Weinguide
Ausgabe 2021/22
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2018 Syrah
Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Würzig, Wacholderbeeren, Vogelbeeren, Sandelholz; feinfühliger Holzeinsatz, dunkle und rotbeerige Frucht, enormer Zug, Druck, Tannin-Grip, Ecken und Kanten im positiven Sinn, große Reserven.

Rotwein
Syrah (Shiraz)
€€€
Naturkork

Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Melanie & Michael Lehrner
7312 Horitschon
Hauptstraße 34

Tel. +43 2610 42113
Fax. +43 2610 43687
info@iby-lehrner.at
www.iby-lehrner.at

Michael Lehrner und seine Frau Melanie haben sich einen Namen gemacht für gebietstypische Rotweine mit einem ausgesprochen attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Formkurve zeigt nach oben. Ihre besondere Liebe gilt dem Blaufränkisch, der mittlerweile 70% der Anbaufläche ausmacht. „Diese Rebsorte verkörpert das Gebiet wie keine andere.“ Sie zeige das ganze Potenzial der Böden und wohl auch des Winzers. Der Fokus liegt auf ehrlichen, authentischen Weinen. Alle Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, die Basisweine in neutralen Gebinden mit 4.000 Liter Inhalt; die Gärung erfolgt in der Regel im Stahltank. Die Reserven werden in kleinen Eichenfässern erzogen. Der junge Winzer hält die alten Reben hoch in Ehre. Jene für den meistverkauften Wein des Hauses, den Blaufränkisch Ried Hochäcker, sind bis zu 30 Jahre alt. Den Rohstoff für den Blaufränkisch Rondo Reserve liefern Weinstöcke, die grundsätzlich mehr als 30 Jahre alt sind. Die Trauben kommen aus den beiden Top-Lagen Dürrau und Hochäcker. Die aktuelle Serie präsentiert sich klar, straff und bar jeder Üppigkeit, der Holzeinsatz ist wohldosiert und präzise. Die Lagencharakteristika kommen präzise zum Ausdruck. Gut angekommen bei den Gästen ist die „Wein-Träumerei“, Gästezimmer mit hochwertiger Einrichtung und starkem Bezug zum Wein. Weil die Nachfrage so rege ist, wird zugebaut. Der enge Kontakt zu den Kunden wird durch die Aktion „Lebe deinen Weintraum“ verstärkt; hier steht die Mitarbeit auf dem Weingut im Zentrum.

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2018 Sauvignon Blanc Royal
Weingut SKOFF ORIGINAL – Walter Skoff
Südsteiermark

Fenchelsaat, Kreuzkümmel, dicht, kalkig; schließt aromatisch an, zusätzlich gelbe Frucht, Zug, beachtliche Substanz, puristisch, hinten steinig und eng, viele Gewürze im langen Nachhall. Reserven.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut SKOFF ORIGINAL – Walter Skoff
Südsteiermark

Walter Skoff
8462 Gamlitz
Eckberg 16

Tel. +43 3453 4243
Fax. -17
office@skofforiginal.com
www.skofforiginal.com

Das Portfolio des Weinguts Skoff Original ist derart umfangreich, dass wir aus Platzgründen nur eine repräsentative Auswahl vorstellen können. Allein die Beschreibung aller Sauvignons wäre seitenfüllend. Die Produktlinie ist klar gegliedert und entspricht der DAC-Herkunftspyramide: Die Basis bilden die Gebietsweine „Südsteiermark“, die 2020 ungewöhnlich feingliedrig geraten sind. Darüber findet sich ein umfassendes Angebot an Ortsweinen. Die Spitze bilden zahlreiche Riedenweine von unterschiedlichen Böden. Extrem kalkhaltiger Untergrund ist ebenso vertreten wie völlig kalkfreier Schotter, Konglomerat oder sandiger Opok. Eine gewisse Sonderstellung genießt der „Royal“, den es als Sauvignon Blanc und als Chardonnay gibt, jeweils als Positivselektion aus renommierten Lagen. Ein ungewöhnlicher und uneingeschränkt zu empfehlender Wein ist der Sauvignon Blanc Stoan. Er wurde im Granitfass ausgebaut, die Trauben kommen überwiegend von der Ried Hochsulz. Neu ist die Linie BIO, diese Weine sind biologisch zertifiziert, nächstes Jahr kommen noch ein Weißburgunder sowie ein riedenrein ausgebauter Sauvignon Blanc dazu. Die Flaschenausstattung und die Kartons entsprechen den Kriterien der Nachhaltigkeit.

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2020 Riesling Ried Hollerin Smaragd
Weingut Alzinger
Wachau

Charmant, zugänglich, ruhig strömend, sanfte Frucht, kein Marktschreier; tiefe und frische Frucht, primär Pfirsiche, einiger Stoff, frische Pfirsiche klingen lange nach. Als Sorte selbsterklärend.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Alzinger
Wachau

Leo Alzinger
3601 Dürnstein
Unterloiben 11

Tel. +43 2732 77900
Fax. -50
weingut@alzinger.at
www.alzinger.at

Das Weingut Alzinger gehört zu den Leitbetrieben der Wachau. Den Grundstein legte Leo Alzinger sen. bereits im Jahr 1983, als er sich entschloss, die Trauben des von seinen Eltern übernommenen Weinguts selbst zu vermarkten. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen, wie sein Wein beschaffen sein muss: „Präzision, Klarheit, Geradlinigkeit, Filigranität und Lebendigkeit.“ Und Herkunft, wäre noch zu ergänzen. Sein Sohn Leo Alzinger jun. geht diesen Weg mit großer Konsequenz weiter. Seine Stilistik ist neben dem Vorbild des Vaters sichtlich von seinen Wanderjahren geprägt, die ihn unter anderem an einen der Hotspots deutscher Rieslinge führte, nämlich zu Müller-Catoir in der Pfalz. Der verheerende Hagel am 22. August 2020 hat nicht nur dazu geführt, dass es den in der Gastronmie so bliebten Grünen Veltliner Ried Mühlpoint Smaragd heuer nicht gibt, er zeichnet auch für die auf-wendigste Lese in der jüngeren Geschichte des Weinguts verantwortlich. „Wir mussten die Erntemanschaft um 30% aufstocken“, berichtet der junge Winzer. Der Qualität der Weine hat das alles aber keinen Abbruch getan. Die Charakteristika der unterschiedlichen Rieden hat er präzise herausgearbeitet. Die Familie ist in der glücklichen Lage, Anteile an renommierten Lagen im östlichen Teil der Wachau zu besitzen, die zum Teil signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Böden und in den mikroklimatischen Randbedingungen aufweisen. So zum Beispiel ist der obere Teil der Ried Mühlpoint von verwittertem Gneis geprägt, der untere Teil von tiefgründigem Lehm. Ganz andere Weine ergibt die Ried Liebenberg mit ihrem kühlen Umfeld und einem Boden aus Amphiboliten und Glimmerschiefer; der Grüne Veltliner wächst auf den höchsten Parzellen.Den mikroklimatischen Kontrapunkt stellt der Loibenberg dar, eine der wärmsten Rieden der Wachau. Je nach Parzelle gibt es aber beträchtliche Unterschiede, sowohl hinsichtlich Wind und Sonneneinstrahlung als auch hinsichtlich der Geologie. Der Grüne Veltliner der Familie Alzinger wurzelt in Löss, der Riesling in kargen und seichten Böden. Eine weitere, sowohl für Riesling als auch Veltliner prädestinierte Lage ist das Steinertal. Der Riesling stammt von den höchsten und kargsten Parzellen, der Grüne Veltliner von den tiefer gelegenen Terrassen mit tiefgründigem Boden. Die Ried Höhereck gilt als kleiner Bruder der Lage Steinertal, ist aber etwas wärmer und extrem karg. Am Fuß des berühmten Kellerbergs liegt die Ried Hollerin mit viel Gneis, Sand und ein wenig Lehm. Im Riesling Dürnstein Federspiel sind viele kleine Parzellen vereint, deren getrennter Ausbau sich nicht rentieren würde.

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Jurtschitsch Brut Nature Große Reserve
Weingut Jurtschitsch
Kamptal

Eleganter, 
ausgewogener Duft, feinfühlige Fruchtausprägung, reife Birnenaromen, etwas Quitte, Anklänge an Maracuja und Ananas, hochfein; zarter Mousseux, knochentrocken, 
lebendige Apfelnoten, Biskuit, gelbe Grapefruitfilets im 
noblen Nachhall.

Schaumwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Jurtschitsch
Kamptal

Alwin Jurtschitsch
3550 Langenlois
Rudolfstraße 39

Tel. +43 2734 2116
Fax. -11
weingut@jurtschitsch.com
www.jurtschitsch.com

Alwin Jurtschitsch hat mir am Beginn seiner 
Winzerlaufbahn erzählt, wie wichtig ihm die 
einzelnen unterschiedlichen Lagen gekoppelt mit dem jeweils typischen Kleinklima sind. Riesling soll für ihn – auf den berühmtesten Kamptaler Weinberg bezogen – nach Heiligenstein und nicht primär nach Riesling schmecken. Mit seiner Frau Stefanie hat er die kongeniale Partnerin im vinophilen und privaten Bereich gefunden. Gemeinsam schaffen sie es Jahr für Jahr, ihren Traum zu leben. Die gemeinsame Grundsatzentscheidung am Beginn ihres Wirkens, auf biologische Bewirtschaftung umzustellen, war ein logischer Entschluss. Der Jahrgang 2020 zeigt sich auch beim Weingut Jurtschitsch von seiner besten Seite. Die bereits gefüllten Weine brillieren mit klarer, frischer Fruchtaromatik, animierenden Zitrusnoten und vermitteln bereits in dieser jugendlichen Phase sehr großes Trinkvergnügen. Die Fassproben der 1ÖTW-Lagen geben in diesem Top-Segment Anlass zu großer Vorfreude. Interessanterweise waren die Rieslinge heuer bereits etwas weiterentwickelt, die typische Mineralität des Heiligenstein noch nachvollziehbarer im Glas erriech- und erschmeckbar. Ein hervorragender österreichischer Schaumwein, reinsortig aus Grünem Veltliner mit null Dosage 
versektet, bringt einen würdigen Abschluss.

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2019 Grüner Veltliner Maische
Weingut Forstreiter
Kremstal

Expressiv, fruchtbetont, kraftvoll, Hauch Eiche und Tabak, nussig; schließt mit dieser Aromatik an, Power, Schmelz, im Finish und im Nachhall Waldhonig und süße Blüten, beachtliche Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Forstreiter
Kremstal


3506 Krems-Hollenburg
Obere Hollenburger Hauptstraße 36

Tel. +43 2739 2296
Fax. -4
weingut@forstreiter.at
www.forstreiter.at

Im Jahr 2001 hat Meinhard Forstreiter das elterliche Weingut übernommen. Gemeinsam mit seiner Frau Isabella hat er den Betrieb tiefgreifenden Veränderungen unterzogen und erweitert – sowohl baulich als auch flächenmäßig. Seit dem Umzug in den moderen Verkostungspavillon mit Verkaufs- und Büroräumen direkt über dem Ufer der Donau ist auch Sohn Daniel voll ins Weingeschäft integriert. Der neue Wein im Portfolio, der Grüne Veltliner Maische, ist seine Kreation. Ganze Beeren wurden vergoren, der Wein wurde im Holzfass ausgebaut. Das Resultat ist druckvoll, expressiv und zugänglich. Überhaupt genießt diese Rebsorte einen hohen Stellenwert bei der Familie Forstreiter, es gibt sie in mannigfacher Ausprägung. Besonders herzuheben ist der Veltliner aus der Ried Tabor; die Trauben stammen von wurzelechten Reben, die mehr als 140 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei um einen der ältesten Weingärten Österreichs. Das weiße Mammut, eine Reserve aus der Ried Hollenburger Kreuzberg, mutet burgundisch an und wurde in Holzfässern mit 500 Liter Inhalt ausgebaut. Die Qualitätspyramide gliedert sich in Gutsweine, Gebietsweine und Ortsweine, die Spitze bilden die Riedenweine und die Reserven. Der Großteil des Sortiments entfällt auf Kremstal DAC. Im Portfolio finden sich auch Rieslinge, charaktervolle Rotweine, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, ein Rosé und ein Sekt. Das Weingut ist „Nachhaltig Austria“-zertifiziert, Glyphosat ist tabu, alle Weine sind vegan.

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2020 Riesling Ried Rothenbart 1ÖTW Reserve
Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Weingartenpfirsiche, reife Trauben, dann Mandarinen, Papayas, Ananas; mittelkräftig, großzügig, elegant, komplex und tiefgründig.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Tel. +43 2782 81110
Fax. +43 2782 82985
neumayer@weinvomstein.at
www.weinvomstein.at

Wenn man vom Primus inter Pares eines Weinbaugebiets reden kann, dann trifft das selten in so hohem Maße zu wie auf Ludwig Neumayer und sein Weingut im idyllischen Traisental. Die Gewächse des Hauses erhalten permanent Höchstwertungen und finden sich u.a. auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants in aller Welt. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Terroirs und ihrer Tiefgründigkeit, die die Arbeit des Winzers und seine Philosophie eins zu eins widerspiegeln. Es ist immer wieder erstaunlich, was der engagierte Traisentaler aus seinen Weingärten hervorzaubert – „einer geologischen Vielfalt, die ideal ist für besonders facettenreiche Weine“, wie er beteuert. Und tatsächlich: Während im Osten, zur Donau hin, tiefgründige Löss-Böden dominieren, finden sich im Westen, Richtung, Wachau, klassische Urgesteinsböden, Granulite. In der Gegend um Inzersdorf liegt die schmale Übergangszone zwischen diesen beiden Formationen, die von mageren und kalkreichen Konglomerat-Böden geprägt ist. Ludwig Neumayer macht ausschließlich Weißweine, der Fokus liegt dabei gebietskonform auf dem Grünen Veltliner, gefolgt von Riesling sowie etwas Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Beeindruckend dabei ist der Umstand, dass es ihm bei allen angeführten Varietäten gelingt, Jahr für Jahr Top-Weine herzustellen, die ihresgleichen suchen.

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2018 Blaufränkisch Kaporjan
Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Fein und nobel, rotbeerige Akzente, Kräuterwürze, Prise Salz, Lorbeerblatt; feines Säurerückgrat, präzise Textur, feinmaschiges Gerbstoffnetz, zarte Frucht, kalkiger Boden kommt durch, salzig, Reserven.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Melanie & Michael Lehrner
7312 Horitschon
Hauptstraße 34

Tel. +43 2610 42113
Fax. +43 2610 43687
info@iby-lehrner.at
www.iby-lehrner.at

Michael Lehrner und seine Frau Melanie haben sich einen Namen gemacht für gebietstypische Rotweine mit einem ausgesprochen attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Formkurve zeigt nach oben. Ihre besondere Liebe gilt dem Blaufränkisch, der mittlerweile 70% der Anbaufläche ausmacht. „Diese Rebsorte verkörpert das Gebiet wie keine andere.“ Sie zeige das ganze Potenzial der Böden und wohl auch des Winzers. Der Fokus liegt auf ehrlichen, authentischen Weinen. Alle Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, die Basisweine in neutralen Gebinden mit 4.000 Liter Inhalt; die Gärung erfolgt in der Regel im Stahltank. Die Reserven werden in kleinen Eichenfässern erzogen. Der junge Winzer hält die alten Reben hoch in Ehre. Jene für den meistverkauften Wein des Hauses, den Blaufränkisch Ried Hochäcker, sind bis zu 30 Jahre alt. Den Rohstoff für den Blaufränkisch Rondo Reserve liefern Weinstöcke, die grundsätzlich mehr als 30 Jahre alt sind. Die Trauben kommen aus den beiden Top-Lagen Dürrau und Hochäcker. Die aktuelle Serie präsentiert sich klar, straff und bar jeder Üppigkeit, der Holzeinsatz ist wohldosiert und präzise. Die Lagencharakteristika kommen präzise zum Ausdruck. Gut angekommen bei den Gästen ist die „Wein-Träumerei“, Gästezimmer mit hochwertiger Einrichtung und starkem Bezug zum Wein. Weil die Nachfrage so rege ist, wird zugebaut. Der enge Kontakt zu den Kunden wird durch die Aktion „Lebe deinen Weintraum“ verstärkt; hier steht die Mitarbeit auf dem Weingut im Zentrum.

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2020 Riesling Ried Höhereck Smaragd
Weingut Alzinger
Wachau

Charmante Frucht, exotisch angehaucht, Anklänge von roten Zitrusfrüchten à la Mandarinen, gewürzt mit Limettenblättern; saftig, frische Frucht, feine Pikanz, zartes Säurerückgrat, der karge Boden kommt durch, knackige Pfirsiche im Nachhall.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut Alzinger
Wachau

Leo Alzinger
3601 Dürnstein
Unterloiben 11

Tel. +43 2732 77900
Fax. -50
weingut@alzinger.at
www.alzinger.at

Das Weingut Alzinger gehört zu den Leitbetrieben der Wachau. Den Grundstein legte Leo Alzinger sen. bereits im Jahr 1983, als er sich entschloss, die Trauben des von seinen Eltern übernommenen Weinguts selbst zu vermarkten. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen, wie sein Wein beschaffen sein muss: „Präzision, Klarheit, Geradlinigkeit, Filigranität und Lebendigkeit.“ Und Herkunft, wäre noch zu ergänzen. Sein Sohn Leo Alzinger jun. geht diesen Weg mit großer Konsequenz weiter. Seine Stilistik ist neben dem Vorbild des Vaters sichtlich von seinen Wanderjahren geprägt, die ihn unter anderem an einen der Hotspots deutscher Rieslinge führte, nämlich zu Müller-Catoir in der Pfalz. Der verheerende Hagel am 22. August 2020 hat nicht nur dazu geführt, dass es den in der Gastronmie so bliebten Grünen Veltliner Ried Mühlpoint Smaragd heuer nicht gibt, er zeichnet auch für die auf-wendigste Lese in der jüngeren Geschichte des Weinguts verantwortlich. „Wir mussten die Erntemanschaft um 30% aufstocken“, berichtet der junge Winzer. Der Qualität der Weine hat das alles aber keinen Abbruch getan. Die Charakteristika der unterschiedlichen Rieden hat er präzise herausgearbeitet. Die Familie ist in der glücklichen Lage, Anteile an renommierten Lagen im östlichen Teil der Wachau zu besitzen, die zum Teil signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Böden und in den mikroklimatischen Randbedingungen aufweisen. So zum Beispiel ist der obere Teil der Ried Mühlpoint von verwittertem Gneis geprägt, der untere Teil von tiefgründigem Lehm. Ganz andere Weine ergibt die Ried Liebenberg mit ihrem kühlen Umfeld und einem Boden aus Amphiboliten und Glimmerschiefer; der Grüne Veltliner wächst auf den höchsten Parzellen.Den mikroklimatischen Kontrapunkt stellt der Loibenberg dar, eine der wärmsten Rieden der Wachau. Je nach Parzelle gibt es aber beträchtliche Unterschiede, sowohl hinsichtlich Wind und Sonneneinstrahlung als auch hinsichtlich der Geologie. Der Grüne Veltliner der Familie Alzinger wurzelt in Löss, der Riesling in kargen und seichten Böden. Eine weitere, sowohl für Riesling als auch Veltliner prädestinierte Lage ist das Steinertal. Der Riesling stammt von den höchsten und kargsten Parzellen, der Grüne Veltliner von den tiefer gelegenen Terrassen mit tiefgründigem Boden. Die Ried Höhereck gilt als kleiner Bruder der Lage Steinertal, ist aber etwas wärmer und extrem karg. Am Fuß des berühmten Kellerbergs liegt die Ried Hollerin mit viel Gneis, Sand und ein wenig Lehm. Im Riesling Dürnstein Federspiel sind viele kleine Parzellen vereint, deren getrennter Ausbau sich nicht rentieren würde.

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2020 Riesling Der Wein vom Stein
Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Rauchiger Auftakt, Orangenzesten, Pfirsichmus, Marillen; dicht gewebt, saftig, ausdrucksstark, mit fokussierter Fruchtfülle; kristallklar und großzügig in jeder Weise.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Tel. +43 2782 81110
Fax. +43 2782 82985
neumayer@weinvomstein.at
www.weinvomstein.at

Wenn man vom Primus inter Pares eines Weinbaugebiets reden kann, dann trifft das selten in so hohem Maße zu wie auf Ludwig Neumayer und sein Weingut im idyllischen Traisental. Die Gewächse des Hauses erhalten permanent Höchstwertungen und finden sich u.a. auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants in aller Welt. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Terroirs und ihrer Tiefgründigkeit, die die Arbeit des Winzers und seine Philosophie eins zu eins widerspiegeln. Es ist immer wieder erstaunlich, was der engagierte Traisentaler aus seinen Weingärten hervorzaubert – „einer geologischen Vielfalt, die ideal ist für besonders facettenreiche Weine“, wie er beteuert. Und tatsächlich: Während im Osten, zur Donau hin, tiefgründige Löss-Böden dominieren, finden sich im Westen, Richtung, Wachau, klassische Urgesteinsböden, Granulite. In der Gegend um Inzersdorf liegt die schmale Übergangszone zwischen diesen beiden Formationen, die von mageren und kalkreichen Konglomerat-Böden geprägt ist. Ludwig Neumayer macht ausschließlich Weißweine, der Fokus liegt dabei gebietskonform auf dem Grünen Veltliner, gefolgt von Riesling sowie etwas Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Beeindruckend dabei ist der Umstand, dass es ihm bei allen angeführten Varietäten gelingt, Jahr für Jahr Top-Weine herzustellen, die ihresgleichen suchen.

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2019 Grüner Veltliner Ried Rosenberg 1ÖTW Feuersbrunn
Weingut Bernhard Ott
Wagram

Rauchig, dunkle Würze, Mandelspekulatius, viel rote Linsen, viele Facetten, gelber Apfel, Honigmelonen, süße Marillen; tiefgründige Frucht, herrlich saftige Mitte, kräftig, geschmeidig und strukturiert, Extraktsüße, beachtliche Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Bernhard Ott
Wagram

Bernhard Ott
3483 Feuersbrunn
Neufang 36

Tel. +43 2738 2257
Fax. -22
bernhard@ott.at
www.ott.at

Im Rebenreich des Feuersbrunner Traditionsweinguts von Bernhard Ott ist Grüner Veltliner die unumstrittene Nummer eins. Dennoch ist hier von Einseitigkeit keine Spur, ganz im Gegenteil – denn die Vielfalt an Facetten und Aspekten, die Bernhard Ott dieser Sorte entlockt, ist größer als viele sortenmäßig überreich bestückte Paletten. Ampelografische Seitensprünge gibt es in Gestalt des Rosé Rosalie und eines Rieslings sowie der Cuvée Spektrum aus Traminer, Müller-Thurgau, Silvaner, Roter Veltliner und Weißburgunder. Bereits 2006 wurde der Betrieb auf biologisch-
dynamische Bewirtschaftung umgestellt, bald darauf zertifiziert. Waren früher auch noch Umstellungs-
flächen dabei, so ist seit 2018 die gesamte Palette bio. Besonderes Augenmerk gilt der Pflege der Böden und Rebanlagen, und in diesem Bereich zählt das Weingut zweifellos zu den besten und innovativsten Betrieben: Kompostausbringung und Be-
grünung sind selbstverständlich, ebenso wie Grünlese, Laubarbeit und penible Traubenselektion. Die Lese erfolgt seit jeher von Hand. Die Moste werden überwiegend spontan vergoren, die Weine gewinnen durch die lange Lagerung auf der Hefe und späte wie sparsame Schwefelung an Facetten und Tiefgang. Den Einstieg in die Veltliner-Welt bildet der Wein namens Am Berg, als mittelgewichtige Lagen-Cuvée gibt es den Fass 4. Im gehobenen Bereich gibt es die Rieden-Cuvée Der Ott, und das Premium-
Segment besetzt ein Trio aus Einzellagen-Weinen – Feuersbrunner Rosenberg und Spiegel sowie den Engabrunner Stein aus dem Kamptal. Die Basisweine aus dem eher kühlen Jahrgang 2020 bestechen durch Feinheit, Frische und Knackigkeit, die Reserven und Lagenweine aus dem hervorragenden Jahrgang 2019 durch Komplexität, Geschmackstiefe und Struktur. Gerade diese Weine benötigen noch Flaschenreife. So dürfte der Lagenwein vom Rosenberg, der bei der Top-Wein-Verkostung noch nicht sein ganzes Potenzial zeigen konnte, in Bälde den fünften Stern erobern.

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2019 Grüner Veltliner Urmeer
Weingut Julius Klein
Weinviertel

Das Filetstück vom Rustenberg. Reiner Kalk. Ausbau in Akazie & Eiche – Erstbelegung. Gelb-gold, Honig, „süße“ Frucht, tolle Exotik, ungemein cremig, füllig, ein kraftvoller, dabei aber hocheleganter Wein, salzig, viel Boden, großer Stoff. Substanz für viele Jahre.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Julius Klein
Weinviertel

Julius Klein
2052 Pernersdorf
37

Große Zufriedenheit herrscht im Weingut Julius Klein. Es war zwar ein schwieriger Jahrgang 2020, doch durchwegs gelungene Weine. Knackig und spannend. Es gibt halt in diesem Jahrgang keine Reserven und Großen Reserven, davon gibt es noch vom Jahrgang 2019 genug. Den Beginn der Verkostung machen ein vorzüglicher GV Lehm & Löss und ein sehr stimmiger GV Ried Wiege. Ein salziger 2020 Grüner Veltliner Ried Rustenberg steigert das Ganze. Ein unterschätzter Wein ist der Chardonnay, der 2020er ist ein sehr strukturierter Wein. Von 2019 gibt es zwei Grüne Veltliner: Ried Steinberg Reserve und die Große Reserve Urmeer – das Filetstück vom Rustenberg, reiner Kalk. Kraftvolle, sehr präsente Weine. Sehr angenehme Rotweine hält Julius Klein für uns bereit, ob Zweigelt, St. Laurent oder die Cuveé Johannisberg. Für die Rotwein-Freunde ist gesorgt. Einen Experimental-Wein gibt es noch. Electric Secret Traminer – maischevergoren – Naturalwein. Hier befindet sich in jeder Flasche eine besondere Blüte. Verschiedene Jahrgänge werden hier in einem Solera-System vermählt. Hochinteressant und sehr gut. Das ist die sogenannte Pernersdorfer Solera.

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2017 Pinot Noir Ried Haide
Weingut Juris
Neusiedlersee

Weiche Textur, helle Schokolade, feine Himbeerfrucht; elegante Fülle, Nougatschokolade, gute Burgunder-Typizität, Holz schon gut eingebunden, gute Länge.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut Juris
Neusiedlersee

Axel Stiegelmar
7122 Gols
Marktgasse 12

Tel. +43 2173 2748
Fax. +43 2173 3323
office@juris.at
www.juris.at

Viel wird, wenn’s ums Weingut Juris geht, über Pinot Noir und St. Laurent geredet – und das zu Recht. Denn Winzer Axel Stiegelmar zählt in diesem Wein-Genre zu den besten im Land. Gleich drei verschiedene Lagen-Pinots baut der Golser – im Keller gleich – aus. Der Unterschied sind die Lagen mit ihren Böden: Die Ried Breitenteil in Mönchhof liegt auf der Parndorfer Platte, besteht aus Lehm und hat eine schwache Humusauflage. Die beiden anderen Pinot-Lagen sind in Gols: Die Haide ist eine sandige Lage mit hohem Kalkanteil; und Hochreit wiederum ist eine reine Schotterlage mit hohem Eisenanteil. Somit sind alle drei roten Burgunder erkennbar anders – die Vorliebe entscheidet der persönliche Geschmack, wobei beim aktuellen 2017er-Trio die Golser Seite und im Besonderen der Hochreit die meiste Spannung versprechen. Allerdings bilden aus dem Jahr 2017 der markante kräuterwürzige Blaufränkisch Ungerberg und die an dieser Stelle schon im Vorjahr hochgelobte Top-Cuvée Ina’mera das Nonplusultra des Jahrgangs. Und hinschauen sollte man unbedingt auch auf Stiegelmars Weißweine, bei denen der Winzer nicht nur alle Jahre einen für Gols sehr knackigen, sommervergnüglichen Sauvignon Blanc macht, sondern mit seinen beiden Chardonnays für ziemlich viel Wind sorgt. Jener von den Alten Reben gilt als Klassiker. Der Chardonnay vom Altenberg ist neu im Sortiment – und pfeift von der ersten Minute an in hohen Tönen!

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2017 Blaufränkisch Ried Dürrau
Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Noble Würze, Nelken, Piment, dunkle Frucht, lagentypische Bodentöne; saftig, fokussiert, Säurespiel, elegante Frucht, Holz perfekt integriert, vielschichtig, Gewürze eingestreut, im Abgang Eisenoxid, Hauch „After Eight“ im Nachhall.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Wein-Gut Iby-Lehrner
Mittelburgenland

Melanie & Michael Lehrner
7312 Horitschon
Hauptstraße 34

Tel. +43 2610 42113
Fax. +43 2610 43687
info@iby-lehrner.at
www.iby-lehrner.at

Michael Lehrner und seine Frau Melanie haben sich einen Namen gemacht für gebietstypische Rotweine mit einem ausgesprochen attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Formkurve zeigt nach oben. Ihre besondere Liebe gilt dem Blaufränkisch, der mittlerweile 70% der Anbaufläche ausmacht. „Diese Rebsorte verkörpert das Gebiet wie keine andere.“ Sie zeige das ganze Potenzial der Böden und wohl auch des Winzers. Der Fokus liegt auf ehrlichen, authentischen Weinen. Alle Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, die Basisweine in neutralen Gebinden mit 4.000 Liter Inhalt; die Gärung erfolgt in der Regel im Stahltank. Die Reserven werden in kleinen Eichenfässern erzogen. Der junge Winzer hält die alten Reben hoch in Ehre. Jene für den meistverkauften Wein des Hauses, den Blaufränkisch Ried Hochäcker, sind bis zu 30 Jahre alt. Den Rohstoff für den Blaufränkisch Rondo Reserve liefern Weinstöcke, die grundsätzlich mehr als 30 Jahre alt sind. Die Trauben kommen aus den beiden Top-Lagen Dürrau und Hochäcker. Die aktuelle Serie präsentiert sich klar, straff und bar jeder Üppigkeit, der Holzeinsatz ist wohldosiert und präzise. Die Lagencharakteristika kommen präzise zum Ausdruck. Gut angekommen bei den Gästen ist die „Wein-Träumerei“, Gästezimmer mit hochwertiger Einrichtung und starkem Bezug zum Wein. Weil die Nachfrage so rege ist, wird zugebaut. Der enge Kontakt zu den Kunden wird durch die Aktion „Lebe deinen Weintraum“ verstärkt; hier steht die Mitarbeit auf dem Weingut im Zentrum.

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2017 Blaufränkisch Ried Eisner-Purbach
Weingut Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

(48 Jahre alte Reben) Edelholzwürze, 38 Monate ausgebaut in 600-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Ein ungemein fest strukturierter Rotwein von kühlem Timbre. Feinwürzig, Himbeeren, Brombeeren, von burgundischer Tiefe, von feingliedrigem Ausdruck, einem Flair der besonderen Weine. Von reifem Feminismus. Ein Referenz-Blaufränkisch.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Toni Hartl
2440 Reisenberg
Florianigasse 7

„Immer wieder mit einzigartigen Kreationen überraschen“ steht auf der Webseite des Weingutes. Stimmt – Toni Hartl überrascht mit einem maischevergorenen Furmint, der in Purbach auf der Ried Edelberg steht. Lese am 14. September 2019, spontan vergoren, 13 Monate Reifung in der Tonamphore und im 600-Liter-Fass. Toni Hartl bewirtschaftet Weingärten in zwei Weinbaugebieten. Auf dem Reisenberg – Thermenregion – und in Purbach – Leithaberg. Die Weine sind immer spannend und sehr langlebig. Eigentlich sollte man jetzt seine 2015er trinken. Großartig ist der 2019 Chardonnay Leithaberg – wow, ganz große Klasse. Noch größer, dichter ist der 2017 Chardonnay Ried Thenau – einer der besten des Landes, der aber noch Flaschenreife benötigt. Erwerben und ab in den Keller. Die beiden Pinot Noir 2019 von der Ried Goldberg und dem Reysenperg sind von fast monumentaler Struktur. Ein toller 2019 Syrah Ried Thenau und der 2019 Inkognito erfüllen die Wünsche aller Hedonisten. Die Blaufränkisch sind überaus typische Gewächse vom Leithaberg. Der 2019 Ried Rosenberg ist ein salziger, straffer Wein. Überstrahlt wird alles vom 2017 Blaufränkisch Ried Eisner. Ein besonderer Weinberg mit eisenhaltigem Urgesteinsschiefer und Muschelkalkauflage. Ein atemberaubender, ungemein spannender Wein. Wie großer Burgunder.

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2020 Riesling Ried Loibenberg Smaragd
Weingut Alzinger
Wachau

Nobel, kühl, Zitronenblüten, Limettenzesten, hauchzarte Gewürznoten, tief im Glas Steinobst; die Eindrücke vom Bukett finden sich auf dem Gaumen bestätigt, hochgradig elegant, Finesse, fast Understatement, zarter Schmelz, wirkt leichtfüßig, Zitrus und Pfirsiche im Nachhall, tolle Anlagen, beachtlich. Der etwas andere Loibenberg.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut Alzinger
Wachau

Leo Alzinger
3601 Dürnstein
Unterloiben 11

Tel. +43 2732 77900
Fax. -50
weingut@alzinger.at
www.alzinger.at

Das Weingut Alzinger gehört zu den Leitbetrieben der Wachau. Den Grundstein legte Leo Alzinger sen. bereits im Jahr 1983, als er sich entschloss, die Trauben des von seinen Eltern übernommenen Weinguts selbst zu vermarkten. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen, wie sein Wein beschaffen sein muss: „Präzision, Klarheit, Geradlinigkeit, Filigranität und Lebendigkeit.“ Und Herkunft, wäre noch zu ergänzen. Sein Sohn Leo Alzinger jun. geht diesen Weg mit großer Konsequenz weiter. Seine Stilistik ist neben dem Vorbild des Vaters sichtlich von seinen Wanderjahren geprägt, die ihn unter anderem an einen der Hotspots deutscher Rieslinge führte, nämlich zu Müller-Catoir in der Pfalz. Der verheerende Hagel am 22. August 2020 hat nicht nur dazu geführt, dass es den in der Gastronmie so bliebten Grünen Veltliner Ried Mühlpoint Smaragd heuer nicht gibt, er zeichnet auch für die auf-wendigste Lese in der jüngeren Geschichte des Weinguts verantwortlich. „Wir mussten die Erntemanschaft um 30% aufstocken“, berichtet der junge Winzer. Der Qualität der Weine hat das alles aber keinen Abbruch getan. Die Charakteristika der unterschiedlichen Rieden hat er präzise herausgearbeitet. Die Familie ist in der glücklichen Lage, Anteile an renommierten Lagen im östlichen Teil der Wachau zu besitzen, die zum Teil signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Böden und in den mikroklimatischen Randbedingungen aufweisen. So zum Beispiel ist der obere Teil der Ried Mühlpoint von verwittertem Gneis geprägt, der untere Teil von tiefgründigem Lehm. Ganz andere Weine ergibt die Ried Liebenberg mit ihrem kühlen Umfeld und einem Boden aus Amphiboliten und Glimmerschiefer; der Grüne Veltliner wächst auf den höchsten Parzellen.Den mikroklimatischen Kontrapunkt stellt der Loibenberg dar, eine der wärmsten Rieden der Wachau. Je nach Parzelle gibt es aber beträchtliche Unterschiede, sowohl hinsichtlich Wind und Sonneneinstrahlung als auch hinsichtlich der Geologie. Der Grüne Veltliner der Familie Alzinger wurzelt in Löss, der Riesling in kargen und seichten Böden. Eine weitere, sowohl für Riesling als auch Veltliner prädestinierte Lage ist das Steinertal. Der Riesling stammt von den höchsten und kargsten Parzellen, der Grüne Veltliner von den tiefer gelegenen Terrassen mit tiefgründigem Boden. Die Ried Höhereck gilt als kleiner Bruder der Lage Steinertal, ist aber etwas wärmer und extrem karg. Am Fuß des berühmten Kellerbergs liegt die Ried Hollerin mit viel Gneis, Sand und ein wenig Lehm. Im Riesling Dürnstein Federspiel sind viele kleine Parzellen vereint, deren getrennter Ausbau sich nicht rentieren würde.

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2020 Grüner Veltliner Singerriedel
Weingut Rixinger
Wachau

Kompottige Frucht, Bratapfel, Ananas, rosinige Noten, schwarzer Pfeffer; saftig, dahinter straff und mineralisch, eleganter Wein mit nur wenig Alkohol, dem es an nichts fehlt.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Rixinger
Wachau

Friedrich Rixinger
3620 Spitz
Gut am Steg 8

Fritz Rixinger, Winzer aus dem Spitzer Graben, hat heuer enorm präzise Weine, die das kühle Terroir im Seitental der Donau hinauf zum Jauerling bestens unterstreichen. Der kühle Jahrgang hat die Lese weit nach hinten verlegt und die Weine generell auch deutlich leichtgewichtiger ausfallen lassen. Trotz seiner klassischen, knackig-frischen Weinpalette war das Jahr für Rixinger verhagelt, denn über seine Top-Lage – den Spitzer Singerriedel – zog ein Sommer-Unwetter drüber und hinterließ enormen Schaden. Mengenmäßig rettete Rixinger beim Riesling-Singerriedel etwa zehn Prozent eines normalen Jahres – und der rare Wein überzeugt vollends. Aus dem Veltliner Singerriedel hat ein Rixinger nur eine homöopathische Rarität gemacht – 266 Flaschen hat Rixinger geschafft –, aber es ist ein außergewöhnlicher Wein, der erst in der zweiten Novemberhälfte geerntet wurde, nur zwölf Volumsprozent Alkohol hat, dem aber an Schmelz, Extrakt und Vitalität nichts fehlt. Ein super Wein, der etwas außerhalb der Rixinger-Singerriedel-Norm steht. Die Rixinger-Singerriedels gibt es ab September. Sollten Sie eine dieser raren Flaschen entdecken, zögern Sie nicht! Eine weitere Spezialität des Hauses findet sich übrigens im Neuburger, wo Rixinger eine treue Fangemeinschaft hinter sich weiß. Denn der Winzer macht aus seinem Spitzer Graben Neuburger immer einen üppigen, fruchtcharmanten Wein, der von Mineralität und Säure geprägten wird und wodurch der Neuburger auch viel Zug und Frische bekommt. Der Wein ist daher ein facettenreicher Speisenbegleiter.

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2017 Pinot Noir Ried Hochreit
Weingut Juris
Neusiedlersee

Stoffig, saftige Him-
beeren, feines Toasting, Milchschokolade; Himbeeren, auch 
Johannis-beere, Kräuter, Tanninbiss, mineralisch-straff, kraftvoll, super Länge.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut Juris
Neusiedlersee

Axel Stiegelmar
7122 Gols
Marktgasse 12

Tel. +43 2173 2748
Fax. +43 2173 3323
office@juris.at
www.juris.at

Viel wird, wenn’s ums Weingut Juris geht, über Pinot Noir und St. Laurent geredet – und das zu Recht. Denn Winzer Axel Stiegelmar zählt in diesem Wein-Genre zu den besten im Land. Gleich drei verschiedene Lagen-Pinots baut der Golser – im Keller gleich – aus. Der Unterschied sind die Lagen mit ihren Böden: Die Ried Breitenteil in Mönchhof liegt auf der Parndorfer Platte, besteht aus Lehm und hat eine schwache Humusauflage. Die beiden anderen Pinot-Lagen sind in Gols: Die Haide ist eine sandige Lage mit hohem Kalkanteil; und Hochreit wiederum ist eine reine Schotterlage mit hohem Eisenanteil. Somit sind alle drei roten Burgunder erkennbar anders – die Vorliebe entscheidet der persönliche Geschmack, wobei beim aktuellen 2017er-Trio die Golser Seite und im Besonderen der Hochreit die meiste Spannung versprechen. Allerdings bilden aus dem Jahr 2017 der markante kräuterwürzige Blaufränkisch Ungerberg und die an dieser Stelle schon im Vorjahr hochgelobte Top-Cuvée Ina’mera das Nonplusultra des Jahrgangs. Und hinschauen sollte man unbedingt auch auf Stiegelmars Weißweine, bei denen der Winzer nicht nur alle Jahre einen für Gols sehr knackigen, sommervergnüglichen Sauvignon Blanc macht, sondern mit seinen beiden Chardonnays für ziemlich viel Wind sorgt. Jener von den Alten Reben gilt als Klassiker. Der Chardonnay vom Altenberg ist neu im Sortiment – und pfeift von der ersten Minute an in hohen Tönen!

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2020 Riesling Ried Steinertal Smaragd
Weingut Alzinger
Wachau

Bereits im Duft Terroir im besten Sinn, feine Bodentöne, zarteste Frucht; im Geschmack kommt die Frucht deutlicher, bisschen Zitrus, knackiges Steinobst, einiger Druck, zugänglich, Schmelz, Boden kommt durch, gut integrierte Säure, Trinkfluss, lang, Reserven, aber braucht noch.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut Alzinger
Wachau

Leo Alzinger
3601 Dürnstein
Unterloiben 11

Tel. +43 2732 77900
Fax. -50
weingut@alzinger.at
www.alzinger.at

Das Weingut Alzinger gehört zu den Leitbetrieben der Wachau. Den Grundstein legte Leo Alzinger sen. bereits im Jahr 1983, als er sich entschloss, die Trauben des von seinen Eltern übernommenen Weinguts selbst zu vermarkten. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen, wie sein Wein beschaffen sein muss: „Präzision, Klarheit, Geradlinigkeit, Filigranität und Lebendigkeit.“ Und Herkunft, wäre noch zu ergänzen. Sein Sohn Leo Alzinger jun. geht diesen Weg mit großer Konsequenz weiter. Seine Stilistik ist neben dem Vorbild des Vaters sichtlich von seinen Wanderjahren geprägt, die ihn unter anderem an einen der Hotspots deutscher Rieslinge führte, nämlich zu Müller-Catoir in der Pfalz. Der verheerende Hagel am 22. August 2020 hat nicht nur dazu geführt, dass es den in der Gastronmie so bliebten Grünen Veltliner Ried Mühlpoint Smaragd heuer nicht gibt, er zeichnet auch für die auf-wendigste Lese in der jüngeren Geschichte des Weinguts verantwortlich. „Wir mussten die Erntemanschaft um 30% aufstocken“, berichtet der junge Winzer. Der Qualität der Weine hat das alles aber keinen Abbruch getan. Die Charakteristika der unterschiedlichen Rieden hat er präzise herausgearbeitet. Die Familie ist in der glücklichen Lage, Anteile an renommierten Lagen im östlichen Teil der Wachau zu besitzen, die zum Teil signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Böden und in den mikroklimatischen Randbedingungen aufweisen. So zum Beispiel ist der obere Teil der Ried Mühlpoint von verwittertem Gneis geprägt, der untere Teil von tiefgründigem Lehm. Ganz andere Weine ergibt die Ried Liebenberg mit ihrem kühlen Umfeld und einem Boden aus Amphiboliten und Glimmerschiefer; der Grüne Veltliner wächst auf den höchsten Parzellen.Den mikroklimatischen Kontrapunkt stellt der Loibenberg dar, eine der wärmsten Rieden der Wachau. Je nach Parzelle gibt es aber beträchtliche Unterschiede, sowohl hinsichtlich Wind und Sonneneinstrahlung als auch hinsichtlich der Geologie. Der Grüne Veltliner der Familie Alzinger wurzelt in Löss, der Riesling in kargen und seichten Böden. Eine weitere, sowohl für Riesling als auch Veltliner prädestinierte Lage ist das Steinertal. Der Riesling stammt von den höchsten und kargsten Parzellen, der Grüne Veltliner von den tiefer gelegenen Terrassen mit tiefgründigem Boden. Die Ried Höhereck gilt als kleiner Bruder der Lage Steinertal, ist aber etwas wärmer und extrem karg. Am Fuß des berühmten Kellerbergs liegt die Ried Hollerin mit viel Gneis, Sand und ein wenig Lehm. Im Riesling Dürnstein Federspiel sind viele kleine Parzellen vereint, deren getrennter Ausbau sich nicht rentieren würde.

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2020 Grüner Veltliner Ried Schweren Zapfen Reserve
Weingut Rudolf Fritz
Kremstal

Attraktives Frucht-Würze-Mosaik, Safran, Wacholder, Eichenmoos, Tropenfrüchte, kühlwürzig; fester Unterbau, vollmundig, schmelzig, glockenklar, setzt nicht auf Kraft, sondern Finesse; Prachtveltliner!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Rudolf Fritz
Kremstal

Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Das beschauliche Weinörtchen Thallern zählt, obwohl es sich am rechten Donauufer befindet, zum Weinbaugebiet Kremstal. Hier, im südlichen Teil, liegt auch das Weingut von Rudolf Fritz, der am Fuße des Göttweigerbergs rund zwölf Hektar Weingärten bewirtschaftet, die zum überwiegenden Teil mit Grünem Veltliner und Riesling bepflanzt sind. Daneben „spielt“ sich der talentierte Weinmacher mit Randsorten wie Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und etwas Zweigelt, mit denen er immer wieder respektable Ergebnisse vorzuweisen hat. Der Absolvent der Kremser Weinbauschule verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenen Weingärten, wobei das Hauptaugenmerk auf einem gut funktionierenden Ökosystem liegt. „Bodengesundheit und Nützling schonender Pflanzenschutz gehören für mich zu den vorrangigen Kriterien“, lässt er verlauten, „denn die Grundlage jeder Weinqualität liegt im Weinberg und nirgendwo anders!“ So sind für ihn ein kurzer Rebschnitt, gezielte Laubarbeit und die strenge Ertragskontrolle ebenso selbstverständlich wie eine hohe Stockdichte mit extrem hohen Laubwänden und die teilweise bodennahe Rebenerziehung. Mit dem aktuellen Jahrgang war der Thallerner trotz einiger Hagelschäden insgesamt sehr zufrieden, einige seiner Weine laufen soeben zur Höchstform auf – bei den Grünen Veltlinern sind dies der veritable Preis-Leistungs-Hit Frauengrund sowie die Reserve Schweren Zapfen, die sich mit ihrer kühlwürzigen Fasson heuer besonders attraktiv präsentiert. In seinem mittleren Gewicht ist der Riesling Steinhagen eine Klasse für sich, freilich noch getoppt vom komplexen, kompletten Riesling aus der Ried Brunnberg, der mit Tiefgang und Länge zu überzeugen weiß.

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2020 Weißburgunder Der Wein vom Stein
Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Weintrauben, Äpfel. Walnüsse; substanzieller Fruchtschmelz, grüne Marillen; hat Tiefe und Weite; zum Beißen.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Tel. +43 2782 81110
Fax. +43 2782 82985
neumayer@weinvomstein.at
www.weinvomstein.at

Wenn man vom Primus inter Pares eines Weinbaugebiets reden kann, dann trifft das selten in so hohem Maße zu wie auf Ludwig Neumayer und sein Weingut im idyllischen Traisental. Die Gewächse des Hauses erhalten permanent Höchstwertungen und finden sich u.a. auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants in aller Welt. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Terroirs und ihrer Tiefgründigkeit, die die Arbeit des Winzers und seine Philosophie eins zu eins widerspiegeln. Es ist immer wieder erstaunlich, was der engagierte Traisentaler aus seinen Weingärten hervorzaubert – „einer geologischen Vielfalt, die ideal ist für besonders facettenreiche Weine“, wie er beteuert. Und tatsächlich: Während im Osten, zur Donau hin, tiefgründige Löss-Böden dominieren, finden sich im Westen, Richtung, Wachau, klassische Urgesteinsböden, Granulite. In der Gegend um Inzersdorf liegt die schmale Übergangszone zwischen diesen beiden Formationen, die von mageren und kalkreichen Konglomerat-Böden geprägt ist. Ludwig Neumayer macht ausschließlich Weißweine, der Fokus liegt dabei gebietskonform auf dem Grünen Veltliner, gefolgt von Riesling sowie etwas Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Beeindruckend dabei ist der Umstand, dass es ihm bei allen angeführten Varietäten gelingt, Jahr für Jahr Top-Weine herzustellen, die ihresgleichen suchen.

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2017 St. Laurent Ried Goldberg
Weingut Juris
Neusiedlersee

Mineralische Würze, Weichseln, Ribiseln, Linzer Torte; rauchiges Tannin, Mokka, Wildkirschen, viel Stoff, kraftvoll, mineralisch, elegante Länge.

Rotwein
St. Laurent
€€€€€
Naturkork

Weingut Juris
Neusiedlersee

Axel Stiegelmar
7122 Gols
Marktgasse 12

Tel. +43 2173 2748
Fax. +43 2173 3323
office@juris.at
www.juris.at

Viel wird, wenn’s ums Weingut Juris geht, über Pinot Noir und St. Laurent geredet – und das zu Recht. Denn Winzer Axel Stiegelmar zählt in diesem Wein-Genre zu den besten im Land. Gleich drei verschiedene Lagen-Pinots baut der Golser – im Keller gleich – aus. Der Unterschied sind die Lagen mit ihren Böden: Die Ried Breitenteil in Mönchhof liegt auf der Parndorfer Platte, besteht aus Lehm und hat eine schwache Humusauflage. Die beiden anderen Pinot-Lagen sind in Gols: Die Haide ist eine sandige Lage mit hohem Kalkanteil; und Hochreit wiederum ist eine reine Schotterlage mit hohem Eisenanteil. Somit sind alle drei roten Burgunder erkennbar anders – die Vorliebe entscheidet der persönliche Geschmack, wobei beim aktuellen 2017er-Trio die Golser Seite und im Besonderen der Hochreit die meiste Spannung versprechen. Allerdings bilden aus dem Jahr 2017 der markante kräuterwürzige Blaufränkisch Ungerberg und die an dieser Stelle schon im Vorjahr hochgelobte Top-Cuvée Ina’mera das Nonplusultra des Jahrgangs. Und hinschauen sollte man unbedingt auch auf Stiegelmars Weißweine, bei denen der Winzer nicht nur alle Jahre einen für Gols sehr knackigen, sommervergnüglichen Sauvignon Blanc macht, sondern mit seinen beiden Chardonnays für ziemlich viel Wind sorgt. Jener von den Alten Reben gilt als Klassiker. Der Chardonnay vom Altenberg ist neu im Sortiment – und pfeift von der ersten Minute an in hohen Tönen!

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2018 Chardonnay Nobilis Ried Rettenberg
Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

Kräftig, 
Gewürze, Tabak, Senfkörner, Marillen angedeutet; kommt so auch im Geschmack, Frucht ist präsenter, Holz noch dezenter, kräftig, sehnig, lebendig, Tiefgang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

Anton & Astrid Hirschmugl
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Die Domaine am Seggauberg ist idyllisch gelegen. Vor mehr als fünfzehn Jahren haben Anton & Astrid Hirschchmugl begonnen, den damaligen Obstbauernhof umzugestalten. Aktuell bewirtschaften sie 18 Hektar Weingärten, die etwas verstreut sind – vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Die unterschiedlichen Böden in Verbindung mit individuellen kleinklimatischen Verhältnissen sorgen für Abwechslung in den Weinen. Der Betrieb wurde von Anfang an nach biologischen Grundsätzen geführt. So gesehen war es naheliegend, dass sich die Familie schon früh mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wie Cabernet Blanc, Muscaris und Cabertin beschäftigte, weil PiWis mit weniger Spritzungen auskommen und somit auch weniger Fahrten mit dem Traktor anfallen. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung „Linie Trinkvergnügen“, die im Holz erzogenen 
Terroirweine kommen als „Linie Nobilis“ in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie „Spezialitäten“, die Spitze stellt die 
„Linie Aurum“ dar. Diese Weine sind limitiert und 
lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Abgerundet wird das Portfolio durch Rotweine und prickelnden Stoff. Für Kellermeister Alexander Scherübl stehen Trinkfluss und Lagerfähigkeit im Vordergrund. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern; übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2019 Sauvignon Blanc Ried Kranachberg
Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Eingelegter Paprika, einige Würze, Weißbrot, etwas Mineralität; füllige exotische Frucht, Maracuja, Ananas, Limetten, straffe Säure, fordernd, gute Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Tel. +43 3454 6104
Fax. -5
weingut@peter-skoff.at
www.peter-skoff.at

Die Brüder Markus und Peter Skoff vom Kranachberg glänzen mit einer reichhaltigen Weinpalette, mit hoher Qualität und einem attraktivem Preisverhältnis. Und wer das aufstrebende Weingut besucht, bekommt auf der Terrasse des Buschenschanks einen atemberaubenden Ausblick gratis dazu serviert. Der Kranachberg, wo die Mehrzahl der Skoff-Weine ihren Ursprung hat, ist mit seiner prägnanten Salzigkeit und kühlen Aromatik geschmacklich fast immer präsent und erkennbar. Der Kranachberg ist die DNA der Skoff’schen Weine und der Sauvignon Blanc das Aushängeschild, das die Brüder in fast zehn Ausformungen ausbauen – von der Klassik über den Ortswein bis zum Lagenwein und Naturwein. Spannend, was da passiert – und es gibt noch mehr: Denn auch beim Morillon und Traminer beweisen die Skoff-Brüder ein gutes Händchen. Im Gut Kaspar fassen die Skoffs ihre Bio-Weine zusammen. Alles zusammen: gelungen!

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2019 Pinot Noir Ried Reysenperg
Weingut Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rumtopf, schwarze Nüsse, Zwetschken, enormer Stoff, Herzkirschen, kraftvoll, viel Frucht, Pinot Noir mit viel Ausdruck und Fülle, dunkle Schokolade, Preiselbeeren, Dörrpflaumen, ganz viel Stoff.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Toni Hartl
2440 Reisenberg
Florianigasse 7

„Immer wieder mit einzigartigen Kreationen überraschen“ steht auf der Webseite des Weingutes. Stimmt – Toni Hartl überrascht mit einem maischevergorenen Furmint, der in Purbach auf der Ried Edelberg steht. Lese am 14. September 2019, spontan vergoren, 13 Monate Reifung in der Tonamphore und im 600-Liter-Fass. Toni Hartl bewirtschaftet Weingärten in zwei Weinbaugebieten. Auf dem Reisenberg – Thermenregion – und in Purbach – Leithaberg. Die Weine sind immer spannend und sehr langlebig. Eigentlich sollte man jetzt seine 2015er trinken. Großartig ist der 2019 Chardonnay Leithaberg – wow, ganz große Klasse. Noch größer, dichter ist der 2017 Chardonnay Ried Thenau – einer der besten des Landes, der aber noch Flaschenreife benötigt. Erwerben und ab in den Keller. Die beiden Pinot Noir 2019 von der Ried Goldberg und dem Reysenperg sind von fast monumentaler Struktur. Ein toller 2019 Syrah Ried Thenau und der 2019 Inkognito erfüllen die Wünsche aller Hedonisten. Die Blaufränkisch sind überaus typische Gewächse vom Leithaberg. Der 2019 Ried Rosenberg ist ein salziger, straffer Wein. Überstrahlt wird alles vom 2017 Blaufränkisch Ried Eisner. Ein besonderer Weinberg mit eisenhaltigem Urgesteinsschiefer und Muschelkalkauflage. Ein atemberaubender, ungemein spannender Wein. Wie großer Burgunder.

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2020 Grüner Veltliner Ried Atzberg Steilterrassen
Weingut Atzberg
Wachau

Hochmineralische Nase, weißer Pfeffer, feuchtes Unterholz, reife Äpfel, Nadelwald; saftiger Trinkfluss, engmaschig, 
finessenreich; komplex, viel Sorte, viel Terroir.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Atzberg
Wachau


3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 1 336 01 97
office@atzberg.at
www.atzberg.at

Bereits aus dem Jahr 1328 stammen die ältesten Aufzeichnungen über die mühsam rekultivierte Riede im Donaustädtchen Spitz; in diesem Dokument ist sie schon mit dem Namen „Ärzberg“ belegt. Sie liegt unmittelbar neben der ebenfalls zu den Top-Rieden der Wachau zählenden Singerriedel, mit der sie in früheren Tagen eine geologische Einheit gebildet hatte, ehe der aus dem Waldviertel in die Donau strömende Mieslingbach die beiden Lagen voneinander trennte. Der Boden – wie der ursprüngliche Name erahnen lässt – ist erzhaltigrotes Gestein mit Gneis und Schiefer-
struktur und geringer Erdauflage) und zählt zu den  kargsten in der Wachau. Auf den bis zu einer Seehöhe von 420 Metern hinaufreichenden Parzellen benötigen die Trauben eine längere Reifezeit, das bedeutet auch spätere Ernte, was nicht so sehr der Zucker-, dafür aber der physiologischen Reife zugutekommt. Hier bekommen die Trauben sowohl die Kühle des Spitzer Grabens zu spüren als auch die milderen Luftmassen des Donautals – eine klimatische Idealkombination. Ganze 50 Jahre mussten vergehen, ehe dieser seit den 1950er-Jahren des vorigen Jahrhunderts brachliegende Weingarten wieder rekultiviert wurde. 75% Hangneigung und schmale Weinterrassen, die hier teilweise neu errichtet werden mussten, waren viele Jahre ein schier unüberwindlicher Hemmschuh, ehe sich Franz Josef Gritsch mit zwei Geschäftsfreunden dieses auch finanziell enorm fordernden Projekts annahm. Das Ergebnis ließ bereits mit dem ersten Jahrgang2012) aufhorchen, als der Grüne Veltliner „Atzberg“heute mit dem Zusatz „Obere Steilterrassen“) auf Anhieb die Vinaria Höchstwertung von fünf Sternen erhielt. Wer diesen großartigen mineralischen Wein mit all seinen Facetten einmal im Glas gehabt hat, versteht, dass auf diesem Terroir keine Allerweltsweine entstehen, sondern Gewächse mit Weite und Tiefe, die alles das in sich vereinen, was die Wachau zu einem der erfolgreichsten Weinbaugebiete weltweit macht.

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2020 Riesling Singerriedel Smaragd
Weingut Rixinger
Wachau

Fleischige Süd-
früchte, Honignoten, merkt etwas Botrytis, Rosinen, 
geschmeidige Mineralität; saftige Fülle, Marillen, leichtfüßig eleganter Smaragd mit feinstrahliger Mineralität.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Rixinger
Wachau

Friedrich Rixinger
3620 Spitz
Gut am Steg 8

Fritz Rixinger, Winzer aus dem Spitzer Graben, hat heuer enorm präzise Weine, die das kühle Terroir im Seitental der Donau hinauf zum Jauerling bestens unterstreichen. Der kühle Jahrgang hat die Lese weit nach hinten verlegt und die Weine generell auch deutlich leichtgewichtiger ausfallen lassen. Trotz seiner klassischen, knackig-frischen Weinpalette war das Jahr für Rixinger verhagelt, denn über seine Top-Lage – den Spitzer Singerriedel – zog ein Sommer-Unwetter drüber und hinterließ enormen Schaden. Mengenmäßig rettete Rixinger beim Riesling-Singerriedel etwa zehn Prozent eines normalen Jahres – und der rare Wein überzeugt vollends. Aus dem Veltliner Singerriedel hat ein Rixinger nur eine homöopathische Rarität gemacht – 266 Flaschen hat Rixinger geschafft –, aber es ist ein außergewöhnlicher Wein, der erst in der zweiten Novemberhälfte geerntet wurde, nur zwölf Volumsprozent Alkohol hat, dem aber an Schmelz, Extrakt und Vitalität nichts fehlt. Ein super Wein, der etwas außerhalb der Rixinger-Singerriedel-Norm steht. Die Rixinger-Singerriedels gibt es ab September. Sollten Sie eine dieser raren Flaschen entdecken, zögern Sie nicht! Eine weitere Spezialität des Hauses findet sich übrigens im Neuburger, wo Rixinger eine treue Fangemeinschaft hinter sich weiß. Denn der Winzer macht aus seinem Spitzer Graben Neuburger immer einen üppigen, fruchtcharmanten Wein, der von Mineralität und Säure geprägten wird und wodurch der Neuburger auch viel Zug und Frische bekommt. Der Wein ist daher ein facettenreicher Speisenbegleiter.

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2019 Weißburgunder Der Wein vom Stein
Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

(halbtrocken) Nussige, mineralische Einflüsse, Marillen, Brioche, Butter Croissants; schmelzig, voll unwiderstehlichem Charme, tief und lang; zum Beißen.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Tel. +43 2782 81110
Fax. +43 2782 82985
neumayer@weinvomstein.at
www.weinvomstein.at

Wenn man vom Primus inter Pares eines Weinbaugebiets reden kann, dann trifft das selten in so hohem Maße zu wie auf Ludwig Neumayer und sein Weingut im idyllischen Traisental. Die Gewächse des Hauses erhalten permanent Höchstwertungen und finden sich u.a. auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants in aller Welt. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Terroirs und ihrer Tiefgründigkeit, die die Arbeit des Winzers und seine Philosophie eins zu eins widerspiegeln. Es ist immer wieder erstaunlich, was der engagierte Traisentaler aus seinen Weingärten hervorzaubert – „einer geologischen Vielfalt, die ideal ist für besonders facettenreiche Weine“, wie er beteuert. Und tatsächlich: Während im Osten, zur Donau hin, tiefgründige Löss-Böden dominieren, finden sich im Westen, Richtung, Wachau, klassische Urgesteinsböden, Granulite. In der Gegend um Inzersdorf liegt die schmale Übergangszone zwischen diesen beiden Formationen, die von mageren und kalkreichen Konglomerat-Böden geprägt ist. Ludwig Neumayer macht ausschließlich Weißweine, der Fokus liegt dabei gebietskonform auf dem Grünen Veltliner, gefolgt von Riesling sowie etwas Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Beeindruckend dabei ist der Umstand, dass es ihm bei allen angeführten Varietäten gelingt, Jahr für Jahr Top-Weine herzustellen, die ihresgleichen suchen.

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2017 Blaufränkisch Ried Golser Ungerberg
Weingut Juris
Neusiedlersee

Salzig-
würzige Frucht, Cassis, Schwarzbeeren, viele Kräuter; 
Tanninbiss, Brombeeren und Cassis gleichermaßen, 
rauchige Kräuterwürze, Minze, druckvoll.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut Juris
Neusiedlersee

Axel Stiegelmar
7122 Gols
Marktgasse 12

Tel. +43 2173 2748
Fax. +43 2173 3323
office@juris.at
www.juris.at

Viel wird, wenn’s ums Weingut Juris geht, über Pinot Noir und St. Laurent geredet – und das zu Recht. Denn Winzer Axel Stiegelmar zählt in diesem Wein-Genre zu den besten im Land. Gleich drei verschiedene Lagen-Pinots baut der Golser – im Keller gleich – aus. Der Unterschied sind die Lagen mit ihren Böden: Die Ried Breitenteil in Mönchhof liegt auf der Parndorfer Platte, besteht aus Lehm und hat eine schwache Humusauflage. Die beiden anderen Pinot-Lagen sind in Gols: Die Haide ist eine sandige Lage mit hohem Kalkanteil; und Hochreit wiederum ist eine reine Schotterlage mit hohem Eisenanteil. Somit sind alle drei roten Burgunder erkennbar anders – die Vorliebe entscheidet der persönliche Geschmack, wobei beim aktuellen 2017er-Trio die Golser Seite und im Besonderen der Hochreit die meiste Spannung versprechen. Allerdings bilden aus dem Jahr 2017 der markante kräuterwürzige Blaufränkisch Ungerberg und die an dieser Stelle schon im Vorjahr hochgelobte Top-Cuvée Ina’mera das Nonplusultra des Jahrgangs. Und hinschauen sollte man unbedingt auch auf Stiegelmars Weißweine, bei denen der Winzer nicht nur alle Jahre einen für Gols sehr knackigen, sommervergnüglichen Sauvignon Blanc macht, sondern mit seinen beiden Chardonnays für ziemlich viel Wind sorgt. Jener von den Alten Reben gilt als Klassiker. Der Chardonnay vom Altenberg ist neu im Sortiment – und pfeift von der ersten Minute an in hohen Tönen!

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2018 Traminer Nobilis Ried Rettenberg
Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

Attraktiv, Litschi, Rosenblätter, Rosenholz, Kokosraspel; aromatisches Dacapo, feinfühliger Holzeinsatz, hinten ein Hauch Karamell, Rosen, rosa Grapefruits und Rosenholz klingen lange nach, Finesse.

Weißwein
Traminer
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

Anton & Astrid Hirschmugl
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Die Domaine am Seggauberg ist idyllisch gelegen. Vor mehr als fünfzehn Jahren haben Anton & Astrid Hirschchmugl begonnen, den damaligen Obstbauernhof umzugestalten. Aktuell bewirtschaften sie 18 Hektar Weingärten, die etwas verstreut sind – vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Die unterschiedlichen Böden in Verbindung mit individuellen kleinklimatischen Verhältnissen sorgen für Abwechslung in den Weinen. Der Betrieb wurde von Anfang an nach biologischen Grundsätzen geführt. So gesehen war es naheliegend, dass sich die Familie schon früh mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wie Cabernet Blanc, Muscaris und Cabertin beschäftigte, weil PiWis mit weniger Spritzungen auskommen und somit auch weniger Fahrten mit dem Traktor anfallen. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung „Linie Trinkvergnügen“, die im Holz erzogenen 
Terroirweine kommen als „Linie Nobilis“ in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie „Spezialitäten“, die Spitze stellt die 
„Linie Aurum“ dar. Diese Weine sind limitiert und 
lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Abgerundet wird das Portfolio durch Rotweine und prickelnden Stoff. Für Kellermeister Alexander Scherübl stehen Trinkfluss und Lagerfähigkeit im Vordergrund. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern; übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2020 Riesling Ried Brunnberg Reserve
Weingut Rudolf Fritz
Kremstal

Expressive Fruchtfülle, reife Pfirsiche, Melonen, Papayas; engmaschig, kraftvoll, vielschichtig, fein konturiert, mit Tiefgang und Länge; wunderschön.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut Rudolf Fritz
Kremstal

Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Das beschauliche Weinörtchen Thallern zählt, obwohl es sich am rechten Donauufer befindet, zum Weinbaugebiet Kremstal. Hier, im südlichen Teil, liegt auch das Weingut von Rudolf Fritz, der am Fuße des Göttweigerbergs rund zwölf Hektar Weingärten bewirtschaftet, die zum überwiegenden Teil mit Grünem Veltliner und Riesling bepflanzt sind. Daneben „spielt“ sich der talentierte Weinmacher mit Randsorten wie Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und etwas Zweigelt, mit denen er immer wieder respektable Ergebnisse vorzuweisen hat. Der Absolvent der Kremser Weinbauschule verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenen Weingärten, wobei das Hauptaugenmerk auf einem gut funktionierenden Ökosystem liegt. „Bodengesundheit und Nützling schonender Pflanzenschutz gehören für mich zu den vorrangigen Kriterien“, lässt er verlauten, „denn die Grundlage jeder Weinqualität liegt im Weinberg und nirgendwo anders!“ So sind für ihn ein kurzer Rebschnitt, gezielte Laubarbeit und die strenge Ertragskontrolle ebenso selbstverständlich wie eine hohe Stockdichte mit extrem hohen Laubwänden und die teilweise bodennahe Rebenerziehung. Mit dem aktuellen Jahrgang war der Thallerner trotz einiger Hagelschäden insgesamt sehr zufrieden, einige seiner Weine laufen soeben zur Höchstform auf – bei den Grünen Veltlinern sind dies der veritable Preis-Leistungs-Hit Frauengrund sowie die Reserve Schweren Zapfen, die sich mit ihrer kühlwürzigen Fasson heuer besonders attraktiv präsentiert. In seinem mittleren Gewicht ist der Riesling Steinhagen eine Klasse für sich, freilich noch getoppt vom komplexen, kompletten Riesling aus der Ried Brunnberg, der mit Tiefgang und Länge zu überzeugen weiß.

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2018 TBA Grüner Veltliner
Weingut Beyer
Weinviertel

Kupferfarben, Karamell, getrocknete Orangen, eine schmeichelnde Süße, die fasziniert, vollmundig, ein toller Süßwein, voller Harmonie, weiche Frucht, Honig, sehr reichhaltig, ein richtig schöner Wein.

Süßwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Beyer
Weinviertel

Julia & Josef Beyer
3714 Sitzendorf/Schmida
Roseldorf 85

Zufriedenheit macht sich breit nach der Verkostung der Weine von Josef Beyer. „In vinum gaudium est – Im Wein liegt Freude“ – stimmt punktgenau. Nicht nur wenn man den Keltenwein – 2020 Grüner Veltliner Sandberg – probiert, der übrigens hervorragend ist. Diesen Wein probieren und dabei die keltische Geschichte in und um Roseldorf studieren bereichert ungemein. Ebenfalls hervorragend sind der Grüne Veltliner DAC 2020 und die GV Reserve envoy 2019, welcher aufzeigt, was für tolle Qualitäten das Weinviertel zu bieten hat. Die Rieslinge des Hauses sind vom Feinsten. Tadellos gereift ist der 2019 Ried Berg. Der 2018 Riesling envoy ist prachtvoll. Der dezente Zuckerspitz macht diesen Wein ungemein attraktiv. Viel Substanz hat der 2017 envoy Weißburgunder, dem man noch etwas Zeit geben sollte. Der 2020 Blütenmuskateller ist in seiner Typizität sehr attraktiv, herrliche Aromatik, schlank, aber fest strukturiert. Ein perfekter Apéro. Die Süßweine des Hauses sind bezwingend. 2019 Grüner Veltliner Auslese ist von feinster, ziselierter Art, einer fast unaussprechlichen Eleganz – trinken, trinken, trinken . . . Die schmeichelnde Süße der 2018 TBA Grüner Veltliner lässt einen die Welt vergessen. Da braucht man keine Nahrung – dieser Wein ist die perfekte Atzung.

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Decto Rosso Brut Reserve
Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

(50ZW/SL) Zart rotfruchtig, noble Hefenoten; fein strukturiert, elegante Frucht, Hauch Würze, trocken, Tanninschleier, angenehmer Mousseux, kühl.

Schaumwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Hirschmugl – Domaene am Seggauberg
Südsteiermark

Anton & Astrid Hirschmugl
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Die Domaine am Seggauberg ist idyllisch gelegen. Vor mehr als fünfzehn Jahren haben Anton & Astrid Hirschchmugl begonnen, den damaligen Obstbauernhof umzugestalten. Aktuell bewirtschaften sie 18 Hektar Weingärten, die etwas verstreut sind – vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Die unterschiedlichen Böden in Verbindung mit individuellen kleinklimatischen Verhältnissen sorgen für Abwechslung in den Weinen. Der Betrieb wurde von Anfang an nach biologischen Grundsätzen geführt. So gesehen war es naheliegend, dass sich die Familie schon früh mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wie Cabernet Blanc, Muscaris und Cabertin beschäftigte, weil PiWis mit weniger Spritzungen auskommen und somit auch weniger Fahrten mit dem Traktor anfallen. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung „Linie Trinkvergnügen“, die im Holz erzogenen 
Terroirweine kommen als „Linie Nobilis“ in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie „Spezialitäten“, die Spitze stellt die 
„Linie Aurum“ dar. Diese Weine sind limitiert und 
lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Abgerundet wird das Portfolio durch Rotweine und prickelnden Stoff. Für Kellermeister Alexander Scherübl stehen Trinkfluss und Lagerfähigkeit im Vordergrund. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern; übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2020 Grüner Veltliner Ried Karl Alte Reben
Bioweingut Kemetner
Kamptal

Der erste Eindruck – ein besonderer Wein, ungemein gelbfruchtig, große Eleganz zeigend, Szechuanpfeffer, Marillen, Nelken, Löwenzahn, Gewürze, Honignoten, feinst strukturiert, saftig und fest, ganz viel Substanz. Ein großes Versprechen für die Zukunf.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Bioweingut Kemetner
Kamptal

Simon Kemetner
3492 Etsdorf
Obere Marktstraße 2

Das Weingut kann auf eine große Tradition zurückblicken.1641 erstmals urkundlich erwähnt. Doch von Tradition kann man nicht leben. Simon geht den Weg seines Vaters konsequent weiter. 2008 Umstellung auf Bio. 2011 biologisch zertifiziert. Die Weine werden 
besser und besser. Simon übernahm im Juli 2019 den Betrieb, natürlich mit Unterstützung seines Vaters. Man richtet sich beim Rebschnitt und Ernte nach den Mondphasen. Das Weingut bewirtschaftet exzellente Lagen wie die Ried Karl – bedeutet „am Fuße des Berges“ – und die Ried Wohra – eine perfekte Riesling-Lage. Der Jahrgang 2020 ist bestens gelungen. Es sind 
knackige Weine mit einigem Lagerpotenzial. Die 
besten sollte man nicht vor dem Herbst öffnen. Die besten sind: Riesling Ried Wohra, Riesling Ried Karl – beide sind absolute Klasseweine. Grüner 
Veltliner Ried Karl – und GV Alte Reben Ried Karl. Dann gibt es noch einen maischevergorenen Roten Muskateller. Ein Wein, der einen nicht kalt lässt. Einen Wein, den man schon jetzt mit großem 
Vergnügen trinken kann, ist der Grüne Veltliner 
Ortswein Grafenegg.

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2020 Sauvignon Blanc Der Wein vom Stein
Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Hollerbusch, Peperonata, Litschi; intensive Sortenfrucht, Zitruszesten, grüne Beeren; generös bestückt, fleischig, körperreich, extrem konzentriert; Riesenpotenzial.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Tel. +43 2782 81110
Fax. +43 2782 82985
neumayer@weinvomstein.at
www.weinvomstein.at

Wenn man vom Primus inter Pares eines Weinbaugebiets reden kann, dann trifft das selten in so hohem Maße zu wie auf Ludwig Neumayer und sein Weingut im idyllischen Traisental. Die Gewächse des Hauses erhalten permanent Höchstwertungen und finden sich u.a. auf den Weinkarten der renommiertesten Restaurants in aller Welt. Sie erzählen von ihren unterschiedlichen Terroirs und ihrer Tiefgründigkeit, die die Arbeit des Winzers und seine Philosophie eins zu eins widerspiegeln. Es ist immer wieder erstaunlich, was der engagierte Traisentaler aus seinen Weingärten hervorzaubert – „einer geologischen Vielfalt, die ideal ist für besonders facettenreiche Weine“, wie er beteuert. Und tatsächlich: Während im Osten, zur Donau hin, tiefgründige Löss-Böden dominieren, finden sich im Westen, Richtung, Wachau, klassische Urgesteinsböden, Granulite. In der Gegend um Inzersdorf liegt die schmale Übergangszone zwischen diesen beiden Formationen, die von mageren und kalkreichen Konglomerat-Böden geprägt ist. Ludwig Neumayer macht ausschließlich Weißweine, der Fokus liegt dabei gebietskonform auf dem Grünen Veltliner, gefolgt von Riesling sowie etwas Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Beeindruckend dabei ist der Umstand, dass es ihm bei allen angeführten Varietäten gelingt, Jahr für Jahr Top-Weine herzustellen, die ihresgleichen suchen.

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2017 Sauvignon Blanc Ried Kranachberg Reserve
Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Exotische Fruchtfülle, charmantes Toasting, Kakao, Lorbeerblätter, rosa Grapefruit; schöner Schmelz, saftig, mineralischer Biss, Cassis, typische Kranachberg Salzigkeit, super Abgang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Tel. +43 3454 6104
Fax. -5
weingut@peter-skoff.at
www.peter-skoff.at

Die Brüder Markus und Peter Skoff vom Kranachberg glänzen mit einer reichhaltigen Weinpalette, mit hoher Qualität und einem attraktivem Preisverhältnis. Und wer das aufstrebende Weingut besucht, bekommt auf der Terrasse des Buschenschanks einen atemberaubenden Ausblick gratis dazu serviert. Der Kranachberg, wo die Mehrzahl der Skoff-Weine ihren Ursprung hat, ist mit seiner prägnanten Salzigkeit und kühlen Aromatik geschmacklich fast immer präsent und erkennbar. Der Kranachberg ist die DNA der Skoff’schen Weine und der Sauvignon Blanc das Aushängeschild, das die Brüder in fast zehn Ausformungen ausbauen – von der Klassik über den Ortswein bis zum Lagenwein und Naturwein. Spannend, was da passiert – und es gibt noch mehr: Denn auch beim Morillon und Traminer beweisen die Skoff-Brüder ein gutes Händchen. Im Gut Kaspar fassen die Skoffs ihre Bio-Weine zusammen. Alles zusammen: gelungen!

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2019 Lores Chardonnay
Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Feine, leicht röstige Nase nach Erdnüssen und Thymian, fokussiert und voll Esprit, druckvoll und reichhaltig, etwas Nougat und Karamell, zurückhaltender Holzeinsatz, gute Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Familie Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Wie eigentlich jedes Jahr gibt es auch heuer einige Neuigkeiten vom Johanneshof zu vermelden. Da wäre einmal das Erstlingswerk der beiden Söhne von Hannes Reinisch, das Sebastian und Thomas schlicht „The First“ getauft haben, ein taufrischer Blend aus Sauvignon und der PiWi-Rebsorte Cabernet Blanc, der mit seinem Schwung und der schlanken, rassigen Art einen idealtypischen Sommerwein ergeben wird. Die unmittelbare Konkurrenz liegt im eigenen Keller und ist mit dem Dialog, der auch zum Teil auf Sauvignon setzt, ein alter Bekannter, welcher das Sommerwein-Thema auf etwas ruhigere, gleichwohl ebenso animierende Weise abhandelt. Im gewohnten Fahrwasser gleiten hingegen die Variationen der traditionellen Gumpoldskirchner Reb-sorten dahin, vor allem die „Tradition“ benannte Cuvée aus Zierfandler und Rotgipfler scheint dieses Mal noch eleganter und vielleicht ein wenig trockener ausgefallen zu sein. Die Variationen vom Char-donnay bilden nunmehr ein Trio, wurden doch der fruchtbetonte „Einstiegswein“ und der bewährte, rauchig-geheimnisvolle Lores um einen Premium-Wein aus der Gumpoldskirchner Top-Lage Kästenbaum ergänzt, der noch etwas lagern sollte. Auf dem roten Sektor begeistern bereits die leichteren, nur nach der Rebsorte benannten Qualitäten. Vor allem den Pinot und den St. Laurent wird man in dieser Preiskategorie wohl kaum sonst wo in Österreich auf diesem Niveau antreffen; hier wurde der hervorragende Jahrgang 2019 einfach optimal umgesetzt. Dem nach der großen Tattendorfer Ried Frauenfeld benannten Mittelbau wird die ohnehin eingeplante weitere Flaschenreife sicher guttun, während sich der Grillenhügel-Pinot aus Gumpoldskirchen in seiner spargeligen Würze und zarten Himbeerfrucht offensichtlich schon der Hochform nähert. Von den Top-Weinen aus der Ried Holzspur hatte zum Verkostungszeitpunkt der vielschichtige und vor tiefer Weichselfrucht strotzende St. Laurent gegenüber dem zartblumigen, noch etwas schüchternen Pinot Noir die Nase vorne. Keine Konkurrenz – weder im eigenen Keller noch an der ganzen Südbahn – kennt hingegen der finessenreiche wie machtvolle Kästenbaum, der sich mit den Jahren im-mer stärker den großen Vorbildern von der Côte-de-Nuits annähert, etwa einem Chambolle-Musigny der kräftigrassigen Ausbauweise.

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2018 Zweigelt Reserve „100 Days“
Weingut Keringer
Neusiedlersee

Eine Vielfalt an Kirschen, Pflaumen, dezente Schokotöne, Heidelbeeren, pfeffrig, dezente Rösttöne, Cassis, sehr stimmiges Holz, weich & mürb, sehr saftig, trotzdem mit Frische, Trinken ist angesagt.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut Keringer
Neusiedlersee

Ing. Robert Keringer
7123 Mönchhof
Wiener Straße 22

Tel. +43 2173 80380
Fax. -40
weingut@keringer.at
www.keringer.at

Robert Keringer spielt auf fast allen Klaviaturen des Weinbaus: trocken weiß – rot – Schaumwein – keinen Süßwein. Die Rotweine sind die Stärke des Hauses. Mächtige, füllige Gewächse von hedonistischer Art, die den klassischen Rotwein-Freunden sehr viel Freude bereiten. Auch hervorragende Sparkling Wines werden hier produziert. Von subtiler Eleganz zeigt sich der Muskat Ottonel Sparkling. Der Rosé Sparkling ist von kerniger Struktur und ein hervorragender Essensbegleiter. Dann gibt es noch den Massiv White Sparkling – einen mächtigen, ausdrucksstarken Schaumwein von schierer Größe und besonderem Ausdruck. Ein Wein für Hauptspeisen. All die tollen Rotweine aufzuzählen ist aus Platzgründen nicht möglich. Ich beschränke mich halt auf die gehaltvollen Rebsorten Weine der 100 Days. Ob Zweigelt DAC, Merlot, Cabernet oder Shiraz – das sind Weine auch für verwöhnte Gaumen. Es gibt dann noch zwei tolle Massiv-Weine – hier ist das Wort Programm: weiß und rot, wobei der rote von außergewöhnlicher Qualität ist. Der Weiße Massiv ist für mich ein richtiger Festtagswein.

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2014 Blaufränkisch C11
Weingut Hans Igler
Mittelburgenland

Tiefgründiges Rubingranat mit purpurnen Reflexen, feine würzige Nase nach dunkler Beerenfrucht, schwarzem Pfeffer, getrockneten Tomaten, mit einem Hauch Tabak, etwas Pfefferminze und Vanilleschoten, am Gaumen dunkle kühle Weichselfrucht, Brombeere, Blutorange, etwas Karamell, zarte Röstaromen, feine Pikanz, leicht pfeffrig, mineralische Anmutung, vollmundig, viel Extrakt mit überaus feinem Schmelz, zupackend, mächtig und druckvoll, dabei vielschichtig und komplex, saftig, kräftige, aber geschmeidig-samtige Tanninstruktur mit raffiniertem Säurebogen, elegant dahinströmend, gediegener Abgang mit feiner Salzigkeit, einer zarten Bitterschoko-Note und einem Hauch Vanille.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut Hans Igler
Mittelburgenland

Clemens Reisner & Anna Reisner-Iorillo
7301 Deutschkreutz
Schaflerhof 1

Das Weingut Igler in Deutschkreutz zählt seit Langem zu den Renommierbetrieben des Mittelburgenlandes. Im Betriebsnamen wird Hans Igler geehrt, der zu den Qualitätspionieren des Burgenlandes zählt. Repräsentanz ist der sehenswert revitalisierte Schaflerhof, der einst als Wirtschaftsanwesen dem Schloss Deutschkreutz beigeordnet war. Das überwiegend auf rote Gewächse spezialisierte Weingut hat eine recht eigenständige Linie hervorgebracht: Bereits die Klassikweine trumpfen durch ihre kräftige Anlage auf, in der Reserve-Kategorie setzt sich diese Ausrichtung mit entsprechendem Tiefgang fort. Zu den herausragenden Klassikern des Blaufränkisch-Landes mit sehr gutem Preis-Wert-Verhältnis darf der 2019er Blau-
fränkisch Classic Schaflerhof gezählt werden. Im Premium-Segment zählt Blaufränkisch C11 zu den Formaten der vielschichtigen und zugleich vollmundigen Ausrichtung. Mit dem 2018 Chardonnay aus der sehr guten Weinberglage Goldberg ist ein interessanter burgundischer Wein mit vorzüglichem Trinkfluss im Sortiment.

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2020 Grüner Veltliner Ried Stein am Rain Smaragd
Weingut Johann Bäuerl
Wachau

Dicht, hohe Traubenreife, knackiger, gelber Apfel, Birnen-
aromen, dunkle Kräuterwürze, eine Brise Pfeffer, rosa 
Grapefruit; druckvoll, ausbalanciert, reifer Fruchtkorb, bleibt dabei immer elegant, angenehme Frucht- und 
Extraktsüße, strukturiert, mineralische Anmutung, feine Würze, frisch gemahlener Pfeffer im langen Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Johann Bäuerl
Wachau

Johann Bäuerl
3610 Joching
Weinbergstraße 16

Tel. +43 2715 2381
Fax. +43 2715 2381
baeuerl@aon.at

Das Weingut Johann Bäuerl ist bereits seit über 20 Jahren der Geheimtipp der Wachau, wenn es um Preis/Leistung geht. Die rigorose, fast tägliche Arbeit im Weingarten bildet den wichtigen Grundstein, im blitzsauberen, modernen Weinkeller wird das Werk, ohne etwas verändern zu wollen, letztendlich mit der Flaschenfüllung beendet. Ein wenig fühlt man sich bei einem Besuch im Weingut in die gute alte Zeit versetzt, das Hauptaugenmerk wird nicht auf moderne Degustationsräumlichkeiten gelegt, die sympathische Winzerfamilie und ihre Weine sprechen einfach für sich. Der Jahrgang 2020 war in der Wachau von allen nur möglichen Wetterkapriolen geprägt. Der Hagelschaden hielt sich zwar in Joching in Grenzen, der feuchte Herbst mitten in der Lesezeit stellte auch Johann Bäuerl vor größte Herausforderungen. Die Weine sind durchwegs leichter als im Jahre 2019 ausgefallen, ohne jegliche physiologische Reife vermissen zu lassen. Finesse, präzise Definition und Fruchtausprägung ziehen sich durch und vermitteln in jeder Kategorie großen Trinkgenuss. Der große Aufwand – mehrere Lesedurchgänge bis in den November hinein waren notwendig – hat sich gelohnt.

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2017 Blaufränkisch Ried Ruster Umriss
Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ein gediegener Blaufränkisch mit der typischen Ruster Noblesse, Herzkirschen, feine Vanille, große Eleganz, Blutorangen, Hagebutten, Zwetschken, Himbeeren, von burgundischer Stilistik, Gewürze ausspielend, ein ungemein vielschichtiger Wein aus einem ganz großen Jahrgang. Ein Referenz-Blaufränkisch, der auch verwöhnte Gaumen befriedigt.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia


7093 Jois
Hill 1

Leo Hillinger polarisiert, steht oft in der Öffentlichkeit, aber er ist der Motor des Weingutes. Leo ist trotz seiner Präsenz in TV & more ein Naturmensch geblieben. Seine Weingärten werden zu 100% biologisch bewirtschaftet. Die Weine sind zum einen perfekte Widerspiegelungen des Leithagebirges, zum anderen Gewächse von höchstem internationalem Niveau. Der Pinot Blanc 2017 ist ein würdiger Vertreter des Leithaberges, ebenso der 2017 Grüne Veltliner – ein Wein von sensationeller Dichte. Der 2017 Blaufränkisch Ried Ruster Umriss vereint die Leithaberg Würze mit der Ruster Noblesse. Sehr balanciert und feinfruchtig präsentiert sich die 2017 Cuveé Hillside red. Die Hill Serie 1, 2 und 3 spielen in ihrer eigenen Liga. Weine, die auf der ganzen Welt Gefallen finden. Hill 2 – sollte sich auf jeder Weinkarte wiederfinden. Hill 1 – ist ein Rotwein von internationalem Format. Hill 3 – einer der herrlichsten Vertreter der Süßweine Pannoniens.

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2019 Grüner Veltliner Ried Brunndoppel
Weinkultur Preiß
Traisental

Waldhonig, Heliotrop, Safran; fruchtsüß, tanninherb, muskulös, dabei fokussiert und klar gegliedert; ausdrucksstark, komplex, langes, etwas kräuterliköriges Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weinkultur Preiß
Traisental

Familie Preiß
3134 Theyern
Ringgasse 4

Tel. +43 2783 6731
Fax. +43 2783
wine@kulturpreiss.at
www.weinkulturpreiss.at

Im malerischen Traisentaler Weinort Theyern steht das Weingut der Familie Preiß, das hier im Jahr 1913 errichtet wurde und heute von Friedrich Preiß geleitet wird. Auf einer Fläche von zwölf Hektar bewirtschaftet man Weinkulturen in einigen der besten Traisentaler Lagen. Meist sind sie geprägt vom gbietstypischen Konglomerat-Gestein mit mehr oder weniger hohen Sand- und Löss-Anwehungen, die ideale Böden für facettenreiche, mineralische Gewächse abgeben. Mit einem Anteil von 60% am Rebsortenmix sind es vor allem Grüne Veltliner, die hier auf kleinen Terrassen zur Hochform auflaufen. Zweitwichtigste Sorte im Haus ist der Riesling, der heuer besonders in Form des mineralischen Weins aus der Ried Pletzen-
graben die Herzen der Riesling-Fans höherschlagen lassen wird. Daneben sind aber auch noch weitere Varietäten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller oder Zweigelt in den Weingärten anzutreffen. Bei „Weinkultur Preiß“ handelt es sich um einen reinen Familienbetrieb. Neben Gattin Elisabeth wird Friedrich Preiß in zunehmendem Maß von Tochter Viktoria unterstützt, die an der FH Eisenstadt internationales Weinmarketing studiert hat. Und in den Startlöchern steht Maximilian, der 20-jährige Sohn, Absolvent der HBLA in Klosterneuburg, der noch einige Praxis sammeln wird, ehe er in den Betrieb einsteigt. Viele Flaschen des Weinguts ziert ein Etikett mit der Bezeichnung „Kammerling“. Dabei handelt es sich um gesteinsbildende Mikrofossilien, die in den Traisentaler Konglomerat-Böden vorkommen, und deren Kalkschale zur Geschmacksbildung der Weine entscheidend beiträgt – gut erkennbar bei den so getauften Weinen, besonders aber auch in den Lagengewächsen.

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2017 Morillon Ried Kranachberg Reserve
Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Gute Tiefe und Frische, Bratapfel, Mürbteig; saftig, schön eingebundenes Holz, straffe Würze, Mokka, Bananen, strukturiert, noch viel Potenzial, attraktive Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg Peter Skoff – Domäne Kranachberg
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Tel. +43 3454 6104
Fax. -5
weingut@peter-skoff.at
www.peter-skoff.at

Die Brüder Markus und Peter Skoff vom Kranachberg glänzen mit einer reichhaltigen Weinpalette, mit hoher Qualität und einem attraktivem Preisverhältnis. Und wer das aufstrebende Weingut besucht, bekommt auf der Terrasse des Buschenschanks einen atemberaubenden Ausblick gratis dazu serviert. Der Kranachberg, wo die Mehrzahl der Skoff-Weine ihren Ursprung hat, ist mit seiner prägnanten Salzigkeit und kühlen Aromatik geschmacklich fast immer präsent und erkennbar. Der Kranachberg ist die DNA der Skoff’schen Weine und der Sauvignon Blanc das Aushängeschild, das die Brüder in fast zehn Ausformungen ausbauen – von der Klassik über den Ortswein bis zum Lagenwein und Naturwein. Spannend, was da passiert – und es gibt noch mehr: Denn auch beim Morillon und Traminer beweisen die Skoff-Brüder ein gutes Händchen. Im Gut Kaspar fassen die Skoffs ihre Bio-Weine zusammen. Alles zusammen: gelungen!

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2020 Riesling vom Urgestein Ried Pichl Point Smaragd
Weingut Johann Bäuerl
Wachau

Hochreif, dicht, unaufdringliche Steinobstaromatik, dunkle Zitrusnoten, ein Hauch Botrytis, braucht etwas Luft; auf dem Gaumen gleich präsent, zupackende, passende Säure, gut strukturiert, Weingartenpfirsich, saftige Marille, frucht- und extraktsüß, druckvoll, sehr gute Zukunftsperspektive.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut Johann Bäuerl
Wachau

Johann Bäuerl
3610 Joching
Weinbergstraße 16

Tel. +43 2715 2381
Fax. +43 2715 2381
baeuerl@aon.at

Das Weingut Johann Bäuerl ist bereits seit über 20 Jahren der Geheimtipp der Wachau, wenn es um Preis/Leistung geht. Die rigorose, fast tägliche Arbeit im Weingarten bildet den wichtigen Grundstein, im blitzsauberen, modernen Weinkeller wird das Werk, ohne etwas verändern zu wollen, letztendlich mit der Flaschenfüllung beendet. Ein wenig fühlt man sich bei einem Besuch im Weingut in die gute alte Zeit versetzt, das Hauptaugenmerk wird nicht auf moderne Degustationsräumlichkeiten gelegt, die sympathische Winzerfamilie und ihre Weine sprechen einfach für sich. Der Jahrgang 2020 war in der Wachau von allen nur möglichen Wetterkapriolen geprägt. Der Hagelschaden hielt sich zwar in Joching in Grenzen, der feuchte Herbst mitten in der Lesezeit stellte auch Johann Bäuerl vor größte Herausforderungen. Die Weine sind durchwegs leichter als im Jahre 2019 ausgefallen, ohne jegliche physiologische Reife vermissen zu lassen. Finesse, präzise Definition und Fruchtausprägung ziehen sich durch und vermitteln in jeder Kategorie großen Trinkgenuss. Der große Aufwand – mehrere Lesedurchgänge bis in den November hinein waren notwendig – hat sich gelohnt.

mehr
2018 Maximus
Weingut Josef Igler
Mittelburgenland

(BF/CS/ME) Rauchig, dunkle Waldbeeren, Cassis, Havanna-Zigarren, kühle Würze, unaufdringliche Eichennote; schließt aromatisch an, sehnig, Power ohne Üppigkeit, das neue Holz fügt sich perfekt ein, reifes Gerbstoffnetz, lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Josef Igler
Mittelburgenland

Josef Igler
7301 Deutschkreutz
Hauptstraße 59

Josef Igler gehört zu den aufstrebenden Winzern im Mittelburgenland. Seine Weine sind bekannt für ihr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Weingut besitzt Anteile an renommierten Lagen wie Goldberg, Satz, Hochberg oder Mitterberg. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, für Josef Igler ganz klar die wichtigste Rebsorte. Dieser Varietät widmet er sich mit Hingabe, seit er Wein macht. Die Komplementärsorten Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzen die von Blaufränkisch dominierte Cuvée Maximus. Der im großen Holzfass ausgebaute Basiswein „Classic“ enthält neben Blaufränkisch auch Zweigelt und St. Laurent. Abgerundet wird das übersichtliche Sortiment durch einen sortenaffinen, ansprechenden Sauvignon Blanc und den fröhlichen „Rosé Secco“. Unangefochten die Nr. 1 im Portfolio ist eine Blaufränkisch-Selektion aus den ältesten Reben der Rieden Goldberg, Satz und Hochberg, für zwölf Monate in Barriques aus französicher Eiche ausgebaut und 18 Monate in der Flasche gereift. Josef „Joe“ Igler nennt diesen hochgradig eleganten Wein schlicht „Joe No 1“. Den Stil von Josef Igler kann man mit sehnig, trinkanimierend, ungekünstelt und authentisch ohne jegliche Üppigkeit umschreiben. Seine Weine sind über jeden Verdacht erhaben, Blender zu sein. Sie neigen eher zu Understatement.

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2017 Majestas Merlot
Weingut Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Sortentypisch, kühl, mediterrane Kräuter, getrocknete Tomaten, Kapern, dunkle Beeren, Oliven und Kakaopulver; vielschichtig, ausgewogen, perfekt integrierte Gerbstoffe, saftig, trinkanimierend, Holz ist kein Thema, kühle Frucht und würzige Noten klingen lange nach.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Weingut Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Helga & Erhard Brunner
7471 Rechnitz
Lindengasse 7

Die Familie Brunner vom Arkadenhof in Rechnitz ist bekannt für ein attraktives Preis-Leistungs-Ver-
hältnis. Die Weine der Linie Rechnitz stellen die Basis dar, darüber angesiedelt sind die Riedenweine, auf dem roten Sektor nennt sich die Spitze „Majestas“ – neben einem Blaufränkisch Eisenberg Reserve. Rotweine werden nur in kleinen Mengen angebaut, auf die Qualität jedoch wird höchstes Augenmerk gelegt. Besonders angetan hat es Erhard Brunner der Pinot Noir. Lange Zeit dominierte der Welschriesling das weiße Portfolio. Wenn die Witterung passt, gibt es auch süße Prädikatsweine. Die aktuelle Serie spiegelt den Stil des Hauses wider. Jeder der drei Welschrieslinge ist eigen-
ständig, der Sauvignon Blanc als Sorte nicht zu verkennen. Die weißen Burgundersorten sind feingliedrig und machen richtig Spaß. Die Rotweine von 2017 haben sich gut entwickelt, der voriges Jahr schon vorgestellte Blaufränkisch Eisenberg Reserve ist noch ein wenig eleganter geworden. Der vielschichtige Majestas Merlot punktet mit Trinkfluss, Kühle und Zug. Bei den Gästen sehr beliebt ist der Buschenschank im Rechnitzer Weingebirge. Selbst gebackenes Brot, hausgemachte Fleisch- und Wurstspezialitäten und nicht zuletzt die tolle Aussicht sind wahre Publikumsmagneten.

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2019 Riesling Reserve
Weingut Weinrieder
Weinviertel

Elegante Exotik; samtige Mango und Marillen, die feste Säure balanciert gut die Restsüße, etwas Honig und helle Blüten, dann Pfirsich, bisschen Melisse und Waldmeister, mit feinkörnigen Gerbstoffen und Mineral-
spuren im komplexen Fruchtbild.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut Weinrieder
Weinviertel

Friedrich & Lukas Rieder
2170 Kleinhadersdorf-Poysdorf
Untere Ortsstraße 44

Tel. +43 2552 2241
Fax. +43 2552 3708
office@weinrieder.at
www.weinrieder.at

Die Weingärten des Weinguts werden naturnah betreut und schonend bearbeitet. Ein kurzer Rebschnitt und sorgfältiges Ausdünnen sind hier eine Selbstverständlichkeit, wie auch die Lese mit größter Sorgfalt erfolgt und im Keller durch gefühlvolle Arbeit fortgesetzt wird. So wird das Weingut mit Leidenschaft und Können von der Familie mit großem Erfolg geführt. Friedrich Rieder als innovativer Winzer arbeitet im Weingarten und Keller gemeinsam mit Lukas, während Melanie sich der Büroarbeit und der Gästebetreuung widmet. Bernhard leitet den gesamten Verkauf und organisiert den Export, durch den neben namhaften Vinotheken auch Spitzenrestaurants in Europa und Übersee beliefert werden, welche die Weine als ideale Speisebegleiter zu schätzen wissen. Das erfreuliche Preis-Leistungs-Verhältnis nehmen alle Weinliebhaber wohlwollend wahr, was sich auch beim Einkauf im gut sortierten Webshop deutlich bemerkbar macht.

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2017 Joe No. 1
Weingut Josef Igler
Mittelburgenland

(BF) Ruhig strömend, viel dunkle Beerenfrucht, zarteste Gewürznoten, dunkler Tabak und Walnüsse angedeutet, nobel; feine Frucht, Beeren, Schwarzkirschen, nussige Akzente, engmaschiges Gerbstoffnetz, Struktur und Finesse, fein liniert, zartes Säurespiel sorgt für Leben, würzig im langen Nachhall, Understatement.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut Josef Igler
Mittelburgenland

Josef Igler
7301 Deutschkreutz
Hauptstraße 59

Josef Igler gehört zu den aufstrebenden Winzern im Mittelburgenland. Seine Weine sind bekannt für ihr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Weingut besitzt Anteile an renommierten Lagen wie Goldberg, Satz, Hochberg oder Mitterberg. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, für Josef Igler ganz klar die wichtigste Rebsorte. Dieser Varietät widmet er sich mit Hingabe, seit er Wein macht. Die Komplementärsorten Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzen die von Blaufränkisch dominierte Cuvée Maximus. Der im großen Holzfass ausgebaute Basiswein „Classic“ enthält neben Blaufränkisch auch Zweigelt und St. Laurent. Abgerundet wird das übersichtliche Sortiment durch einen sortenaffinen, ansprechenden Sauvignon Blanc und den fröhlichen „Rosé Secco“. Unangefochten die Nr. 1 im Portfolio ist eine Blaufränkisch-Selektion aus den ältesten Reben der Rieden Goldberg, Satz und Hochberg, für zwölf Monate in Barriques aus französicher Eiche ausgebaut und 18 Monate in der Flasche gereift. Josef „Joe“ Igler nennt diesen hochgradig eleganten Wein schlicht „Joe No 1“. Den Stil von Josef Igler kann man mit sehnig, trinkanimierend, ungekünstelt und authentisch ohne jegliche Üppigkeit umschreiben. Seine Weine sind über jeden Verdacht erhaben, Blender zu sein. Sie neigen eher zu Understatement.

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2017 HILL 2
Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(CH, SB) Sattes Grün, der Sauvignon Blanc hüpft aus dem Glas, rauchig, Citrus, Grapefruit, reife Trauben, perfekte Säure, Spur Vanille, ein bisschen reife Stachelbeeren, straff und fest, viel Mineral, exotischer Touch, total eng, sehr lang, Marillen, ungemein vielschichtig, sehr balanciert. Das ist Wein von internationaler Dimension. Schreit nach Fisch!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia


7093 Jois
Hill 1

Leo Hillinger polarisiert, steht oft in der Öffentlichkeit, aber er ist der Motor des Weingutes. Leo ist trotz seiner Präsenz in TV & more ein Naturmensch geblieben. Seine Weingärten werden zu 100% biologisch bewirtschaftet. Die Weine sind zum einen perfekte Widerspiegelungen des Leithagebirges, zum anderen Gewächse von höchstem internationalem Niveau. Der Pinot Blanc 2017 ist ein würdiger Vertreter des Leithaberges, ebenso der 2017 Grüne Veltliner – ein Wein von sensationeller Dichte. Der 2017 Blaufränkisch Ried Ruster Umriss vereint die Leithaberg Würze mit der Ruster Noblesse. Sehr balanciert und feinfruchtig präsentiert sich die 2017 Cuveé Hillside red. Die Hill Serie 1, 2 und 3 spielen in ihrer eigenen Liga. Weine, die auf der ganzen Welt Gefallen finden. Hill 2 – sollte sich auf jeder Weinkarte wiederfinden. Hill 1 – ist ein Rotwein von internationalem Format. Hill 3 – einer der herrlichsten Vertreter der Süßweine Pannoniens.

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2020 Grüner Veltliner Ried Holzgasse
Weingut Hagen
Kremstal

Äpfel, Birnen, Unterholz, Orangenzesten, Pfeffer; satte, volle Frucht, kräftig, transparent, mit Tiefe und Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Hagen
Kremstal

Anton Hagen
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Toni Hagen verfügt über exzellente Lagen, die sich in zwei Bereiche unterscheiden lassen. Zum einen sind das jene, die nahe der Donau liegen – zu ihnen zählen Sandgrube, Holzgasse und Weinzierlberg –, zum andern handelt es sich um die genuinen Kremstaler Lagen wie Thurnerberg, Kremsleithen oder den Rehberger Goldberg. Während die donaunahen Weingärten vom pannonischen Einfluss profitieren sowie vom Feuchtigkeitsversorger Donau, spüren die Rieden im Herzen des Kremstals die kühlen Einflüsse des Waldviertels in einem wesentlich stärkeren Maße. Und wo die Rieden an der Donau in erster Linie Sand- und Löss-Böden aufweisen, verfügen Letztgenannte durch die Bank über karge, steinige Bodenschichten. Das seit 200 Jahren im Familienbesitz befindliche Weingut des stets sehr bescheiden auftretenden Winzers steht ebenda, wo entlang des Kremsflusses einige der besten Weine des Gebiets heranreifen. Optimale Ergebnisse liefert freilich auch die an der Grenze zur Wachau angesiedelte Ried Altenburgfrüher Pfaffenberg), aus der Toni Hagen und sein Sohn Lukas einen besonders mineralischen Riesling keltern, der Jahr für Jahr – gemeinsam mit dem aus mehr als 50-jährigen Rebanlagen stammenden Grünen Veltliner „Alte Reben“ – die Speerspitze des Sortiments einnimmt. Der Fokus im Betrieb liegt auf dem Grünen Veltliner, von dem wir gleich fünf vorstellen dürfen, die – nicht zuletzt aufgrund der kleinklimatischen Bedingungen – teilweise diametral voneinander abweichen. Zweitwichtigste Sorte ist der Riesling, gefolgt von einigen weiteren Varietäten wie Weißburgunder, Chardonnay oder Gelber Muskateller, für die das Vater-Sohn-Duo auch mit dem aktuellen Jahrgang ein ausgesprochen geschicktes Händchen beweist.

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2020 Riesling Ried Pletzengraben
Weinkultur Preiß
Traisental

Rote Pfirsich, Marillen, Orangenzesten, Maracuja; Extraktsüße ringt mit reifer Säure, fest gebaut, transparent, mineralisch, gut balanciert; tolle Länge.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weinkultur Preiß
Traisental

Familie Preiß
3134 Theyern
Ringgasse 4

Tel. +43 2783 6731
Fax. +43 2783
wine@kulturpreiss.at
www.weinkulturpreiss.at

Im malerischen Traisentaler Weinort Theyern steht das Weingut der Familie Preiß, das hier im Jahr 1913 errichtet wurde und heute von Friedrich Preiß geleitet wird. Auf einer Fläche von zwölf Hektar bewirtschaftet man Weinkulturen in einigen der besten Traisentaler Lagen. Meist sind sie geprägt vom gbietstypischen Konglomerat-Gestein mit mehr oder weniger hohen Sand- und Löss-Anwehungen, die ideale Böden für facettenreiche, mineralische Gewächse abgeben. Mit einem Anteil von 60% am Rebsortenmix sind es vor allem Grüne Veltliner, die hier auf kleinen Terrassen zur Hochform auflaufen. Zweitwichtigste Sorte im Haus ist der Riesling, der heuer besonders in Form des mineralischen Weins aus der Ried Pletzen-
graben die Herzen der Riesling-Fans höherschlagen lassen wird. Daneben sind aber auch noch weitere Varietäten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller oder Zweigelt in den Weingärten anzutreffen. Bei „Weinkultur Preiß“ handelt es sich um einen reinen Familienbetrieb. Neben Gattin Elisabeth wird Friedrich Preiß in zunehmendem Maß von Tochter Viktoria unterstützt, die an der FH Eisenstadt internationales Weinmarketing studiert hat. Und in den Startlöchern steht Maximilian, der 20-jährige Sohn, Absolvent der HBLA in Klosterneuburg, der noch einige Praxis sammeln wird, ehe er in den Betrieb einsteigt. Viele Flaschen des Weinguts ziert ein Etikett mit der Bezeichnung „Kammerling“. Dabei handelt es sich um gesteinsbildende Mikrofossilien, die in den Traisentaler Konglomerat-Böden vorkommen, und deren Kalkschale zur Geschmacksbildung der Weine entscheidend beiträgt – gut erkennbar bei den so getauften Weinen, besonders aber auch in den Lagengewächsen.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -