses angesehenen Weinguts begann im Jahr 1893 in der traditionsreichen Weinbaugemeinde Gedersdorf, als sich die Familie Buchegger dem Weinbau zuwandte. Unter Leopold Buchegger wurden bereits in der 1960er-Jahren die ersten Flaschen mit selbstgekeltertem Wein gefüllt, im Jahr 1994 übernahm dessen Sohn Walter Buchegger das Weingut und führte es in Folge in die niederösterreichische Elite. 2006 übersiedelte der Betrieb seine Produktion nach Droß in eine gemeinsame Verarbeitungsstätte mit dem Vorspannhof Mayr, wo seit damals die Weinwerdung der weiterhin aus Gedersdorf stammenden Ernte erfolgt. Seit Walter Bucheggers frühem Ableben 2018 wird der Betrieb von dessen Lebensgefährtin Silke Mayr und ihrem Top-Kellermeister Michael Nastl weitergeführt. Zum Weingut gehören rund 11 Hektar Weingärten in Gedersdorfer Spitzenrieden mit teils sandigen Lössböden bzw. Konglomerat-Verwitterungs-Böden. Hauptdarsteller in den gutseigenen Rebflächen sind die regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, daneben werden aber auch Spezialitäten wie Roter Veltliner, Chardonnay und Zweigelt kultiviert. Als Einstieg in die Veltliner-Welt fungiert der leichtfüßige HG, gefolgt von den im Stahl ausgebauten Veltlinern vom Geppling im Kamptal sowie dem Vertreter namens Pfarrweingarten, der sich auch 2025 als archetypischer Klassiker mit Stil darstellt. Eine Reifung im großen Holzfass und ein zusätzliches Jahr Lagerzeit wird den Reserven gegönnt: Seit dem ersten Ankosten im Vorjahr beachtlich zugelegt hat die Reserve Leopold aus 2024, die dem Top-Sortenvertreter in Gestalt des 1ÖTW-Ried Vordernberg von über 60-jährigen Reben heuer Konkurrenz macht. Bei dem Riesling ist der Einstiegswein als Kremstaler Dorflage aus Gedersdorf deklariert, den Mittelbau stellt der von Löss stammende Tiefenthal dar, der 2025 besonder gut gelungen ist. An der Spitze steht wiederum der 1ÖTW-Riedenwein aus der renommierten Ried Moosburgerin. Darüber hinaus gibt es Rosé sowie einen lebhaften Roten Veltliner und Chardonnay Reserve – beide aus 2024, dazu mit Extra Brut und Große Reserve Extra Brut 2019 auch zwei hochfeine Blanc de Blancs Sekte. ps

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2024 Zierfandler Traiskirchner Ried Mandel-Höh
Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Rauchig, samtige Fülle, ausgereift, Weihrauch, gewisse Tiefe, weiße Blüten, helles Fruchtgelee, Pfirsich, zart-cremig, jodig; viel kandierte Frucht, süße Kiwis, griffig, strukturiert und kompakt, langer Abgang, Geduld. Niederösterreich

Weißwein
Zierfandler
€€€€€
Naturkork

Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Mag. Bernhard Stadlmann MBA
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 41

Das Weingut Stadlmann in Traiskirchen fungiert seit Jahrzehnten als Leitbetrieb der Thermenregion, der durch eine Palette an eigenständigen, charakterstarken Weinen mit besonderer Betonung der hiesigen Sortenraritäten maßgeblich zum hohen Ansehen des Gebiets beigetragen hat. Johann Stadlmann war über Jahrzehnte Topwinzer und Botschafter für diese ehemals berühmteste Herkunft Niederösterreichs mit ihrer einzigartigen Melange aus autochthonen und klassischen Sorten. Sohn Bernhard Stadlmann kam über Umwege in den Betrieb, studierte zuerst Wirtschaftswissenschaften bevor er sich für den Weinbau entschied. Seinen diesbezüglichen Wissensdurst stillte er ebenfalls durch universitäre Ausbildung, u.a. in Kalifornien bevor er schließlich ins elterliche Weingut zurückkehrte. Ein Mensch der leisen Worte, verbindet der Traiskirchner eine sehr spezielle Mischung aus fundiertem, durch mittlerweile lange Erfahrung bereichertem vitikulturellen wie oenologischen Wissen und einer ausgeprägten Empathie für die Vorgänge und Abläufe in der Natur. Das spiegelt sich auch in den hiesigen Weinen wider, die sich subtil und hintergründig geben. Das Sortenspektrum in Weiß umfasst die autochthonen Rebsorten Rotgipfler und Zierfandler ebenso wie Weißburgunder sowie Grüner Veltliner, Riesling und Muskateller, dazu werden auch rote Sorten wie St. Laurent und Pinot Noir kultiviert. Größtes Augenmerk wird hier der idealen Verbindung von Rebsorte und Terroir geschenkt. Das Weingut ist seit 2007 bio-zertifiziert, teils wird auch nach biodynamischen Richtlinien gearbeitet. Seit 2022 ist Stadlmann Mitglied der Traditionsweingüter Österreich. Die Trauben werden als ganze Trauben sehr langsam gepresst. Vergoren wird vielfach in großen Holzfässern, selten in Edelstahl, wobei Letztere Weine ebenfalls eine Reifung im Holzfass erfahren. Das im Vergleich zu den letzten eher kühle Jahr 2025 hat pikante und pointierte Klassiker hervorgebracht. Die Lagenweine stammen aus dem warmen, durch Frost und Herbstregen geprägtem 2024er. ps

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2024 Grüner Veltliner Smaragd Ried Bach Alte Reben
Domäne 
Roland Chan
Wachau

Reife Marillen, Orangen, Mango, Zitrus, Kräuter, ungemein feine Frucht, cremig-seidig, feinster Schmelz, hochelegant, attraktiv, großartig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Domäne 
Roland Chan
Wachau

Roland Müksch
3610 Wösendorf
Kellergasse 102

Dieses Weingut wurde im Jahr 2017 von Dipl. Ing. Roland Müksch mit seiner Frau Dr. Sharon Chan ins Leben gerufen. Verantwortlich für die Weine zeichnet der Winzer Christoph Donabaum in enger Abstimmung mit Roland Mücksch. Hier wird Handarbeit hochgehalten, niedrige Erträge, selektive Lese, Förderung der Biodiversität und minimale Eingriffe in die Weine. Die Weine werden spontan vergoren, reifen lange auf der Feinhefe in großen, neutralen Holzfässern und werden unfiltriert abgefüllt. Die Weine kommen immer erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Also aktuell die 2024er. Es sind Weine, welche für eine lange Lagerung geschult werden. Die Verkostung der Weine – eben der Jahrgang 2024 – bestätigte diese Philosophie. Es sind ausdrucksstarke Gewächse mit durch die Bank außergewöhnlichem Potenzial. Davon zeugt schon das Grüner Veltliner Federspiel Ried Bach Alte Reben. Dieses Federspiel hat eine tolle Statur und steht noch lange seinen Mann. Der Grüner Veltliner Smaragd Ried Bach Alte Reben präsentiert sich als großer Wein, der mir fast über die Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleiten-Himmelreich geht. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen. Ebenfalls grandios ist der Riesling Smaragd Ried Bach, hier aber übertroffen von der Ried Achleiten, welcher ein wahrer TOP Wein ist und höchster Wachauer Adel. Ein sehr schöner Weissburgunder Smaragd unterstreicht das Ganze. Leider gibt es im 2024er Jahrgang keinen Riesling Ried Klaus. Da hat die Natur nicht mitgespielt. Es sind Weine, welche absolut zur Elite der Wachau zu zählen sind.

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2022 Riesling
Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Kühl, ein Hauch von Minze, etwas schotige Würze, elegant, Weihrauch, feine Litschinote, Lindenblüten, würzig; wunderbar saftig, viel Limette, Pomelos, kernig, straff, linear, viel Energie, pikant, lässig.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Demeter-Weingut
Nikolaihof Wachau
Wachau

Nikolaus Saahs
3512 Mautern
Nikolaigasse 3

Historisch bedeutender Baukomplex mit beinahe 2.000-jähriger Geschichte und uralte Weinbereitungsstätte , befindet sich der Nikolaihof Wachau in Mautern seit 1894 im Besitz der Familie Saahs. Bereits 1971 erfolgte unter Nikolaus und Christine Saahs die Umstellung auf die biologisch-dynamische Bewirtschaftung, womit man weltweit zu den Pionieren dieser Methode im Weinbau zählte. Heute werden rund 22 Hektar Rebfläche nach den strengen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Somit kommen im Nikolaihof seit mittlerweile 55 Jahren ausschließlich biologische Mittel zum Einsatz, dazu eigens angesetzte Präparate, Auszüge und Tees. Gründüngung und schonende Bodenbearbeitung sind selbstverständlich, ausgewählte Weingärten werden ausschließlich mit dem Pferd bearbeitet. Jüngst erfolgte noch die Nachhaltigkeitszertifizierung für Biobetriebe durch den renommierten, in 68 Ländern weltweit tätigen Verband für ökologischen Landbau, Naturland. Im Nikolaihof Wachau hat sich in den letzten Jahren viel Neues getan. Wichtigste Veränderung in Sachen Produktion war der weitere Ausbau des auf zwei Ebenen angelegten Kellergebäudes, wodurch nun endlich Platz in Hülle und Fülle vorhanden ist – ein echter Luxus für Niki Saahs und seine Partnerin und Kellermeisterin Katharina Salzgeber. Wesentliche Erleichterungen gibt es bei fast allen Abläufen von der Ernte und Traubenübernahme über die Vinifikation bis zur Lagerung und Reifung. Die ganzen Trauben werden äußerst langsam und schonend gepresst, nach großzügiger Luftzufuhr in großen Wannen gelangen die Moste mittels Schwerkraft in Sedimentationstanks, nach der Sedimentation kommen sie direkt ins Gärgebinde, wo die spontane Vergärung erfolgt. Es stehen zahlreiche Behältnisse in verschiedenen Größen – insbesondere kleine Tanks – zur Verfügung, wodurch auch kleinere Chargen separat verarbeitet und gelagert werden können. Bei der Verarbeitung von Trauben und Most bedient man sich des Teebeutelprinzips, das heißt, je nach Bedarf kommen Anteile von Stengel, Beeren, Maische dazu. Wertvolle Erkenntnisse diesbezüglich lieferte auch die in Kleinauflage produzierte Semicolon-Serie mit schwefelfreien, teils maischevergorenen Weinen. Immer schon einer adäquaten Maturation der Weine verpflichtet, werden auch die leichteren Weine mit Verzögerung auf den Markt gebracht – diese stammen mehrheitlich aus der vorletzten Ernte, aktuell 2024. Die Smaragdweine haben alle eine mehrjährige Reifung hinter sich, dazu gibt es regelmäßig gereifte Raritäten. Als „late bottled“ werden Varianten, die vier bis sechs Jahre im Holzfass waren, bezeichnet, zehn und mehr Jahre weisen die in geeigneten Jahrgängen erzeugten Grüner Veltliner Steinterrassen und Riesling Steinriesler auf. Als Rarität gibt es fallweise Weine aus der Baumpresse sowie die legendären Vinothek-Weine. Neu und gleich in der Erstauflage eigenständig sowie von hoher Qualität gibt es als Riedenweine mit 2022 Grüner Veltliner Ried Süssenberg aus Mautern sowie mit 2021 den Riesling Ried Grillenparz aus Krems-Stein am gegenüberliegenden Donauufer. In der empfehlenswerten Weinstube kann man sich an schmackhafter biologischer Kost und Säften sowie allen Nikolaihof-Weine delektieren. Mit dem Salon 77 steht zudem ein schmucker Verkostungs- und Verkaufsbereich zur Verfügung. ps

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2025 Grüner Veltliner Spiegel 1ÖTW Titan
Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Schon in der Nase herzhafte Fruchtfülle mit einem Hauch Botrytis, am Gaumen zupackend mit viel Frucht von Williamsbirne und Quitten, balancierte Säure, trotz hohen Alkohols super Trinkfluss, zeigt Länge und vielversprechendes Potenzial.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Ludwig Ehn
3550 Langenlois
Bahnstraße 3

Tel. +43 2734 2236
Fax. -4
weingut.ehn@ehnwein.at
www.ehnwein.at

Die Eigenbezeichnung als Weinmanufaktur beschreibt die Grundphilosophie dieses Langenloiser Familienbetriebs gut. Hier liegen die Weingärten und das Weinwerden in der Hand von Ludwig Ehn und Schwester Michaela, sie verantworten ein für die Region sehr typisches Portfolio bezüglich Sortenspiegel und Rieden. Stilistisch sind die Weine durch sehr klassische Kamptaler Herkünfte geprägt, die Weine aus dem Ehn-Portfolio weisen zudem eine einprägsame Pikanz auf. Die erste Geige spielt der Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling und Komplementären wie Sauvignon Blanc, den es schon seit langem gibt. Veltliner vermag bereits in den Einstiegsqualitäten zu überzeugen, was der Langenlois Löss fleischig-trinkfreudig ins Glas bringt. Der Panzaun zeigt mit viel Würze und Sortentypus den Stil des Hauses in feingliedriger Manier, hingegen bringt Spiegel die „Ehn-Pikanz“ in sehr wertiger Definition mit schöner Frucht-Säure-Balance auf den Punkt. In machtvollerer Ausprägung kommen Trauben vom Spiegel dann in Form des Titan ins Glas, ein von Vollreife, feiner Botrytis und passendem Holzeinsatz geprägter Reservewein, trotz hohem Alkohol sehr trinkanimierend. Riesling findet sich im Hause Ehn als unkomplizierte, pointierte Variante in Form des Urgestein sowie als lagerfähige Reserve vom Heiligenstein: Aktuell im Verkauf ist der sehr typische 2024er mit sanfter Säureausprägung, jugendlich-kompaktem Auftreten und guter Länge. Wer die kraftvoll-burgundische Machart bevorzugt, sollte die Cuvée Incredible in Erwägung ziehen, die bei Stammkunden einen gewissen Kult-Status erlangt hat, der aktuelle 2023er steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Last but not least sei auf die individuelle wie trinkfreudige Beerenauslese vom Chardonnay hingewiesen, für diese zeichnet bereits Kilian, der Junior von Ludwig Ehn verantwortlich.

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2025 Grüner Veltliner Ried Zwirch 1ÖTW Inzersdorf
Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Sehr straff, viel Zitrus, Grapefruits, Hauch von Stachelbeeren, dezente Pfefferwürze; am Gaumen relativ straff und mineralisch, Gerbstoffbiss, viel tropische Fruchtnoten, grüne Ananas, Melone und Mandarinen, füllig und rund mit guter Säurepikanz.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Ludwig Neumayer aus Inzersdorf ist ein Könner vom Kalk. Der Top-Winzer macht schnörkellose terroirgeprägte Weine ohne Kompromisse. Alle Weine werden im Stahltank ausgebaut, „denn Stahl ist präzise“, sagt Neumayer. Die Lese ist selektiv. Schon im Weingarten putzt der Winzer Botrytisbeeren raus, so sie da sind. Vergoren wird spontan. Neben dem Kalk des Taisentals ist der Stein das zentrale Element bei Ludwig Neumayer. Im Stein bündelt Neumayer das Beste vom Wein – beim Grünen Veltliner, beim Riesling und beim Weißburgunder. „Der Wein vom Stein ist ein klassischer Terroirwein und die Spitze der Rieden“, erzählt der Winzer und rät: „Den Wein von Stein muss man bisschen reifen lassen, am besten ein Jahr.“ Seit 40 Jahren besteht die Beziehung Ludwig Neumayer und ‚Der Wein vom Stein‘. Der erste Stein-Wein war 1986 der Weißburgunder. 1990 ist der erste Riesling vom Stein gekommen. Dann der Grüne Veltliner. Über dem Stein-Wein ist kein Platz. Er bildet Jahr für Jahr die Spitze des Neumayer-Portfolios – außer in Jahren mit überbordender Reife. Dann gibt es zwei Ausnahme-Weine: Den Grünen Veltliner IKON und den Riesling Steinkapelle. In solchen üppigen Jahren laufen aus speziellen Parzellen die reifsten Trauben in diese Weine. Den IKON als Wein gibt es schon länger, die Steinkapelle erst das zweite Mal – nach 2022 jetzt mit dem Jahrgang 2025. Etwa 70 Prozent seines Schaffens macht bei Neumayer der Grüne Veltliner aus. Acht verschiedene Facetten vom Veltliner kann man beim Inzersdorfer Winzer kosten – darunter mit Zwirch und Rothenbart zwei Erste-1ÖTW-Lagen. Vom Rothenbart gibt es auch einen Riesling-Lagenwein – und daneben noch vier weitere Riesling-Facetten, die alle auf Kalk und Stein gebaut sind – womit sich der Kreis zu Ludwig Neumayer schließt.

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Cuvée Speciale Brut Signature Sekt
Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Samtig-cremige Nase nach Biskuit, geriebenen Mandeln und Wachs, exotische Trockenfrüchte, Biskotten, helle Würze; kerniges Mittelgewicht, geschmeidiger Fruchtfond, guter Säurebiss, elegant, erfrischend, alte Birnensorten, feinherb, fest, mittlere Tiefe und Länge.

Schaumwein
Blauburger
€€€€
Naturkork

Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Christian Madl
2172 Schrattenberg
Hauptstraße 57

Tel. +43 664 4225142
office@madlsekt.at
www.madlsekt.at

In Kennerkreisen wohlbekannt, kommen aus dem nordöstlichen Weinviertel einige der besten Sekte Österreichs. Sektspezialist Christian Madl aus Schrattenberg verbindet profunde Kenntnisse über schaumweinrelevante Themenbereiche mit großer Erfahrung und reichlich Fingerspitzengefühl in Sachen Sekterzeugung. Die Trauben stammen aus Weingärten in und um Schrattenberg und sind dafür geeignet, optimales Traubenmaterial für die Schaumweinerzeugung zu liefern. Weingartenberarbeitung und Rebpflege richten sich ausschließlich darauf aus, bestmögliche Grundweine für die Sekterzeugung zu liefern. Hauptsorten in Weiß sind Welschriesling, Grüner Veltliner und ein wenig Riesling sowie Chardonnay und Weißburgunder; an blauen Sorten werden Zweigelt und Pinot Noir verwendet. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand in 50-Liter Kisten bei zirka 15°-16°KMW und zirka 9 Gramm pro Liter Säure. Ausschließlich gesundes Traubenmaterial wird einer Ganztraubenpressung unterzogen, wobei nur die ersten 50 Prozent Saft herangezogen werden, die Lagerung erfolgt im Stahltank. Der sehenswerte Madl-Keller gibt im Inneren ungeahnte Dimensionen frei: Gleich drei Gewölbekeller wurden hier von Christian Madl und seinem Vater in Eigenregie innerhalb von fünf Jahren verbunden. Hier liegen tausende Flaschen „sur latte“ auf der Hefe und warten darauf, nach meist mehreren Jahren Lagerung degorgiert zu werden. Das Sektsortiment besteht aus zwei Linien: Als Einstieg gibt es die Schretenperg-Linie. Die Madl-Premiumsekte mit drei bis sechs und mehr Jahren Hefelagerung laufen unter der Bezeichnung Signature Collection. Unter Oenothek laufen rare Topsekte mit extrem langer Hefelagerung. ps

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2025 Sauvignon Blanc Selektion
ExclusivWeine
Rudi Woditschka
Weinviertel

Grünlich-gelb; ätherisch, Kräuter, Eukalyptus, kühl, gelber Paprika; Stachelbeeren, schwarze Ribisel, Quitte, schwungvoll, ausdrucksstark, kühle, mineralische Kraft, Eleganz im Abgang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

ExclusivWeine
Rudi Woditschka
Weinviertel

Rudi Woditschka
2171 Herrnbaumgarten
Hauptstraße 131

1786 ist das Weingut Woditschka erstmals urkundlich erwähnt. Rudi Woditschka ist ein Original, der mit Wortwitz und gelegentlichem Jammern trefflich zu unterhalten versteht, und mit dem man stundenlang plaudern kann – nicht nur über Wein! Aber bleiben wir buchbedingt beim Wein: Interessante Kreszenzen hat Rudi schon vor 20 Jahren gemacht – anders, eigenständig, auffallend, neugierig machend. Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer vielleicht, daß sie geschmeidiger geworden sind. Jede Sorte des breiten Spektrums wird mit viel Feingefühl im Weingarten vorbereitet und im Keller treffsicher herausgearbeitet – Hochachtung! Nachdem er private Rückschläge einstecken musste, es mit der Gesundheit nicht mehr ganz so klappt und sich die beiden Söhne wahrscheinlich nicht für den Weinbau entscheiden werden, ergibt sich die Frage, wie lange es diesen tollen Betrieb mit der (fast) One-Man-Show noch geben wird? Ich würde ihn vermissen. Daher: Ernten Sie, was er gesät hat, solange es noch geht! Dieses Jahr stechen der Sauvignon und der Muskateller Selektion 2025 sowie der Traminer Premium 2025 hervor.

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2024 Grüner Veltliner Ried Vordernberg 1ÖTW
Weingut
Buchegger
Kremstal

Samtig, relativvolle Frucht, dezent cremig, kühle Würze, Fenchel, Hauch von Marzipan; saftiger Start, einnehmende Frucht, mittelkräftiger Körper, recht straffe Struktur, mittellang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Buchegger
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
buchegger@vorspannhof.at
www.buchegger.at

Die vinophile Geschichte dieses angesehenen Weinguts begann im Jahr 1893 in der traditionsreichen Weinbaugemeinde Gedersdorf, als sich die Familie Buchegger dem Weinbau zuwandte. Unter Leopold Buchegger wurden bereits in der 1960er-Jahren die ersten Flaschen mit selbstgekeltertem Wein gefüllt, im Jahr 1994 übernahm dessen Sohn Walter Buchegger das Weingut und führte es in Folge in die niederösterreichische Elite. 2006 übersiedelte der Betrieb seine Produktion nach Droß in eine gemeinsame Verarbeitungsstätte mit dem Vorspannhof Mayr, wo seit damals die Weinwerdung der weiterhin aus Gedersdorf stammenden Ernte erfolgt. Seit Walter Bucheggers frühem Ableben 2018 wird der Betrieb von dessen Lebensgefährtin Silke Mayr und ihrem Top-Kellermeister Michael Nastl weitergeführt. Zum Weingut gehören rund 11 Hektar Weingärten in Gedersdorfer Spitzenrieden mit teils sandigen Lössböden bzw. Konglomerat-Verwitterungs-Böden. Hauptdarsteller in den gutseigenen Rebflächen sind die regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, daneben werden aber auch Spezialitäten wie Roter Veltliner, Chardonnay und Zweigelt kultiviert. Als Einstieg in die Veltliner-Welt fungiert der leichtfüßige HG, gefolgt von den im Stahl ausgebauten Veltlinern vom Geppling im Kamptal sowie dem Vertreter namens Pfarrweingarten, der sich auch 2025 als archetypischer Klassiker mit Stil darstellt. Eine Reifung im großen Holzfass und ein zusätzliches Jahr Lagerzeit wird den Reserven gegönnt: Seit dem ersten Ankosten im Vorjahr beachtlich zugelegt hat die Reserve Leopold aus 2024, die dem Top-Sortenvertreter in Gestalt des 1ÖTW-Ried Vordernberg von über 60-jährigen Reben heuer Konkurrenz macht. Bei dem Riesling ist der Einstiegswein als Kremstaler Dorflage aus Gedersdorf deklariert, den Mittelbau stellt der von Löss stammende Tiefenthal dar, der 2025 besonder gut gelungen ist. An der Spitze steht wiederum der 1ÖTW-Riedenwein aus der renommierten Ried Moosburgerin. Darüber hinaus gibt es Rosé sowie einen lebhaften Roten Veltliner und Chardonnay Reserve – beide aus 2024, dazu mit Extra Brut und Große Reserve Extra Brut 2019 auch zwei hochfeine Blanc de Blancs Sekte. ps

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2025 Grüner Veltliner Ried Rothenbart 1ÖTW Inzersdorf
Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Anfangs schüchterne Frucht, gewürzige Noten, einige Tiefe, Bratapfel, Gewürzbrot, Blutorangen; am Gaumen auch weich und zugänglich, gerundet, saftige tropische Früchte, Mango, Maracuja und Litschi, im Abgang griffiges Tannin und leicht salzig, ausgewogen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Ludwig Neumayer aus Inzersdorf ist ein Könner vom Kalk. Der Top-Winzer macht schnörkellose terroirgeprägte Weine ohne Kompromisse. Alle Weine werden im Stahltank ausgebaut, „denn Stahl ist präzise“, sagt Neumayer. Die Lese ist selektiv. Schon im Weingarten putzt der Winzer Botrytisbeeren raus, so sie da sind. Vergoren wird spontan. Neben dem Kalk des Taisentals ist der Stein das zentrale Element bei Ludwig Neumayer. Im Stein bündelt Neumayer das Beste vom Wein – beim Grünen Veltliner, beim Riesling und beim Weißburgunder. „Der Wein vom Stein ist ein klassischer Terroirwein und die Spitze der Rieden“, erzählt der Winzer und rät: „Den Wein von Stein muss man bisschen reifen lassen, am besten ein Jahr.“ Seit 40 Jahren besteht die Beziehung Ludwig Neumayer und ‚Der Wein vom Stein‘. Der erste Stein-Wein war 1986 der Weißburgunder. 1990 ist der erste Riesling vom Stein gekommen. Dann der Grüne Veltliner. Über dem Stein-Wein ist kein Platz. Er bildet Jahr für Jahr die Spitze des Neumayer-Portfolios – außer in Jahren mit überbordender Reife. Dann gibt es zwei Ausnahme-Weine: Den Grünen Veltliner IKON und den Riesling Steinkapelle. In solchen üppigen Jahren laufen aus speziellen Parzellen die reifsten Trauben in diese Weine. Den IKON als Wein gibt es schon länger, die Steinkapelle erst das zweite Mal – nach 2022 jetzt mit dem Jahrgang 2025. Etwa 70 Prozent seines Schaffens macht bei Neumayer der Grüne Veltliner aus. Acht verschiedene Facetten vom Veltliner kann man beim Inzersdorfer Winzer kosten – darunter mit Zwirch und Rothenbart zwei Erste-1ÖTW-Lagen. Vom Rothenbart gibt es auch einen Riesling-Lagenwein – und daneben noch vier weitere Riesling-Facetten, die alle auf Kalk und Stein gebaut sind – womit sich der Kreis zu Ludwig Neumayer schließt.

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2018 Blanc de Blancs Brut Signature Sekt
Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

(L-Deg 10.4.26-50, CH/PB) Kühl, duftig, Vanillehauch, Zuckerguss, frische weiße Wiesenblüten, Birnen, Kamille, leicht rauchig; saftig, zart cremig, Zitrus, pikanter Fruchtausdruck, Zitronenzesten, rassiger Säurebiss, fast nervös, feinherb im Finish, braucht Luft.

Schaumwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Naturkork

Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Christian Madl
2172 Schrattenberg
Hauptstraße 57

Tel. +43 664 4225142
office@madlsekt.at
www.madlsekt.at

In Kennerkreisen wohlbekannt, kommen aus dem nordöstlichen Weinviertel einige der besten Sekte Österreichs. Sektspezialist Christian Madl aus Schrattenberg verbindet profunde Kenntnisse über schaumweinrelevante Themenbereiche mit großer Erfahrung und reichlich Fingerspitzengefühl in Sachen Sekterzeugung. Die Trauben stammen aus Weingärten in und um Schrattenberg und sind dafür geeignet, optimales Traubenmaterial für die Schaumweinerzeugung zu liefern. Weingartenberarbeitung und Rebpflege richten sich ausschließlich darauf aus, bestmögliche Grundweine für die Sekterzeugung zu liefern. Hauptsorten in Weiß sind Welschriesling, Grüner Veltliner und ein wenig Riesling sowie Chardonnay und Weißburgunder; an blauen Sorten werden Zweigelt und Pinot Noir verwendet. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand in 50-Liter Kisten bei zirka 15°-16°KMW und zirka 9 Gramm pro Liter Säure. Ausschließlich gesundes Traubenmaterial wird einer Ganztraubenpressung unterzogen, wobei nur die ersten 50 Prozent Saft herangezogen werden, die Lagerung erfolgt im Stahltank. Der sehenswerte Madl-Keller gibt im Inneren ungeahnte Dimensionen frei: Gleich drei Gewölbekeller wurden hier von Christian Madl und seinem Vater in Eigenregie innerhalb von fünf Jahren verbunden. Hier liegen tausende Flaschen „sur latte“ auf der Hefe und warten darauf, nach meist mehreren Jahren Lagerung degorgiert zu werden. Das Sektsortiment besteht aus zwei Linien: Als Einstieg gibt es die Schretenperg-Linie. Die Madl-Premiumsekte mit drei bis sechs und mehr Jahren Hefelagerung laufen unter der Bezeichnung Signature Collection. Unter Oenothek laufen rare Topsekte mit extrem langer Hefelagerung. ps

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2023 Sauvignon Blanc Ried Höchleit´n
Weingut
Felberjörgl
Südsteiermark

Sanfter Druck, gelbfruchtig, rieslinghaft, einladend, wertig; fruchtbetont, Säurerückgrat gibt Konturen, lang, vom Schieferboden geprägt.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Felberjörgl
Südsteiermark

Hans-Peter Temmel
8442 Kitzeck
Höch 47

Das Weingut Felberjörgl ist ein reiner Familienbetrieb. Gegründet wurde es bereits im 14. Jahrhundert von Bayern namens Felber, die in Diensten des Salzburger Erzbistums standen. Heute zeichnet Hans Peter Temmel als Kellermeister für den Wein verantwortlich. Großen Wert legt er auf schmeckbare Herkunft und naturnahe Bewirtschaftung. In den Weingärten ist Schiefer vorherrschend. Ausgeprägte Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht kommen der Aromatik und der Frische zugute. Die Rieden Kreuzegg und Zwickl liegen direkt beim Hof auf 550 Meter Seehöhe, Kreuzegg ist tiefgründig mit viel Humus, die Weine von hier muten warm an. Zu den höchsten Lagen des Sausals zählt die bis knapp 630 Meter reichende Ried Höchleit’n mit kargem Schieferboden. „Es ist uns sehr wichtig, die Trauben länger am Rebstock belassen zu können, um die physiologische Reife richtig auszunutzen“, umreißt Hans Peter Temmel die Vorteile dieser Seehöhe. Die Ried Schrotter ist sehr steil und teilweise terrassiert. Karger Boden kennzeichnet auch die Ried Mosergut, wo hauptsächlich Traminer und Gelber Muskateller stehen. Abgerundet wird das Portfolio durch edelsüße Prädikate, Rotweine, Frizzante, Spezialitäten, Fruchtsäfte und Edelbrände. Am Weingut angeschlossen ist ein stilvoller Buschenschank im sehenswerten Biedermeierhaus.

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2024 Grüner Veltliner Smaragd Ried Weißenkirchner Achleiten-Himmelreich
Domäne 
Roland Chan
Wachau

Feinste Exotik, Marillen, Mango, Ananas, Orangen, rauchig, straffe Struktur, herrlich mineralisch, animierender Gerbstoff, würzig-stoffig, kompakt, Länge. Potenzial für viele Jahre.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Domäne 
Roland Chan
Wachau

Roland Müksch
3610 Wösendorf
Kellergasse 102

Dieses Weingut wurde im Jahr 2017 von Dipl. Ing. Roland Müksch mit seiner Frau Dr. Sharon Chan ins Leben gerufen. Verantwortlich für die Weine zeichnet der Winzer Christoph Donabaum in enger Abstimmung mit Roland Mücksch. Hier wird Handarbeit hochgehalten, niedrige Erträge, selektive Lese, Förderung der Biodiversität und minimale Eingriffe in die Weine. Die Weine werden spontan vergoren, reifen lange auf der Feinhefe in großen, neutralen Holzfässern und werden unfiltriert abgefüllt. Die Weine kommen immer erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Also aktuell die 2024er. Es sind Weine, welche für eine lange Lagerung geschult werden. Die Verkostung der Weine – eben der Jahrgang 2024 – bestätigte diese Philosophie. Es sind ausdrucksstarke Gewächse mit durch die Bank außergewöhnlichem Potenzial. Davon zeugt schon das Grüner Veltliner Federspiel Ried Bach Alte Reben. Dieses Federspiel hat eine tolle Statur und steht noch lange seinen Mann. Der Grüner Veltliner Smaragd Ried Bach Alte Reben präsentiert sich als großer Wein, der mir fast über die Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleiten-Himmelreich geht. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen. Ebenfalls grandios ist der Riesling Smaragd Ried Bach, hier aber übertroffen von der Ried Achleiten, welcher ein wahrer TOP Wein ist und höchster Wachauer Adel. Ein sehr schöner Weissburgunder Smaragd unterstreicht das Ganze. Leider gibt es im 2024er Jahrgang keinen Riesling Ried Klaus. Da hat die Natur nicht mitgespielt. Es sind Weine, welche absolut zur Elite der Wachau zu zählen sind.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -