Weinguide
Ausgabe 2021/22
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2019 Pinot Noir Grillenhügel
Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Verbene und Himbeeren im hochfeinen Duftspiel, auch spargelige Würze, glasklar und facettenreich, extraktsüß und vielschichtig, hochelegante Interpretation.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€
Naturkork

Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Familie Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Wie eigentlich jedes Jahr gibt es auch heuer einige Neuigkeiten vom Johanneshof zu vermelden. Da wäre einmal das Erstlingswerk der beiden Söhne von Hannes Reinisch, das Sebastian und Thomas schlicht „The First“ getauft haben, ein taufrischer Blend aus Sauvignon und der PiWi-Rebsorte Cabernet Blanc, der mit seinem Schwung und der schlanken, rassigen Art einen idealtypischen Sommerwein ergeben wird. Die unmittelbare Konkurrenz liegt im eigenen Keller und ist mit dem Dialog, der auch zum Teil auf Sauvignon setzt, ein alter Bekannter, welcher das Sommerwein-Thema auf etwas ruhigere, gleichwohl ebenso animierende Weise abhandelt. Im gewohnten Fahrwasser gleiten hingegen die Variationen der traditionellen Gumpoldskirchner Reb-sorten dahin, vor allem die „Tradition“ benannte Cuvée aus Zierfandler und Rotgipfler scheint dieses Mal noch eleganter und vielleicht ein wenig trockener ausgefallen zu sein. Die Variationen vom Char-donnay bilden nunmehr ein Trio, wurden doch der fruchtbetonte „Einstiegswein“ und der bewährte, rauchig-geheimnisvolle Lores um einen Premium-Wein aus der Gumpoldskirchner Top-Lage Kästenbaum ergänzt, der noch etwas lagern sollte. Auf dem roten Sektor begeistern bereits die leichteren, nur nach der Rebsorte benannten Qualitäten. Vor allem den Pinot und den St. Laurent wird man in dieser Preiskategorie wohl kaum sonst wo in Österreich auf diesem Niveau antreffen; hier wurde der hervorragende Jahrgang 2019 einfach optimal umgesetzt. Dem nach der großen Tattendorfer Ried Frauenfeld benannten Mittelbau wird die ohnehin eingeplante weitere Flaschenreife sicher guttun, während sich der Grillenhügel-Pinot aus Gumpoldskirchen in seiner spargeligen Würze und zarten Himbeerfrucht offensichtlich schon der Hochform nähert. Von den Top-Weinen aus der Ried Holzspur hatte zum Verkostungszeitpunkt der vielschichtige und vor tiefer Weichselfrucht strotzende St. Laurent gegenüber dem zartblumigen, noch etwas schüchternen Pinot Noir die Nase vorne. Keine Konkurrenz – weder im eigenen Keller noch an der ganzen Südbahn – kennt hingegen der finessenreiche wie machtvolle Kästenbaum, der sich mit den Jahren im-mer stärker den großen Vorbildern von der Côte-de-Nuits annähert, etwa einem Chambolle-Musigny der kräftigrassigen Ausbauweise.

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2018 Shiraz „100 Days“
Weingut Keringer
Neusiedlersee

Rumtopf, schwarze Oliven, total reife Trauben, herrliche elegante Fülle, Nougat, Cassis, ein sehr reichhaltiger Rotwein, dunkle Frucht, Tabak, samtige Textur, Shiraz pur, von orientalischer Finesse und Prunk.

Rotwein
Syrah (Shiraz)
€€€
Naturkork

Weingut Keringer
Neusiedlersee

Ing. Robert Keringer
7123 Mönchhof
Wiener Straße 22

Tel. +43 2173 80380
Fax. -40
weingut@keringer.at
www.keringer.at

Robert Keringer spielt auf fast allen Klaviaturen des Weinbaus: trocken weiß – rot – Schaumwein – keinen Süßwein. Die Rotweine sind die Stärke des Hauses. Mächtige, füllige Gewächse von hedonistischer Art, die den klassischen Rotwein-Freunden sehr viel Freude bereiten. Auch hervorragende Sparkling Wines werden hier produziert. Von subtiler Eleganz zeigt sich der Muskat Ottonel Sparkling. Der Rosé Sparkling ist von kerniger Struktur und ein hervorragender Essensbegleiter. Dann gibt es noch den Massiv White Sparkling – einen mächtigen, ausdrucksstarken Schaumwein von schierer Größe und besonderem Ausdruck. Ein Wein für Hauptspeisen. All die tollen Rotweine aufzuzählen ist aus Platzgründen nicht möglich. Ich beschränke mich halt auf die gehaltvollen Rebsorten Weine der 100 Days. Ob Zweigelt DAC, Merlot, Cabernet oder Shiraz – das sind Weine auch für verwöhnte Gaumen. Es gibt dann noch zwei tolle Massiv-Weine – hier ist das Wort Programm: weiß und rot, wobei der rote von außergewöhnlicher Qualität ist. Der Weiße Massiv ist für mich ein richtiger Festtagswein.

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2019 Riesling vom Gestein Reserve
Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Markant, eigenständig, nussige Akzente, reife Weingartenpfirsiche, etwas Weihrauch, ein Hauch Feuerstein; schließt aromatisch nahtlos an, beachtliche Substanz, Fruchtschmelz, zugänglich, harmonisch, Reserven.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Alfred Reinberger
3484 Grafenwörth
Kremser Straße 10

Tel. +43 2738 2795
Fax. -4
weinbau@reinberger.at
www.reinberger.at

Mit dem Jahrgang 2020 ist Alfred Reinberger sehr zufrieden. „Wir konnten sehr fruchtige und harmonische Weine ernten, die langlebig und lagerfähig sind.“ Die Verkostung der aktuellen Serie bestätigt diese Aussage. Die Weine sind geprägt von viel Frucht, Kraft und Herkunftstypizität. Die Stilistik dieses besonnenen Winzers ist wiederum klar zu erkennen. Da ist nichts Vordergründiges oder Plakatives, die Weine ruhen in sich, sind bei moderatem Alkohol kräftig und strahlen Gelassenheit aus. Das gilt schon für die klassische Linie, die seit Jahren mittels Ganztraubenpressung gekeltert wird, um die Frucht und die Pikanz vom Wagram zu betonen. Die Trauben für die Reserven Grüner Veltliner Dorner und Roter Veltliner Fumberg bleiben bis zu acht Stunden auf der Maische, die Weine liegen anschließend für rund ein Jahr im Edelstahl auf der Feinhefe. Die große Reserve vom Grünen Veltliner Scheiben gibt es nur in hervorragenden Jahren, Maischestandzeit zwölf Stunden, sur lie mindestens zwanzig Monate im Stahltank; die aktuelle Ausgabe 2017 haben wir voriges Jahr vorgestellt. Die mächtigen, kalkhaltigen Löss-Schichten, auf denen die Reben stehen, und das von der Donau beeinflusste Kleinklima prägen den Charakter der Weine. Mit Brenner, Dorner, Scheiben und Fumberg verfügen die Reinbergers über Anteile an renommierten Lagen. Der Untergrund aus Löss ist selbst in den einfacheren Weinen zu erkennen, in den Reserven ist er prägend. So gesehen kann man ohne Weiteres von Terroir-Weinen sprechen, obwohl es dieser bescheidene Winzer nicht eigens betont. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beeindruckend, genau genommen müsste man fast bei jedem Wein das Attribut „PLV“ vergeben.

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2018 Cabernet Sauvignon „100 Days“
Weingut Keringer
Neusiedlersee

Cassis, Bitter-
schokolade, mächtiges zugleich mürbes Tannin, von samtiger Struktur mit einigem Rückhalt, viel Stoff, sehr männlich, fast kalifornische Anmutung. Reic, für überzeugte Hedonisten.

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€
Naturkork

Weingut Keringer
Neusiedlersee

Ing. Robert Keringer
7123 Mönchhof
Wiener Straße 22

Tel. +43 2173 80380
Fax. -40
weingut@keringer.at
www.keringer.at

Robert Keringer spielt auf fast allen Klaviaturen des Weinbaus: trocken weiß – rot – Schaumwein – keinen Süßwein. Die Rotweine sind die Stärke des Hauses. Mächtige, füllige Gewächse von hedonistischer Art, die den klassischen Rotwein-Freunden sehr viel Freude bereiten. Auch hervorragende Sparkling Wines werden hier produziert. Von subtiler Eleganz zeigt sich der Muskat Ottonel Sparkling. Der Rosé Sparkling ist von kerniger Struktur und ein hervorragender Essensbegleiter. Dann gibt es noch den Massiv White Sparkling – einen mächtigen, ausdrucksstarken Schaumwein von schierer Größe und besonderem Ausdruck. Ein Wein für Hauptspeisen. All die tollen Rotweine aufzuzählen ist aus Platzgründen nicht möglich. Ich beschränke mich halt auf die gehaltvollen Rebsorten Weine der 100 Days. Ob Zweigelt DAC, Merlot, Cabernet oder Shiraz – das sind Weine auch für verwöhnte Gaumen. Es gibt dann noch zwei tolle Massiv-Weine – hier ist das Wort Programm: weiß und rot, wobei der rote von außergewöhnlicher Qualität ist. Der Weiße Massiv ist für mich ein richtiger Festtagswein.

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2019 Blaufränkisch Reserve
Weingut Krutzler
Eisenberg

Reife Fülle, Marzipan und Schwarzkirschen, feuchtes Moos, zart rauchig; griffig, kernig, fest, strukturiert, guter Fruchtausdruck, straff, gewisse Länge, Reserven.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 3365 21868
Fax. 20013
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Dieses national wie international renommierte Spitzenweingut in Deutsch Schützen wird schon seit vielen Jahren von Reinhold Krutzler und seiner Frau Melanie höchst erfolgreich geführt. Den Grundstein für den Erfolg legte Vater und Weinbaupionier Hermann Krutzler mit seiner Frau Martha, der den im ebenso idyllischen wie versteckten Südburgenland gelegenen Betrieb mit seinen charaktervollen, herkunfts- wie sortentypischen Rotweinen in die Weinelite Österreichs führte. Hermann Krutzler erhielt für seine Verdienste um und Impulse die rare Vinaria Trophy für sein Lebenswerk. Die gutseigenen Weingärten verteilen sich auf den Deutsch-Schützer Berg und den Eisenberg, wo leichte bis mittelschwere Lehmböden mit hohem Eisengehalt und teils Schieferanteilen das perfekte Substrat für die im Weingut dominierende Sorte Blaufränkisch darstellen, die es in mehreren Varianten gibt: Die Basis bildet ein fruchtbetonter Vertreter mit Herkunft Burgenland, der von einem Zweigelt sekundiert wird. Der klassische Eisenberg DAC fungiert als Bindeglied zu ebenfalls mit der Herkunft Eisenberg versehenen Reserve. Ein Krutzler’scher Klassiker ist der „Alte Weingarten“ aus einer alten Rebanlage in der Ried Weinberg, der zu vier Fünfteln aus Blaufränkisch sowie Zweigelt besteht. An der Spitze steht dann der Kultwein Perwolff, der schon seit etlichen Jahren ebenfalls reinsortig aus Blaufränkisch besteht. Gut etabliert hat man sich mittlerweile mit den Weißweinen, bei denen Krutzler weniger auf Primärfrucht als vielmehr auf Struktur und gewisse Kraft setzt. Der Basisblaufränkisch aus dem etwas kühleren, pikanteren Jahrgang 2020 zeigt sich sehr anregend. Die Rotweine aus dem heißen, ausgereiften Jahrgang 2019 präsentieren sich körperreich und zugleich vital und vermitteln sehr gut die mineralische Würze des südburgenländischen Terroirs. An der Spitze steht wie üblich der hervorragend gelungene Perwolff, gefolgt vom Alten Weingarten. Bildhübsch sind der sehr elegante Blaufränkisch Lena aus dem Jahrgang 2016 sowie die einnehmende Spätfüllung Eisenberg 2017.ps

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2020 Riesling Ried Kogelberg 1ÖTW
Weingut Leindl
Kamptal

Druckvoll, reife Weingartenpfirsiche, präzise; Riesling pur, stoffig, lebendig, tiefe Frucht, Schmelz, Schieferboden im Abgang und im langen Nachhall, freundliche Steinobstnoten im Finale.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Leindl
Kamptal

Georg Leindl
3561 Zöbing
Am Wechselberg 12

Tel. +43 2719 2609
Fax. -4
info@weingutleindl.at
www.weingutleindl.at

Nach Jahren in Forschung, Lehre und Beratung 
erfüllte sich der Önologe Georg Leindl einen Lebens-
traum und gründete 2013 sein Weingut in Zöbing, das zu den Österreichischen Traditionsweingütern gehört. Mit den Rieden Seeberg, Kogelberg und Heiligenstein verfügt der engagierte Winzer über Anteile an 
renommierten Lagen. Die aktuelle Serie zeigt, dass Georg Leindl ein Gespür für die einzelnen Rieden hat und deren Charakteristika sensorisch einwand-
frei herausarbeitet. Feinheit und Eleganz kenn-
zeichnen die Weine. Der Seeberg mit seinem Untergrund aus Glimmer-
schiefer und Einsprengseln von Amphibolit ist nach Süd und Südwest ausgerichtet. Der Boden ist schluffig-sandig und überwiegend kalkfrei. Hier sieht Georg Leindl großes Potenzial für viel-
schichtige Veltliner. Der Kogelberg ist eine kühle 
Lage, dazu kommen noch starke Temperatur-
wechsel zwischen Tag und Nacht. Solche Be-
dingungen und ein Boden aus Glimmerschiefer fördern rassige Rieslinge. Auf dem legendären 
Heiligenstein mit seinem rötlichen, verwitterten Wüstensandstein und den Konglomeraten vulkan-
ischen Ursprungs gedeihen feinwürzige Rieslinge 
großer Klasse. Irbling ist eine großteils steil 
abfallende Südlage, die sich tagsüber extrem 
aufheizt und in der Nacht durch die kalten Winde aus dem Waldviertel gekühlt wird. Der Riesling, der hier wächst, schätzt den Untergrund aus 
verwittertem Gneis und Schiefer. Am anderen Ende der geologischen Bandbreite liegt der Löss, und den finden wir in der Lage Eichelberg. Der Winzer liebt diese Riede, weil Trockenstress ein Fremdwort ist, und der Grüne Veltliner hier die besten 
Voraussetzungen für konzentrierte und komplexe Gewächse findet. In besonders guten Jahrgängen wird auch Viognier gefüllt.

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2019 Grüner Veltliner Ried Felser Dorner Reserve
Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Druckvoll, Waldhonig, süße Blüten, Pfirsiche, ätherische Einsprengsel; aromatisches Dacapo, stoffig, cremiger Touch, Lössboden, lang, würzig-fruchtig im Nachhall, schwarzer Pfeffer, beste Perspektive.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Alfred Reinberger
3484 Grafenwörth
Kremser Straße 10

Tel. +43 2738 2795
Fax. -4
weinbau@reinberger.at
www.reinberger.at

Mit dem Jahrgang 2020 ist Alfred Reinberger sehr zufrieden. „Wir konnten sehr fruchtige und harmonische Weine ernten, die langlebig und lagerfähig sind.“ Die Verkostung der aktuellen Serie bestätigt diese Aussage. Die Weine sind geprägt von viel Frucht, Kraft und Herkunftstypizität. Die Stilistik dieses besonnenen Winzers ist wiederum klar zu erkennen. Da ist nichts Vordergründiges oder Plakatives, die Weine ruhen in sich, sind bei moderatem Alkohol kräftig und strahlen Gelassenheit aus. Das gilt schon für die klassische Linie, die seit Jahren mittels Ganztraubenpressung gekeltert wird, um die Frucht und die Pikanz vom Wagram zu betonen. Die Trauben für die Reserven Grüner Veltliner Dorner und Roter Veltliner Fumberg bleiben bis zu acht Stunden auf der Maische, die Weine liegen anschließend für rund ein Jahr im Edelstahl auf der Feinhefe. Die große Reserve vom Grünen Veltliner Scheiben gibt es nur in hervorragenden Jahren, Maischestandzeit zwölf Stunden, sur lie mindestens zwanzig Monate im Stahltank; die aktuelle Ausgabe 2017 haben wir voriges Jahr vorgestellt. Die mächtigen, kalkhaltigen Löss-Schichten, auf denen die Reben stehen, und das von der Donau beeinflusste Kleinklima prägen den Charakter der Weine. Mit Brenner, Dorner, Scheiben und Fumberg verfügen die Reinbergers über Anteile an renommierten Lagen. Der Untergrund aus Löss ist selbst in den einfacheren Weinen zu erkennen, in den Reserven ist er prägend. So gesehen kann man ohne Weiteres von Terroir-Weinen sprechen, obwohl es dieser bescheidene Winzer nicht eigens betont. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beeindruckend, genau genommen müsste man fast bei jedem Wein das Attribut „PLV“ vergeben.

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2019 Hommage Grüner Veltliner Reserve
Weingut Weinwurm
Weinviertel

Weich, saftig und fruchtig wie ein Hefezopf mit Apfelgelee, etwas Kandis, Karamell, eine Prise Zimt, Streuobstwiese, tief und lebendig; fruchtsüßer Einstieg, voluminös, straff von steinigem Unterbau und feinem Gerbstoff, hat noch Zeit.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Weinwurm
Weinviertel

Lisa & Georg Weinwurm
2181 Dobermannsdorf
Hauptstraße 65

Tel. +43 2533 8581
wein@weinwurms.at
www.weinwurms.at

„Ein Jahr wie in meiner Kindheit“, so erinnert sich Georg Weinwurm. Warme Tage, kühle Nächte, Regen und Sonne im Wechselspiel, später, d.h., eigentlich normaler Erntebeginn, bis dann der große Regen im Oktober der Beschaulichkeit ein Ende setzte und „man schauen musste, dass man gesunde Trauben reinbringt“. Die Weißweine sind mit ihrer frischen Säure grundsätzlich ausgewogen und angenehm zu trinken, entsäuert wurde nichts, durch gute Extraktwerte sind die Weine gut aufgestellt. Bei Vinaria Verkostungen konnten zuletzt mit der Veltliner Hommage und dem Gemischten Satz sehr gute Platzierungen erreicht werden. Mit der Hommage vom Chardonnay ist ihm auch ein beachtlicher Wurf gelungen. Eine Spezialität des Winzermeisters ist der Rote Muskateller, der mit Luft sehr finessig und vielschichtig wird. Glück war es rückblickend, dass sein Großvater aus Versehen einst Zweigelt- statt Veltliner-Reben für einen neuen Weingarten ausgesetzt hat, Georg ist glücklich, dass er jetzt auf bis zu 70 Jahre alte Reben zugreifen kann, und wir freuen uns, dass er uns für wenig Geld an diesem Glücksmoment teilhaben lässt.

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2017 Massiv
Weingut Keringer
Neusiedlersee

(ZW, RA, BF, CS, ME) Ein enorm tiefgründiger, mächtiger Rotwein von rotbeeriger Ausprägung, Kaffee, 
Preiselbeeren, Cassis, Pflaumen, Kirschen, von fülliger 
Eleganz, ungemein vielschichtig, große Klasse, von einer 
inneren Tiefe, von einer tollen Komplexität.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut Keringer
Neusiedlersee

Ing. Robert Keringer
7123 Mönchhof
Wiener Straße 22

Tel. +43 2173 80380
Fax. -40
weingut@keringer.at
www.keringer.at

Robert Keringer spielt auf fast allen Klaviaturen des Weinbaus: trocken weiß – rot – Schaumwein – keinen Süßwein. Die Rotweine sind die Stärke des Hauses. Mächtige, füllige Gewächse von hedonistischer Art, die den klassischen Rotwein-Freunden sehr viel Freude bereiten. Auch hervorragende Sparkling Wines werden hier produziert. Von subtiler Eleganz zeigt sich der Muskat Ottonel Sparkling. Der Rosé Sparkling ist von kerniger Struktur und ein hervorragender Essensbegleiter. Dann gibt es noch den Massiv White Sparkling – einen mächtigen, ausdrucksstarken Schaumwein von schierer Größe und besonderem Ausdruck. Ein Wein für Hauptspeisen. All die tollen Rotweine aufzuzählen ist aus Platzgründen nicht möglich. Ich beschränke mich halt auf die gehaltvollen Rebsorten Weine der 100 Days. Ob Zweigelt DAC, Merlot, Cabernet oder Shiraz – das sind Weine auch für verwöhnte Gaumen. Es gibt dann noch zwei tolle Massiv-Weine – hier ist das Wort Programm: weiß und rot, wobei der rote von außergewöhnlicher Qualität ist. Der Weiße Massiv ist für mich ein richtiger Festtagswein.

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2018 Blaufränkisch Ried Dürrau
Weingut Kerschbaum
Mittelburgenland

Dezent rauchig, Boden kommt durch mit einem lagentypischen Hauch Eisenoxid, elegant, dunkelfruchtig, bisschen Powidl, noble Würze; feingliedrig, dennoch viel Schub, Säure macht den Wein lebendig, feines Gerbstoffnetz, frei von jeder Üppigkeit, Trinkvergnügen auf hohem Niveau, lang, Weihrauch im Nachhall, Potenzial.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Tel. +43 2610 42392
Fax. -40
weingut@kerschbaum.at
www.kerschbaum.at

Das Weingut Kerschbaum, ein Leitbetrieb im Mittelburgenland, war viele Jahre Produzent hervorragender Rotweine, Weißwein war kein Thema. Das hat sich geändert, denn Michael beschäftigt sich nun auch mit weißen Varietäten. Mit der Ried Kirchholz verfügt er über einen Weingarten, wo der Grüne Veltliner im Jahr 1941 gepflanzt wurde. Die Trauben für den Chardonnay hat er mit seiner Mannschaft in Höflein bei Eisenstadt selbst geerntet und in Horitschon gekeltert. Vergoren und ausgebaut wurde er im Holzfass. Beide Weine gibt es noch, wir haben sie voriges Jahr vorgestellt. Auf dem roten Sektor führt Michael Kerschbaum behutsam das weiter, was sein Vater Paul geschaffen hat. Dabei hat dieser bescheidene junge Mann seinen eigenen, authentischen Stil gefunden. Betriebsleiter Josef Pusch, als Kellermeister ein sprichwörtliches Urgestein, steht dem jungen Winzer zur Seite. Michaels Frau Stefanie komplettiert das Team; sie ist für den administrativen Part zuständig. Verkauf, Füllanlage und Lager befinden sich im Betriebsgebäude an der westlichen Ortseinfahrt von Horitschon, der Keller ist nach wie vor am Stammsitz im Dorfzentrum situiert. Nach wie vor ist der Blaufränkisch die wichtigste Rebsorte. In der Top-Lage Dürrau wurzeln die bis zu 70 Jahre alten Rebstöcke in einem tiefgründigen, eisenhaltigen Lehmboden. Das fördert kräftige, vielschichtige Weine. Der Boden der Ried Hochäcker ist ein Gemisch aus Lehm und Löss, darunter befindet sich wasserdurchlässiger Kies. Der Blaufränkisch von hier zeichnet sich durch eine dezente Pfeffernote aus. Grundsätzlich liegen alle Weine für mindestens vierzehn Monate im Holz, auch jene der Basislinie, je nach Wein auch deutlich länger. Der Fokus ist auf eine präzise Frucht ausgerichtet. Diesem Anspruch kommt die Lagerung im großen Holzfass sehr entgegen. Der Blaufränkisch Ried Dürrau wird ausschließlich in neuem Holz ausgebaut, 80% davon sind Barriques, der Rest Gebinde mit 500 Liter Fassungsvermögen. Für die Lagenweine verwendet Michael nur Reben, die mindestens 25 Jahre alt sind. Die Top-Qualitäten bleiben bis zu fünf Wochen auf der Maische. Das setzt im Interesse der Ausgewogenheit physiologisch reife Beeren voraus, das heißt, reife Tannine. Michael Kerschbaum hat das Holz zurückgenommen, um die Sortentypizität und die Frucht zu betonen.

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2020 Riesling Ried Heiligenstein 1ÖTW
Weingut Leindl
Kamptal

Feingliedrig, elegant, Anklänge von Galiamelone, Karambole und knackigen Pfirsichen, bodenstämmige Noten; saftig, Trinkfluss, Steinobst dominiert, feines Säurerückgrat bis in den Abgang, Prise Zitrus und Limettenschalen im Nachhall, Feinheit und Lagencharakter.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Leindl
Kamptal

Georg Leindl
3561 Zöbing
Am Wechselberg 12

Tel. +43 2719 2609
Fax. -4
info@weingutleindl.at
www.weingutleindl.at

Nach Jahren in Forschung, Lehre und Beratung 
erfüllte sich der Önologe Georg Leindl einen Lebens-
traum und gründete 2013 sein Weingut in Zöbing, das zu den Österreichischen Traditionsweingütern gehört. Mit den Rieden Seeberg, Kogelberg und Heiligenstein verfügt der engagierte Winzer über Anteile an 
renommierten Lagen. Die aktuelle Serie zeigt, dass Georg Leindl ein Gespür für die einzelnen Rieden hat und deren Charakteristika sensorisch einwand-
frei herausarbeitet. Feinheit und Eleganz kenn-
zeichnen die Weine. Der Seeberg mit seinem Untergrund aus Glimmer-
schiefer und Einsprengseln von Amphibolit ist nach Süd und Südwest ausgerichtet. Der Boden ist schluffig-sandig und überwiegend kalkfrei. Hier sieht Georg Leindl großes Potenzial für viel-
schichtige Veltliner. Der Kogelberg ist eine kühle 
Lage, dazu kommen noch starke Temperatur-
wechsel zwischen Tag und Nacht. Solche Be-
dingungen und ein Boden aus Glimmerschiefer fördern rassige Rieslinge. Auf dem legendären 
Heiligenstein mit seinem rötlichen, verwitterten Wüstensandstein und den Konglomeraten vulkan-
ischen Ursprungs gedeihen feinwürzige Rieslinge 
großer Klasse. Irbling ist eine großteils steil 
abfallende Südlage, die sich tagsüber extrem 
aufheizt und in der Nacht durch die kalten Winde aus dem Waldviertel gekühlt wird. Der Riesling, der hier wächst, schätzt den Untergrund aus 
verwittertem Gneis und Schiefer. Am anderen Ende der geologischen Bandbreite liegt der Löss, und den finden wir in der Lage Eichelberg. Der Winzer liebt diese Riede, weil Trockenstress ein Fremdwort ist, und der Grüne Veltliner hier die besten 
Voraussetzungen für konzentrierte und komplexe Gewächse findet. In besonders guten Jahrgängen wird auch Viognier gefüllt.

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2019 Roter Veltliner Ried Gösinger Fumberg Reserve
Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Floral geprägt, Primeln, Alpenrosen, Honig, Dörrpflaumen, Kumquats, feine Bodentöne; vielschichtig, Frucht, Würze und Blütenaromen innig verwoben, kraftvoll und doch lebendig, feine Pikanz, lang, Reserven.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weinbau Familie Reinberger
Wagram

Alfred Reinberger
3484 Grafenwörth
Kremser Straße 10

Tel. +43 2738 2795
Fax. -4
weinbau@reinberger.at
www.reinberger.at

Mit dem Jahrgang 2020 ist Alfred Reinberger sehr zufrieden. „Wir konnten sehr fruchtige und harmonische Weine ernten, die langlebig und lagerfähig sind.“ Die Verkostung der aktuellen Serie bestätigt diese Aussage. Die Weine sind geprägt von viel Frucht, Kraft und Herkunftstypizität. Die Stilistik dieses besonnenen Winzers ist wiederum klar zu erkennen. Da ist nichts Vordergründiges oder Plakatives, die Weine ruhen in sich, sind bei moderatem Alkohol kräftig und strahlen Gelassenheit aus. Das gilt schon für die klassische Linie, die seit Jahren mittels Ganztraubenpressung gekeltert wird, um die Frucht und die Pikanz vom Wagram zu betonen. Die Trauben für die Reserven Grüner Veltliner Dorner und Roter Veltliner Fumberg bleiben bis zu acht Stunden auf der Maische, die Weine liegen anschließend für rund ein Jahr im Edelstahl auf der Feinhefe. Die große Reserve vom Grünen Veltliner Scheiben gibt es nur in hervorragenden Jahren, Maischestandzeit zwölf Stunden, sur lie mindestens zwanzig Monate im Stahltank; die aktuelle Ausgabe 2017 haben wir voriges Jahr vorgestellt. Die mächtigen, kalkhaltigen Löss-Schichten, auf denen die Reben stehen, und das von der Donau beeinflusste Kleinklima prägen den Charakter der Weine. Mit Brenner, Dorner, Scheiben und Fumberg verfügen die Reinbergers über Anteile an renommierten Lagen. Der Untergrund aus Löss ist selbst in den einfacheren Weinen zu erkennen, in den Reserven ist er prägend. So gesehen kann man ohne Weiteres von Terroir-Weinen sprechen, obwohl es dieser bescheidene Winzer nicht eigens betont. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beeindruckend, genau genommen müsste man fast bei jedem Wein das Attribut „PLV“ vergeben.

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2018 Ried Holzspur St. Laurent
Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Markante Nase nach Weichseln und Wacholder, rauchige Untertöne, fein gezeichnet, fleischig und dicht verwoben, kühle Note, elegant und zupackend, überraschend rassig im langen Nachhall.

Rotwein
St. Laurent
€€€€€
Naturkork

Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Familie Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Wie eigentlich jedes Jahr gibt es auch heuer einige Neuigkeiten vom Johanneshof zu vermelden. Da wäre einmal das Erstlingswerk der beiden Söhne von Hannes Reinisch, das Sebastian und Thomas schlicht „The First“ getauft haben, ein taufrischer Blend aus Sauvignon und der PiWi-Rebsorte Cabernet Blanc, der mit seinem Schwung und der schlanken, rassigen Art einen idealtypischen Sommerwein ergeben wird. Die unmittelbare Konkurrenz liegt im eigenen Keller und ist mit dem Dialog, der auch zum Teil auf Sauvignon setzt, ein alter Bekannter, welcher das Sommerwein-Thema auf etwas ruhigere, gleichwohl ebenso animierende Weise abhandelt. Im gewohnten Fahrwasser gleiten hingegen die Variationen der traditionellen Gumpoldskirchner Reb-sorten dahin, vor allem die „Tradition“ benannte Cuvée aus Zierfandler und Rotgipfler scheint dieses Mal noch eleganter und vielleicht ein wenig trockener ausgefallen zu sein. Die Variationen vom Char-donnay bilden nunmehr ein Trio, wurden doch der fruchtbetonte „Einstiegswein“ und der bewährte, rauchig-geheimnisvolle Lores um einen Premium-Wein aus der Gumpoldskirchner Top-Lage Kästenbaum ergänzt, der noch etwas lagern sollte. Auf dem roten Sektor begeistern bereits die leichteren, nur nach der Rebsorte benannten Qualitäten. Vor allem den Pinot und den St. Laurent wird man in dieser Preiskategorie wohl kaum sonst wo in Österreich auf diesem Niveau antreffen; hier wurde der hervorragende Jahrgang 2019 einfach optimal umgesetzt. Dem nach der großen Tattendorfer Ried Frauenfeld benannten Mittelbau wird die ohnehin eingeplante weitere Flaschenreife sicher guttun, während sich der Grillenhügel-Pinot aus Gumpoldskirchen in seiner spargeligen Würze und zarten Himbeerfrucht offensichtlich schon der Hochform nähert. Von den Top-Weinen aus der Ried Holzspur hatte zum Verkostungszeitpunkt der vielschichtige und vor tiefer Weichselfrucht strotzende St. Laurent gegenüber dem zartblumigen, noch etwas schüchternen Pinot Noir die Nase vorne. Keine Konkurrenz – weder im eigenen Keller noch an der ganzen Südbahn – kennt hingegen der finessenreiche wie machtvolle Kästenbaum, der sich mit den Jahren im-mer stärker den großen Vorbildern von der Côte-de-Nuits annähert, etwa einem Chambolle-Musigny der kräftigrassigen Ausbauweise.

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2018 Cuvée Impresario
Weingut Kerschbaum
Mittelburgenland

(60BF/20ZW/15ME/CS) Ganzer Korb von Beeren wie Blaubeeren und Himbeeren, auch Kirschen, Prise Pfeffer und Lorbeerblatt, Kakao, getrocknete Kräuter, vielschichtig und nobel; aromatisches Dacapo, Kakao kommt auf dem Gaumen deutlicher und hält sich bis in den Abgang hinein, Säure und perfekt integrierter Gerbstoff geben
Struktur, salzige Ader, Holz nur zur zarten Untermalung.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Tel. +43 2610 42392
Fax. -40
weingut@kerschbaum.at
www.kerschbaum.at

Das Weingut Kerschbaum, ein Leitbetrieb im Mittelburgenland, war viele Jahre Produzent hervorragender Rotweine, Weißwein war kein Thema. Das hat sich geändert, denn Michael beschäftigt sich nun auch mit weißen Varietäten. Mit der Ried Kirchholz verfügt er über einen Weingarten, wo der Grüne Veltliner im Jahr 1941 gepflanzt wurde. Die Trauben für den Chardonnay hat er mit seiner Mannschaft in Höflein bei Eisenstadt selbst geerntet und in Horitschon gekeltert. Vergoren und ausgebaut wurde er im Holzfass. Beide Weine gibt es noch, wir haben sie voriges Jahr vorgestellt. Auf dem roten Sektor führt Michael Kerschbaum behutsam das weiter, was sein Vater Paul geschaffen hat. Dabei hat dieser bescheidene junge Mann seinen eigenen, authentischen Stil gefunden. Betriebsleiter Josef Pusch, als Kellermeister ein sprichwörtliches Urgestein, steht dem jungen Winzer zur Seite. Michaels Frau Stefanie komplettiert das Team; sie ist für den administrativen Part zuständig. Verkauf, Füllanlage und Lager befinden sich im Betriebsgebäude an der westlichen Ortseinfahrt von Horitschon, der Keller ist nach wie vor am Stammsitz im Dorfzentrum situiert. Nach wie vor ist der Blaufränkisch die wichtigste Rebsorte. In der Top-Lage Dürrau wurzeln die bis zu 70 Jahre alten Rebstöcke in einem tiefgründigen, eisenhaltigen Lehmboden. Das fördert kräftige, vielschichtige Weine. Der Boden der Ried Hochäcker ist ein Gemisch aus Lehm und Löss, darunter befindet sich wasserdurchlässiger Kies. Der Blaufränkisch von hier zeichnet sich durch eine dezente Pfeffernote aus. Grundsätzlich liegen alle Weine für mindestens vierzehn Monate im Holz, auch jene der Basislinie, je nach Wein auch deutlich länger. Der Fokus ist auf eine präzise Frucht ausgerichtet. Diesem Anspruch kommt die Lagerung im großen Holzfass sehr entgegen. Der Blaufränkisch Ried Dürrau wird ausschließlich in neuem Holz ausgebaut, 80% davon sind Barriques, der Rest Gebinde mit 500 Liter Fassungsvermögen. Für die Lagenweine verwendet Michael nur Reben, die mindestens 25 Jahre alt sind. Die Top-Qualitäten bleiben bis zu fünf Wochen auf der Maische. Das setzt im Interesse der Ausgewogenheit physiologisch reife Beeren voraus, das heißt, reife Tannine. Michael Kerschbaum hat das Holz zurückgenommen, um die Sortentypizität und die Frucht zu betonen.

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2015 HILL 1
Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(ME, BF, ZW) Ein ungemein feiner Rotwein, der den Charme eines Weltbürgers ausstrahlt, schwarze Oliven, Brombeeren, Kirschen, feinste Vanille, perfektes Holz, dezent rauchig, saftige Frucht, große Eleganz, harmonische Fülle, Johannisbeeren, Schoko, tiefgründig, erinnert an große Rotweine von der Rhone. Ein absoluter Klasse-Rotwein!!!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia


7093 Jois
Hill 1

Leo Hillinger polarisiert, steht oft in der Öffentlichkeit, aber er ist der Motor des Weingutes. Leo ist trotz seiner Präsenz in TV & more ein Naturmensch geblieben. Seine Weingärten werden zu 100% biologisch bewirtschaftet. Die Weine sind zum einen perfekte Widerspiegelungen des Leithagebirges, zum anderen Gewächse von höchstem internationalem Niveau. Der Pinot Blanc 2017 ist ein würdiger Vertreter des Leithaberges, ebenso der 2017 Grüne Veltliner – ein Wein von sensationeller Dichte. Der 2017 Blaufränkisch Ried Ruster Umriss vereint die Leithaberg Würze mit der Ruster Noblesse. Sehr balanciert und feinfruchtig präsentiert sich die 2017 Cuveé Hillside red. Die Hill Serie 1, 2 und 3 spielen in ihrer eigenen Liga. Weine, die auf der ganzen Welt Gefallen finden. Hill 2 – sollte sich auf jeder Weinkarte wiederfinden. Hill 1 – ist ein Rotwein von internationalem Format. Hill 3 – einer der herrlichsten Vertreter der Süßweine Pannoniens.

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2020 Grüner Veltliner Ried Steinertal, Loiben, Smaragd
Weingut Schmelz
Wachau

Salzige Mineralität, griffig, kühle Würze, Südfrüchte; elegant wie stoffig, kühl-mineralisch, Grapefruit, Birne, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmelz
Wachau

Thomas Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz macht enorm präzise Weine. Seine Veltliner und Rieslinge, die er im Federspiel- und Smaragd-Bereich in vielen Facetten ausbaut, gehören zu den besten Weinen der Wachau, Bei den Federspielen zeigt Schmelz mit fünf Veltlinern die Wachauer Bandbreite zwischen Wösendorf und Loiben – wobei das sehr straffe, mineralische Federspiel aus der Ried Klaus herausstrahlt. Beim mittelgewichtigen Riesling ist Schmelz zwar mit einem Wein nur schlank aufgestellt – sein „Stein am Rein-Riesling“ ist aber alle Jahre eine sichere Bank für bestes Wachauer Trinkvergnügen. Die Post geht immer bei den Schmelz-Smaragden ab, wo der Winzer beim Veltliner drei Lagenweine in feinen Terroir-Unterschiedlichkeiten serviert. Bei den Riesling-Smaragden überzeugt Schmelz noch mehr – mit einem feurig-straffen Weißenkirchner und einem fülligeren Dürnsteiner Smaragd; beides großes Riesling-Kino. Und mit seinen „Best of“-Weinen wandert Schmelz abseits der spezifischen Lagencharakteristik den Pfad, mit den besten Trauben des Guts Langstreckenläufer hervorzubringen. Mit der hohen 2020er-Säure läuft das ziemlich gut an …

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2020 Riesling Ried Altenburg
Weingut Hagen
Kremstal

Verführerische Fruchtfülle, Nektarinen, Ananas, Marillenkuchen; mineralisch, kräftige Statur, extraktsüß, kristallklar, finessenreich; Riesling von Format.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut Hagen
Kremstal

Anton Hagen
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Toni Hagen verfügt über exzellente Lagen, die sich in zwei Bereiche unterscheiden lassen. Zum einen sind das jene, die nahe der Donau liegen – zu ihnen zählen Sandgrube, Holzgasse und Weinzierlberg –, zum andern handelt es sich um die genuinen Kremstaler Lagen wie Thurnerberg, Kremsleithen oder den Rehberger Goldberg. Während die donaunahen Weingärten vom pannonischen Einfluss profitieren sowie vom Feuchtigkeitsversorger Donau, spüren die Rieden im Herzen des Kremstals die kühlen Einflüsse des Waldviertels in einem wesentlich stärkeren Maße. Und wo die Rieden an der Donau in erster Linie Sand- und Löss-Böden aufweisen, verfügen Letztgenannte durch die Bank über karge, steinige Bodenschichten. Das seit 200 Jahren im Familienbesitz befindliche Weingut des stets sehr bescheiden auftretenden Winzers steht ebenda, wo entlang des Kremsflusses einige der besten Weine des Gebiets heranreifen. Optimale Ergebnisse liefert freilich auch die an der Grenze zur Wachau angesiedelte Ried Altenburgfrüher Pfaffenberg), aus der Toni Hagen und sein Sohn Lukas einen besonders mineralischen Riesling keltern, der Jahr für Jahr – gemeinsam mit dem aus mehr als 50-jährigen Rebanlagen stammenden Grünen Veltliner „Alte Reben“ – die Speerspitze des Sortiments einnimmt. Der Fokus im Betrieb liegt auf dem Grünen Veltliner, von dem wir gleich fünf vorstellen dürfen, die – nicht zuletzt aufgrund der kleinklimatischen Bedingungen – teilweise diametral voneinander abweichen. Zweitwichtigste Sorte ist der Riesling, gefolgt von einigen weiteren Varietäten wie Weißburgunder, Chardonnay oder Gelber Muskateller, für die das Vater-Sohn-Duo auch mit dem aktuellen Jahrgang ein ausgesprochen geschicktes Händchen beweist.

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2018 Ried Holzspur Pinot Noir
Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Weißer Spargel und Verbene im Duett, glasklar und lebhaft, feine Fruchtsüße, Himbeeren und Mandeln keimen auf, elegant und zartblumig, samtige Tannine, sollte noch etwas lagern ...

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut Johanneshof Reinisch
Thermenregion

Familie Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Wie eigentlich jedes Jahr gibt es auch heuer einige Neuigkeiten vom Johanneshof zu vermelden. Da wäre einmal das Erstlingswerk der beiden Söhne von Hannes Reinisch, das Sebastian und Thomas schlicht „The First“ getauft haben, ein taufrischer Blend aus Sauvignon und der PiWi-Rebsorte Cabernet Blanc, der mit seinem Schwung und der schlanken, rassigen Art einen idealtypischen Sommerwein ergeben wird. Die unmittelbare Konkurrenz liegt im eigenen Keller und ist mit dem Dialog, der auch zum Teil auf Sauvignon setzt, ein alter Bekannter, welcher das Sommerwein-Thema auf etwas ruhigere, gleichwohl ebenso animierende Weise abhandelt. Im gewohnten Fahrwasser gleiten hingegen die Variationen der traditionellen Gumpoldskirchner Reb-sorten dahin, vor allem die „Tradition“ benannte Cuvée aus Zierfandler und Rotgipfler scheint dieses Mal noch eleganter und vielleicht ein wenig trockener ausgefallen zu sein. Die Variationen vom Char-donnay bilden nunmehr ein Trio, wurden doch der fruchtbetonte „Einstiegswein“ und der bewährte, rauchig-geheimnisvolle Lores um einen Premium-Wein aus der Gumpoldskirchner Top-Lage Kästenbaum ergänzt, der noch etwas lagern sollte. Auf dem roten Sektor begeistern bereits die leichteren, nur nach der Rebsorte benannten Qualitäten. Vor allem den Pinot und den St. Laurent wird man in dieser Preiskategorie wohl kaum sonst wo in Österreich auf diesem Niveau antreffen; hier wurde der hervorragende Jahrgang 2019 einfach optimal umgesetzt. Dem nach der großen Tattendorfer Ried Frauenfeld benannten Mittelbau wird die ohnehin eingeplante weitere Flaschenreife sicher guttun, während sich der Grillenhügel-Pinot aus Gumpoldskirchen in seiner spargeligen Würze und zarten Himbeerfrucht offensichtlich schon der Hochform nähert. Von den Top-Weinen aus der Ried Holzspur hatte zum Verkostungszeitpunkt der vielschichtige und vor tiefer Weichselfrucht strotzende St. Laurent gegenüber dem zartblumigen, noch etwas schüchternen Pinot Noir die Nase vorne. Keine Konkurrenz – weder im eigenen Keller noch an der ganzen Südbahn – kennt hingegen der finessenreiche wie machtvolle Kästenbaum, der sich mit den Jahren im-mer stärker den großen Vorbildern von der Côte-de-Nuits annähert, etwa einem Chambolle-Musigny der kräftigrassigen Ausbauweise.

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2019 Blaufränkisch Gold Reserve
Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Tiefe Frucht, Schwarzkirschen, Tintenblei, Graphit, noble Würze à la Lorbeerblatt und Thymian; Frucht und Würze, Kakaopulver, Zug, im Finish auch Dörrpflaumen, Holz erst im Nachhall.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Markus Kirnbauer
7301 Deutschkreutz
Rotweinweg 1

Tel. +43 2613 89722
Fax. -12
kirnbauer@phantom.at
www.phantom.at

Weithin sichtbar thront das Weingut auf einem Hügel über Deutschkreutz. Große Bekanntheit erlangt hat die Familie Kirnbauer durch das Phantom, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Der Konquest, ein reinsortiger Cabernet Franc, ist jedes Jahr im Handumdrehen ausverkauft. Er reift in neuen Barriques aus amerikanischer Eiche. Bei Weinsammlern hoch im Kurs steht die markante, drei Jahre in Barriques erzogene Bordeaux-Cuvée Forever, die ihre Meriten erst nach einigen Jahren Flaschenlagerung zur Gänze zeigt. Rund 1.000 Barriques lagern im Keller. Ihre Einstellung zu diesen Gebinden definieren die Kirnbauers so: Die Harmonie von Wein und Holz steht über allem. Der Blaufränkisch Gold Reserve wird zur Gänze in neuen kleinen Eichenfässern erzogen. Und der Zweigelt Girmer heißt so, weil das Holz für die Gebinde im eigenen Girmer-Wald geschlagen wurde. Schon Walter Kirnbauer hat die Weichen in Richtung nachhaltige Bewirtschaftung gestellt, sein Sohn Markus ist zutiefst davon überzeugt, dass Natur und Ressourcen im Interesse der nachfolgenden Generationen geschont werden müssen. Man war „nachhaltig Austria“ zertifizierter Betrieb der ersten Stunde. Im Jahr 2019 wurde die kontrollierte biologische Bewirtschaftung eingeführt, das Weingut befindet sich derzeit in der Umstellungsphase.

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2017 HILL 3 TBA
Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(CH, SB) 0,375l Fl. Süß-sattes Gelb, der Honig dominiert die Nase, Bienenwachs, perfekte Botrytis, herrlich süß260g/l), Kamille, Quitte, Haselnüsse, holzunterlegt, Pannonien pur, Karamell, gelbe Früchte, opulent, ohne breit zu wirken, ungemein reichhaltig, angenehme Fülle, getrocknete Früchte, ein ganz toller Süßwein von größt-
möglicher Harmonie.

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Naturkork

Weingut Leo Hillinger
Leithaberg, Rust & Rosalia


7093 Jois
Hill 1

Leo Hillinger polarisiert, steht oft in der Öffentlichkeit, aber er ist der Motor des Weingutes. Leo ist trotz seiner Präsenz in TV & more ein Naturmensch geblieben. Seine Weingärten werden zu 100% biologisch bewirtschaftet. Die Weine sind zum einen perfekte Widerspiegelungen des Leithagebirges, zum anderen Gewächse von höchstem internationalem Niveau. Der Pinot Blanc 2017 ist ein würdiger Vertreter des Leithaberges, ebenso der 2017 Grüne Veltliner – ein Wein von sensationeller Dichte. Der 2017 Blaufränkisch Ried Ruster Umriss vereint die Leithaberg Würze mit der Ruster Noblesse. Sehr balanciert und feinfruchtig präsentiert sich die 2017 Cuveé Hillside red. Die Hill Serie 1, 2 und 3 spielen in ihrer eigenen Liga. Weine, die auf der ganzen Welt Gefallen finden. Hill 2 – sollte sich auf jeder Weinkarte wiederfinden. Hill 1 – ist ein Rotwein von internationalem Format. Hill 3 – einer der herrlichsten Vertreter der Süßweine Pannoniens.

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2017 Chardonnay Blick
Weinlaubenhof Kracher
Neusiedlersee

Mild, zarte Burgunder-Noten, Oliven, Grapefruit; straffe, kreidig, exotische Frucht, Banane, Blutorangen, weißes Nougat, weiches Toasting. relativ lang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weinlaubenhof Kracher
Neusiedlersee

Gerhard Kracher
7142 Illmitz
Apetloner Straße 37

Tel. +43 2175 3377
Fax. +43 2175 3377-4
office@kracher.at
www.kracher.at

Gerhard Kracher steht für Süßwein. Und wenn es um die besten Trockenbeerenauslesen geht, ist der Illmitzer mit seinen Weinen Weltklasse. Doch Kracher hat mittlerweile auch ein stattliches und ansehnliches „trockenes“ Weinsegment, das in Flaschen gerechnet etwa ein Drittel der Abfüllmenge ausmacht. Diese Weine wachsen nicht nur im Seewinkel, sondern auch auf dem Leithaberg und im Weinviertel, wo Kracher mit dem bekannten internationalen Sommelier Aldo Sohm sehr eigenständige Grüne Veltliner macht. Es gibt auch ein durchaus interessantes Burgunder-Segment, aus dem die Chardonnays herausstechen: einerseits der „Kreuz“ aus dem Seewinkel und den Kracher für 24 Monate zu 100 Prozent in neuen 225er-Barriques ausbaut und der Wein dementsprechend Zeit und Belüftung braucht. Andrerseits der Chardonnay „Blick“ vom Leithaberg, der nur zu einem Drittel im neuen kleinen Holz liegt, der Rest ist im gebrauchten Barrique – dadurch wirkt der junge Chardonnay nicht so wuchtig und verfügt jetzt schon über eine feingliedrige Eleganz. Da Gerhard Kracher mit seinen Weinen vor allem international unterwegs ist, die weltweite Pandemie aber den weltweiten Handelsfluss gebremst hat, nutzte der Illmitzer Süßwein-Winzer den Stillstand als Chance, mit seinen Trockenbeerenauslesen einen Jahressprung zu machen. Künftig reifen und ruhen Krachers TBA statt zwei Jahre jetzt drei Jahre auf dem Weingut, bevor sie mit September in die globalen Märkte gehen. Das startet mit dem Jahrgang 2018, den der Illmitzer Süßwein-Winzer trotz der Hitze „als tolles Jahr“ sieht, bei dem erst sehr spät die Botrytis gekommen ist. Nur beim Muskat Ottonel ist nichts gegangen. Von allen anderen wichtigen Sorten gibt es eine TBA. Insgesamt neun Nummern umfasst heuer Krachers TBA-Kollektion, deren Weine entweder im Barrique ausgebaut sind, gekennzeichnet als Nouvelle Vague, oder im Stahltank, die den Zusatz „Zwischen den Seen“ haben. Die Weine sind wie immer nach aufsteigendem Restzuckergehalt nummeriert. Aus der gelungenen Serie leuchten vier TBA heraus: Das ist die No. 5, die Grande Cuvée, die Kracher immer als den Hauswein bezeichnet, weil die Cuvées aus Welschriesling und Chardonnay nicht nur die beiden wichtigsten Sorten des Weinguts enthalten, sondern dadurch auch immer den Süßweinjahrgang am besten reflektieren und abbilden. Die Grande Cuvée 2018 wirkt heuer trotz Holzausbau ungewöhnlich frisch. Die besten 2018er-TBA sind heuer die No. 7 und No. 8 – zwischen Scheurebe und Welschriesling ist es ein ganz enges Match, beide sind superelegante TBA mit einer straffen, saftigen Frucht und dieser lässigen Salzigkeit, die den Seewinkel-TBA oft innewohnt. Und dann gibt es heuer noch eine hochkonzentrierte Nr. 9 – quasi einen Bonus-Wein. Allerdings darf diese No. 9 nicht Wein und TBA heißen, weil sie mit nur 4 PS zu wenig Alkohol hat. Laut Weingesetz ist das ein „teilweise gegorener Traubenmost“, der halt fast 400 g/l Restzucker hat. Das macht diese Nektaressenz in seiner ersten Jugend sehr opulent und überkonzentriert. Wird aber dieser Fast-Wein erwachsen, wird die „9er-TBA“ für Jahrzehnte marschieren.

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2020 Riesling Ried Ralais Wösendorf Smaragd
Weingut Erich Bayer
Wachau


Pfirsiche, Marillennektar, dezente Würze; kühle, straffe 
Art, knochentrocken, Zitrus, Maracuja, viel Pfirsich, 
Marillen, mittellang bis lang.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut Erich Bayer
Wachau

Erich Bayer
3610 Weißenkirchen
St. Michael 4

Tel. +43 2713 2364
Fax. +43 2713 2364
office@weingut-bayer.com
www.weingut-bayer.com

Erich Bayer betreibt einen schmucken Heurigen in St. Michael, einem 15-Häuser-Hauerdorf mit alter Wehrkirche – schon das sind zwei Gründe, um bei einem Wachau-Trip dort stehen zu bleiben. Das kleine feine Weingut ist seit mehr als 170 Jahren in Familienbesitz und wird von Erich Bayer seit 2005 in fünfter Generation geführt. Wachau-typisch stützt sich der Winzer auf Veltliner und Riesling. Doch zum jährlichen Wein-Repertoire gehören auch der Chardonnay und Weißburgunder, die auch gut zur Heurigenjause passen. Man findet bei Bayer zudem Exoten wie den Frühroten Veltliner, außerdem einen heuer sehr sommervergnüglichen Gelben Muskateller. Ebenso findet man bei Bayer eine Steinfeder vom Veltliner – was dem Winzer hoch anzurechnen ist, da die leichten Steinfedern durch die reifen Jahrgänge immer mehr zu Raritätenweinen werden. Bayers sechs Hektar Weingärten spannen sich von St. Michael über Wösendorf bis Weißenkirchen. Aus der kühlen Urgesteins-Terrassenlage Harzenleithen in St. Michael zieht Bayer seine kristallklaren mineralischen Rieslinge. Seine Veltliner-Smaragde hat Bayer in der Vorderseiber stehen, einer Berglage im Hinterland von Weißenkirchen. Dort hat er auch eine Parzelle mit 60 Jahre alten Veltlinerstöcken, die sind für seine Selektion, die er nach seiner Tochter Sophie benannt hat – und alle Jahre den Top-Veltliner ergibt. Die Kraft des Alters macht auch den Unterschied. Übrigens: Alle Smaragd-Weine gibt es ab September.

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2020 Grüner Veltliner Best Of Smaragd
Weingut Schmelz
Wachau

Rauchig-füllig, zart-würzig, leicht salzig; Bitterorangen, Gerbstoff-Grip, super Säure und Mineralität, grüne Oliven, einige Reserven.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmelz
Wachau

Thomas Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz macht enorm präzise Weine. Seine Veltliner und Rieslinge, die er im Federspiel- und Smaragd-Bereich in vielen Facetten ausbaut, gehören zu den besten Weinen der Wachau, Bei den Federspielen zeigt Schmelz mit fünf Veltlinern die Wachauer Bandbreite zwischen Wösendorf und Loiben – wobei das sehr straffe, mineralische Federspiel aus der Ried Klaus herausstrahlt. Beim mittelgewichtigen Riesling ist Schmelz zwar mit einem Wein nur schlank aufgestellt – sein „Stein am Rein-Riesling“ ist aber alle Jahre eine sichere Bank für bestes Wachauer Trinkvergnügen. Die Post geht immer bei den Schmelz-Smaragden ab, wo der Winzer beim Veltliner drei Lagenweine in feinen Terroir-Unterschiedlichkeiten serviert. Bei den Riesling-Smaragden überzeugt Schmelz noch mehr – mit einem feurig-straffen Weißenkirchner und einem fülligeren Dürnsteiner Smaragd; beides großes Riesling-Kino. Und mit seinen „Best of“-Weinen wandert Schmelz abseits der spezifischen Lagencharakteristik den Pfad, mit den besten Trauben des Guts Langstreckenläufer hervorzubringen. Mit der hohen 2020er-Säure läuft das ziemlich gut an …

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2020 V
Weingut Leindl
Kamptal

Vielschichtig, sanft, druckvoll, Gewürze, Honig-
melonen, Süßholz, Feuerstein; Zug, fokussiert und lebhaft, 
viel reife Frucht, zusätzlich reife Pfirsiche im langen Nachhall, Riesling-haftes Finale.

Weißwein
Viognier
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Leindl
Kamptal

Georg Leindl
3561 Zöbing
Am Wechselberg 12

Tel. +43 2719 2609
Fax. -4
info@weingutleindl.at
www.weingutleindl.at

Nach Jahren in Forschung, Lehre und Beratung 
erfüllte sich der Önologe Georg Leindl einen Lebens-
traum und gründete 2013 sein Weingut in Zöbing, das zu den Österreichischen Traditionsweingütern gehört. Mit den Rieden Seeberg, Kogelberg und Heiligenstein verfügt der engagierte Winzer über Anteile an 
renommierten Lagen. Die aktuelle Serie zeigt, dass Georg Leindl ein Gespür für die einzelnen Rieden hat und deren Charakteristika sensorisch einwand-
frei herausarbeitet. Feinheit und Eleganz kenn-
zeichnen die Weine. Der Seeberg mit seinem Untergrund aus Glimmer-
schiefer und Einsprengseln von Amphibolit ist nach Süd und Südwest ausgerichtet. Der Boden ist schluffig-sandig und überwiegend kalkfrei. Hier sieht Georg Leindl großes Potenzial für viel-
schichtige Veltliner. Der Kogelberg ist eine kühle 
Lage, dazu kommen noch starke Temperatur-
wechsel zwischen Tag und Nacht. Solche Be-
dingungen und ein Boden aus Glimmerschiefer fördern rassige Rieslinge. Auf dem legendären 
Heiligenstein mit seinem rötlichen, verwitterten Wüstensandstein und den Konglomeraten vulkan-
ischen Ursprungs gedeihen feinwürzige Rieslinge 
großer Klasse. Irbling ist eine großteils steil 
abfallende Südlage, die sich tagsüber extrem 
aufheizt und in der Nacht durch die kalten Winde aus dem Waldviertel gekühlt wird. Der Riesling, der hier wächst, schätzt den Untergrund aus 
verwittertem Gneis und Schiefer. Am anderen Ende der geologischen Bandbreite liegt der Löss, und den finden wir in der Lage Eichelberg. Der Winzer liebt diese Riede, weil Trockenstress ein Fremdwort ist, und der Grüne Veltliner hier die besten 
Voraussetzungen für konzentrierte und komplexe Gewächse findet. In besonders guten Jahrgängen wird auch Viognier gefüllt.

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2019 Hommage Chardonnay Reserve
Weingut Weinwurm
Weinviertel

Feine Topfen-
creme, Zitrusfrucht, öffnet sich mit Luft in Richtung burgundisches Vergnügen, BSA verschwindet an der Luft, feine Röstnoten; fülliger Ansatz auf mineralischem Fundament, etwas Gerbstoff, schon recht gute Länge, braucht noch.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Weingut Weinwurm
Weinviertel

Lisa & Georg Weinwurm
2181 Dobermannsdorf
Hauptstraße 65

Tel. +43 2533 8581
wein@weinwurms.at
www.weinwurms.at

„Ein Jahr wie in meiner Kindheit“, so erinnert sich Georg Weinwurm. Warme Tage, kühle Nächte, Regen und Sonne im Wechselspiel, später, d.h., eigentlich normaler Erntebeginn, bis dann der große Regen im Oktober der Beschaulichkeit ein Ende setzte und „man schauen musste, dass man gesunde Trauben reinbringt“. Die Weißweine sind mit ihrer frischen Säure grundsätzlich ausgewogen und angenehm zu trinken, entsäuert wurde nichts, durch gute Extraktwerte sind die Weine gut aufgestellt. Bei Vinaria Verkostungen konnten zuletzt mit der Veltliner Hommage und dem Gemischten Satz sehr gute Platzierungen erreicht werden. Mit der Hommage vom Chardonnay ist ihm auch ein beachtlicher Wurf gelungen. Eine Spezialität des Winzermeisters ist der Rote Muskateller, der mit Luft sehr finessig und vielschichtig wird. Glück war es rückblickend, dass sein Großvater aus Versehen einst Zweigelt- statt Veltliner-Reben für einen neuen Weingarten ausgesetzt hat, Georg ist glücklich, dass er jetzt auf bis zu 70 Jahre alte Reben zugreifen kann, und wir freuen uns, dass er uns für wenig Geld an diesem Glücksmoment teilhaben lässt.

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2020 Riesling
Weingut Schneider
Thermenregion

Tolle Frische des Jahrgangs, viel Aromatik, Apfel und Quitte, Steinobst; viel Pfirsich, geschmeidige Fruchtfülle bei schönem Säurebiss, super Balance, supergelungene Überraschung.

Weißwein
Riesling
Schraubverschluss

Weingut Schneider
Thermenregion

Georg Schneider
2523 Tattendorf
Badner Straße 3

Es ist immer wieder fein, das Weinprogramm von Georg Schneider durchzukosten und durch seine beiden Mikro-Weinwelten zu driften – auf der einen die Tattendorfer Seite, wo Schneider zu Hause ist und das Gros seiner Rotweine steht; auf der anderen, der weißen Pfaffstättner Seite, woher seine frischen, würzigen Weißweine kommen. Und jedes Jahr aufs Neue überrascht der Tattendorfer Bio-Winzer: diesmal mit einem unvermutet hübschen Riesling, der sich in Frische und Fruchtspiel durchaus mit Weinen klassischer Riesling-Regionen vergleichen kann und im Preis-
Leistungs-Verhältnis wahrscheinlich weit vorne ist. Eine Bank ist Schneiders Rotgipfler, bei dem der Winzer Jahr für Jahr trinkvergnügliche Bilderbuch-Vertreter in die Flasche bringt – das besonders für seinen Lagen-Rotgipfler Tagelsteiner gilt, der Jahr für Jahr fast immer der weiße Klassenbeste ist. Aber heuer blinkt der famose Riesling um einen Stern heller als der Rotgipfler. Dafür gibt es jetzt vom Tagelsteiner auch einen Pinot Noir, der sich gleich in die Burgunder-Reihe von Schneider gut einfügt und eine attraktive Vorstufe für seine Reserve-Weine bildet. Und hier zeigt sich eine nächste Überraschung. Zwar ist der Pinot-Noir-
Reserve sehr gelungen, aber der Laurent-Reserve ist diesmal in seiner Komplexität aktuell eine Nuance vor seinem filigraneren Burgunder-Bruder. Uns soll nichts Schlimmeres passieren, als sich zwischen diesen hohe Qualitäten entscheiden zu müssen.

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2018 Sauvignon Blanc, Ried Sonneck
Weingut Domaines Kilger
Südsteiermark

Dezent würzige Nase, frische Früchte, saftig mit viel Tiefe, gelber Paprika, Papaya, rosa Grapefruit, kühler Touch, vital und schwungvoll, vornehm, dabei druckvoll, kernige Mitte, salzige Untertöne, strahlt mit Vitalität und toller Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Naturkork

Weingut Domaines Kilger
Südsteiermark

Hans Kilger
8462 Gamlitz
Eckberger Weinstraße 32

Der Firmensitz der zum Drei-Kronen-Betrieb aufgestigenen Domaines Kilger, die der Münchner Entrepreneur Hans Kilger erfolgreich auf vielen Säulen im Weinland Steiermark und 
Burgenland aufbaut, ist nun auf das Schloss 
Gamlitz gewechselt. Die beeindruckende Sommerresidenz im historisierenden Barockstil bietet sich nach behutsamer Renovierung und Modernisierung 
den Besuchern ab Sommer als Hotel, Event 
Locationtraumhaft für Hochzeiten) und für Weineinkäufe samt Weinmuseum an. Der historische Weinkeller im „Kilgers Schloss Gamlitz“ steht ab nun dem Weinbau für die neuen Rieden-Weine der Südsteiermark zur Verfügung. Die Gesamtregie im Keller liegt bei Walter Polz, der die vielen Sauvignon-Blanc-Varietäten samt dem vielfältigen Sortenspektrum sukzessive zu neuen Qualitäten führt. Die Weinlinie präsentiert sich mit viel Terroir-Typizität in pointierter Stilistik voller 
Harmonie von Kraft, Saft und Finesse.

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2019 Perwolff Blaufränkisch
Weingut Krutzler
Eisenberg

Herrlich tiefgründig, tolles Volumen, Marzipan und Kandis, Efeu, Minze, Veilchen, Heidelbeeren und Brombeeren; saftig-elegante Frucht-
ausprägung, Waldbeeren, ungemein saftige Mitte, griffig, geht langsam auf, sehr lang, Geduld.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 3365 21868
Fax. 20013
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Dieses national wie international renommierte Spitzenweingut in Deutsch Schützen wird schon seit vielen Jahren von Reinhold Krutzler und seiner Frau Melanie höchst erfolgreich geführt. Den Grundstein für den Erfolg legte Vater und Weinbaupionier Hermann Krutzler mit seiner Frau Martha, der den im ebenso idyllischen wie versteckten Südburgenland gelegenen Betrieb mit seinen charaktervollen, herkunfts- wie sortentypischen Rotweinen in die Weinelite Österreichs führte. Hermann Krutzler erhielt für seine Verdienste um und Impulse die rare Vinaria Trophy für sein Lebenswerk. Die gutseigenen Weingärten verteilen sich auf den Deutsch-Schützer Berg und den Eisenberg, wo leichte bis mittelschwere Lehmböden mit hohem Eisengehalt und teils Schieferanteilen das perfekte Substrat für die im Weingut dominierende Sorte Blaufränkisch darstellen, die es in mehreren Varianten gibt: Die Basis bildet ein fruchtbetonter Vertreter mit Herkunft Burgenland, der von einem Zweigelt sekundiert wird. Der klassische Eisenberg DAC fungiert als Bindeglied zu ebenfalls mit der Herkunft Eisenberg versehenen Reserve. Ein Krutzler’scher Klassiker ist der „Alte Weingarten“ aus einer alten Rebanlage in der Ried Weinberg, der zu vier Fünfteln aus Blaufränkisch sowie Zweigelt besteht. An der Spitze steht dann der Kultwein Perwolff, der schon seit etlichen Jahren ebenfalls reinsortig aus Blaufränkisch besteht. Gut etabliert hat man sich mittlerweile mit den Weißweinen, bei denen Krutzler weniger auf Primärfrucht als vielmehr auf Struktur und gewisse Kraft setzt. Der Basisblaufränkisch aus dem etwas kühleren, pikanteren Jahrgang 2020 zeigt sich sehr anregend. Die Rotweine aus dem heißen, ausgereiften Jahrgang 2019 präsentieren sich körperreich und zugleich vital und vermitteln sehr gut die mineralische Würze des südburgenländischen Terroirs. An der Spitze steht wie üblich der hervorragend gelungene Perwolff, gefolgt vom Alten Weingarten. Bildhübsch sind der sehr elegante Blaufränkisch Lena aus dem Jahrgang 2016 sowie die einnehmende Spätfüllung Eisenberg 2017.ps

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2020 Riesling Ried Steinriegl, Weißenkirchen Smaragd
Weingut Schmelz
Wachau

Feuerstein, Limetten, kreidig-kalkig, straff und engmaschig; saftig, fruchtsüß reifer Pfirsich, kühl-aromatisch, Riesensäure, langer Abgang.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmelz
Wachau

Thomas Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz macht enorm präzise Weine. Seine Veltliner und Rieslinge, die er im Federspiel- und Smaragd-Bereich in vielen Facetten ausbaut, gehören zu den besten Weinen der Wachau, Bei den Federspielen zeigt Schmelz mit fünf Veltlinern die Wachauer Bandbreite zwischen Wösendorf und Loiben – wobei das sehr straffe, mineralische Federspiel aus der Ried Klaus herausstrahlt. Beim mittelgewichtigen Riesling ist Schmelz zwar mit einem Wein nur schlank aufgestellt – sein „Stein am Rein-Riesling“ ist aber alle Jahre eine sichere Bank für bestes Wachauer Trinkvergnügen. Die Post geht immer bei den Schmelz-Smaragden ab, wo der Winzer beim Veltliner drei Lagenweine in feinen Terroir-Unterschiedlichkeiten serviert. Bei den Riesling-Smaragden überzeugt Schmelz noch mehr – mit einem feurig-straffen Weißenkirchner und einem fülligeren Dürnsteiner Smaragd; beides großes Riesling-Kino. Und mit seinen „Best of“-Weinen wandert Schmelz abseits der spezifischen Lagencharakteristik den Pfad, mit den besten Trauben des Guts Langstreckenläufer hervorzubringen. Mit der hohen 2020er-Säure läuft das ziemlich gut an …

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2020 Riesling Ried Gelsenberg Unterm Kirschbaum
Weingut Gerhard J. Lobner
Weinviertel

Süßliche, harmonische Fruchtpräsenz, Nektarine, Mango, Marille, saftig und einnehmend, strömt ruhig aus dem Glas; Restsüße und Säure perfekt abgestimmt, ganz präzise breitgestreute Fruchtvielfalt, Assoziationen mit Mosel-Riesling, Restzucker wird nie vordergründig, großes Trinkvergnügen ist garantiert, ein Langstreckenläufer.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Gerhard J. Lobner
Weinviertel

Gerhard J. Lobner
2261 Mannersdorf an der March
Hauptstraße 62

Mit dem herausfordernden Jahrgang 2014 hat Gerhard Lobner die Verantwortung des Familienweingutes im südöstlichen Teil des Weinviertels, im beschaulichen Mannersdorf an der March, übernommen. Nach Absolvierung der Klosterneuburger Weinbauschule im Jahre 1999 folgten mehrere Praktika im Ausland. Seit dem Jahre 2007 ist Gerhard Lobner als erfolgreicher Weingutsleiter der Wiener Weingüter „Mayer am Pfarrplatz“ und „Rotes Haus“ tätig. Die Doppelbelastung wird bravourös gemeistert, im persönlichen Gespräch das eigene Weingut als „Wien im Kleinformat“ bezeichnet. So spielt auch bedingt durch das Kleinklima der Marchauen – anders als im Weinviertel üblich – der Riesling die erste Geige. Die 1648 errichtete Rochuskapelle prägt die Etiketten, und von ihr aus sind auch die beiden vom Löss geprägten Lagen Rochusberg und Gelsenberg sichtbar. Mit dem Jahrgang 2020 ist es Gerhard Lobner wieder sehr gut gelungen, eine schlüssige, fruchtbetonte und blitzsaubere Weinserie hervorzubringen. An der Qualitätsspitze stehen die noch in den Kinderschuhen steckende Ried Rochusberg Terra Aurea sowie der Riesling Ried Gelsenberg Unterm Kirschbaum, eine liebliche Variante, die deutsche Assoziationen aufkommen lässt.

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2019 Merlot
Weingut Krutzler
Eisenberg

Süß und üppig, Nelken und Zimt, etwas Plumpudding und Erdbeergelee; schmelziges Fruchtentree, recht kompakt, mittelkräftig, guter Biss, fest, mittleres Spiel, recht lang.

Rotwein
Merlot
€€€€€
Naturkork

Weingut Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 3365 21868
Fax. 20013
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Dieses national wie international renommierte Spitzenweingut in Deutsch Schützen wird schon seit vielen Jahren von Reinhold Krutzler und seiner Frau Melanie höchst erfolgreich geführt. Den Grundstein für den Erfolg legte Vater und Weinbaupionier Hermann Krutzler mit seiner Frau Martha, der den im ebenso idyllischen wie versteckten Südburgenland gelegenen Betrieb mit seinen charaktervollen, herkunfts- wie sortentypischen Rotweinen in die Weinelite Österreichs führte. Hermann Krutzler erhielt für seine Verdienste um und Impulse die rare Vinaria Trophy für sein Lebenswerk. Die gutseigenen Weingärten verteilen sich auf den Deutsch-Schützer Berg und den Eisenberg, wo leichte bis mittelschwere Lehmböden mit hohem Eisengehalt und teils Schieferanteilen das perfekte Substrat für die im Weingut dominierende Sorte Blaufränkisch darstellen, die es in mehreren Varianten gibt: Die Basis bildet ein fruchtbetonter Vertreter mit Herkunft Burgenland, der von einem Zweigelt sekundiert wird. Der klassische Eisenberg DAC fungiert als Bindeglied zu ebenfalls mit der Herkunft Eisenberg versehenen Reserve. Ein Krutzler’scher Klassiker ist der „Alte Weingarten“ aus einer alten Rebanlage in der Ried Weinberg, der zu vier Fünfteln aus Blaufränkisch sowie Zweigelt besteht. An der Spitze steht dann der Kultwein Perwolff, der schon seit etlichen Jahren ebenfalls reinsortig aus Blaufränkisch besteht. Gut etabliert hat man sich mittlerweile mit den Weißweinen, bei denen Krutzler weniger auf Primärfrucht als vielmehr auf Struktur und gewisse Kraft setzt. Der Basisblaufränkisch aus dem etwas kühleren, pikanteren Jahrgang 2020 zeigt sich sehr anregend. Die Rotweine aus dem heißen, ausgereiften Jahrgang 2019 präsentieren sich körperreich und zugleich vital und vermitteln sehr gut die mineralische Würze des südburgenländischen Terroirs. An der Spitze steht wie üblich der hervorragend gelungene Perwolff, gefolgt vom Alten Weingarten. Bildhübsch sind der sehr elegante Blaufränkisch Lena aus dem Jahrgang 2016 sowie die einnehmende Spätfüllung Eisenberg 2017.ps

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2020 Grüner Veltliner Sophie Smaragd
Weingut Erich Bayer
Wachau

Südfrüchte, Streuobstwiese, wirkt sehr stoffig; super saftig, reife Ananas, Kernobst, rauchige Würze, sehr mineralisch, schöne Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Erich Bayer
Wachau

Erich Bayer
3610 Weißenkirchen
St. Michael 4

Tel. +43 2713 2364
Fax. +43 2713 2364
office@weingut-bayer.com
www.weingut-bayer.com

Erich Bayer betreibt einen schmucken Heurigen in St. Michael, einem 15-Häuser-Hauerdorf mit alter Wehrkirche – schon das sind zwei Gründe, um bei einem Wachau-Trip dort stehen zu bleiben. Das kleine feine Weingut ist seit mehr als 170 Jahren in Familienbesitz und wird von Erich Bayer seit 2005 in fünfter Generation geführt. Wachau-typisch stützt sich der Winzer auf Veltliner und Riesling. Doch zum jährlichen Wein-Repertoire gehören auch der Chardonnay und Weißburgunder, die auch gut zur Heurigenjause passen. Man findet bei Bayer zudem Exoten wie den Frühroten Veltliner, außerdem einen heuer sehr sommervergnüglichen Gelben Muskateller. Ebenso findet man bei Bayer eine Steinfeder vom Veltliner – was dem Winzer hoch anzurechnen ist, da die leichten Steinfedern durch die reifen Jahrgänge immer mehr zu Raritätenweinen werden. Bayers sechs Hektar Weingärten spannen sich von St. Michael über Wösendorf bis Weißenkirchen. Aus der kühlen Urgesteins-Terrassenlage Harzenleithen in St. Michael zieht Bayer seine kristallklaren mineralischen Rieslinge. Seine Veltliner-Smaragde hat Bayer in der Vorderseiber stehen, einer Berglage im Hinterland von Weißenkirchen. Dort hat er auch eine Parzelle mit 60 Jahre alten Veltlinerstöcken, die sind für seine Selektion, die er nach seiner Tochter Sophie benannt hat – und alle Jahre den Top-Veltliner ergibt. Die Kraft des Alters macht auch den Unterschied. Übrigens: Alle Smaragd-Weine gibt es ab September.

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2020 Riesling Dürnsteiner Freiheit Smaragd
Weingut Schmelz
Wachau

Viel 
Pfirsich, Stachelbeere, zarte Würze; feine exotische Frucht, Ananaskompott, reife Marille, viel Spannung, super Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmelz
Wachau

Thomas Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz macht enorm präzise Weine. Seine Veltliner und Rieslinge, die er im Federspiel- und Smaragd-Bereich in vielen Facetten ausbaut, gehören zu den besten Weinen der Wachau, Bei den Federspielen zeigt Schmelz mit fünf Veltlinern die Wachauer Bandbreite zwischen Wösendorf und Loiben – wobei das sehr straffe, mineralische Federspiel aus der Ried Klaus herausstrahlt. Beim mittelgewichtigen Riesling ist Schmelz zwar mit einem Wein nur schlank aufgestellt – sein „Stein am Rein-Riesling“ ist aber alle Jahre eine sichere Bank für bestes Wachauer Trinkvergnügen. Die Post geht immer bei den Schmelz-Smaragden ab, wo der Winzer beim Veltliner drei Lagenweine in feinen Terroir-Unterschiedlichkeiten serviert. Bei den Riesling-Smaragden überzeugt Schmelz noch mehr – mit einem feurig-straffen Weißenkirchner und einem fülligeren Dürnsteiner Smaragd; beides großes Riesling-Kino. Und mit seinen „Best of“-Weinen wandert Schmelz abseits der spezifischen Lagencharakteristik den Pfad, mit den besten Trauben des Guts Langstreckenläufer hervorzubringen. Mit der hohen 2020er-Säure läuft das ziemlich gut an …

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2020 Löss III Ried Scheiben
Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

Gelb-grüne Farbe, kühles Aroma, feine Würze, dunkel getönt, kernige Struktur, Pfeffer, Bienenwachs, sehr individuell, momentan noch ziemlich verschlossen. Ein richtiger Herbstwein.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

Franz Sauerstingl
3481 Fels am Wagram
Parkstraße 11

Der Jahrgang 2020 war nach Meinung von Franz Sauerstingl zweischneidig. Die klassischen Weine würden auf Augenhöhe mit den 2019ern stehen, bei den Reserven einen Deut dahinter. Die Zukunft wird es weisen. Jedenfalls haben die Weine genügend Säure in diesem Jahr. Eine gesicherte Zukunft. Das Wichtigste ist jedenfalls, dass die Weine aus dem doch nicht unproblematischen Jahrgang hervorragend sind. Weinbau gibt es übrigens hier seit 1794. Franz Sauerstingl ist seit 2002 für die Weine verantwortlich. Die Serie der Löss Veltliner von 1 bis 4 ist längst der Klassiker des Hauses. Diese interpretieren den Wagram in authentischster Ausprägung. Auch in diesem Jahr: Löss 1 ist trinkfreudig auf hohem Niveau. Löss 2 ist dann die Steigerung mit mineralischen Aspekten. Löss 3 kommt aus der Ried Scheiben. Von voll- mundiger Würze und kräftigem Ausdruck. Löss 4 kommt von den alten Rebbeständen in der Ried Brunnthal – ein großer vielschichtiger Grüner Veltliner mit viel Potenzial. Bei diesem Quartett an tollen Weinen ist wohl für jeden Weinfreund der richtige Tropfen dabei. Äußerst groß-
zügig präsentiert sich der 2020 Rote Veltliner Reserve – ein tiefgründiger Wein mit der höchsten Gradation des Jahrganges. Fast monumental und mächtig. Ewiges Leben, unbedingt Magnum-Flaschen einlagern. Übrigens, der 2020 Weißburgunder ist heuer für mich der spannendste Sommerwein ever.

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2018 Zweigelt Girmer Reserve
Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Druckvoll, Schwarz-
kirschen, dezente Eichenaromen, Sandelholz, Datteln; zu diesen Aromen gesellt sich rote Frucht, feines Gerbstoff-
netz, saftig, trinkanimierend, merkliche Substanz, dunkles Holz im Nachhall.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Markus Kirnbauer
7301 Deutschkreutz
Rotweinweg 1

Tel. +43 2613 89722
Fax. -12
kirnbauer@phantom.at
www.phantom.at

Weithin sichtbar thront das Weingut auf einem Hügel über Deutschkreutz. Große Bekanntheit erlangt hat die Familie Kirnbauer durch das Phantom, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Der Konquest, ein reinsortiger Cabernet Franc, ist jedes Jahr im Handumdrehen ausverkauft. Er reift in neuen Barriques aus amerikanischer Eiche. Bei Weinsammlern hoch im Kurs steht die markante, drei Jahre in Barriques erzogene Bordeaux-Cuvée Forever, die ihre Meriten erst nach einigen Jahren Flaschenlagerung zur Gänze zeigt. Rund 1.000 Barriques lagern im Keller. Ihre Einstellung zu diesen Gebinden definieren die Kirnbauers so: Die Harmonie von Wein und Holz steht über allem. Der Blaufränkisch Gold Reserve wird zur Gänze in neuen kleinen Eichenfässern erzogen. Und der Zweigelt Girmer heißt so, weil das Holz für die Gebinde im eigenen Girmer-Wald geschlagen wurde. Schon Walter Kirnbauer hat die Weichen in Richtung nachhaltige Bewirtschaftung gestellt, sein Sohn Markus ist zutiefst davon überzeugt, dass Natur und Ressourcen im Interesse der nachfolgenden Generationen geschont werden müssen. Man war „nachhaltig Austria“ zertifizierter Betrieb der ersten Stunde. Im Jahr 2019 wurde die kontrollierte biologische Bewirtschaftung eingeführt, das Weingut befindet sich derzeit in der Umstellungsphase.

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2016 Lena Blaufränkisch
Weingut Krutzler
Eisenberg

Samtig-cremige Frucht-
fülle, Veilchen und Zimt, subtile Tiefe, dunkelbeerige Frucht, würzig, Pfeifentabak, kalter Rauch; mittelkräftig, kernig, sorten-
typische Brombeer-Himbeer-Frucht, griffig, einige Länge, legt laufend zu.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 3365 21868
Fax. 20013
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Dieses national wie international renommierte Spitzenweingut in Deutsch Schützen wird schon seit vielen Jahren von Reinhold Krutzler und seiner Frau Melanie höchst erfolgreich geführt. Den Grundstein für den Erfolg legte Vater und Weinbaupionier Hermann Krutzler mit seiner Frau Martha, der den im ebenso idyllischen wie versteckten Südburgenland gelegenen Betrieb mit seinen charaktervollen, herkunfts- wie sortentypischen Rotweinen in die Weinelite Österreichs führte. Hermann Krutzler erhielt für seine Verdienste um und Impulse die rare Vinaria Trophy für sein Lebenswerk. Die gutseigenen Weingärten verteilen sich auf den Deutsch-Schützer Berg und den Eisenberg, wo leichte bis mittelschwere Lehmböden mit hohem Eisengehalt und teils Schieferanteilen das perfekte Substrat für die im Weingut dominierende Sorte Blaufränkisch darstellen, die es in mehreren Varianten gibt: Die Basis bildet ein fruchtbetonter Vertreter mit Herkunft Burgenland, der von einem Zweigelt sekundiert wird. Der klassische Eisenberg DAC fungiert als Bindeglied zu ebenfalls mit der Herkunft Eisenberg versehenen Reserve. Ein Krutzler’scher Klassiker ist der „Alte Weingarten“ aus einer alten Rebanlage in der Ried Weinberg, der zu vier Fünfteln aus Blaufränkisch sowie Zweigelt besteht. An der Spitze steht dann der Kultwein Perwolff, der schon seit etlichen Jahren ebenfalls reinsortig aus Blaufränkisch besteht. Gut etabliert hat man sich mittlerweile mit den Weißweinen, bei denen Krutzler weniger auf Primärfrucht als vielmehr auf Struktur und gewisse Kraft setzt. Der Basisblaufränkisch aus dem etwas kühleren, pikanteren Jahrgang 2020 zeigt sich sehr anregend. Die Rotweine aus dem heißen, ausgereiften Jahrgang 2019 präsentieren sich körperreich und zugleich vital und vermitteln sehr gut die mineralische Würze des südburgenländischen Terroirs. An der Spitze steht wie üblich der hervorragend gelungene Perwolff, gefolgt vom Alten Weingarten. Bildhübsch sind der sehr elegante Blaufränkisch Lena aus dem Jahrgang 2016 sowie die einnehmende Spätfüllung Eisenberg 2017.ps

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2020 Riesling Best Of
Weingut Schmelz
Wachau

Mild und dezent, eingelegte Marillen; schmeichelnde Fülle, sanfte Säure, exotischer Fruchtcharme, Mango, eingelegte Pfirsiche, Botrytis-Schmelz, Anlagen für langes Leben.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmelz
Wachau

Thomas Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz macht enorm präzise Weine. Seine Veltliner und Rieslinge, die er im Federspiel- und Smaragd-Bereich in vielen Facetten ausbaut, gehören zu den besten Weinen der Wachau, Bei den Federspielen zeigt Schmelz mit fünf Veltlinern die Wachauer Bandbreite zwischen Wösendorf und Loiben – wobei das sehr straffe, mineralische Federspiel aus der Ried Klaus herausstrahlt. Beim mittelgewichtigen Riesling ist Schmelz zwar mit einem Wein nur schlank aufgestellt – sein „Stein am Rein-Riesling“ ist aber alle Jahre eine sichere Bank für bestes Wachauer Trinkvergnügen. Die Post geht immer bei den Schmelz-Smaragden ab, wo der Winzer beim Veltliner drei Lagenweine in feinen Terroir-Unterschiedlichkeiten serviert. Bei den Riesling-Smaragden überzeugt Schmelz noch mehr – mit einem feurig-straffen Weißenkirchner und einem fülligeren Dürnsteiner Smaragd; beides großes Riesling-Kino. Und mit seinen „Best of“-Weinen wandert Schmelz abseits der spezifischen Lagencharakteristik den Pfad, mit den besten Trauben des Guts Langstreckenläufer hervorzubringen. Mit der hohen 2020er-Säure läuft das ziemlich gut an …

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2018 Grüner Veltliner Nadine Reserve
Winzerhaus Hans Schöller
Traisental

Haselnüsse, Safran, Bourbon; prachtvolle Frucht- und Würzefülle, Kräuterhonig, Havannas; großzügig, komplex, tolle Länge, Reifepotenzial.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Winzerhaus Hans Schöller
Traisental

Hans Schöller
3133 Traismauer
Wagramer Straße 10

Hans Schöller junior, der 2019 die Betriebsführung übernommen hat, ist zu Recht stolz auf die ihm im Herbst vorigen Jahres zuteil gewordene Auszeichnung der Landwirtschaftskammer zum „Weinbau- und Kellermeister des Jahres 2020“. Er und sein gleichnamiger Herr Papa sind ein eingespieltes Team, das elf Hektar Weingartenfläche mit dem Traisental-
typischen Schwerpunkt auf dem Grünen Veltliner bewirtschaftet. Von dem gibt es heuer gleich sieben Varianten, die – jede für sich – ihren individuellen Charakter aufweist. Das Resultat ist ein spannender Ausflug zu den unterschiedlichen Ausprägungen dieser variantenreichen Sorte. Dass daneben noch eine Vielzahl von Komplementärsorten in der Preisliste aufscheint, ist nicht zuletzt der Experimentier-
freudigkeit der beiden geschuldet. Eine dieser Rand-
sorten möchten wir ganz besonders ins Scheinwerfer-
licht rücken, den rundum gelungenen Syrah, der mit köstlicher Dunkelfrucht, mürben Tanninen und einer feinen Abstimmung zwischen Frucht und Holz be-
eindrucken kann. Der aktuelle Jahrgang gab, was die Erntemenge angeht, zwar keinen Anlass zur Freuderund 50% fielen Frost und Hagel zum Opfer), der Qualitätslevel ist dafür heuer ein extrem hoher – die Weine zählen zweifellos zum Besten, was wir im Gebiet vorge-
funden haben. Ist vom „Schöller im Traisental“ die Rede, müssen allerdings auch noch zwei weitere Attraktionen genannt werden: zum einen der idyllisch in die umliegenden Weingärten eingebettete Top-
Heurige, zum anderen das schmucke, komfortable Gästehaus, eine Art Reinkarnation der „Pension Schöller“, freilich mit der Ausrichtung auf den „Urlaub auf dem Winzerhof“.

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2020 Löss IV Ried Brunnthal
Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

13,5% Vol., Sattes gelb, ein Traum von spontan vergorenem Grünen Veltliner, tolle Traubenreife, Bienenwachs, Steinobst, Mandelwürze, pfeffrig, kompakt, stoffig, saftig, rauchig, große Eleganz, kalkige Aspekte, schmelzig, tolle Frucht, viel Wein mit viel Struktur, bei aller Kraft und Klasse fast verspielt wirkend. Ein Grüner Veltliner in schönster Wagramer Ausprägung.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

Franz Sauerstingl
3481 Fels am Wagram
Parkstraße 11

Der Jahrgang 2020 war nach Meinung von Franz Sauerstingl zweischneidig. Die klassischen Weine würden auf Augenhöhe mit den 2019ern stehen, bei den Reserven einen Deut dahinter. Die Zukunft wird es weisen. Jedenfalls haben die Weine genügend Säure in diesem Jahr. Eine gesicherte Zukunft. Das Wichtigste ist jedenfalls, dass die Weine aus dem doch nicht unproblematischen Jahrgang hervorragend sind. Weinbau gibt es übrigens hier seit 1794. Franz Sauerstingl ist seit 2002 für die Weine verantwortlich. Die Serie der Löss Veltliner von 1 bis 4 ist längst der Klassiker des Hauses. Diese interpretieren den Wagram in authentischster Ausprägung. Auch in diesem Jahr: Löss 1 ist trinkfreudig auf hohem Niveau. Löss 2 ist dann die Steigerung mit mineralischen Aspekten. Löss 3 kommt aus der Ried Scheiben. Von voll- mundiger Würze und kräftigem Ausdruck. Löss 4 kommt von den alten Rebbeständen in der Ried Brunnthal – ein großer vielschichtiger Grüner Veltliner mit viel Potenzial. Bei diesem Quartett an tollen Weinen ist wohl für jeden Weinfreund der richtige Tropfen dabei. Äußerst groß-
zügig präsentiert sich der 2020 Rote Veltliner Reserve – ein tiefgründiger Wein mit der höchsten Gradation des Jahrganges. Fast monumental und mächtig. Ewiges Leben, unbedingt Magnum-Flaschen einlagern. Übrigens, der 2020 Weißburgunder ist heuer für mich der spannendste Sommerwein ever.

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2019 Phantom
Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

(35BF/32ME/32CS/SY) Vielschichtig, dunkel, Kakaopulver, hochreife Kirschen, Maulbeeren; aromatisches Dacapo, reife Gerbstoffe, kühler Hauch, ätherische Einsprengsel, fokussiert, dicht, ausgewogen, Marzipan, Bittermandeln und dunkle Schokolade im langen Nachhall.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Markus Kirnbauer
7301 Deutschkreutz
Rotweinweg 1

Tel. +43 2613 89722
Fax. -12
kirnbauer@phantom.at
www.phantom.at

Weithin sichtbar thront das Weingut auf einem Hügel über Deutschkreutz. Große Bekanntheit erlangt hat die Familie Kirnbauer durch das Phantom, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Der Konquest, ein reinsortiger Cabernet Franc, ist jedes Jahr im Handumdrehen ausverkauft. Er reift in neuen Barriques aus amerikanischer Eiche. Bei Weinsammlern hoch im Kurs steht die markante, drei Jahre in Barriques erzogene Bordeaux-Cuvée Forever, die ihre Meriten erst nach einigen Jahren Flaschenlagerung zur Gänze zeigt. Rund 1.000 Barriques lagern im Keller. Ihre Einstellung zu diesen Gebinden definieren die Kirnbauers so: Die Harmonie von Wein und Holz steht über allem. Der Blaufränkisch Gold Reserve wird zur Gänze in neuen kleinen Eichenfässern erzogen. Und der Zweigelt Girmer heißt so, weil das Holz für die Gebinde im eigenen Girmer-Wald geschlagen wurde. Schon Walter Kirnbauer hat die Weichen in Richtung nachhaltige Bewirtschaftung gestellt, sein Sohn Markus ist zutiefst davon überzeugt, dass Natur und Ressourcen im Interesse der nachfolgenden Generationen geschont werden müssen. Man war „nachhaltig Austria“ zertifizierter Betrieb der ersten Stunde. Im Jahr 2019 wurde die kontrollierte biologische Bewirtschaftung eingeführt, das Weingut befindet sich derzeit in der Umstellungsphase.

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2019 Merlot Reserve
Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Graphit, schwarze Oliven, salzig, Heidelbeeren, Tintenblei, kühle Würze; druckvoll, mächtige Substanz, markantes Tannin, getrocknete Tomaten, lang, Tomatenkraut und dunkle Beeren im Nachhall.

Rotwein
Merlot
€€€€
Naturkork

Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Markus Kirnbauer
7301 Deutschkreutz
Rotweinweg 1

Tel. +43 2613 89722
Fax. -12
kirnbauer@phantom.at
www.phantom.at

Weithin sichtbar thront das Weingut auf einem Hügel über Deutschkreutz. Große Bekanntheit erlangt hat die Familie Kirnbauer durch das Phantom, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Der Konquest, ein reinsortiger Cabernet Franc, ist jedes Jahr im Handumdrehen ausverkauft. Er reift in neuen Barriques aus amerikanischer Eiche. Bei Weinsammlern hoch im Kurs steht die markante, drei Jahre in Barriques erzogene Bordeaux-Cuvée Forever, die ihre Meriten erst nach einigen Jahren Flaschenlagerung zur Gänze zeigt. Rund 1.000 Barriques lagern im Keller. Ihre Einstellung zu diesen Gebinden definieren die Kirnbauers so: Die Harmonie von Wein und Holz steht über allem. Der Blaufränkisch Gold Reserve wird zur Gänze in neuen kleinen Eichenfässern erzogen. Und der Zweigelt Girmer heißt so, weil das Holz für die Gebinde im eigenen Girmer-Wald geschlagen wurde. Schon Walter Kirnbauer hat die Weichen in Richtung nachhaltige Bewirtschaftung gestellt, sein Sohn Markus ist zutiefst davon überzeugt, dass Natur und Ressourcen im Interesse der nachfolgenden Generationen geschont werden müssen. Man war „nachhaltig Austria“ zertifizierter Betrieb der ersten Stunde. Im Jahr 2019 wurde die kontrollierte biologische Bewirtschaftung eingeführt, das Weingut befindet sich derzeit in der Umstellungsphase.

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2019 Grüner Veltliner Spiegel 1ÖTW
Bioweingut Mantlerhof
Kremstal

Recht voll mit Gewürznoten, Wacholder, Vollkornbrot, etwas Blütenhonig, Hauch von kandierten Ananas; schmelzig, satte Frucht, ausgereift, griffig, schmalzig, feinherb nach hinten, wuchtig, lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Bioweingut Mantlerhof
Kremstal

Margit & Josef Mantler
3494 Gedersdorf
Brunn im Felde - Hauptstraße 50

Tel. +43 2735 8248-0
Fax. -33
weingut@mantlerhof.com
www.mantlerhof.com

Ehemals ein Wirtschaftshof des Stiftes Admont, befindet sich der traditionsreiche Mantlerhof mit seiner neoklassizistischen Fassade seit dem Jahr 1815 im Besitz der Familie Mantler. Das Weingut erfuhr bereits unter Weinbaupionier Josef Mantler sen. überregionale Bedeutung und Bekanntheit, im Lauf der vergangenen Jahrzehnte bauten Josef und Margit Mantler den Ruf des Traditionsweinguts dank bedingungslosem Qualitätsdenken weiter aus. Seit ein paar Jahren ist hier nun die junge Generation am Werk: Sohn Josef bildet mit seiner Schwester Agnes ein schlagkräftiges Duo im Weingut, das teils auch durch Schwester Viktoria verstärkt wird. Die Betriebsphilosophie wird anhand von sechs Punkten beschrieben, die quasi als Gebote des Mantler’schen Schaffens herangezogen werden können: Dazu zählen die in vielen Bereichen schon lang gelebte und 2009 zertifizierte Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien und das starke Bekenntnis zu Einzellagen, die fast auf jedem Wein angeführt sind, sowie zum Jahrgang, und zwar derart, dass jedem Jahrgang sein unverfälschter Charakter zugestanden wird, ob die Reife niedrig oder hoch war; folglich gibt’s keine technischen Eingriffe, Zugaben oder Entnahmen. Dadurch ergeben sich zwangsläufig vegane Weine als vierter Punkt. Das Bekenntnis zu Slow Food entstand durch deren Aufnahme der Lieblingssorte Roter Veltliner in die Arche Noah des Geschmacks. Zuletzt wird Regionalität unter anderem so geklebt, dass nur Trauben aus den eigenen Bioflächen verarbeitet werden. Die Weingärten befinden sich allesamt in klassischen Kremstaler Lagen rund um Gedersdorf. Neben Grüner Veltliner und Riesling werden noch die Signatursorten Roter Veltliner und Neuburger sowie Muskateller und Chardonnay kultiviert. Neu ist der Rote Veltliner Ried Ungut, der allerdings unzugänglich erschien und später beurteilt wird.

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2020 Roter Veltliner Reserve
Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

(Schaflerberg-Scheiben) 13,5% Vol., 20,5 KMW, Ein mächtiger Wein, spät gelesen, Dörrobst, Lebkuchen, Marille, Bratapfel, eingetrocknete Beeren, toller Gerbstoff, mächtig, ausdrucksstark, reichhaltig, braucht unbedingt jede Menge Flaschenreife, gehört dekantiert und aus einem großen Glas genossen. Ein Wein für Jahrzehnte!

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Franz Sauerstingl
Wagram

Franz Sauerstingl
3481 Fels am Wagram
Parkstraße 11

Der Jahrgang 2020 war nach Meinung von Franz Sauerstingl zweischneidig. Die klassischen Weine würden auf Augenhöhe mit den 2019ern stehen, bei den Reserven einen Deut dahinter. Die Zukunft wird es weisen. Jedenfalls haben die Weine genügend Säure in diesem Jahr. Eine gesicherte Zukunft. Das Wichtigste ist jedenfalls, dass die Weine aus dem doch nicht unproblematischen Jahrgang hervorragend sind. Weinbau gibt es übrigens hier seit 1794. Franz Sauerstingl ist seit 2002 für die Weine verantwortlich. Die Serie der Löss Veltliner von 1 bis 4 ist längst der Klassiker des Hauses. Diese interpretieren den Wagram in authentischster Ausprägung. Auch in diesem Jahr: Löss 1 ist trinkfreudig auf hohem Niveau. Löss 2 ist dann die Steigerung mit mineralischen Aspekten. Löss 3 kommt aus der Ried Scheiben. Von voll- mundiger Würze und kräftigem Ausdruck. Löss 4 kommt von den alten Rebbeständen in der Ried Brunnthal – ein großer vielschichtiger Grüner Veltliner mit viel Potenzial. Bei diesem Quartett an tollen Weinen ist wohl für jeden Weinfreund der richtige Tropfen dabei. Äußerst groß-
zügig präsentiert sich der 2020 Rote Veltliner Reserve – ein tiefgründiger Wein mit der höchsten Gradation des Jahrganges. Fast monumental und mächtig. Ewiges Leben, unbedingt Magnum-Flaschen einlagern. Übrigens, der 2020 Weißburgunder ist heuer für mich der spannendste Sommerwein ever.

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2019 Riesling Steinhaus Privat Reserve
Weingut Thomas Leithner
Kamptal
Weißwein
Riesling
-
Schraubverschluss

Weingut Thomas Leithner
Kamptal

Thomas Leithner
3550 Langenlois
Walterstraße 46

Mitten im Herzen der Kamptaler Weinhauptstadt 
Langenlois befindet sich das kleine, feine Weingut der Familie Leithner. Thomas Leithner und sein Sohn – auch ein Thomas und 28 Jahre jung – machen 
vieles anders, verfolgen gezielt ihre eigene Linie und sind damit äußerst erfolgreich unterwegs, vor allem 
auch im Ausland. 70% der Weine gehen mittler-
weile in den Export, vorwiegend nach Deutschland, 
Frankreich, in die Schweiz und in die Benelux-Länder, aber auch nach China, wo ein wichtiger Abnehmer gefunden wurde. Beim Junior handelt es sich übrigens bereits um den Ururenkel des Prof. Dr. Fritz Zweigelt, des Namensgebers jener von ihm aus St. Laurent und Blaufränkisch gezüchteten Sorte, aus der Österreichs beliebteste Rotweine stammen. Das Vater-Sohn-Gespann geht seinen Weg konsequent in Richtung ökologischer und nachhaltiger Arbeits-
weise, die dem Weingut – als erst drittem Betrieb in Österreich – die Zertifizierung des Systems „fair and green“ einbrachte. Leithner-Weine sind niemals zarte, leichtgewichtige Säfte, sondern beginnen fast 
ausnahmslos bei 12,5% vol. Alkohol, meistens darüber. Und es sind auch nur noch wenige Jungweine unter ihnen, denn die Betriebsphilosophie zielt eindeutig auf ein- oder mehrjährig gereifte Gewächse ab, „so wie man sie im Ausland sucht“, ergänzt der Senior.

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2011 Grüner Veltliner Gedersdorf Reserve X
Bioweingut Mantlerhof
Kremstal

Opulent, ölig, würzig, satte Frucht, Wachs, Ciabatta, Teegebäck, weißer Pfeffer, Reifenote; kraftvoll, vollmundiger Beginn mit Zitrus, cremiger Touch, Orangengelee, saftig, fest, gewisse Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Bioweingut Mantlerhof
Kremstal

Margit & Josef Mantler
3494 Gedersdorf
Brunn im Felde - Hauptstraße 50

Tel. +43 2735 8248-0
Fax. -33
weingut@mantlerhof.com
www.mantlerhof.com

Ehemals ein Wirtschaftshof des Stiftes Admont, befindet sich der traditionsreiche Mantlerhof mit seiner neoklassizistischen Fassade seit dem Jahr 1815 im Besitz der Familie Mantler. Das Weingut erfuhr bereits unter Weinbaupionier Josef Mantler sen. überregionale Bedeutung und Bekanntheit, im Lauf der vergangenen Jahrzehnte bauten Josef und Margit Mantler den Ruf des Traditionsweinguts dank bedingungslosem Qualitätsdenken weiter aus. Seit ein paar Jahren ist hier nun die junge Generation am Werk: Sohn Josef bildet mit seiner Schwester Agnes ein schlagkräftiges Duo im Weingut, das teils auch durch Schwester Viktoria verstärkt wird. Die Betriebsphilosophie wird anhand von sechs Punkten beschrieben, die quasi als Gebote des Mantler’schen Schaffens herangezogen werden können: Dazu zählen die in vielen Bereichen schon lang gelebte und 2009 zertifizierte Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien und das starke Bekenntnis zu Einzellagen, die fast auf jedem Wein angeführt sind, sowie zum Jahrgang, und zwar derart, dass jedem Jahrgang sein unverfälschter Charakter zugestanden wird, ob die Reife niedrig oder hoch war; folglich gibt’s keine technischen Eingriffe, Zugaben oder Entnahmen. Dadurch ergeben sich zwangsläufig vegane Weine als vierter Punkt. Das Bekenntnis zu Slow Food entstand durch deren Aufnahme der Lieblingssorte Roter Veltliner in die Arche Noah des Geschmacks. Zuletzt wird Regionalität unter anderem so geklebt, dass nur Trauben aus den eigenen Bioflächen verarbeitet werden. Die Weingärten befinden sich allesamt in klassischen Kremstaler Lagen rund um Gedersdorf. Neben Grüner Veltliner und Riesling werden noch die Signatursorten Roter Veltliner und Neuburger sowie Muskateller und Chardonnay kultiviert. Neu ist der Rote Veltliner Ried Ungut, der allerdings unzugänglich erschien und später beurteilt wird.

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2018 Welschriesling TBA No. 2 Zwischen den Seen
Weinlaubenhof Kracher
Neusiedlersee

(RZ: 173,4 g/l) Viel Waldhonig, gewisse Fruchtfrische, Pfirsich, getrocknete Marillen; saftig, exotische Frucht, reife Ananas, mineralisch wie salzig, Trinkanimo mit Länge.

Süßwein
Welschriesling
€€€€
Naturkork

Weinlaubenhof Kracher
Neusiedlersee

Gerhard Kracher
7142 Illmitz
Apetloner Straße 37

Tel. +43 2175 3377
Fax. +43 2175 3377-4
office@kracher.at
www.kracher.at

Gerhard Kracher steht für Süßwein. Und wenn es um die besten Trockenbeerenauslesen geht, ist der Illmitzer mit seinen Weinen Weltklasse. Doch Kracher hat mittlerweile auch ein stattliches und ansehnliches „trockenes“ Weinsegment, das in Flaschen gerechnet etwa ein Drittel der Abfüllmenge ausmacht. Diese Weine wachsen nicht nur im Seewinkel, sondern auch auf dem Leithaberg und im Weinviertel, wo Kracher mit dem bekannten internationalen Sommelier Aldo Sohm sehr eigenständige Grüne Veltliner macht. Es gibt auch ein durchaus interessantes Burgunder-Segment, aus dem die Chardonnays herausstechen: einerseits der „Kreuz“ aus dem Seewinkel und den Kracher für 24 Monate zu 100 Prozent in neuen 225er-Barriques ausbaut und der Wein dementsprechend Zeit und Belüftung braucht. Andrerseits der Chardonnay „Blick“ vom Leithaberg, der nur zu einem Drittel im neuen kleinen Holz liegt, der Rest ist im gebrauchten Barrique – dadurch wirkt der junge Chardonnay nicht so wuchtig und verfügt jetzt schon über eine feingliedrige Eleganz. Da Gerhard Kracher mit seinen Weinen vor allem international unterwegs ist, die weltweite Pandemie aber den weltweiten Handelsfluss gebremst hat, nutzte der Illmitzer Süßwein-Winzer den Stillstand als Chance, mit seinen Trockenbeerenauslesen einen Jahressprung zu machen. Künftig reifen und ruhen Krachers TBA statt zwei Jahre jetzt drei Jahre auf dem Weingut, bevor sie mit September in die globalen Märkte gehen. Das startet mit dem Jahrgang 2018, den der Illmitzer Süßwein-Winzer trotz der Hitze „als tolles Jahr“ sieht, bei dem erst sehr spät die Botrytis gekommen ist. Nur beim Muskat Ottonel ist nichts gegangen. Von allen anderen wichtigen Sorten gibt es eine TBA. Insgesamt neun Nummern umfasst heuer Krachers TBA-Kollektion, deren Weine entweder im Barrique ausgebaut sind, gekennzeichnet als Nouvelle Vague, oder im Stahltank, die den Zusatz „Zwischen den Seen“ haben. Die Weine sind wie immer nach aufsteigendem Restzuckergehalt nummeriert. Aus der gelungenen Serie leuchten vier TBA heraus: Das ist die No. 5, die Grande Cuvée, die Kracher immer als den Hauswein bezeichnet, weil die Cuvées aus Welschriesling und Chardonnay nicht nur die beiden wichtigsten Sorten des Weinguts enthalten, sondern dadurch auch immer den Süßweinjahrgang am besten reflektieren und abbilden. Die Grande Cuvée 2018 wirkt heuer trotz Holzausbau ungewöhnlich frisch. Die besten 2018er-TBA sind heuer die No. 7 und No. 8 – zwischen Scheurebe und Welschriesling ist es ein ganz enges Match, beide sind superelegante TBA mit einer straffen, saftigen Frucht und dieser lässigen Salzigkeit, die den Seewinkel-TBA oft innewohnt. Und dann gibt es heuer noch eine hochkonzentrierte Nr. 9 – quasi einen Bonus-Wein. Allerdings darf diese No. 9 nicht Wein und TBA heißen, weil sie mit nur 4 PS zu wenig Alkohol hat. Laut Weingesetz ist das ein „teilweise gegorener Traubenmost“, der halt fast 400 g/l Restzucker hat. Das macht diese Nektaressenz in seiner ersten Jugend sehr opulent und überkonzentriert. Wird aber dieser Fast-Wein erwachsen, wird die „9er-TBA“ für Jahrzehnte marschieren.

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2018 Konquest
Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

(CF) Kühle Würze, roter Paprika, gerade reif gewordene Cassisbeeren; fordernd, straff, glockenklar, Holz völlig absorbiert, kühle Würze, schwarze Johannisbeeren, lang, quicklebendig.

Rotwein
Cabernet Franc
€€€€€
Naturkork

Weingut K+K Kirnbauer
Mittelburgenland

Markus Kirnbauer
7301 Deutschkreutz
Rotweinweg 1

Tel. +43 2613 89722
Fax. -12
kirnbauer@phantom.at
www.phantom.at

Weithin sichtbar thront das Weingut auf einem Hügel über Deutschkreutz. Große Bekanntheit erlangt hat die Familie Kirnbauer durch das Phantom, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Der Konquest, ein reinsortiger Cabernet Franc, ist jedes Jahr im Handumdrehen ausverkauft. Er reift in neuen Barriques aus amerikanischer Eiche. Bei Weinsammlern hoch im Kurs steht die markante, drei Jahre in Barriques erzogene Bordeaux-Cuvée Forever, die ihre Meriten erst nach einigen Jahren Flaschenlagerung zur Gänze zeigt. Rund 1.000 Barriques lagern im Keller. Ihre Einstellung zu diesen Gebinden definieren die Kirnbauers so: Die Harmonie von Wein und Holz steht über allem. Der Blaufränkisch Gold Reserve wird zur Gänze in neuen kleinen Eichenfässern erzogen. Und der Zweigelt Girmer heißt so, weil das Holz für die Gebinde im eigenen Girmer-Wald geschlagen wurde. Schon Walter Kirnbauer hat die Weichen in Richtung nachhaltige Bewirtschaftung gestellt, sein Sohn Markus ist zutiefst davon überzeugt, dass Natur und Ressourcen im Interesse der nachfolgenden Generationen geschont werden müssen. Man war „nachhaltig Austria“ zertifizierter Betrieb der ersten Stunde. Im Jahr 2019 wurde die kontrollierte biologische Bewirtschaftung eingeführt, das Weingut befindet sich derzeit in der Umstellungsphase.

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2017 Blaufränkisch Perfektion
Weingut Winzerschlössl Kaiser
Leithaberg, Rust & Rosalia

Gediegen mit viel Kirschfrucht, zarten Kräuternoten und einer Prise Gewürze, Holz nur zur Untermalung; schließt aromatisch nahtlos an, unverfälschte Sortentypizität, angenehmes Säurespiel, feinfühliger Holzeinsatz, zartes Gerbstoffnetz, Kirschen, reife Blaubeeren und orientalische Gewürze klingen lange nach.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Naturkork

Weingut Winzerschlössl Kaiser
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt & Silvia Kaiser
7000 Eisenstadt
Satzriedgasse 1

Das Weingut von Kurt und Silvia Kaiser blickt auf eine lange Tradition zurück. Der Gewölbekeller wurde 1492 von Fürst Esterházy erbaut und 1994 mit Fingerspitzengefühl restauriert. Es ist gelungen, modernste Technik in die uralte Bausubstanz zu integrieren. Ungewöhnlich ist die Vita von Stefan Kaiser, dem Großvater von Kurt. Er ging 1938 als Weinmissionar nach Japan, um im Kloster Shudoin Budoshu Wein zu machen. Und der war so gut, dass er innert kurzer Zeit den Weg ins Kaiserhaus fand. Dem fernöstlichen Herrscher, dem Tenno, verdankt das Flaggschiff in Rot seinen Namen. Es handelt sich um eine Auslese der besten Fässer. Kurt und Silvia Kaiser haben sich dem biologischen Weinbau verschrieben. Begonnen haben sie damit im Jahr 2002, sieben Jahre später wurde der Betrieb zertifiziert. Die alten Rebanlagen werden penibel gepflegt, um sie möglichst lange zu erhalten. Das alles habe den Weinen sehr gut getan, sagt der Winzer, sie wurden ausdrucksstärker und langlebiger bei weniger Alkoholgehalt. Er sieht das als klaren Vorteil angesichts des Klimawandels. Zu den naturverbundenen Ansätzen gehören auch 25 Kamerunschafe, die in den Weingärten grasen. „Wir haben viel nachgedacht, wie wir die Weichen für die Zukunft stellen können. Um die Frucht bei den Weißweinen zu erhalten, gehört die Gärführung genauso dazu wie die rigorose Selektion im Weingarten. Die Weißweine liegen lange auf der Feinhefe.“ Die weißen Reben stehen auf einem sandigen Schieferboden, durchsetzt mit Muschelkalk. Die roten Varietäten gedeihen auf einem schweren, humusreichen Lehm-Löss-Boden. Die Weißweine der aktuellen Serie sind glockenklar und fruchtbetont, die Rotweine ehrlich, ungekünstelt und sehnig mit Trinkfluss. Seit Kurzem gibt es auch Gästezimmer auf dem Hof.

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2019 Blaufränkisch Königsberg
weingut schiefer.pur
Eisenberg

Viel Wildkirsche, Maulbeere, athletische Saftigkeit, ziseliert, tiefgründige Dunkelbeerigkeit, Bitterschoko, vital mit würzigen Komponenten, feinkörnige Textur, tolle Sorteninterpretation bei mittlerer Länge.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

weingut schiefer.pur
Eisenberg

Schiefer & Domaines Kilger GmbH & Co. KG
7503 Großpetersdorf
Welgersdorf 3

Mit der Gründung des Weinguts von Uwe Schiefer vor mehr als fünfundzwanzig Jahren kam die Eleganz an den Eisenberg. Geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden offenbaren seine Weine von Beginn an jene unverkennbare Stilistik von Finesse und Bekömmlichkeit, die in höchster Vollendung im Einklang mit der Natur inzwischen weltweit höchstes Renommée genießen. Feinfühlig und wissend betreibt Uwe Schiefer –
nomen est omen – die unterschiedlichen Terroir-Interpretationen, in Weiß wie in Rot. Mit dem Weißen Schiefer „s“ gelang nicht nur die Renaissance des Welschrieslings samt Sprung in die Top-Liga – zu der das kürzlich gestartete Riesling-Projekt demnächst aufschließen wird –,
darüber hinaus ist es Uwe Schiefer gelungen, den Merlot und speziell den Pinot Noir auf dem Eisenberg an die internationalen Top-Levels heranzuführen. Die weißen Premium-Weine waren zum Zeitpunkt der Verkostung noch nicht verfügbar, ausge-
nommen der Riesling aus der Nordost positionierten Junganlage auf dem Eisenberg. Dieser stahlt in der aktuellen Jahrgangsfüllung förmlich mit mineralischer Vitalität, gepaart mit einem vibrierenden Säure-Frucht-Schliff, ganz entsprechend der Jahrgangscharakteristik mit viel Biss. Im roten Top-Segment begeistern heuer die Blaufränkisch-Weine vom Eisenberg DAC und der aus dem Mittelburgenland stammende, frucht-
konzentrierte Blaufränkisch Lutzmannsburg V.V.Vieille Vigne). Uwe Schiefer verfolgt im sortenreinen Ausbau der roten Premium-Linie zwei Varietäten: die der herkunftstypischen Lagen-Assemblage und den lagenreinen Ausbau aus seinen Top-Lagen. Zu diesen zählen die Ried Fasching und ReihburgGrün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden) und die hoch gelegene wie steile Ried Szaparykarge Schieferverwitterungsböden). Innerhalb der Blau-
fränkisch-Kollektion gilt der Szapary als die feingliedrigste Interpretation und zählt aufgrund der fordernden Raffinesse und Fruchttiefe zu den besten Sortenvertretern im Lande.

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2019 Grüner Veltliner Vollmondlese
Winzerhaus Hans Schöller
Traisental

Nusscreme, Waldhonig, Orangenschalen; cremige Textur, Sorten-
pfefferl, mundfüllend, legt Schicht um Schicht frei und geht druckvoll, finessenreich ins lange Finale.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Winzerhaus Hans Schöller
Traisental

Hans Schöller
3133 Traismauer
Wagramer Straße 10

Hans Schöller junior, der 2019 die Betriebsführung übernommen hat, ist zu Recht stolz auf die ihm im Herbst vorigen Jahres zuteil gewordene Auszeichnung der Landwirtschaftskammer zum „Weinbau- und Kellermeister des Jahres 2020“. Er und sein gleichnamiger Herr Papa sind ein eingespieltes Team, das elf Hektar Weingartenfläche mit dem Traisental-
typischen Schwerpunkt auf dem Grünen Veltliner bewirtschaftet. Von dem gibt es heuer gleich sieben Varianten, die – jede für sich – ihren individuellen Charakter aufweist. Das Resultat ist ein spannender Ausflug zu den unterschiedlichen Ausprägungen dieser variantenreichen Sorte. Dass daneben noch eine Vielzahl von Komplementärsorten in der Preisliste aufscheint, ist nicht zuletzt der Experimentier-
freudigkeit der beiden geschuldet. Eine dieser Rand-
sorten möchten wir ganz besonders ins Scheinwerfer-
licht rücken, den rundum gelungenen Syrah, der mit köstlicher Dunkelfrucht, mürben Tanninen und einer feinen Abstimmung zwischen Frucht und Holz be-
eindrucken kann. Der aktuelle Jahrgang gab, was die Erntemenge angeht, zwar keinen Anlass zur Freuderund 50% fielen Frost und Hagel zum Opfer), der Qualitätslevel ist dafür heuer ein extrem hoher – die Weine zählen zweifellos zum Besten, was wir im Gebiet vorge-
funden haben. Ist vom „Schöller im Traisental“ die Rede, müssen allerdings auch noch zwei weitere Attraktionen genannt werden: zum einen der idyllisch in die umliegenden Weingärten eingebettete Top-
Heurige, zum anderen das schmucke, komfortable Gästehaus, eine Art Reinkarnation der „Pension Schöller“, freilich mit der Ausrichtung auf den „Urlaub auf dem Winzerhof“.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -