Weinguide
Ausgabe 2023/24
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2022 Grüner Veltliner Spitaler Smaragd
Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Recht würzig-pfeffrig, röstig, Maisbrot, dezent samtige Frucht, guter Schliff, schöne Wachsnote; saftig, kernig, geschmeidige Mitte, einnehmender Fruchtschliff, mittlere Struktur und Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Im Musterweingut von Mathias und Hanna Hirtzberger wird heuer erst der zehnte Jahrgang begangen. Umso bemerkenswerter, welch hohen Qualitätsstandard und Eigenständigkeit die Weinpalette aufweist. 2014 wurde der Premieren-Jahrgang aus den ersten Weingärten in Wösendorf vinifiziert. Als Stammhaus diente anfangs die ehemalige „Weingartenhofmeisterei“ des Stifts St. Florian in Oberösterreich, die seit damals von Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber als Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger geführt wird. 2019 wurde nur wenige 100 Meter entfernt ein ganz neues Weingut eröffnet. Die bildhübsche Grüner Veltliner Steinfeder namens Stab stammt aus verschiedenen Weingärten in der Ried Postaller – eine kühle, spätere Lage, die nach Ost gedreht ist. Die Trauben für das Federspiel Treu stammen zu 60 % aus Weingärten, die ab 350 m Seehöhe liegen, ergänzt wird mit Trauben aus der Ebene und dazwischenliegenden Lagen. Als Einstieg in die Smaragde gibt es den eleganten wie transparenten Vertreter mit der Bezeichnung Greif, der aus einem 2013 gepflanzten Weingarten stammt – eine etwas feuchtere Ostlage mit Lössablagerungen. Von den beiden riedenreinen Smaragden verfügt der am Hangfuß der Ried Kollmitz situierte Spitaler über ockerfarbenen Lössboden, in der Kollmütz gibt es weniger, eher braunen Löss, der Boden ist vor allem sandig mit vielen Steinen, und man stößt relativ schnell auf Urgestein (Gneis). Den Einstieg zu den Rieslingen bietet das Federspiel mit Namen Zier, das aus verschiedenen Weißenkirchner Weingärten stammt. Auch beim Riesling gibt es zwei Lagen-Smaragde: Die Ried Bach ist sehr steil und liegt in einem Kessel, demzufolge sehr warm, daher werden hier oft die ersten Rieslinge im Betrieb geerntet – 2022 wurde am Staatsfeiertag gelesen. Kollmitz, wo auch ein kleinbeeriger und dickschaliger Klon steht, wird dafür oft als letzter Weingarten gelesen, im vergangenen Jahr Anfang November. Während der Bach durch viel klassische Frucht und innere Ruhe glänzt, zeigt der Kollmitz zur Pfirsichfrucht auch Kräuternoten und tolle mineralische Würze. ps

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2022 Grüner Veltliner Ried Kollmütz Smaragd
Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Elegant, gutes Volumen, samtig, reich, ein Korb voller Äpfel, frische grüne Würze, Thymian, Lavendel, Tiefgang; stoffig, sehr saftiger Beginn, Kernobst und etwas Orangen, schöne Würze, Muskatnuss, Nussstrudel, dunkle Würze, gute Länge, beachtlich.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Im Musterweingut von Mathias und Hanna Hirtzberger wird heuer erst der zehnte Jahrgang begangen. Umso bemerkenswerter, welch hohen Qualitätsstandard und Eigenständigkeit die Weinpalette aufweist. 2014 wurde der Premieren-Jahrgang aus den ersten Weingärten in Wösendorf vinifiziert. Als Stammhaus diente anfangs die ehemalige „Weingartenhofmeisterei“ des Stifts St. Florian in Oberösterreich, die seit damals von Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber als Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger geführt wird. 2019 wurde nur wenige 100 Meter entfernt ein ganz neues Weingut eröffnet. Die bildhübsche Grüner Veltliner Steinfeder namens Stab stammt aus verschiedenen Weingärten in der Ried Postaller – eine kühle, spätere Lage, die nach Ost gedreht ist. Die Trauben für das Federspiel Treu stammen zu 60 % aus Weingärten, die ab 350 m Seehöhe liegen, ergänzt wird mit Trauben aus der Ebene und dazwischenliegenden Lagen. Als Einstieg in die Smaragde gibt es den eleganten wie transparenten Vertreter mit der Bezeichnung Greif, der aus einem 2013 gepflanzten Weingarten stammt – eine etwas feuchtere Ostlage mit Lössablagerungen. Von den beiden riedenreinen Smaragden verfügt der am Hangfuß der Ried Kollmitz situierte Spitaler über ockerfarbenen Lössboden, in der Kollmütz gibt es weniger, eher braunen Löss, der Boden ist vor allem sandig mit vielen Steinen, und man stößt relativ schnell auf Urgestein (Gneis). Den Einstieg zu den Rieslingen bietet das Federspiel mit Namen Zier, das aus verschiedenen Weißenkirchner Weingärten stammt. Auch beim Riesling gibt es zwei Lagen-Smaragde: Die Ried Bach ist sehr steil und liegt in einem Kessel, demzufolge sehr warm, daher werden hier oft die ersten Rieslinge im Betrieb geerntet – 2022 wurde am Staatsfeiertag gelesen. Kollmitz, wo auch ein kleinbeeriger und dickschaliger Klon steht, wird dafür oft als letzter Weingarten gelesen, im vergangenen Jahr Anfang November. Während der Bach durch viel klassische Frucht und innere Ruhe glänzt, zeigt der Kollmitz zur Pfirsichfrucht auch Kräuternoten und tolle mineralische Würze. ps

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2020 Grüner Veltliner Gutsreserve
Weingut Familie Schuster
Wagram

Saftiges, strahlendes Goldgelb, einladend ruhige Nase, Golden Delicious, weißer Pfirsich, unterlegt von dezentem Ingwer und Currykraut, saftiger, aber nicht überbordender Gaumen, ruhig und verwoben, etwas Honigmelone und Honigwabe, angenehme röstige Haselnuss, unterlegt von Marzipan, stützende frische Säure mit feinem Gerbstoff im Abgang, braucht Luft und Zeit.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Familie Schuster
Wagram

Thomas Schuster
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 61

Thomas Schuster hat eine Idee – und die zieht er bei jedem Wein durch. Die Thematik Herkunft hat er verinnerlicht und diese spiegelt sich auch in seinen Weinen wider. Jeder Wein brilliert durch seine Eleganz, Festigkeit und Geradlinigkeit. Seit 2016 ist das Weingut biologisch zertifiziert. Die Aufteilung der Rebsorten ist ungefähr 1/3 Grüner Veltliner und 1/3 Roter Veltliner. Pinot Noir ist ebenso eine fantastische Rebsorte des Weinguts, die durch die kühlere Region bevorzugt ist und auf Löss mit etwas Kalkeinfluss auf 337 Höhenmetern einen sehr guten Vertreter seiner Art hervorbringt. Seit 2016 beschäftigt sich Thomas Schuster schon mit dem Thema Ortswein aus Großriedenthal. Riedenthal ist etwas kühler. Durch die Vinifikation mit der Vollhefe ohne Schwefel im Stahltank – und der etwas längeren Lagerung gewinnt der Wein an Ruhe und Straffheit, die man im Wein wiederfindet. Der Rote Veltliner Ried Berg Eisenhut wird in 500-Liter-Akazienfässern mit der Vollhefe ausgebaut, darf ein Jahr darin bleiben und gewinnt dadurch an Tiefe und Eleganz. Der Grüne Veltliner Ried Eisenhut wird in 500-Liter-Eichenfässern und großen Eichenfässern vinifiziert und ist ein perfekter Vertreter seiner Lössherkunft in Verbindung mit Kompaktheit und Frische. Die Gutsreserve Grüner Veltliner 2020 rundet mit Tiefe und Komplexität das Festspiel ab. Dieser Wein ist ein Langstreckenläufer, der Zeit braucht, um sich zu entfalten. Wer möchte, kann diese fantastischen Weine auch vor Ort genießen und in einem der zwei Apartments wohnen, die von Carina Schuster betrieben werden.

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2022 Grüner Veltliner Reserve Ried Oberfeld 1ÖTW Alte Reben
Weingut Petra Unger
Kremstal

Ernsthaft, gediegen, bodenstämmige Würze, Boskop-Äpfel; vielschichtig, angenehm unplakative Frucht, feiner Schmelz, sympathische Prise Gerbstoffe, würzig im langen Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Petra Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth bei Göttweig
Lindengasse 22

Petra Unger übernahm im Jahr 1999 die Verantwortung für das elterliche Weingut in Furth bei Göttweig. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Mittlerweile ist die qualitäts- und umweltbewusste Winzerin im dritten Jahr der Umstellung auf organisch-biologische Bewirtschaftung, mit dem Jahrgang 2023 wird das Weingut zertifiziert. Für sie kommt nur händische Selektion der Trauben bei der Lese infrage. Die Weingärten liegen beidseits der Donau, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem, kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Das gemeinsame Merkmal der heuer vorgestellten Serie ist ein bemerkenswerter Trinkfluss, dabei erheben selbst die einfacheren Weine Anspruch auf Seriosität. Die Lagenweine lassen den jeweiligen Untergrund klar erkennen. Das abwechslungsreiche Portfolio an Böden, von Löss über Konglomerat bis Gneis, spiegelt sich in den Weinen wider, die frei von Üppigkeit und klar strukturiert sind.

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2021 Grüner Veltliner Best of Quitten2 Smaragd
Weingut Hofstätter
Wachau

Feinduftige Nase, dunkel-mineralisches Entrée, viel Würze, gelber Apfel, Rhabarber, Birne, Raucharomatik à la Earl Grey, stoffig und kompakt, feines Säurespiel, vollreif, feine Salzzitronen im langen Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Hofstätter
Wachau

Wolfgang Hofstätter
3620 Spitz
Quitten 2

Am Eingang zum Spitzer Graben und am östlichen Ausläufer des Setzbergs gelegen befindet sich das Familienweingut Hofstätter. Kellertechnische Adaptierungen und önologisches Feintuning in den letzten Jahren, vor allem Investitionen in neue Edelstahltanks und Holzfässer, machen sich im Weinportefeuille des von Wolfgang Hofstätter geleiteten Betriebs positiv bemerkbar. Die Weinstilistik zeichnet sich durch eine perfekte Balance von traditionellem Weinbau und moderner Kellertechnik. Die Sortimentsstruktur ist übersichtlich und auf die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling fokussiert, lässt aber viel Freiraum offen für Sortenvielfalt, bei der Weißburgunder, Chardonnay und Neuburger hervorzuheben sind. Das Weingut besitzt beste Lagen in und um Spitz. Von den Paradelagen Steinborz, 1000-Eimerberg und die ausschließlich mit Riesling bestockte Ried Singerriedel kommen die hochwertigen Smaragd-Weine. Der nun aktuelle Jahrgang zeigt sich von der Federspiel- bis zur Smaragd-Kategorie überzeugend mit knackig-kühler Frische in transparenter Charakteristik, die nahtlos an den legendären Vorgänger-Jahrgang anschließen, mit dem Quäntchen Unterschied von etwas mehr Säurespiel: Unisono sind die Weine heuer fein strukturiert und druckvoll sowie tieffruchtig. Besonders hervorzuheben ist die Top-Kategorie „Best of Quitten2“ des Weinguts, die nun mit dem 2021er am Markt ist. Diese Lagen-Cuvée-Linie kommt jeweils vom Riesling und Grünen Veltliner aus ausgewählten Jahrgängen und verkörpert das Beste aus dem Hause Hofstätter, das sich in der Namensnennung (Straßenname und Hausnummer) widerspiegelt: Traubenselektion, reifere Trauben und längere Feinhefe-Standzeiten kennzeichnen diese edlen Gewächse aus, die bereits gut antrinkbar sind, jedoch erst in vielen Jahren ihr Potenzial voll ausspielen werden.

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2016 Grüner Veltliner Reserve
Weingut Schüller
Weinviertel

Gereifte Farbe und Nase, reife Aromatik nach Äpfeln und feiner Exotik, deutliches Pfefferl, viel Extrakte, kraftvoll im Körper, cremig, angenehme, gut eingebundene Säure und viel Potenzial. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Schüller
Weinviertel

Kerstin & Nadine Schüller
2073 Pillersdorf 15

Das „3-Damen-Weingut“ von Helga, Kerstin und Nadine Schüller liegt in Pillersdorf, wenige Kilometer vor der Weinstadt Retz. Die gelebte Tradition der drei Damen in ihrem Familienbetrieb hat sich so entwickelt, dass Kerstin für Weingärten und Keller verantwortlich zeichnet, Nadine für Marketing zuständig ist und Mutter Helga das Weingut nach außen hin bei den Kunden präsentiert. Der Professionalität wegen entsteht immer wieder Frauenpower pur. Mit Respekt zur Natur in Verbindung mit bedingungslosem Qualitätsanspruch, Vertrauen in das Winzerhandwerk, viel Liebe zum Detail und modernster Kellertechnik entstehen Weine mit Persönlichkeit, Charakter und den gewissen Extras. Besonderes Augenmerk legt Kerstin Schüller auf reifes, gesundes Traubenmaterial, natürlich im Einklang mit der Natur. Ganz besonders mit eingebunden wird der jeweilige Jahrgang mit seinen Eigenheiten, damit nicht Masse sondern Qualität entsteht. Auf steinigen, mineralischen Böden bis Lehm-Löss-Böden stehen die Rebstöcke. Die vor Jahren zur schönsten Kellergasse gewählte „Ölbergkellergasse“ am Rande von Pillersdorf ist von der Lage „Hochsteinberg“ eingebettet. Rund um den Ort werden auf einer Art Rotweininsel gehaltvolle, dichte, oft besonders hochwertige Zweigelt kultiviert. Die Schüller-Weine sind in der Gastronomie und in Vinotheken erhältlich, werden aber auch von vielen Privatkunden geschätzt und im Weingut abgeholt. Sowohl Mama Helga wie auch Kerstin Schüller vertraten ihre Region und auch das gesamte niederösterreichische und bundesweite Weinland als Weinkönigin und Weinprinzessin. Heute laden beide auch zu Kellergassenführungen ein.

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2022 Grüner Veltliner Ried Kogelberg 1ÖTW Reserve
Weingut Familie Brandl
Kamptal

Kühler, von den großen Temperaturunterschieden geprägter Duft, Lage vor Sorte, nasser Stein, erinnert an einen Gebirgsbach, knackige Apfelaromen, getrocknete Kräuter, pointierte Zitrusfrucht, ganz feine Klinge; zeigt Vibration auf dem Gaumen, hochelegant, strukturiert, geht in die Tiefe, steirischer Apfel und rosa Grapefruit im animierenden Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Familie Brandl
Kamptal

Familie Brandl
3561 Zöbing
Lauserkellergasse 1

Das Weingut Brandl liegt in Zöbing am Fuße des Heiligensteins, ein reiner Familienbetrieb, in dem derzeit drei Generationen mitwirken. Günther Brandl versteht es, mit viel Fingerspitzengefühl die speziellen Bodenformationen vom Kogelberg sowie vom Heiligenstein im Glas abzubilden. Mit dem aktuellen Jahrgang 2022 ist es dem Winzer wieder gelungen, die typische Herkunft und das Kleinklima herauszuarbeiten. Das Jahr 2021 brachte besonders schöne und gesunde Trauben beim Riesling am Kogelberg, das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher und lagerfähiger Riesling, der Alkohol, Säure, dezente Restsüße und Extrakt perfekt vereint.

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2017 Grüner Veltliner Sekt Steinhaus Große Reserve
Weingut Steininger
Kamptal

Würztabak, Kräuter, Pfefferkörner, dunkle Mineralität, herbe Einflüsse, Orange-Bitter; kraftvoll, klar strukturiert, sehr attraktiv.

Schaumwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut Steininger
Kamptal

Eva & Peter Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

„Es war ein durchwachsenes, letztlich aber zufriedenstellendes Jahr, bei dem der Oktober noch alles gerettet hat“, meint Karl Steininger, der zwar die Zügel längst an seine charmante Tochter Eva und ihren engagierten Peter übergeben hat, sich aber immer noch unterstützend in das Geschehen einbringt. Während er vor allem im Weingarten und Keller dem Schwiegersohn unter die Arme greift, tut das Brigitte, die liebenswürdige Gattin des Seniors, in Richtung des Töchterleins bei allen administrativen und verkaufstechnischen Belangen. Trotz der Größenordnung, die der Betrieb mittlerweile eingenommen hat, und einer 40%igen Exportquote freut sich die Familie besonders über den hohen Anteil an Ab-Hof-Verkäufen und den damit verbundenen Kontakten zum Letztverbraucher. Mit ein Grund dafür ist zweifellos die für Besucher günstige Lage des Weinguts mitten im malerischen Weinörtchen Langenlois, aber auch das gewaltige Angebot. Ganze 16 Sekte aus diversen Rebsorten und Lagen werden ebenso offeriert wie gleich viele Weißweine. Wer sich also einer Verkostung der angebotenen Spezialitäten stellt, muss wissen, dass dies hier mehr Zeit in Anspruch nimmt als anderswo. Der Fokus liegt in erster Linie auf Grünen Veltlinern und Rieslingen, doch hält man Sortenvielfalt ebenfalls für wichtig. Ausgehend von der Entwicklung im Haus – erfolgreich war man zuerst mit den Sekten und erst danach mit den Weinen – wurde auf dem Klavier der Komplementärsorten virtuos gespielt, und somit finden sich Varietäten wie Weißburgunder, Chardonnay, Traminer, Muskateller oder Sauvignon Blanc im Sortiment. Hier strebt man vor allem Sortentypizität an, wohingegen bei den Lagenweinen und -sekten die Definition des Terroirs im Mittelpunkt steht. Insofern gefallen uns neben den Großen Reserven von Steinhaus, Heiligenstein und Panzaun heuer ganz besonders auch die hochmineralischen Weine aus den Superlagen Kittmannsberg, Kogelberg, Seeberg oder Lamm – jeder von ihnen eine höchst individuelle Persönlichkeit.

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2021 Grüner Veltliner Ried Lamm 1ÖTW Reserve
Weingut Familie Brandl
Kamptal

Vollreifes gelbes Kernobst, saftige Birne, Quittenanklänge, dicht und tiefgründig, akzentuierte Zitrusnoten, getrocknete Kräuter, vermittelt Frische; kraftvoll, hochreif, cremig, dabei elegant, strukturiert, Williamsbirne, Golden Delicious, Blutorange, rosa Grapefruit im langen Abgang, braucht viel Luft, großes Potenzial.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Familie Brandl
Kamptal

Familie Brandl
3561 Zöbing
Lauserkellergasse 1

Das Weingut Brandl liegt in Zöbing am Fuße des Heiligensteins, ein reiner Familienbetrieb, in dem derzeit drei Generationen mitwirken. Günther Brandl versteht es, mit viel Fingerspitzengefühl die speziellen Bodenformationen vom Kogelberg sowie vom Heiligenstein im Glas abzubilden. Mit dem aktuellen Jahrgang 2022 ist es dem Winzer wieder gelungen, die typische Herkunft und das Kleinklima herauszuarbeiten. Das Jahr 2021 brachte besonders schöne und gesunde Trauben beim Riesling am Kogelberg, das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher und lagerfähiger Riesling, der Alkohol, Säure, dezente Restsüße und Extrakt perfekt vereint.

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2022 Grüner Veltliner Ried Kaiserberg Smaragd
Weingut Högl
Wachau

Anfangs mehr Frucht als Würze, gelbe Äpfel, Multbeeren, Safran, zart pfeffrige Nuancen; kraftvoll, fleischig, engmaschig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Josef und Georg Högl haben es wieder einmal geschafft. Trotz einem durchwachsenen Jahr mit anfangs langer Trockenperiode, Niederschlägen im Juni und Juli, dann wieder extrem heißen Wochen, ließ der Ende August einsetzende Regen die Reben – und das Winzer-Duo – wieder aufatmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Weine sind durch die Bank zu klassischen, finessenbetonten Wachauer Gewächsen herangereift, die sowohl Sorte als auch Terroir präzise abbilden. Was deren Qualität angeht, stellt Josef Högl einige von ihnen sogar über die großartigen 2021er. Ob das der Fall ist, wird sich zwar erst in Zukunft zeigen – die Anlagen dafür sind jedenfalls vorhanden, soviel kann man bereits sagen. Es ist schon ein besonderer Abschnitt, an dem hier Weine mit individuellem, teilweise unverwechselbarem Charakter gekeltert werden, der „Spitzer Graben“. Dieses Seitental neben der Donau reicht hinauf ins Waldviertel bis zu einer Seehöhe von 480 Metern, sprich: bis zur Anbaugrenze von Wein. In dieser Cool-Climate-Region wachsen Jahr für Jahr auf den mittels Trockensteinmauern befestigten Weinbergterrassen auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden Trauben, die eine längere Reifezeit benötigen als im vergleichsweise wärmeren östlichen Teil der Wachau – ein Umstand, der sich im Zuge der Klimaerwärmung als zunehmend vorteilhaft erweist.

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2022 Grüner Veltliner Ried Kremser Gebling
Weingut ®Walzer
Kremstal

Toller Duftreigen, Wacholder, Honigblüten, Kumquats, dann etwas herbe, tabakige Akzente, Wildkräuter; fest gebaut, milde Säure, fast kalkige Mineralität, zart gerbstoffig unterlegt; besticht mit Substanz und Finesse.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut ®Walzer
Kremstal


3500 Krems/Gneixendorf
Gneixendorfer Hauptstraße 28

Richard Walzer, ambitionierter und unermüdlich hinterfragender Weinmacher aus Gneixendorf – dem Kremser Hochplateau, wie es einmal bezeichnet wurde –, hat es trotz des heuer relativ durchwachsenen Jahrgangs neuerlich geschafft, eine feine Weinpalette in seinem Keller vorweisen zu können. „Freilich war es erforderlich, die relativ spät erfolgende physiologische Reife abzuwarten, was in der Folge auch späte Erntetermine erforderlich machte“, meint er, „außerdem war eine sehr selektive Lese angesagt. Die lange Reifezeit hat sich dann aber ausgezahlt!“ Wunderschön sind heuer vor allem die drei Parade-Veltliner des Weinguts, gut abgestuft, vom kühlwürzigen Wolfsgraben über den heuer besonders duftig-würzigen Gebling bis hin zum mineralischen, extraktsüßen Kapuzinerberg, der erwartungsgemäß den obersten Platz am Stockerl einnimmt. Überzeugend auch der kristallklar strukturierte Riesling „Schotter & Löss“ sowie die beiden Appetitmacher Gelber Muskateller und Rosé. Die große Überraschung bereitete heuer aber die im kleinen Holzfass ausgebaute Cuvée „Wolfsblut“ aus dem prächtigen Jahrgang 2019, eine überaus geglückte Liaison aus tiefdunkler Frucht und noblem Eichenflair. Das Resultat ist ein Rotwein wie aus dem Bilderbuch. Richard Walzer zählt zur erfolgreichen Spezies von Winzern, die sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Jahr für Jahr wird die Arbeit in Weingarten und Keller auf den Prüfstand gestellt und dort optimiert, wo es seiner Meinung erfolgversprechende Ansätze dafür gibt. Zunehmend legt er den Fokus dabei auf seine Weingärten, ganz nach der Erkenntnis, dass man dort am ehesten an der Qualitätsschraube drehen kann. „Beobachten, begleiten und ein möglichst präzises Herausarbeiten der Lagenspezifika“, lautet sein Leitsatz.

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2022 Grüner Veltliner Ried Kapuzinerberg
Weingut ®Walzer
Kremstal

Cremige Nase, Hefebrötchen, dann helles Tabakblatt, Marillenschaum, Orangenzesten, rauchig-mineralischer Background, kraftvoll, extraktsüß, mit klaren Konturen und enormer Strahlkraft; engmaschiger, facetten- und finessenreicher Veltliner mit tollem Potenzial.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut ®Walzer
Kremstal


3500 Krems/Gneixendorf
Gneixendorfer Hauptstraße 28

Richard Walzer, ambitionierter und unermüdlich hinterfragender Weinmacher aus Gneixendorf – dem Kremser Hochplateau, wie es einmal bezeichnet wurde –, hat es trotz des heuer relativ durchwachsenen Jahrgangs neuerlich geschafft, eine feine Weinpalette in seinem Keller vorweisen zu können. „Freilich war es erforderlich, die relativ spät erfolgende physiologische Reife abzuwarten, was in der Folge auch späte Erntetermine erforderlich machte“, meint er, „außerdem war eine sehr selektive Lese angesagt. Die lange Reifezeit hat sich dann aber ausgezahlt!“ Wunderschön sind heuer vor allem die drei Parade-Veltliner des Weinguts, gut abgestuft, vom kühlwürzigen Wolfsgraben über den heuer besonders duftig-würzigen Gebling bis hin zum mineralischen, extraktsüßen Kapuzinerberg, der erwartungsgemäß den obersten Platz am Stockerl einnimmt. Überzeugend auch der kristallklar strukturierte Riesling „Schotter & Löss“ sowie die beiden Appetitmacher Gelber Muskateller und Rosé. Die große Überraschung bereitete heuer aber die im kleinen Holzfass ausgebaute Cuvée „Wolfsblut“ aus dem prächtigen Jahrgang 2019, eine überaus geglückte Liaison aus tiefdunkler Frucht und noblem Eichenflair. Das Resultat ist ein Rotwein wie aus dem Bilderbuch. Richard Walzer zählt zur erfolgreichen Spezies von Winzern, die sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Jahr für Jahr wird die Arbeit in Weingarten und Keller auf den Prüfstand gestellt und dort optimiert, wo es seiner Meinung erfolgversprechende Ansätze dafür gibt. Zunehmend legt er den Fokus dabei auf seine Weingärten, ganz nach der Erkenntnis, dass man dort am ehesten an der Qualitätsschraube drehen kann. „Beobachten, begleiten und ein möglichst präzises Herausarbeiten der Lagenspezifika“, lautet sein Leitsatz.

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2022 Grüner Veltliner Ried Schön Smaragd
Weingut Högl
Wachau

Nobler Auftritt, Nadelwald, Kräutergarten, grüne Ananas, Orangenzesten; saftig-stoffige Mitte, delikate Säure, komplex, finessenbetont, glasklar strukturiert und – nomen est omen – einfach nur „schön“.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Josef und Georg Högl haben es wieder einmal geschafft. Trotz einem durchwachsenen Jahr mit anfangs langer Trockenperiode, Niederschlägen im Juni und Juli, dann wieder extrem heißen Wochen, ließ der Ende August einsetzende Regen die Reben – und das Winzer-Duo – wieder aufatmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Weine sind durch die Bank zu klassischen, finessenbetonten Wachauer Gewächsen herangereift, die sowohl Sorte als auch Terroir präzise abbilden. Was deren Qualität angeht, stellt Josef Högl einige von ihnen sogar über die großartigen 2021er. Ob das der Fall ist, wird sich zwar erst in Zukunft zeigen – die Anlagen dafür sind jedenfalls vorhanden, soviel kann man bereits sagen. Es ist schon ein besonderer Abschnitt, an dem hier Weine mit individuellem, teilweise unverwechselbarem Charakter gekeltert werden, der „Spitzer Graben“. Dieses Seitental neben der Donau reicht hinauf ins Waldviertel bis zu einer Seehöhe von 480 Metern, sprich: bis zur Anbaugrenze von Wein. In dieser Cool-Climate-Region wachsen Jahr für Jahr auf den mittels Trockensteinmauern befestigten Weinbergterrassen auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden Trauben, die eine längere Reifezeit benötigen als im vergleichsweise wärmeren östlichen Teil der Wachau – ein Umstand, der sich im Zuge der Klimaerwärmung als zunehmend vorteilhaft erweist.

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2015 Grüner Veltliner Eiswein
Weingut Schüller
Weinviertel

Gold im Glas, attraktiver, intensiver Duft nach Honig, gereifter Ananas, Mango und Maracuja, perfektes Süße-Säure-Spiel am Gaumen, sehr harmonisch, kraftvoll und animierend, mit Fortdauer im Glas kommen Karamell und Biskuittöne dazu – ein vielschichtiger, finessenreicher, ausgezeichneter Prädikatswein, etwas Besonderes zum Meditieren.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Schüller
Weinviertel

Kerstin & Nadine Schüller
2073 Pillersdorf 15

Das „3-Damen-Weingut“ von Helga, Kerstin und Nadine Schüller liegt in Pillersdorf, wenige Kilometer vor der Weinstadt Retz. Die gelebte Tradition der drei Damen in ihrem Familienbetrieb hat sich so entwickelt, dass Kerstin für Weingärten und Keller verantwortlich zeichnet, Nadine für Marketing zuständig ist und Mutter Helga das Weingut nach außen hin bei den Kunden präsentiert. Der Professionalität wegen entsteht immer wieder Frauenpower pur. Mit Respekt zur Natur in Verbindung mit bedingungslosem Qualitätsanspruch, Vertrauen in das Winzerhandwerk, viel Liebe zum Detail und modernster Kellertechnik entstehen Weine mit Persönlichkeit, Charakter und den gewissen Extras. Besonderes Augenmerk legt Kerstin Schüller auf reifes, gesundes Traubenmaterial, natürlich im Einklang mit der Natur. Ganz besonders mit eingebunden wird der jeweilige Jahrgang mit seinen Eigenheiten, damit nicht Masse sondern Qualität entsteht. Auf steinigen, mineralischen Böden bis Lehm-Löss-Böden stehen die Rebstöcke. Die vor Jahren zur schönsten Kellergasse gewählte „Ölbergkellergasse“ am Rande von Pillersdorf ist von der Lage „Hochsteinberg“ eingebettet. Rund um den Ort werden auf einer Art Rotweininsel gehaltvolle, dichte, oft besonders hochwertige Zweigelt kultiviert. Die Schüller-Weine sind in der Gastronomie und in Vinotheken erhältlich, werden aber auch von vielen Privatkunden geschätzt und im Weingut abgeholt. Sowohl Mama Helga wie auch Kerstin Schüller vertraten ihre Region und auch das gesamte niederösterreichische und bundesweite Weinland als Weinkönigin und Weinprinzessin. Heute laden beide auch zu Kellergassenführungen ein.

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2022 Grüner Veltliner Ried Schön „Alte Parzellen“ Smaragd
Weingut Högl
Wachau

Farbenprächtiger Frucht-Würze-Fächer, Aranzini, ein Hauch Bergamotte, Havannas, Nadelwald, Wildkräuter; große Klasse auch die Mineralität und die reifen Tannine; satter, sanfter Trinkfluss, köstlicher Honig-Pfeffer-Schmelz; Veltliner-Ästhet.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Josef und Georg Högl haben es wieder einmal geschafft. Trotz einem durchwachsenen Jahr mit anfangs langer Trockenperiode, Niederschlägen im Juni und Juli, dann wieder extrem heißen Wochen, ließ der Ende August einsetzende Regen die Reben – und das Winzer-Duo – wieder aufatmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die Weine sind durch die Bank zu klassischen, finessenbetonten Wachauer Gewächsen herangereift, die sowohl Sorte als auch Terroir präzise abbilden. Was deren Qualität angeht, stellt Josef Högl einige von ihnen sogar über die großartigen 2021er. Ob das der Fall ist, wird sich zwar erst in Zukunft zeigen – die Anlagen dafür sind jedenfalls vorhanden, soviel kann man bereits sagen. Es ist schon ein besonderer Abschnitt, an dem hier Weine mit individuellem, teilweise unverwechselbarem Charakter gekeltert werden, der „Spitzer Graben“. Dieses Seitental neben der Donau reicht hinauf ins Waldviertel bis zu einer Seehöhe von 480 Metern, sprich: bis zur Anbaugrenze von Wein. In dieser Cool-Climate-Region wachsen Jahr für Jahr auf den mittels Trockensteinmauern befestigten Weinbergterrassen auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden Trauben, die eine längere Reifezeit benötigen als im vergleichsweise wärmeren östlichen Teil der Wachau – ein Umstand, der sich im Zuge der Klimaerwärmung als zunehmend vorteilhaft erweist.

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2019 Grüner Veltliner Reserve
Weingut Hirtl
Weinviertel

Hirschbirne und ein Hauch von Waldhonig, profund und facettenreich, kraftvoll und mollig, Ananas und Mokka, extraktsüß und terroirbetont, ausgewogener, eleganter Veltliner-Typ mit Länge und Lagerreserven. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Hirtl
Weinviertel

Martin Hirtl
2170 Poysdorf
Brunngasse 72

Das Weingut Hirtl ist schon seit vielen Jahren ein starker Eckpfeiler in der durchaus vielfältigen Weinlandschaft des nordöstlichen Weinviertels rund um Poysdorf, was auch zahlreiche Auszeichnungen belegen. Ein großes Anliegen sind Andrea und Martin Hirtl eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung der Weingärten und eine vernünftige Ertragssteuerung. Auch wenn sich die Burgundersorten hier schmeckbar wohlfühlen, dominiert der Grüne Veltliner in seinen Spielarten – wie kann es an der nördlichen Brünnerstraße auch anders sein – eindeutig das Geschehen. Und so können wir nachfolgend gleich sechs verschiedene Veltliner vorstellen, davon fünf aus dem keineswegs einfachen Weinjahr 2022. Doch die Hirtls und ihr Team haben ganze Arbeit geleistet. Schon die Einstiegsqualitäten erscheinen sehr zupackend und „natürlich“, während sich die Lagenweine ausgesprochen rassig und reintönig präsentieren und bereits frühes Trinkvergnügen vermitteln. Schwer zu sagen, ob man den besonders rassigen Waldberg oder den geschmeidigen Kirchberg vorziehen sollte; von der zuweilen beklagten Säure- und Extraktarmut kann hier jedenfalls keine Rede sein. Den Höhepunkt der „grünen“ Serie realisiert allerdings ein gereiftes Gewächs in Gestalt der kraftvollen wie eleganten 2019er Reserve. Bemerkenswert war auch die Fassprobe des markanten Weißburgunders aus 2022, der der näheren Herkunft ebenso gerecht wurde wie dem Sortencharakter.

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2021 Grüner Veltliner Reserve Ried Steiner Kögl
Weinmanufaktur Wandraschek
Kremstal

Dunkle Tönung, schwarzer Pfeffer, reife Äpfel und Birnen, Exotik, etwas Schwarzbrot, kräftige, ausdrucksstarke Struktur, geht in die Tiefe, in die Länge, braucht viel Luft. Unbedingt dekantieren! Ein hervorragender, überaus typischer Grüner Veltliner.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weinmanufaktur Wandraschek
Kremstal

Gregor Wandraschek
3500 Krems
Landersdorfer Straße 67

Dieses Weingut hat sich den Ruf als Rotweinspezialist mitten im Kremstalvöllig zu Recht erworben. In der Tat sind die Rotweine von außergewöhnlicher Güte. Das sind Gewächse, die sich auch international nicht verstecken müssen. Was Wandraschek aus dem schwierigen Jahrgang 2020 in Rot gezaubert hat, ist begeisternd . Über drüber ist 2020 Cabernet Sauvignon Grande Reserve aber auch die anderen wie Zweigelt, Cabernet und Pinot.Zu den Weißen – die sind für mich Neuland. Keinen Wunsch offen lässt etwa der 2022 Riesling Windleithen – die Zukunft ist gesichert. Überragend ist der 2021 Grüner Veltliner Reserve Steiner Kögl – der geht auf die Reise. Noch einen darüber setzt der 2021 Riesling Reserve Windleithen. Ausgezeichnete Weine. Von internationaler Stilistik präsentiert sich der 2021 Rosé Selection vom Cabernet Sauvignon. Ich erkenne keinen Unterschied in der Qualität zwischen den Weiß- und Rotweinen. Dieses Weingut hat die Zukunft vor sich. Sohn Gregor im Verbund mit Vater Wolfgang bringen dieses Weingut in die nächste Dekade.

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2021 Ried Spiegel Vincent Grüner Veltliner 1ÖTW
Weingut Bründlmayer
Kamptal

Kristallklares, vielfältiges Duftspiel, Ansätze von Fleur de Sel und Mandeln, verströmt quasi kühle Eleganz, gebündelt und sehr präzise strukturiert, ganz helle Fruchtaromen und klirrende Frische bei mittlerem Volumen, rassiger Nachhall, erst am Beginn, Zukunft.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Bründlmayer
Kamptal

Wilhelm Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Tel. +43 2734 21720
Fax. 3748
weingut@bruendlmayer.at
www.bruendlmayer.at

Schon vor zwei Jahren hat man sich in diesem Vorzeige-Weingut entschlossen, die besten Lagenweine erst im zweiten Jahr nach der Lese auf den Markt zu bringen. Folgerichtig steht bei den Gebietsweinen der Jahrgang 2022 am Prüfstand, während die Veltliner von den Rieden Käferberg, Spiegel und Lamm und der Zöbinger Heiligenstein Riesling Alte Reben, aber auch der Chardonnay vom Steinberg aus dem großen Weinjahr 2021 stammen. Der frühere Lyra-Riesling ist ja bekanntlich in den „normalen“ Heiligenstein eingeflossen, der aus 2021 leider restlos vergriffen ist. Bei den leichteren Veltlinern fällt auf, dass der solide Loiserberg diesmal dem spannungsgeladenen Berg Vogelsang durchaus Paroli bieten kann. Leichtfüßiger als früher ist, wie schon im Vorjahr konstatiert, der machtvolle, vor Frucht nur so strotzende Grüne Veltliner von der Ried Käferberg ausgefallen, während sich der kühle, dezente Spiegel Vincent noch in den Kinderschuhen befindet, doch für die nähere Zukunft ebenfalls viel verspricht. Apropos vielversprechend: Der bereits zur Legende gewordene Kammerner Lamm erscheint diesmal nicht so unnahbar wie in manchen Jahren zuvor und deutet sein riesiges Potenzial bereits schmeckbar an. In hervorragender Verfassung befand sich auch der Zöbinger Heiligenstein-Riesling von den Alten Reben, der 2021 sogar mit dunkelbeerigen Komponenten überrascht und nach dieser tollen Frühform alle Chancen hat, im Rennen um den Riesling des Jahres wieder einmal ganz vorne zu landen. Auf dem (blass)roten Sektor gibt es mit dem Vincents Rosé aus der Rebsorte Merlot einen beachtlichen Neuzugang voll Esprit und Fruchttiefe zu vermelden. Über das Revival des Cabernet Franc haben wir an sich schon letztes Jahr erfreut berichtet, weshalb diesmal nur die Feststellung zu treffen wäre, dass er sich überaus positiv entwickelt und weiter harmonisiert hat. Ganz neu am Markt ist hingegen der sehr feinsinnige und aparte Pinot Noir vom Käferberg, mit dem man aber ebenfalls ein wenig Geduld haben sollte. Die Betonung der Rotweinkompetenz ist jedenfalls überzeugend gelungen, wobei die letztes Jahr vorgestellte, ausgezeichnete 2018er Zweigelt Reserve in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben darf. Der schäumende Sektor war diesmal in Gestalt eines wahren „Superstars“ präsent, denn der 2016er Blanc de Noirs realisiert gleichsam die Quintessenz dieses Sekttypus und vereint zarte Kirschfrucht mit kühlen Untertönen und bestens eingebundener Autolyse-Note in perfekter Weise.

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2021 Grüner Veltliner Ried Offenberg 1ÖTW
Weingut Topf
Kamptal

Gute Fülle, Kernobst, rauchig-tabakig, Wacholder, gewürzig; exotischer Fruchtmix, Ananas, Maracuja, lebhaft, transparent mit Druck und Trinkspaß.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Topf
Kamptal


3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Tel. +43 2735 2491
Fax. -91
office@weingut-topf.at
www.weingut-topf.at

Hans Topf überträgt Jahr für Jahr immer mehr Aufgaben seinen beiden Söhnen Hans-Peter und Maximilian – und zusammen als Trio sind sie noch stärker, was man auch vortrefflich schmecken kann. Der Weinjahrgang 2022 war der letzte in der Betriebsumstellung. Mit Herbst und dem kommenden Jahrgang 2023 ist das Weingut bio. Dass die Topf-Weine bei vielen ankommen, zeigt auch die Exportstatistik – zwei von drei Topf-Weinen gehen ins Ausland. Das Thema Sekt, wo das Weingut alles selbst macht, gewinnt immer mehr an Bedeutung – umfasst mittlerweile fast 10 %. Beim Wein sind es vor allem die Ersten Lagen, die begeistern – besonders die beiden Heiligenstein-Rieslinge, die jeweils nur 12,5 % Alkohol haben, sind heuer scharf wie ein Schwert. Während der „normale“ Heiligenstein der Riesling-Purist ist, kommt bei der „Steinwand“ mehr Gerbstoff ins Spiel, da bei etwa 15 % des Mostes die Beeren mitvergoren werden. Geschmackssache – denn überzeugend sind beide.

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2021 Grüner Veltliner Reserve Ried Kellerberg
Weingut Hofbauer-Schmidt
Weinviertel

Nuanciert fruchtiges Bukett; komplex und eigenständig, feine Extraktsüße, tiefwürzig, wohliger Schmelz, saftiges Kernobst, feines Pfirsichmus, belebende Säure, etwas blättrig, dicht und kernig, gut geerdet, pfeffrig im mineralischen Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Hofbauer-Schmidt
Weinviertel

Johannes Hofbauer-Schmidt
3472 Hohenwarth
Hauptstraße 54

Sucht man nachhaltig produzierte Top-Weine, so ist man im Familienweingut Hofbauer-Schmidt in Hohenwarth genau richtig. Hier entstehen klare und aromatische Weine mit viel Charakter, welche die Eigenschaften der Böden und das Klima des Wagrams, Kamptals und des nordwestlichen Weinviertels vereinen. Man findet eine breite Palette an Sorten, natürlich mit Schwerpunkt Grüner Veltliner und Roter Veltliner, dessen Rebfläche in den letzten Jahren deutlich vergrößert wurde. Auf den kalkreichen, schottrigen Hohenwarther Lössböden fühlen sich der Grüne Veltliner und die autochthone Sortenrarität Roter Veltliner besonders wohl. Die Reben der Neupflanzung sind aufgrund der hohen Lage von beinahe 400 m weniger frostanfällig und dafür spätreifender. Umstände, welche in den immer wärmer werdenden Jahren einen deutlichen Vorteil darstellen. Der Einsatz und Fleiß von Petra, Leopold und Johannes wird getragen von einer lebendigen Leidenschaft zu Natur und Weinbau. Ein Familienbetrieb, wo diese Leidenschaft bereits seit acht Generationen gelebt wird und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden – goldrichtige Entscheidungen, wie die hohe Qualität der Weine beweist.

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2021 Grüner Veltliner Ried Gaisberg 1ÖTW
Weingut Topf
Kamptal

Anfangs verschlossen, braucht Belüftung, straff, Zitrus, mehr Mineralität als Frucht; Mineralität dominiert auch den Gaumen, gelbe Äpfel und Birnen, betont trocken, überzeugende Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Topf
Kamptal


3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Tel. +43 2735 2491
Fax. -91
office@weingut-topf.at
www.weingut-topf.at

Hans Topf überträgt Jahr für Jahr immer mehr Aufgaben seinen beiden Söhnen Hans-Peter und Maximilian – und zusammen als Trio sind sie noch stärker, was man auch vortrefflich schmecken kann. Der Weinjahrgang 2022 war der letzte in der Betriebsumstellung. Mit Herbst und dem kommenden Jahrgang 2023 ist das Weingut bio. Dass die Topf-Weine bei vielen ankommen, zeigt auch die Exportstatistik – zwei von drei Topf-Weinen gehen ins Ausland. Das Thema Sekt, wo das Weingut alles selbst macht, gewinnt immer mehr an Bedeutung – umfasst mittlerweile fast 10 %. Beim Wein sind es vor allem die Ersten Lagen, die begeistern – besonders die beiden Heiligenstein-Rieslinge, die jeweils nur 12,5 % Alkohol haben, sind heuer scharf wie ein Schwert. Während der „normale“ Heiligenstein der Riesling-Purist ist, kommt bei der „Steinwand“ mehr Gerbstoff ins Spiel, da bei etwa 15 % des Mostes die Beeren mitvergoren werden. Geschmackssache – denn überzeugend sind beide.

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2021 Weinviertel DAC Große Reserve Privat
Weingut Schwarzböck
Weinviertel

Lindenblüten und Akazienhonig im sofort einnehmenden, ausgereiften Duftspiel, vital, facettenreich und ausdrucksstark, legt viele Schichten frei, voll Saft und Kraft, noch sehr jugendlich und ungestüm, leicht tanniniger, langer Nachhall, große Ressourcen. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schwarzböck
Weinviertel


2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56

Die Schwarzböcks haben aus dem herausfordernden Jahrgang – speziell die Grünen Veltliner haben unter der sommerlichen Trockenheit gelitten – wieder eine solide Serie herausgeholt, auch wenn dies zum Teil mit erheblichen Mengeneinbußen verbunden war. Von den leichteren Weinen gefallen etwa der zartblumige, diesmal ein wenig ruhigere Muskateller und der zisch-frische, unverblümte Hagenbrunner Riesling in besonderer Weise, aber auch der pfeffrige und sehr herkunftstypische Sätzen-Veltliner hat seine Meriten. Erneut sehr gelungen ist der Gemischte Satz von der Top-Lage Aichleiten, in dem Riesling und Veltliner noch um die Vorherrschaft ringen. Ein Fall für fortgeschrittene, „tolerante“ Weinliebhaber ist sicherlich der individuelle, ja ungewöhnliche Grauburgunder, der ganz auf die Stärken dieser sehr speziellen Rebsorte setzt und sozusagen als Gegenentwurf zum „Pinot Grigio-Typ“ angesehen werden kann. Noch in den Kinderschuhen steckend, aber bereits als Volltreffer zu erkennen ist der mächtige, geduldig im Akazienfass ausgebaute Privat-Veltliner der Großen-Reserve-Kategorie, der offensichtlich ein ganz langes Leben vor sich hat und in einigen Jahren vielleicht sogar an die bereits legendäre 2009er Philipps Reserve herankommen könnte. Das rote Segment ist diesmal unter anderem mit der 2019er Zweigelt Reserve von der Ried Braschen vertreten, welche die feine Fruchtsüße gekonnt mit der diskreten Fassnote zu verbinden versteht.

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2020 Grüner Veltliner Ried Rosengartl „M“
Weingut Topf
Kamptal

Würzig und füllig, ziemlich burgundisch, röstig vom Holz; salzig, grüne Oliven, kreidig, Südfrüchte, Grapefruits, würziges Holz, Säure und Tannin.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Topf
Kamptal


3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Tel. +43 2735 2491
Fax. -91
office@weingut-topf.at
www.weingut-topf.at

Hans Topf überträgt Jahr für Jahr immer mehr Aufgaben seinen beiden Söhnen Hans-Peter und Maximilian – und zusammen als Trio sind sie noch stärker, was man auch vortrefflich schmecken kann. Der Weinjahrgang 2022 war der letzte in der Betriebsumstellung. Mit Herbst und dem kommenden Jahrgang 2023 ist das Weingut bio. Dass die Topf-Weine bei vielen ankommen, zeigt auch die Exportstatistik – zwei von drei Topf-Weinen gehen ins Ausland. Das Thema Sekt, wo das Weingut alles selbst macht, gewinnt immer mehr an Bedeutung – umfasst mittlerweile fast 10 %. Beim Wein sind es vor allem die Ersten Lagen, die begeistern – besonders die beiden Heiligenstein-Rieslinge, die jeweils nur 12,5 % Alkohol haben, sind heuer scharf wie ein Schwert. Während der „normale“ Heiligenstein der Riesling-Purist ist, kommt bei der „Steinwand“ mehr Gerbstoff ins Spiel, da bei etwa 15 % des Mostes die Beeren mitvergoren werden. Geschmackssache – denn überzeugend sind beide.

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2022 Grüner Veltliner Ried Irbling „Chefwein“
Weingut Deim
Kamptal

Mundwässernd, frische Mahd, Kräuter, schwarzpfeffrig; stoffig, fruchtsüß, reifes Kernobst, griffig, belebende Säure, nicht bröseltrocken, sehr lässig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Deim
Kamptal

Alfred Markus Deim
3562 Schönberg am Kamp
Mollandserstraße 14

„2022 ist ein hervorragender Jahrgang“, sagen die Deims, die seit 250 Jahren im Stammhaus in Schönberg residieren. „Mit Anfang Oktober sind die tollen Qualitäten reingekommen“, der manchmal etwas milder wirkenden Säure steht die steinige oder kalkige Herkunft hilfreich zur Seite. Im Zusammenspiel mit moderater Restsüße vor allem bei Riesling und Burgunder kann man sich über recht charmante Weine mit gutem Sortenausdruck freuen, und das noch immer zu höchst konsumentenfreundlichen Preisen. Die Veltliner stehen überwiegend auf Löss. Klassisch, geradlinig der Bernthal, vollmundig, vergnüglich trinkbar der Von den Terrassen. Stahlig straff mit guter Spannung zeigt sich die Kellerkatz noch ein bisschen zurückhaltend, während der seidige, sanft auftretende Chefwein (Urgestein) mit guter Länge schon angenehm zu trinken ist. Beim Wachauer Silberbichl muss man zweimal hinschauen, denn das ist für 11,5 % Alkohol sehr viel Wein. Die Rieslinge kommen vom Urgestein, da ist die Mauterner Alte Point bei sehr guter Gradation momentan noch am sprödesten. Beim Kamptaler Irbling gefallen die primärfruchtigen Noten sowie die rieslingtypische Säure, und beim Ogratzthal sorgt ein kleiner Zuckerrest für Vortrieb. Apropos: Für alle, die's nicht ganz trocken mögen, ist der Rivaner eine gut gestaltete Sortenrarität. Dem AURUM sollte man ein bisschen Luft gönnen, dann erfreut er mit reifen, fein aromatischen Riesling-Facetten.

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2022 Strass Grüner Veltliner Aturo
Weingut Waldschütz
Kamptal

Fleischige Frucht mit herzhaftem Kick von Herkunft und Ausblick auf exotische Facetten, verspielt, zartes Pfefferl kitzelt die Nase; Boden sorgt für Spannung, die Brillanz vom Duft landet auf einem weichen Bett.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Waldschütz
Kamptal

Markus & Reinhard Waldschütz
3491 Straß/Elsarn
Am Trautbach 3

„2022 war eine große Herausforderung“, so fasst Markus Waldschütz den neuen Jahrgang zusammen. Herausgekommen ist dennoch ein „guter klassischer Durchschnittsjahrgang“. Das zeigt stellvertretend schon der animierend mittelgewichtige Veltliner Ortswein. Eine verlässliche Leistung liefert wieder der Aturo ab, die Rosengartl Reserve empfiehlt sich mit ihrem weitgefassten Fruchtspektrum für die besonderen Gelegenheiten. Weich, weinig, burgundisch erzählt die Grub Reserve vom Jahrgang 2020. Einen ersten erfolgreichen Auftritt konnte der Riesling Venesse schon bei den Sommerweinen absolvieren, das macht richtig viel Spaß. Deutlich in sich gekehrt präsentiert die Gaisberg Reserve hingegen viel kalkig-strenge Herkunft. Holz ist das Thema beim Weißburgunder, einem barocken Wein für Festtagsgerichte und lange kühle Abende. Die Steinvision vereint drei Jahrgänge und drei Sorten und bleibt wohl noch einige Zeit ihrem Namen treu. Mit fast plakativem Sortenausdruck findet der Muskateller wieder viele Freunde. Mit einigem Anspruch kann der Rosé vom Zweigelt punkten.

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2022 Grüner Veltliner Reserve Ried Kirchengarten
Weingut Setzer
Weinviertel

Duftiger Obstkorb, Honigblüten, Pfirsichnoten; fruchtig-mineralisch, feinkörniges Gerbstoffgerüst, dicht und dynamisch, pikante Kräuterwürze, florale Noten im muskulösen Körper, perfekt abgestimmte Säure, geradlinig mit angenehm straff pfeffrigem Finale.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Setzer
Weinviertel


3472 Hohenwarth
Hauptstraße 64

Für Hans und Uli Setzer gehören Weinmachen und Weingenießen zum Lebensstil – als Leidenschaft und Herausforderung zugleich. Seit 1705 ist das Weingut in Familienbesitz und wird mit Verantwortungsgefühl und Liebe zum Wein von Generation zu Generation weitergegeben. So gestalten bereits heute die im Weinbau gut ausgebildeten Kinder Marie-Theres und Eugen die Zukunft des Weinguts tatkräftig und leidenschaftlich mit. Die Lagen in Hohenwarth sind prädestiniert für den Grünen und Roten Veltliner, die das Herzstück des Weinguts bilden und individuell mit viel Gefühl zu Top-Weinen ausgebaut werden. Nicht zuletzt begründet dies den beständigen, langjährigen Erfolg, der nicht nur in Österreich, sondern auch international auf den Weinkarten der Spitzengastronomie von San Francisco bis Shanghai, Australien und den Malediven zu erkennen ist.

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2022 Grüner Veltliner „8000“ Reserve Ried Laa
Weingut Setzer
Weinviertel

Granny Smith, Hauch Exotik, Honigmelone und gelbe Blüten, etwas blättrige Würze; komplexer Fruchtfächer, feine Extraktsüße, auch süße Kräuternoten, Ringlottenkonfit, unaufdringlich cremig-füllig, pikante weiße Pfeffernoten, gefühlvoll feine Gerbstoffe, dynamisch fruchtige Säure, salzig-kreidig im potenten gelbfruchtigen Abgang. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Setzer
Weinviertel


3472 Hohenwarth
Hauptstraße 64

Für Hans und Uli Setzer gehören Weinmachen und Weingenießen zum Lebensstil – als Leidenschaft und Herausforderung zugleich. Seit 1705 ist das Weingut in Familienbesitz und wird mit Verantwortungsgefühl und Liebe zum Wein von Generation zu Generation weitergegeben. So gestalten bereits heute die im Weinbau gut ausgebildeten Kinder Marie-Theres und Eugen die Zukunft des Weinguts tatkräftig und leidenschaftlich mit. Die Lagen in Hohenwarth sind prädestiniert für den Grünen und Roten Veltliner, die das Herzstück des Weinguts bilden und individuell mit viel Gefühl zu Top-Weinen ausgebaut werden. Nicht zuletzt begründet dies den beständigen, langjährigen Erfolg, der nicht nur in Österreich, sondern auch international auf den Weinkarten der Spitzengastronomie von San Francisco bis Shanghai, Australien und den Malediven zu erkennen ist.

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2021 Grüner Veltliner Kremstal Reserve
Weingut Winzer Krems
Kremstal

Bezaubernder Duft nach Blütenhonig, Nadelwald; cremige Textur, satt, voluminös, komplex; zart vom Holz geküsst, dennoch sortentypisch mit schöner Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Winzer Krems
Kremstal

Ludwig Holzer
3500 Krems
Sandgrube 13

Tel. +43 2732 85511
Fax. -6
office@winzerkrems.at
www.winzerkrems.at

Kein Jahr ohne Neuigkeiten von der Sandgrube 13! Diesen Slogan könnten wir tatsächlich Jahr für Jahr verwenden, denn auch heuer gibt es wieder viel Berichtenswertes von Winzer Krems. Zuallererst: Der über vier Jahre andauernde Umbau des Weinguts ist abgeschlossen. Weinkeller, Flaschenabfüllung und -lager wurden komplett erneuert und machen ab sofort vieles leichter, was Produktqualität und Nachhaltigkeit betrifft. Für Letzteres hat der Betrieb im Jänner d. J. die Zertifizierung „Nachhaltig Austria“ erhalten, was den gesamten Herstellungsprozess, von der Traubenproduktion bis zur Vermarktung, miteinschließt. Es gibt auch neue Weine im Haus, dieses Mal aus der Ecke der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWI genannt. Zum bereits bestehenden Donauriesling hat sich ein trinkanimierender Donauveltliner gesellt sowie ein recht frecher Blütenmuskateller. Sie bedeuten nicht nur eine willkommene Ergänzung des Sortiments, sondern allein durch den geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einen wesentlichen Schritt in Richtung nachhaltiger Bewirtschaftung. Mit einer Neuheit kann auch die Besucherströme auslösende Wein-Erlebniswelt aufwarten – einem plastisch wirkenden Luftbild der Region Krems, das zu einer Weingartenwanderung in wenigen Schritten einlädt. Und bei den vielen auch heuer wieder im In- und Ausland eingeheimsten Auszeichnungen freut man sich ganz besonders über den in VINARIA (Heft 1/2023) mit 17,5 Punkten bewerteten Grünen Veltliner Kremstal Reserve 2019 – einen veritablen 5-Sterne-
Wein.

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2022 Grüner Veltliner Gösinger Dorner
Weingut Gerald Waltner
Wagram

Strukturiert, Golden Delicious, herbale Kräuterwürze, leichte Tabakanklänge, dunkle Würze, schwarzer Langer Pfeffer, erfrischende Limette, saftiger Körper, im Abgang fest und animierend, sehr kulinarisch.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Gerald Waltner
Wagram

Gerald Waltner
3470 Engelmannsbrunn
Am Berg 18

Im Jahr 2003 hat Gerald Waltner die Verantwortung für seinen elterlichen Betriebs übernommen. Mit diesem Startschuss wurde dann auch der Grüne Veltliner noch mehr in den Fokus gerückt. Mit seinen 11 Hektar in Engelmannsbrunn und Gösing bewirtschaftet er zu 65 % Grünen Veltliner. Geradlinig, zielstrebig, schnörkellos, ohne viel herumzuschweifen. So sind alle seine Weine. Der Erfolg gibt ihm recht mit all seinen Auszeichnungen wie SALON oder dem VINEUS Newcomer Award. Mit dem Jahrgang 2022 gibt es nun auch einen hervorragenden frischen Roten Veltliner. Dieser wurde 2020 gepflanzt und hatte seine Jungfernlese. Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist auch in diesem Haus sehr wichtig. Die Böden sind wie überall im Wagram vom Löss geprägt. Die Lage Steinberz in Gösing liegt auf 360 Meter und hat auch schottrige Einschlüsse. Der Dorner ist seine Paraderiede in Gösing, mit klassischem Löss und mit böhmischem Gneis als Unterlage. Die Vinifikation ist sehr geradlinig. Alle Riedenweine liegen bis vor der Abfüllung auf der Hefe. Man merkt in jedem Wein die Verbundenheit des Winzers mit seinen Böden und Trauben. Alle Weine sind fest strukturiert und mit einer klaren Vorstellung vinifiziert. Man bekommt bei diesem Weingut für sehr moderate Preise eine fantastische Qualität mit Tiefe und Lebendigkeit.

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2021 Grüner Veltliner Ried Kremser Wachtberg Reserve
Weingut Winzer Krems
Kremstal

Kräuter, dunkle, rauchige Komponenten, viel Terroir; grüne Äpfel, Wacholder, fest gemauert, aber auch fein ziseliert trotz Stoff und Fülle; Riesenpotenzial!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Winzer Krems
Kremstal

Ludwig Holzer
3500 Krems
Sandgrube 13

Tel. +43 2732 85511
Fax. -6
office@winzerkrems.at
www.winzerkrems.at

Kein Jahr ohne Neuigkeiten von der Sandgrube 13! Diesen Slogan könnten wir tatsächlich Jahr für Jahr verwenden, denn auch heuer gibt es wieder viel Berichtenswertes von Winzer Krems. Zuallererst: Der über vier Jahre andauernde Umbau des Weinguts ist abgeschlossen. Weinkeller, Flaschenabfüllung und -lager wurden komplett erneuert und machen ab sofort vieles leichter, was Produktqualität und Nachhaltigkeit betrifft. Für Letzteres hat der Betrieb im Jänner d. J. die Zertifizierung „Nachhaltig Austria“ erhalten, was den gesamten Herstellungsprozess, von der Traubenproduktion bis zur Vermarktung, miteinschließt. Es gibt auch neue Weine im Haus, dieses Mal aus der Ecke der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWI genannt. Zum bereits bestehenden Donauriesling hat sich ein trinkanimierender Donauveltliner gesellt sowie ein recht frecher Blütenmuskateller. Sie bedeuten nicht nur eine willkommene Ergänzung des Sortiments, sondern allein durch den geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einen wesentlichen Schritt in Richtung nachhaltiger Bewirtschaftung. Mit einer Neuheit kann auch die Besucherströme auslösende Wein-Erlebniswelt aufwarten – einem plastisch wirkenden Luftbild der Region Krems, das zu einer Weingartenwanderung in wenigen Schritten einlädt. Und bei den vielen auch heuer wieder im In- und Ausland eingeheimsten Auszeichnungen freut man sich ganz besonders über den in VINARIA (Heft 1/2023) mit 17,5 Punkten bewerteten Grünen Veltliner Kremstal Reserve 2019 – einen veritablen 5-Sterne-
Wein.

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2021 Grüner Veltliner Ried Schütt Smaragd
Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Stachelbeere und Ribisel im Gleichschritt, sehr blumig, frisch und pikant, feine Extraktsüße, nur leicht schotig unterlegt, funkelt so richtig am Gaumen, kraftvoll und mit heller Frucht vollgepackt, rassig und lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Emmerich Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
Fax. -5
weingut@knoll.at
www.knoll.at

Emmerich H. Knoll, dem als Obmann der Vinea Wachau-Vereinigung die 2023 erreichte Umsetzung von „Nachhaltig Austria“ für alle Mitgliedsbetriebe eine Herzensangelegenheit war, hat nie ein Hehl daraus gemacht, wie schwierig die Bewältigung des aktuellen Jahrgangs in den Wachauer Weinbergen war. Zuerst zu wenig Wasser und dann zu viel ließ die Hauptlese sehr aufwendig und zum kostenintensiven Geduldsspiel werden, und auch schmerzliche Mengenverluste waren unvermeidlich. Dennoch haben die verkosteten 2022er Federspiele – die Smaragde betreten bekanntlich ja erst nächstes Jahr die Bühne – recht gut reüssiert. Sehr zart und dezent präsentierte sich etwa der Gelbe Muskateller, und die beiden Lagen-Veltliner in Gestalt des archetypischen rauchigen Kreutles und des schwungvollen, seinem „großen Bruder“ aus der Ried Schütt immer näher kommenden Trum überzeugen sofort. Die Smaragde aus 2021 erzählen freilich eine andere Geschichte, denn in der Nachbetrachtung übertrumpft dieser Ausnahmejahrgang vermutlich die in der Wachau und vor allem auch im Loibner Traditionsbetrieb sehr guten Jahrgänge 2013, 2017 und 2019 noch mehr oder weniger deutlich. Auffallend erscheint auch, wie klar umrissen, ja gleichsam gemeißelt die einzelnen Lagen ihre jeweiligen Charakteristika zum Ausdruck bringen. Dies gilt schon für die formidablen Veltliner, allen voran die großartige, mit riesigem Potenzial gesegnete Vinothekfüllung, und in vermehrtem Maße für die exquisiten Riesling-Smaragde, die sich allesamt prachtvoll entwickelt haben. So elegant wie nie zuvor gleitet etwa der Kellerberg über den Gaumen, während der kraftvolle Pfaffenberg erst beginnt, seine Atouts wie rotbeerige Fruchtfülle und hohe Rasse auszuspielen. Ebenfalls als Maßstab für mächtigen Riesling darf die Vinothekfüllung gelten, die aber ebenso wie ihr „grüner“ Artgenosse nie üppig oder schwermütig erscheint, sondern eine bislang nicht gekannte Eleganz realisiert. Schier sprachlos lässt den Verkoster schließlich die ungemein energetische wie komplexe Ried Schütt zurück, die sich Schritt für Schritt zu einem wahren Wachauer Riesling-Monument zu entwickeln scheint.

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2021 Grüner Veltliner Ried Loibenberg Smaragd
Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Dicht und druckvoll, nahezu mächtig, die gelbfruchtigen Komponenten überwiegen, markant und gebündelt, satter Schmelz, Ringlotte und Physalis, bringt immer wieder neue Facetten hervor, langer Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Emmerich Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
Fax. -5
weingut@knoll.at
www.knoll.at

Emmerich H. Knoll, dem als Obmann der Vinea Wachau-Vereinigung die 2023 erreichte Umsetzung von „Nachhaltig Austria“ für alle Mitgliedsbetriebe eine Herzensangelegenheit war, hat nie ein Hehl daraus gemacht, wie schwierig die Bewältigung des aktuellen Jahrgangs in den Wachauer Weinbergen war. Zuerst zu wenig Wasser und dann zu viel ließ die Hauptlese sehr aufwendig und zum kostenintensiven Geduldsspiel werden, und auch schmerzliche Mengenverluste waren unvermeidlich. Dennoch haben die verkosteten 2022er Federspiele – die Smaragde betreten bekanntlich ja erst nächstes Jahr die Bühne – recht gut reüssiert. Sehr zart und dezent präsentierte sich etwa der Gelbe Muskateller, und die beiden Lagen-Veltliner in Gestalt des archetypischen rauchigen Kreutles und des schwungvollen, seinem „großen Bruder“ aus der Ried Schütt immer näher kommenden Trum überzeugen sofort. Die Smaragde aus 2021 erzählen freilich eine andere Geschichte, denn in der Nachbetrachtung übertrumpft dieser Ausnahmejahrgang vermutlich die in der Wachau und vor allem auch im Loibner Traditionsbetrieb sehr guten Jahrgänge 2013, 2017 und 2019 noch mehr oder weniger deutlich. Auffallend erscheint auch, wie klar umrissen, ja gleichsam gemeißelt die einzelnen Lagen ihre jeweiligen Charakteristika zum Ausdruck bringen. Dies gilt schon für die formidablen Veltliner, allen voran die großartige, mit riesigem Potenzial gesegnete Vinothekfüllung, und in vermehrtem Maße für die exquisiten Riesling-Smaragde, die sich allesamt prachtvoll entwickelt haben. So elegant wie nie zuvor gleitet etwa der Kellerberg über den Gaumen, während der kraftvolle Pfaffenberg erst beginnt, seine Atouts wie rotbeerige Fruchtfülle und hohe Rasse auszuspielen. Ebenfalls als Maßstab für mächtigen Riesling darf die Vinothekfüllung gelten, die aber ebenso wie ihr „grüner“ Artgenosse nie üppig oder schwermütig erscheint, sondern eine bislang nicht gekannte Eleganz realisiert. Schier sprachlos lässt den Verkoster schließlich die ungemein energetische wie komplexe Ried Schütt zurück, die sich Schritt für Schritt zu einem wahren Wachauer Riesling-Monument zu entwickeln scheint.

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2021 Grüner Veltliner Vinothekfüllung Smaragd
Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Duftspiel nach Wacholder und Waldhonig, ausgereift und reich, aber nicht üppig, Marillenröster und Dörrobst, enorme Dichte, aber auch superbe Finesse, feinfaserig, fruchtsüß und großzügig angelegt, lange nachklingend – ein Veltliner-Elixier für Jahrzehnte.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut Emmerich Knoll
Wachau

Emmerich Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
Fax. -5
weingut@knoll.at
www.knoll.at

Emmerich H. Knoll, dem als Obmann der Vinea Wachau-Vereinigung die 2023 erreichte Umsetzung von „Nachhaltig Austria“ für alle Mitgliedsbetriebe eine Herzensangelegenheit war, hat nie ein Hehl daraus gemacht, wie schwierig die Bewältigung des aktuellen Jahrgangs in den Wachauer Weinbergen war. Zuerst zu wenig Wasser und dann zu viel ließ die Hauptlese sehr aufwendig und zum kostenintensiven Geduldsspiel werden, und auch schmerzliche Mengenverluste waren unvermeidlich. Dennoch haben die verkosteten 2022er Federspiele – die Smaragde betreten bekanntlich ja erst nächstes Jahr die Bühne – recht gut reüssiert. Sehr zart und dezent präsentierte sich etwa der Gelbe Muskateller, und die beiden Lagen-Veltliner in Gestalt des archetypischen rauchigen Kreutles und des schwungvollen, seinem „großen Bruder“ aus der Ried Schütt immer näher kommenden Trum überzeugen sofort. Die Smaragde aus 2021 erzählen freilich eine andere Geschichte, denn in der Nachbetrachtung übertrumpft dieser Ausnahmejahrgang vermutlich die in der Wachau und vor allem auch im Loibner Traditionsbetrieb sehr guten Jahrgänge 2013, 2017 und 2019 noch mehr oder weniger deutlich. Auffallend erscheint auch, wie klar umrissen, ja gleichsam gemeißelt die einzelnen Lagen ihre jeweiligen Charakteristika zum Ausdruck bringen. Dies gilt schon für die formidablen Veltliner, allen voran die großartige, mit riesigem Potenzial gesegnete Vinothekfüllung, und in vermehrtem Maße für die exquisiten Riesling-Smaragde, die sich allesamt prachtvoll entwickelt haben. So elegant wie nie zuvor gleitet etwa der Kellerberg über den Gaumen, während der kraftvolle Pfaffenberg erst beginnt, seine Atouts wie rotbeerige Fruchtfülle und hohe Rasse auszuspielen. Ebenfalls als Maßstab für mächtigen Riesling darf die Vinothekfüllung gelten, die aber ebenso wie ihr „grüner“ Artgenosse nie üppig oder schwermütig erscheint, sondern eine bislang nicht gekannte Eleganz realisiert. Schier sprachlos lässt den Verkoster schließlich die ungemein energetische wie komplexe Ried Schütt zurück, die sich Schritt für Schritt zu einem wahren Wachauer Riesling-Monument zu entwickeln scheint.

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2018 Grüner Veltliner Käferberg 1ÖTW
Weingut Weszeli
Kamptal

Schwarzpfeffrige Würze, Gewürzbrot, gelber Apfel und Quittengelee, Kandis, auch Wacholder, cremig, konzentriert; satte saftige Frucht mit exotischen Anklängen, sogar bisschen Guave, reichhaltig, feinherb, fest, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Weszeli
Kamptal

Davis Weszeli
3550 Langenlois
Großer Buriweg 16

In diesem traditionsreichen Langenloiser Weingut mit seiner beeindruckenden Palette an Weingärten in Top-Lagen in und um Langenlois steht der Respekt für die Natur im Mittelpunkt. Mastermind hinter dieser Philosophie ist Davis Weszeli, ehemals höchst erfolgreicher Unternehmer, dessen Wunsch, mit und in der Natur zu arbeiten, in Erfüllung ging, als sich 2011 die Möglichkeit bot, dieses historische Weingut zu übernehmen. Damals war es ein Sprung ins kalte Wasser, mittlerweile hat der innovative wie wissbegierige Winzer den Betrieb zu einem Weingut entwickelt, in dem die Zusammenarbeit mit der Natur mit all ihren Launen im Mittelpunkt steht. Über die Jahre wurden die Praktiken Stück für Stück in Richtung ökologische und biodynamische Bewirtschaftung adaptiert, seit der Ernte 2020 ist der Betrieb bio-zertifiziert, und mit der Ernte 2023 erfolgt die biodynamische Zertifizierung nach Demeter-Richtlinien. Im Weingarten steht Handarbeit seit Langem im Vordergrund. Spezielle Weingärten – etwa in den Rieden Steinmassl, Käferberg und Heiligenstein – werden schon heute zum Teil mit dem Pferd bearbeitet. Natürlichkeit im Wein strebt Davis Weszeli auch im Keller an: So werden ungeschminkte Weine erzeugt, die die jeweiligen Böden bestens repräsentieren. Während die klassischen Kamptaler Weine und manche Reserven im Stahltank ausgebaut werden, reifen die Top-Reserven im großen Holzfass. Die klassischen Veltliner kommen im Jahr nach der Ernte in den Verkauf, beim klassischen Riesling vom Loiserberg ist 2021 aktuell. Die Reserven kommen dafür erst vier, fünf und mehr Jahre nach der Ernte in den Verkauf – derzeit sind die Reserven aus 2018 aktuell. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass viele der Einzellagenweine trotz voller Fruchtkonzentration und Komplexität mit 12,5 % Alkohol am Etikett ausgewiesen sind.ps

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2021 Grüner Veltliner Ried Kalvarienberg
Weingut Gerhard Deim
Kamptal

Gelber Apfel, reife Marille, Waldhonig, Quitten, gelbe Früchte, immer kühl, Nadelwald, frische Kräuter, fruchtige Würze, Birnentouch, wunderbare – cremige – Frucht, immer elegant, balanciert, integrierte Säure. Ein hervorragender Grüner Veltliner, der seine Klasse zeigt. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Gerhard Deim
Kamptal

Gerhard Deim
3562 Schönberg am Kamp
Kalvarienberg 8

Tel. +43 2733 8763
wein@deim.at
www.gerharddeim.at

Am nördlichen Ende des Kamptals in Schönberg am Kamp werken die beiden Gerhards – Vater und Sohn Deim – kongenial Schulter an Schulter. Die beiden bewirtschaften beste Lagen wie die Ried Schönberger Bernthal – Löss, Lehm, Ried Kalvarienberg – südlich ausgerichtete Terrassen auf Verwitterungsboden aus Silikatgestein/Lösslehm, Ried Rosenberg – südwestlich ausgerichtete Terrassen, Ried Irbling – eine steil abfallende Südlage/Gneis, Schiefer – perfekt für Rieslinge. Die wichtigsten Rebsorten sind Grüner Veltliner und Riesling. Die Weine werden teils im Edelstahl, teils – vor allem die Lagenweine – in Holzfässern ausgebaut. Die Weine sind klassische Kamptaler – Schönberger Gewächse von höchst individuellem Ausdruck. Immer kühl, immer eine wunderbare Symbiose zwischen Rebsorte und Lage. Davon zeugt der überragende 2021 Riesling Ried Irbling. Das ist ein Riesling von seltener Spannkraft. Le sacre du printemps von Igor Strawinsky und dieser Riesling bringen einem dem Wahnsinn nahe. Zurück zur Normalität – die beiden 2022 Ortsweine Schönberg von Grüner Veltliner und Riesling sind von fulminantem Ausdruck. Grandiose Grüne Veltliner 2021 aus den Rieden Bernthal und Kalvarienberg gehören zur Crème de la Crème des Kamptals. Ein wunderbarer 2021 Zweigelt Alte Reben Reserve ist der Beweis für die hohe Rotweinkompetenz des Weingutes. Eben der Gerhards.

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2020 WV Reserve Grüner Veltliner Ried Rösselberg
Weingut Hugl-Wimmer
Weinviertel

Mollige Fülle, Backapfel, ausgereift, etwas Anis, Kuchennoten, cremig, wirkt reichhaltig; mittelkräftig, fest, einige Frucht, Grapefruits mit etwas Kokos und Zimt, recht guter Extrakt, Biss, schön trocken, gute Länge. Niederösterreich

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Hugl-Wimmer
Weinviertel

Martin & Sylvia Hugl
2170 Poysdorf
Auf der Schanz 28

Das noch relativ junge Familienweingut von Martin und Sylvia Hugl-Wimmer entstand durch die Vermählung der beiden seit vielen Generationen bestehenden elterlichen Weinbaubetriebe, wobei der Doppelname ganz bewusst gewählt wurde, um die Fortführung der Familientraditionen mit neuer persönlicher Handschrift zu signalisieren. Das Hauptaugenmerk im Betrieb gilt natürlich der Leitsorte der Region, dem Grünen Veltliner. Dieser wird in seiner ganzen Vielfalt ausgebaut – vom unkomplizierten, fruchtigen Trinkwein bis hin zu kräftigen Lagenweinen. Den Einstieg bilden Vertreter wie der leichte, spritzige „Poysdorfer Saurüssel“ oder auch der „Classic“, es folgen Gebietsweine mit Weinviertel DAC, die mit pfeffrigem Bukett punkten, bis hin zur kraftvollen, schmelzigen Weinviertel DAC Reserve aus der Ried Rösselberg. Darüber hinaus umfasst das Sortiment noch zahlreiche weitere Sortenweine. Die Weingärten befinden sich in einem Umkreis von fünf Kilometer rund um Poysdorf. Trotz der räumlichen Nähe gibt es zahlreiche Unterschiede bei der Bodenbeschaffenheit: Sie reicht von leichten, sandigen Böden in den nördlichen Lagen über mittlere Lehmböden bis hin zu tiefgründigen Löss-Lehmböden. 2014 wurde eine moderne Kellerei gebaut, wo Traubenübernahme und Vinifikation sowie Abfüllung und Flaschenlagerung erfolgen. Dort gibt es auch einen Präsentationsraum. Die Weißweine werden kühl vergoren, der Ausbau erfolgt fast ausschließlich in Edelstahltanks. Die Rotweine werden mit den Schalen vergoren und im Eichenfass gereift. Das Weingut ist Nachhaltig Austria zertifiziert.ps

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2021 Grüner Veltliner Ried Friesenrock Alte Rebe
Weingut Winkler
Kamptal

Kalkig, staubig, griffig, gepfeffertes Apfelkompott, süßer Apfel; straffer Einstieg, dann geschmeidige Fülle, Apfelstrudel, bisschen adstringent, super Länge, viel Wein mit vordergründig leichtem Gang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Winkler
Kamptal

Manuel & Cornelia Winkler
3552 Lengenfeld
Gföhler Straße 32

„2022 war aufregend aufreibend“, so fasst Manuel Winkler den Jahrgang zusammen. „Erst spät im Jahr hat sich ein kleines Zeitfenster aufgetan, in dem wir die Trauben ernten konnten, die unseren Vorstellungen entsprachen.“ Alle Weine wurden als Fassproben verkostet. Manuel lässt sie gerne an der langen Leine, „die wissen am besten, wo sie hinwollen.“ Er selbst sieht sich gerade in einem Wandel. Das mag teilweise seiner Rolle als junger zweifacher Vater geschuldet sein. Auf jeden Fall wird er beim langen Ausbau seiner Weine in Zukunft vermehrt auf die schützende Funktion der Hefe zugreifen, „die Weine bekommen dadurch mehr Struktur, mehr Zug, die Säure kommt besser zur Geltung.“ Letztlich ist ihm auch die Frage nach dem Sinn seines Berufes wichtig: „Was macht Spaß, wo kann ich mich verwirklichen, vielleicht sogar etwas bewegen, und was kann weg?“ Vom aktuellen Sortiment will man auf keinen einzigen der äußerst animierend kalkulierten Weine verzichten, so viel ist sicher. Veltliner ist der bestimmende Faktor im Weingut. Aufmachen und genießen ist das Motto beim Spund. Die Vielfalt der Selektion muss sich noch zusammenraufen, während es sich der Pfeiffenberg im Spannungsfeld zwischen vorwitzig zupackender Säure und kleinem Zuckerrest (4) schon recht gemütlich gemacht hat. Die Frage, wann und warum die Friesen in Lengenfeld gerockt haben, lässt sich am besten in Begleitung der Alten Reben diskutieren. Burgunder gibt es dreierlei. Ausdrucksstark mit zartem Touch vom großen Holz gefällt der Weißburgunder, den man sich mit allen zu vergebenden Attributen versehen vorstellen kann. Und schließlich ist da noch die Jahrgangscuvée vom Pinot Noir, die zwischen ernsthaft und frech ihren Weg sucht. Der Muskateller geht's geruhsam an, bei gutem Zug in die Tiefe belohnt er den aufmerksamen Trinker mit ernsthaftem Vergnügen.

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2022 Grüner Veltliner Methusalem
Winzerhof Stift
Weinviertel

Von 70 Jahre alten Rebstöcken, dichte, würzige Nase nach Bratapfel, Orange, Gewürznelken, Zitrone, vielschichtiges Aroma, saftige Säure, voller Körper, viel Extrakt, hohes Potenzial, harmonisch und schmelzig-cremig im langen Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Winzerhof Stift
Weinviertel

Franz & Regina Stift
3743 Röschitz
Lange Zeile 6

Röschitz entwickelt sich seit Jahren zu einem Weinort von zunehmender Bedeutung, mit unzähligen Spitzenweingütern, eines davon ist der Weinhof Stift. Großen Eindruck macht der gepflegte, bildhaft schöne Innenhof, wo die beliebten Jazzkonzerte den richtigen Rahmen finden, sowie der hochmoderne, durchdachte Neubau des Weinkellers. Ihre eigene Sprache sprechen aber die Weine in den Gläsern. Hier lässt sich vom leichten, fruchtbetonten Jungwein bis zur gehaltvollen, körperreichen Reserve viel Spannendes entdecken. Klarerweise dominiert der Grüne Veltliner in all seinen Facetten. Der DAC Classic und „Vom Urgestein“ zeigen im leichten Ausbau fruchtige Frische und klare Linien. Einen besonderen Stellenwert haben die Lagenweine vom Galgenberg, Reipersberg und „Tante Mitzi“ mit ihrem charakteristischen Pfefferl, ihrer Finesse und Eleganz. Auf 70 Jahre alten Rebstöcken wächst der „Methusalem“, dessen Potenzial ihn lange reifen lässt. Der DAC Reserve „Maximos“ aus bestmöglicher Qualität überzeugt mit allem, was einen gern getrunkenen Wein ausmacht. Auch Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gelber Muskateller schließen sich dem hohen Qualitätslevel an. Speziell für die warme Jahreszeit bestens geeignet sind die Rosé aus Cabernet Sauvignon oder „Franzis Frizz“ Frizzante – 
beides wunderbare Grillparty-Weine!

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2022 Grüner Veltliner Ried Weißenkirchner Hinter der Burg Smaragd
Weingut Lagler
Wachau

Exotische Fruchtfülle, Mango, Maracuja, Ananas; warme Fruchtexotik mit Schwarzer-Pfeffer-Würze, feiner Mineralität und Säure, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Lagler
Wachau

Karl Lagler
3620 Spitz
Am Hinterweg 17

Tel. +43 2713 2939
info@laglers.at
www.laglers.at

Das Weingut Lagler zählt zu den gefragten Adressen in Spitz an der Donau. Der Weinberghof ist Weinbar, Aussichtsterrasse und Genusshotel – 
und logischerweise dreht sich dort alles um den Wein, den Karl Lagler junior macht. Diesmal fokussieren wir uns auf die umfangreiche Veltliner-Palette. Im mittelkräftigen Segment stehen zwei Federspiele: Mit den „Himmelsrichtungen“ zeigt Lagler den Ortsweincharakter von Spitz auf. Sein Burgberg Federspiel schaut Richtung Spitzer Graben, wodurch dieser Wein straffer und kühlwürziger wirkt. Drei eigenständige Lagen-Veltliner geben die Boden- und Klimavielfalt der Wachau wieder: Sein Weißenkirchner Smaragd Hinter der Burg ist wärmste Lage und der fülligste Wein. Die Axpoint in Spitz ist der Inbegriff eines rauchig-würzigen Löss-Veltliners. Und der Smaragd vom Steinporz ist der mineralische Wachauer Urgesteins-Veltliner. Wer Veltliner mit mehr Speck sucht, ist mit der immer etwas molligen, fruchtsüßen Selection Elisabeth bestens bedient – ein Wein mit Auslesecharakter, für den Lagler nur ein bis drei Trauben pro Stock hängen lässt. Den Wein-Freigeistern sei die Edition Traditionell ans Herz gelegt, wo Lagler 20 % der Veltliner-Trauben maischevergoren hat. Ein schöner Alternativ-Qualitätswein, der seinen Sortencharakter nicht verleugnet. Viel Spannung bieten auch Traminer und Muskateller, von denen man in ihrer trockenen, salzig-mineralischen Art viel trinken mag. Die Riesling-Smaragde kommen erst im Herbst.

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2021 Grüner Veltliner Zöbinger Grub
Weingut Eichinger
Kamptal

Zart-cremig, nussig, mineralisch durchsetzte Frucht, Litschi, Grapefruits; feiner Holztouch, geschmeidige Fülle, Vanille, heller Nougat, hinten straffer, mehr Mineralität und rosa Pfeffer, super Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Eichinger
Kamptal


3491 Straß
Langenloiser Straße 365

Birgit Eichinger zählt zu den bekanntesten Winzerinnen Österreichs, ihre Weine zu den besten des Landes. Die Kamptalerin untermauert das auch heuer bei ihren 2022er- und 2021er-Weinen, die im Wesentlichen von Grünen Veltlinern und Rieslingen bestimmt und mit wenigen Spezialitäten ergänzt sind. Trittsicher in Birgit Eichingers Fußstapfen bewegt sich seit ein paar Jahren die nächste Generation mit Tochter Gloria. Das Weinprogramm des erfolgreichen Mutter-Tochter-Gespanns beginnt mit zwei trinkvergnüglichen Straßer Ortsweinen vom Riesling und Veltliner. Dann gibt es nur noch Lagenweine, viele mit klingenden, großen Kamptaler Riedennamen. Beim Veltliner aus dem großartigen 2021er-Jahr bieten die Eichingers ein ausgezeichnetes Lagenwein-Dreigestirn mit Lamm, Gaisberg und Grub – wo es subjektiv nur um geschmackliche Vorlieben geht – objektiv jedoch der Lamm-Veltliner den Primus inter Pares gibt. Beim Riesling, wo schon in den jungen 2022er-Jahrgang gekostet werden konnte, ist der Heiligenstein der klare Star. Dieser Wein kommt zwar erst im September in den Verkauf, zeigt aber schon, ein großer Wein zu werden. Und wer Gutes abseits des „Kamptaler Mainstreams“ sucht, dem sei der vorzügliche Rote Veltliner Rosengartl ans Herz gelegt.

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2019 VITIS PURA Grüner Veltliner
Weingut Zederbauer
Kremstal

Naturtrüb, kühles, zartes, fast zerbrechliches Aroma, das nicht zu fassen ist, der Wein schwebt förmlich, Apfelschalen, Melonen, Ananas, Marillen, Pfefferanleihen, Getreide, die Säure bringt den Wein wieder in menschliche Sphären, der Wein strömt endlos, ist ziseliert, feingliedrig, immer präsent, beeindruckende Qualität.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Zederbauer
Kremstal

Franz & Barbara Zederbauer
3511 Palt
Maria Lagergasse 30

Das Weingut Zederbauer gibt es bereits seit 1854. Im Jahr 2019 übernahmen Franz und Barbara den Weinbaubetrieb in sechster Generation. Seit 2017 ist man bio-zertifiziert. Ich hatte dieses Weingut bis dato nicht auf meinem Schirm und muss sagen – die Weißweine sind TOP. Da gibt es nichts zu meckern. Hervorragende Grüne Veltliner wie 2022 Der Zederbauer und 2022 Die Zederbäuerin – Weine, die dem Ehepaar gewidmet sind. Machen beide Spaß. Hervorragend ist die Wildblume, ein gekonnter Grüner Veltliner mit Klasse. Selbiges ist vom Grünen Veltliner Ried Hochrain zu behaupten. Großartig der 2021 Grüner Veltliner Reserve vom Höhlgraben. Die Rieslinge sind ebenfalls vom Feinsten. Der 2020 Reserve Höhlgraben ist in seiner ersten Reife fulminant. Begeisterung stellt sich beim 2019 Vitis Pura – ein maischevergorener Grüner Veltliner – ein. Ein außergewöhnlicher Wein von individueller Klasse. Bei den beiden Rotweinen hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Da gibt es noch einige Luft nach oben.

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2022 Grüner Veltliner Ried Spitzer Steinporz Smaragd
Weingut Lagler
Wachau

Sehr mineralisch, helle Würze, rosa Pfeffer, tropi- sche Früchte, Ananas und Litschi; saftig, straffe Mi- neralität, kühle Fruchtaromatik, reife Zitrusfrüchte, hoher Trinkspaß, super Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Lagler
Wachau

Karl Lagler
3620 Spitz
Am Hinterweg 17

Tel. +43 2713 2939
info@laglers.at
www.laglers.at

Das Weingut Lagler zählt zu den gefragten Adressen in Spitz an der Donau. Der Weinberghof ist Weinbar, Aussichtsterrasse und Genusshotel – 
und logischerweise dreht sich dort alles um den Wein, den Karl Lagler junior macht. Diesmal fokussieren wir uns auf die umfangreiche Veltliner-Palette. Im mittelkräftigen Segment stehen zwei Federspiele: Mit den „Himmelsrichtungen“ zeigt Lagler den Ortsweincharakter von Spitz auf. Sein Burgberg Federspiel schaut Richtung Spitzer Graben, wodurch dieser Wein straffer und kühlwürziger wirkt. Drei eigenständige Lagen-Veltliner geben die Boden- und Klimavielfalt der Wachau wieder: Sein Weißenkirchner Smaragd Hinter der Burg ist wärmste Lage und der fülligste Wein. Die Axpoint in Spitz ist der Inbegriff eines rauchig-würzigen Löss-Veltliners. Und der Smaragd vom Steinporz ist der mineralische Wachauer Urgesteins-Veltliner. Wer Veltliner mit mehr Speck sucht, ist mit der immer etwas molligen, fruchtsüßen Selection Elisabeth bestens bedient – ein Wein mit Auslesecharakter, für den Lagler nur ein bis drei Trauben pro Stock hängen lässt. Den Wein-Freigeistern sei die Edition Traditionell ans Herz gelegt, wo Lagler 20 % der Veltliner-Trauben maischevergoren hat. Ein schöner Alternativ-Qualitätswein, der seinen Sortencharakter nicht verleugnet. Viel Spannung bieten auch Traminer und Muskateller, von denen man in ihrer trockenen, salzig-mineralischen Art viel trinken mag. Die Riesling-Smaragde kommen erst im Herbst.

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2021 Grüner Veltliner Edition Traditionell
Weingut Lagler
Wachau

Weich und füllig, dezent würzig, Bratapfel, Nelken, Oliven; süßfruchtiges Kernobst, gewürzig, Tabak, Gerbstoff gibt Stütze, mehr Sorte denn Herkunft schmeckbar, anspruchsvoller Alternativ-GV.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Lagler
Wachau

Karl Lagler
3620 Spitz
Am Hinterweg 17

Tel. +43 2713 2939
info@laglers.at
www.laglers.at

Das Weingut Lagler zählt zu den gefragten Adressen in Spitz an der Donau. Der Weinberghof ist Weinbar, Aussichtsterrasse und Genusshotel – 
und logischerweise dreht sich dort alles um den Wein, den Karl Lagler junior macht. Diesmal fokussieren wir uns auf die umfangreiche Veltliner-Palette. Im mittelkräftigen Segment stehen zwei Federspiele: Mit den „Himmelsrichtungen“ zeigt Lagler den Ortsweincharakter von Spitz auf. Sein Burgberg Federspiel schaut Richtung Spitzer Graben, wodurch dieser Wein straffer und kühlwürziger wirkt. Drei eigenständige Lagen-Veltliner geben die Boden- und Klimavielfalt der Wachau wieder: Sein Weißenkirchner Smaragd Hinter der Burg ist wärmste Lage und der fülligste Wein. Die Axpoint in Spitz ist der Inbegriff eines rauchig-würzigen Löss-Veltliners. Und der Smaragd vom Steinporz ist der mineralische Wachauer Urgesteins-Veltliner. Wer Veltliner mit mehr Speck sucht, ist mit der immer etwas molligen, fruchtsüßen Selection Elisabeth bestens bedient – ein Wein mit Auslesecharakter, für den Lagler nur ein bis drei Trauben pro Stock hängen lässt. Den Wein-Freigeistern sei die Edition Traditionell ans Herz gelegt, wo Lagler 20 % der Veltliner-Trauben maischevergoren hat. Ein schöner Alternativ-Qualitätswein, der seinen Sortencharakter nicht verleugnet. Viel Spannung bieten auch Traminer und Muskateller, von denen man in ihrer trockenen, salzig-mineralischen Art viel trinken mag. Die Riesling-Smaragde kommen erst im Herbst.

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2021 Grüner Veltliner Selection Elisabeth
Weingut Lagler
Wachau

Tabakblätter, Olivenpaste, reife Kernobstfrucht, wirkt mollig; tropische Fruchtsüße mit feiner Mineralität, reife Ananas, schwarzer Pfeffer, Grip und Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Lagler
Wachau

Karl Lagler
3620 Spitz
Am Hinterweg 17

Tel. +43 2713 2939
info@laglers.at
www.laglers.at

Das Weingut Lagler zählt zu den gefragten Adressen in Spitz an der Donau. Der Weinberghof ist Weinbar, Aussichtsterrasse und Genusshotel – 
und logischerweise dreht sich dort alles um den Wein, den Karl Lagler junior macht. Diesmal fokussieren wir uns auf die umfangreiche Veltliner-Palette. Im mittelkräftigen Segment stehen zwei Federspiele: Mit den „Himmelsrichtungen“ zeigt Lagler den Ortsweincharakter von Spitz auf. Sein Burgberg Federspiel schaut Richtung Spitzer Graben, wodurch dieser Wein straffer und kühlwürziger wirkt. Drei eigenständige Lagen-Veltliner geben die Boden- und Klimavielfalt der Wachau wieder: Sein Weißenkirchner Smaragd Hinter der Burg ist wärmste Lage und der fülligste Wein. Die Axpoint in Spitz ist der Inbegriff eines rauchig-würzigen Löss-Veltliners. Und der Smaragd vom Steinporz ist der mineralische Wachauer Urgesteins-Veltliner. Wer Veltliner mit mehr Speck sucht, ist mit der immer etwas molligen, fruchtsüßen Selection Elisabeth bestens bedient – ein Wein mit Auslesecharakter, für den Lagler nur ein bis drei Trauben pro Stock hängen lässt. Den Wein-Freigeistern sei die Edition Traditionell ans Herz gelegt, wo Lagler 20 % der Veltliner-Trauben maischevergoren hat. Ein schöner Alternativ-Qualitätswein, der seinen Sortencharakter nicht verleugnet. Viel Spannung bieten auch Traminer und Muskateller, von denen man in ihrer trockenen, salzig-mineralischen Art viel trinken mag. Die Riesling-Smaragde kommen erst im Herbst.

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2021 Grüner Veltliner Privat Reserve
Weingut Christoph Bauer
Weinviertel

Kompakt, eine Idee von Holz, hübsche Kräutervielfalt, Anflug von Wermut, zart röstig, ein Klacks Vanillecreme, Stern-anis; schmeichelnde Holzsüße, nussig, eine Prise Traubenzucker, ein Vielerlei an Trockenfrüchten, frucht-
erfülltes Finale, Exotik, Waldmeister, Dörrobst.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Christoph Bauer
Weinviertel

Christoph Bauer
2053 Jetzelsdorf
49

„2022? Ende gut, alles gut!“ Nach einem „trockenen Jahr mit Regen am letzten Drücker“ ist Christoph Bauer mit dem Jahrgang durchaus zufrieden. „Die Weine sind ein bisschen schlanker als 2021, deutlich strukturierter als 2020, und das bei passender Menge.“ Aktuell sind vier Jahrgänge im Verkauf. Der „kleine“ DAC sprüht geradezu vor Vitalität, so geht Weinviertel! Sehr reife, kleine Beeren haben eine Menge Frucht in den Spezial gebracht, er braucht noch Zeit. Auch die mächtige Privat Reserve wird bis zum Ende des Jahres noch einiges zulegen. Spontan vergoren und im großen Akazienfass ausgebaut beeindruckt der Alte Schatz schon als eigenständige, animierende Veltliner-Variante. Ein Klassiker ist der Grauburgunder, wer sich auf diesen nicht ganz bröseltrockenen Wein eingetrunken hat, kann jedes Jahr zugreifen. Der Pinot Noir Gerichtsberg war Christophs bester Roter aus 2020. Er überzeugt durch seine verführerische Fruchtfülle und viel Pinot-Flair. Der Rote Schatz, ein Bordeaux-Blend, hat über kräftig zupackende Gerbstoffe noch einige Reserven, und auch der Portugieser Privat zeigt erst nach langem Anlauf, was wirklich in ihm steckt. Appetit beim Trinken und wach macht der PetNat vom Cabernet mit seiner sportlichen Säure.

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2021 Grüner Veltliner Ried Hinterberg
Bioweingut Familie Bauer
Wagram

Weißer Pfirsich, reife Quitte, ein Blumenmeer an Krokussen und Veilchen, betörend, aber nie aufdringlich, untermalt von weißem Pfeffer, voller Körper durch Hefelagerung, fest zupackende Säure und Eleganz.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Bioweingut Familie Bauer
Wagram

Josef Bauer
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 68

Das Bioweingut der Familie Bauer ist seit dem Jahr 2012 biologisch zertifiziert. Nachhaltigkeit, Vielfalt und auch einmal etwas Neues auszuprobieren, liegen Josef Bauer sehr am Herzen. Deshalb hat er neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner, Roter Veltliner und Riesling auch PiWi-Sorten wie den Donauriesling und den Donauveltliner. Beides sehr spannende Rebsorten, die vielleicht die Eleganz einer Vitis-Vinifera-Sorte nicht ganz widerspiegeln können, aber für sich sehr gute Vertreter ihrer Art sind. Natürlich beschäftigt man sich darüber hinaus auch mit dem Thema Naturwein, mit klingenden Weinen wie Bärig (Roter und Grüner Veltliner), URIG (Roter Veltliner), die auch sehr spannend sind. Der Pet Nat aus Grünem und Rotem Veltliner und Riesling ist ein perfektes Sommergetränk für die Terrasse – unkompliziert, mit Trinkfreude und Urlaubsfeeling. Im Vitis-Vinifera-Segment ragen aber Grüner Veltliner, Roter Veltliner und Riesling hervor. Die klassischen Weine brillieren durch Frische, Eleganz und Trinkfreude. Die Riedenweine aus den Rieden Hinterberg und Goldberg werden spontan vergoren und bleiben bis zu einem Jahr auf der Vollhefe. Dadurch werden sie viel filigraner und engmaschiger. Der Grüne und Rote Veltliner wächst auf Lössboden und der Riesling auf Löss und Schotter. Josef Bauer ist ein Tüftler, der sicher noch einiges versuchen wird. Der Grundstock ist gelegt, und der ist fantastisch.

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2021 Grüner Veltliner Reserve Ried Rohrendorfer Rosshimmel
Weingut Alois Zimmermann OG
Kremstal

Druckvoll, dunkle Würze, Bodentöne, reife Boskop-Äpfel; aromatisches Dacapo, feines Säurespiel, kräftig ohne Üppigkeit, Reserven.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Alois Zimmermann OG
Kremstal

Alois Zimmermann
3494 Theiß
Obere Hauptstraße 20

Alois Zimmermann hat nach Praktika im Ausland das Weingut 2007 von seinen Eltern Edeltraud und Alois übernommen. „Sie haben es mit den Augen von Visionären zur heutigen Größe aufgebaut. Dass ich ebenfalls Winzer werde, stand für mich außer Zweifel.“ Gegründet wurde der Betrieb 1902. Angebaut werden ausschließlich jene beiden Rebsorten, für welche das Kremstal am bekanntesten ist, nämlich Riesling und Grüner Veltliner. Schon die Eltern von Alois Zimmermann waren naturverbunden. Das hat die Denkweise und die Philosophie des Sohnes geprägt. Sein Leitmotiv: „Konzentrieren auf ehrliche Qualität und die eigenen Stärken.“ Die Familie Zimmermann besitzt Anteile an renommierten Rieden wie dem Kremser Gebling, der Kremser Sandgrube oder dem Rosshimmel. Die Böden unterscheiden sich zum Teil signifikant, der Untergrund reicht von Löss über steindurchsetzten Lehm bis zu kristallinem Gestein. Diese Konstellation kommt den Intentionen des Winzers sehr entgegen; er legt großen Wert auf Lagencharakter in seinen Weinen. Deshalb vinifiziert er die Rieden separat. Doch auch die Gutsweine lassen keinen Zweifel an ihrer Herkunft. Der Ausbau erfolgt grundsätzlich in Edelstahltanks, die Weine bleiben möglichst lange auf der Feinhefe und werden erst dann abgefüllt, wenn sie der sensorischen Prüfung durch den Winzer standhalten. „Zeit darf da keine Rolle spielen“, sagt er. Die heuer verkosteten Weine sind herkunftstypisch, lebhaft und trinkanimierend. Es ist gelungen, die Böden in den Weinen abzubilden. In einer eigenen Liga spielt der Grüne Veltliner Grande Reserve, ein druckvoller und vielschichtiger Wein, absolut eigenständig und erst am Anfang einer vielversprechenden Entwicklung. Ungemein charmant und trinkanimierend präsentiert sich der Blütenmuskateller.

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2021 Grüner Veltliner Smaragd for friends only
Weingut Erich Machherndl
Wachau

(nur 1,5 l) Druckvoll, würzig, dunkle Blüten à la Alpenrosen, tief im Glas Lederäpfel; Säurespiel, fast fordernd, präzise, null Fett, Würze und Frucht im Abgang und im Nachhall, Bodentöne.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut Erich Machherndl
Wachau

Erich Machherndl
3610 Wösendorf
Hauptstraße 1

Die Weine von Erich Machherndl passen in keine der gängigen Schubladen. Er leistet sich seinen eigenen Stil, und der ist abseits des Mainstreams. Er ist ein Querdenker im positiven Sinn, auf der Suche nach den Wurzeln, wie er selbst sagt. Überbordende Frucht liebt er weniger. Neben den in der Wachau üblichen Federspielen und Smaragden, je nach Witterung auch Steinfedern, wartet er mit einer Serie von Weinen auf, für die er die Bezeichnung „Pulp Fiction“ schützen ließ. Dahinter verbergen sich hochgradig individuelle Gewächse. Der Pulp Fiction Yellow No. XVIII, eine Cuvée aus Grünem und Frührotem Veltliner sowie Gelbem Muskateller, wurde auf der Maische vergoren und nach minimalen Eingriffen aus dem Edelstahltank direkt von der Feinhefe abgezogen und abgefüllt. Doch auch die unter der Flagge der Vinea Wachau segelnden Weine sind abseits des Üblichen. Die Lagencharakteristika arbeitet Erich Machherndl klar erkennbar heraus. In dieser Hinsicht besonders zu empfehlen ist die Ausgabe 2021 vom Grünen Veltliner Smaragd for friends only, der vom Untergrund aus verwittertem Gneis geprägt ist und den es nur in Magnumflaschen gibt. Das Weingut ist organisch-biologisch zertifiziert. Der Winzer verwendet aber auch Demeter-Präparate der biodynamischen Bewirtschaftung. Zum Zeitpunkt meiner Verkostung Anfang März waren viele der Weine noch nicht fertig, bei einigen war sogar die Gärung noch im Gange.

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2018 Grüner Veltliner Reserve Privat
Weingut Sutter
Weinviertel

Quitte, Mirabelle, Blutorange; schmelzige Golden Delicious, Waldkräuter, tropische Nuancen, Hauch Honigblüten, kraftvolle Substanz, elegant und extraktreich, kreidig-mineralisch im langen Nachhall. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Sutter
Weinviertel

Doris & Leopold Sutter
3472 Hohenwarth
Weinviertler Straße 6

Tel. +43 2957 200
Fax. +43 2957 217
office@weingut-sutter.at
www.weingut-sutter.at

Doris und Leopold Sutter widmen sich leidenschaftlich dem Roten Veltliner, den sie gekonnt in verschiedenen Stilrichtungen vinifizieren und so alle Nuancen dieser besonderen Sorte spannend herausarbeiten. Auch die Vielfalt des Grünen Veltliners wird nicht vernachlässigt, wie man am umfangreichen Sortiment erkennen kann. Die Leidenschaft gilt auch für den Pinot Noir, dessen Fläche an kalkreichen, mittelschweren Böden nun um 1 Hektar erweitert wird. Denn dem Pinot Noir kommt in dieser Region die Klimaerwärmung sehr zugute. Diese sensible Sorte stellt zwar im Weingarten und Keller eine besondere Herausforderung dar, die aber von beiden durch gekonnte Vinifikation gemeistert wird. Der Lohn ist ein sehr hochwertiger und lagerfähiger Pinot Noir mit schillerndem Aromaspektrum.

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2022 Grüner Veltliner Tradition 1773
Weingut Aigner
Kremstal

Kühle, schwarzpfeffrige Aromatik, Brotkruste, vollmundig, charaktervoll, würzig, gelber Apfel, Birnenfrucht, von Mineralität durchzogen, dichte Struktur, ungemein saftig, reichhaltig, weinig, große Eleganz, fein abgestimmt, in sich harmonisch, großzügig, von männlichem Charme durchzogen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Aigner
Kremstal

Wolfgang Aigner
3500 Krems
Weinzierl 53

Das Weingut Aigner feiert 250 Jahre – 1773–2023 – 
in neunter Generation. Herzlichste Gratulation meinerseits und im Namen von VINARIA. 1773 erste urkundliche Erwähnung, 1979 Erwähnung im Buch „Die großen Weine Österreichs“ von Dr. Helmut Romé. Wolfgang Aigner übernahm das Weingut im Jahr 1985 von seinen Eltern. Seit 38 Jahren hat er den Taktstock in der Hand und dirigiert das Weingut. Aktuell steht schon die nächste und übernächste Generation in den Startlöchern. Doch so schön die Vergangenheit ist, von der man aber nicht leben kann, so wichtig ist die Gegenwart. Diese ist aktuell vom Feinsten. Weine, die sich nicht nur national sehen lassen können. Ein Muskateller 2022 von einer Eleganz und Feinheit, die einen erschaudern lässt, wenn das Glas leer ist. Ein brillanter Wein von seltener Güte. Hervorragend ist der 2022 Grüner Veltliner Weinzurl – ein wunderbarer Vertreter seiner Sorte. Ungemein vielschichtig präsentiert sich der 2022 Grüner Veltliner Kremser Sandgrube. Unbedingt dekantieren und aus einem Burgunderglas genießen sollte man den 2021 Grüner Veltliner Reserve Obere Sandgrube Privat – ein Wein von überragender Klasse und Potenzial für Jahrzehnte. Beim 2022 Riesling Ried Kremsleithen ist selbiges zu behaupten. Ein grandioser Riesling mit Restzucker, welcher ihn in lichte Höhen führen wird. Ein Wein für die nächste Dekade. Aus aktuellem Anlass wurde der 2022 Grüner Veltliner Tradition 1773 kreiert. Eine Sonderedition in limitierter Auflage, mit Trauben aus den besten Lagen des Hauses. Klassisch und sortentypisch mit einer tiefen Mineralität ausgestattet, ist dieser Wein ein würdiger Vertreter für dieses Jubiläum. Das Flaschenetikett gestaltete der Kremser Künstler und langjährige Wegbegleiter des Hauses, HaRo Kail. Weiterhin viel Glück und Erfolg. Bei diesen Weinen wohl kein Problem. PS: Die Familie Aigner betreibt auch ein Gästehaus, in dem man nach der Verkostung der formidablen Weine sein Haupt betten kann.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -