Weinguide
Ausgabe 2021/22
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2019 Chardonnay Selektion Ried Bründlbach
Weingut Piriwe
Thermenregion

Marillen- Quittenmelange; Orangen-Confit, röstige Haselnüsse und Kakao, gebratene Ananas, gelbschotig eingebundene Säure, vollmundig und elegant, Spur grüner Feigen und malziger Hauch Bischofsbrot, saftig-animierend mit hellen Beeren im feinen Trinkfluss.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Piriwe
Thermenregion

Josef & Jana Piriwe
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 34

Tel. +43 2252 55988
Fax. +43 2252 508334
weingut@piriwe.at
www.piriwe.at

Seit 1990 bewirtschaften Jana und Pepi Piriwe das Familienweingut mit dem beliebten Top-Heurigen. Besten Ruf hat sich hier seine Frau Jana erworben, die mit viel Gespür für Kulinarik ein spezielles Käsebuffet präsentiert, das so manche Haubenlokale in den Schatten stellt. Wie Jana in der Küche, so Pepi im Keller! Die hohe Qualität seiner Weine in Verbindung mit Janas Buffet macht den Heurigen zur perfekten Einheit. Aber trotz der Erfolge sind beide geerdet geblieben, ohne aufzuhören, innovative Ideen zu verwirklichen. So plant Pepi Piriwe seit Langem eine Umstellung auf Bio-Betrieb und hat die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, damit sein Weingut ab 2022 als biologisch zertifiziert gilt. Er verbindet sein Bewusstsein noch inniger mit der Natur, was sich auch auf den Charakter der Weine mit harmonischer Tiefe auswirkt.

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2019 Zweigelt Ried Illmitzer Römerstein Reserve
Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

Brombeere und Herzkirschen, helle Würze, gute Tiefe; straff und stoffig, Schwarzbeeren, Weichseln, Zweigelt mit Struktur und Tiefe, gute Länge.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Tel. +43 2175 2259
Fax. -6
info@muenzenrieder.at
www.muenzenrieder.at

Fährt man zu Johannes Münzenrieder nach Apetlon wird man immer etwas finden. Denn seine Weinpalette hat eine ungemeine Sortenvielfalt, Weißwein und Rotwein halten sich dabei die Waage, und die Palette reicht mittlerweile auch über drei Jahrgänge. Die lange Corona-Zeit hat dem Winzer diesbezüglich eine kleine Verschnaufpause verschafft, sodass seine Premium-Weine zurückgehalten werden konnten und länger Zeit bekommen. So darf man sich jetzt über Münzenrieders Rotwein-Cuvées Mavie und Zweiglas aus 2018 freuen. Mavie steht für die österreichische Ausprägung und wird vom Zweigelt gezogen; im Zweiglas, den der Winzer zusammen mit seinem Schweizer Händler kreiert hat, steht Merlot an erster Stelle und ist als Cuvée somit internationaler geformt. Ganz puristisch vom Neusiedler See ist dagegen Münzenriders Zweigelt DAC Reserve vom Illmitzer Römerstein, die ab Herbst eingeschenkt wird. Dass Münzenrieder nicht nur im trockenen Weinbereich eine sichere Hand zeigt, beweist der Apetloner mit zwei Trockenbeerenauslesen: Der Sämling 2018 und der Welschriesling 2017 gehören zu den besten Süßweinen, die man im Seewinkel finden kann – zwei Weine von zeitloser Schönheit.

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2019 Cuvée Reserve Cashmere
Weingut Strehn
Mittelburgenland

(CS, CF, ME) Tiefschwarze Farbe, reifste Kirschen, Schokolade, schwarze Oliven, viel Stoff, enorme – enge – Frucht, Tannin in Hülle und Fülle, enorme Substanz, Heidelbeeren, Edelholz, toller Rotwein.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Strehn
Mittelburgenland

Pia Strehn
7301 Deutschkreutz
Weinbergweg 1

Tel. +43 664 163 65 70
Fax. +43 2613 89589
pia@strehn.at
www.strehn.at

Als Familienbetrieb sind die Strehns unschlagbar. Mutter Monika mit ihren Kindern Patrick, Andy und Pia – welche die kreative Ader ist. Ihre Leidenschaft für Rosé-Weine kann sie hier voll ausleben. Rosé-Freunde können mittlerweile auf sechs verschiedene Weine zurückgreifen. Diese sind auf einem sehr hohem Niveau. Herausragend ist der 2020 „Der Elefant im Porzellanladen“, das ist ein Wein von internationaler Größe. Mein Herzens-Rosé ist der „Sushi“. Doch im Weingut Strehn kann man nicht nur Rosé, sondern auch hervorragenden Weißwein und großartige Rotweine verkosten. Beim Weißwein ist der 2020 Weißer Schotter von besonderer Klasse. Von höchster, vielleicht etwas unterschätzter Qualität ist der 2020 Chardonnay. Ein toller Rotwein steht im Startloch – 2019 Cuvée Reserve CASHMERE. Das ist bester Stoff mit ziemlicher Substanz. Hervorragend ist die Cuvée Pandur 2019. Der Rote Schotter 2019 ist ein Blaufränkisch von faszinierender Größe. Ein Rotwein von der Qualität bester Bordeaux-Weine. Perfektes Holz. Große Finesse. Ein Wein auch für verwöhnte Gaumen. Weiter so, meine Lieben!!!!!

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2019 Rotgipfler Selektion Ried Rasslerin
Weingut Piriwe
Thermenregion

Tropenfruchtbukett; munterer Bogen von Maracuja, Honigmelonen, Ananas und Marillen, rauchige Nusswürze, Hauch Eibisch und Limoncello, spannende Mineralik, etwas Hefe-Nuss-Nuchen, extraktreich gaumenfüllend.

Weißwein
Rotgipfler
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Piriwe
Thermenregion

Josef & Jana Piriwe
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 34

Tel. +43 2252 55988
Fax. +43 2252 508334
weingut@piriwe.at
www.piriwe.at

Seit 1990 bewirtschaften Jana und Pepi Piriwe das Familienweingut mit dem beliebten Top-Heurigen. Besten Ruf hat sich hier seine Frau Jana erworben, die mit viel Gespür für Kulinarik ein spezielles Käsebuffet präsentiert, das so manche Haubenlokale in den Schatten stellt. Wie Jana in der Küche, so Pepi im Keller! Die hohe Qualität seiner Weine in Verbindung mit Janas Buffet macht den Heurigen zur perfekten Einheit. Aber trotz der Erfolge sind beide geerdet geblieben, ohne aufzuhören, innovative Ideen zu verwirklichen. So plant Pepi Piriwe seit Langem eine Umstellung auf Bio-Betrieb und hat die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, damit sein Weingut ab 2022 als biologisch zertifiziert gilt. Er verbindet sein Bewusstsein noch inniger mit der Natur, was sich auch auf den Charakter der Weine mit harmonischer Tiefe auswirkt.

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2019 Riesling Ried Schenkenbichl Alte Reben Reserve
Weingut Rabl
Kamptal

Trauben, Orangenzesten, salzig mineralisch; volle Frucht, feine Säure, kräftig, engmaschig, finessenreich; lang.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Rabl
Kamptal

Rudolf Rabl
3550 Langenlois
Weraingraben 10

Tel. +43 2734 2303
Fax. +43 2734 2303
office@weingut-rabl.at
www.weingut-rabl.at

Rudi Rabl und sein gleichnamiger Herr Papa bewirtschaften ein traditionsreiches Weingut, dessen erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1750 zurückgeht. 80 Hektar herausragender Weinlagen in und rund um Langenlois sind das große Kapital, aus dem das Vater-Sohn-Duo schöpfen kann und Jahr für Jahr auch großartige Weine vinifiziert, mit denen es den beiden immer wieder gelingt, das unterschiedliche Terroir ihrer Rieden in den Weinen einzufangen. Das setzt viele Schritte voraus, wie z.B. den Umstand, auf den Einsatz von Reinzuchthefen zu verzichten und nur mittels natürlicher Hefen spontan zu vergären. Selbst beim Einsatz von kleinen Fässer übt sich der Junior in nobler Zurückhaltung – das erfreuliche Resultat sind beispielsweise Grüne Veltliner, die sich trotz längerer Fasslagerung mit unverkennbarem Sorten- und Lagencharakter präsentieren. Dem vom Witterungsverlauf her schwierigeren Jahrgang begegnete man im Haus mit einer besonders späten Lese. „Das hat sich heuer wirklich ausgezahlt“, versichert uns der Junior, „denn wir haben dank unseres schlagkräftigen Leseteams auch sehr gut damit umgehen und vieles ausgleichen können“. Eine Aussage, die wir nach Degustation der aktuellen Weine gern bestätigen wollen.

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2019 Chardonnay große Reserve „Ich bin Ich“
Weingut Eichberger
Weinviertel

Opulentes Ringlotten-Bukett; Melonen und feines Malz, saftig gelbfruchtig, Quittenschmelz mit Honigblüten, verführer-
ische Nougatschnitten, röstig süßer Tabakrauch zu heller zitrusfruchtigen Säure, kräuterwürzige Zitronenmelisse im kräftig-cremigen Körper, haftet lange mit Fruchtkaramell auf dem Gaumen.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut Eichberger
Weinviertel

Gotthard Eichberger
2203 Eibesbrunn
Großebersdorfer Straße 12

Mit der nun tatkräftigen Mitarbeit der jungen, aber bereits international erfahrenen Tochter Julia weht ein innovativ frischer Wind im Familien-
weingut Eichberger. Es wird noch mehr auf naturnahe Methoden gesetzt – so wurden z.B. selbst gefertigte Brutkästen in die Weingärten gebracht, um die Schädlingsbekämpfung den gefiederten Profis zu überlassen. Mit der neuen Linie „Ich bin Ich“, dessen erster Wein der 2019 Chardonnay Große Reserve ist, hat auf dem Weingut eine neue Ära begonnen. Hier hat Tochter Julia ihre eigenen Visionen und Ideen zum Leben erweckt und bereichert das auf langjähriger Erfahr-
ung beruhende Sortiment mit einem bemerkens-
werten Charakterwein. Gemeinsam mit Vater Gotthard macht das spannende Thema Wein beiden doppelte Freude.

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2019 Roter Schotter
Weingut Strehn
Mittelburgenland

(BF) Herzkirschen, Brombeeren, pfeffrige Noten, Tiefe und Eleganz zeigend, stimmiges Holz, dieser Wein ist Bordeaux-like, Mouton Rothschild Intension, Heidelbeeren, Veilchen, Vanille, perfektes Tannin, dunkle Schokolade, schwarze Beeren, unglaublich elegant, von einer tiefgründigen Feinheit, die ihresgleichen sucht. Ein grandioser österreichischer Rotwein kündigt sich an. Von einer Noblesse, die man selten findet!!!! Ganz viel Zukunft!!!

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Strehn
Mittelburgenland

Pia Strehn
7301 Deutschkreutz
Weinbergweg 1

Tel. +43 664 163 65 70
Fax. +43 2613 89589
pia@strehn.at
www.strehn.at

Als Familienbetrieb sind die Strehns unschlagbar. Mutter Monika mit ihren Kindern Patrick, Andy und Pia – welche die kreative Ader ist. Ihre Leidenschaft für Rosé-Weine kann sie hier voll ausleben. Rosé-Freunde können mittlerweile auf sechs verschiedene Weine zurückgreifen. Diese sind auf einem sehr hohem Niveau. Herausragend ist der 2020 „Der Elefant im Porzellanladen“, das ist ein Wein von internationaler Größe. Mein Herzens-Rosé ist der „Sushi“. Doch im Weingut Strehn kann man nicht nur Rosé, sondern auch hervorragenden Weißwein und großartige Rotweine verkosten. Beim Weißwein ist der 2020 Weißer Schotter von besonderer Klasse. Von höchster, vielleicht etwas unterschätzter Qualität ist der 2020 Chardonnay. Ein toller Rotwein steht im Startloch – 2019 Cuvée Reserve CASHMERE. Das ist bester Stoff mit ziemlicher Substanz. Hervorragend ist die Cuvée Pandur 2019. Der Rote Schotter 2019 ist ein Blaufränkisch von faszinierender Größe. Ein Rotwein von der Qualität bester Bordeaux-Weine. Perfektes Holz. Große Finesse. Ein Wein auch für verwöhnte Gaumen. Weiter so, meine Lieben!!!!!

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2020 Sushi Rosé
Weingut Strehn
Mittelburgenland

(BF, CS) Rote Farbe, Ein unglaublich eleganter Rosé mit salzigen Noten, kühl und balanciert, Kirschen und Erdbeeren, vielschichtig und trinklustig, Orangenschalen, voller Fruchtcharme, pfiffig auf höchstem Niveau, das ist Rosé vergleichbar mit den besten aus der Provence.

Roséwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weingut Strehn
Mittelburgenland

Pia Strehn
7301 Deutschkreutz
Weinbergweg 1

Tel. +43 664 163 65 70
Fax. +43 2613 89589
pia@strehn.at
www.strehn.at

Als Familienbetrieb sind die Strehns unschlagbar. Mutter Monika mit ihren Kindern Patrick, Andy und Pia – welche die kreative Ader ist. Ihre Leidenschaft für Rosé-Weine kann sie hier voll ausleben. Rosé-Freunde können mittlerweile auf sechs verschiedene Weine zurückgreifen. Diese sind auf einem sehr hohem Niveau. Herausragend ist der 2020 „Der Elefant im Porzellanladen“, das ist ein Wein von internationaler Größe. Mein Herzens-Rosé ist der „Sushi“. Doch im Weingut Strehn kann man nicht nur Rosé, sondern auch hervorragenden Weißwein und großartige Rotweine verkosten. Beim Weißwein ist der 2020 Weißer Schotter von besonderer Klasse. Von höchster, vielleicht etwas unterschätzter Qualität ist der 2020 Chardonnay. Ein toller Rotwein steht im Startloch – 2019 Cuvée Reserve CASHMERE. Das ist bester Stoff mit ziemlicher Substanz. Hervorragend ist die Cuvée Pandur 2019. Der Rote Schotter 2019 ist ein Blaufränkisch von faszinierender Größe. Ein Rotwein von der Qualität bester Bordeaux-Weine. Perfektes Holz. Große Finesse. Ein Wein auch für verwöhnte Gaumen. Weiter so, meine Lieben!!!!!

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2020 Grüner Veltliner Ried Himmelreich
Weingut Liegenfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

(Schiefer) Der Ausbau im neuen Holz unterstützt die schiefrigen Noten, rauchig, tabakig, etwas Karamell, feine Exotik, weißer Apfel, salzige Noten, sehr spannend bei hellfruchtigem Auftritt, viel Struktur, viel Tiefe, immer eng, gewürzige Noten, filigrane 
Pikanz, ein vielschichtiger Wein mit viel Zukunft.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Liegenfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Andreas Liegenfeld
7082 Donnerskirchen
Johannesstraße 25

Tel. +43 2683 8307
Fax. -4
weingut@liegenfeld.at
www.liegenfeld.at

Sehr gut gelöst haben die Liegenfelds diesen gar nicht einfachen Jahrgang 2020. Wir beginnen mit einem kühlen, unkomplizierten Grünen Veltliner, schreiten weiter zum Welschriesling vom Schiefer, ebenfalls knackig und süffig. Ich gestehe, dass ich den Müller-Thurgau vom Liegenfeld liebe und schätze. Ein ungemein angenehmer, beruhigender Wein von unaufgeregter Schönheit, in sich harmonisch. Danke, dass ihr diese traditionelle Rebsorte so liebevoll hegt und pflegt. Von innerer Harmonie getragen ist der Grüne Veltliner Ried Bergweingarten. Aus selbiger Riede kommen Pinot Blanc und Sauvignon Blanc – sehr typisch in ihrer Art. Von der Ried Vogelsang kommt der Chardonnay. Jetzt komme ich zu den außergewöhnlichen Weinen des Gutes: Weißburgunder Leithaberg DAC – bei diesem Wein spielt der Berg alle Stückerln. Höchste Leithaberg’sche Qualität bietet der Grüne Veltliner – ein sehr spannender Wein. Überragend präsentiert sich der Grüne Veltliner von der Ried Himmelreich – perfekt eingesetztes Holz, welches die schiefrigen Noten dieser großen Lage herrlich transportiert. Hier steht der Weinberg über der Rebsorte.

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2019 Grüner Veltliner Reserve Ried Eichbühel
Weingut Müller
Kremstal

Sanfter Druck, getrocknete Apfelspalten, Gewürze, Cerealien; schließt kraftvoll an, cremiger Touch, reife Frucht, zugängliche Säure, gute Struktur, im langen Nachhall süße Blüten, Frucht und Würze, Potenzial.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Müller
Kremstal

Leopold & Stefan Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Tel. +43 2739 2691
Fax. -14
info@weingutmueller.at
www.weingutmueller.at

Die Formkurve dieses beachtlichen Betriebs im malerischen Krustetten zeigt nach oben. Die ganze Familie ist engagiert, alle haben klar definierte Verantwortlichkeiten, mit vereinten Kräften zieht man an einem Strang. Das Weingut scheint erstmalig im Jahr 1270 als Lesehof in den Archiven des Stifts Göttweig auf. 1936 startete Großvater Leopold mit weniger als einem Hektar, sein Sohn Leopold expandierte und stellte die Weichen in Richtung Qualität. Heute widmen sich die dritte und die vierte Generation unter der Führung der engagierten Brüder Leopold und Stefan der Anbaufläche von 120 Hektar. Die Stilistik ist ebenso zeitgemäß wie klar verständlich. Im Fokus stehen Frucht, Sortentypizität und Finesse. „Wir legen höchsten Wert auf sauberes Lesegut, Botrytis ist kein Thema“, hält Kellermeister Leopold Müller fest. Die Familie verfügt über eine Reihe renommierter Rieden mit zum Teil sehr unterschiedlichen Bodenverhältnissen und mikroklimatischen Randbedingungen. Die aktuelle Serie zeigt, dass die Lagencharakteristika klar erkennbar herausgearbeitet wurden. Die Leitsorten sind Grüner Veltliner und Riesling, aber auch die Rotweine wissen zu überzeugen, insbesondere die elegante Cuvée Diana von 2017. Beeindruckend auch der 2010er Riesling Reserve Ried Leiten, ein deutsch anmutendes Gewächs mit Rasse und Größe, das mit jeder Stunde Luftzufuhr jünger zu werden scheint.

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2019 Morillon Ried Grassnitzberg
Weingut Familie List
Südsteiermark

Viel Sorte, frisch gemahlene Haselnüsse, Birnen, Marillen, Bananenchips, hauchzarte Gewürznote; Gewürze deutlicher, Dörrbirnen, kalkig-steinig, lagentypisch, angenehme Säure, bar jeder Üppigkeit, feine Holznoten klingen lange nach, Reserven.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut Familie List
Südsteiermark

Matthias List
8481 Siebing
17

Tel. +43 3472 8279
info@listwein.at
www.listwein.at

Die Familie List hat sich einen Namen gemacht mit Weinen, die ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Verantwortlich für den kleinen, aber feinen Betrieb ist Matthias List, ein besonnener junger Mann, der sein Rezept für gute Weine so zusamenfassst: „Möglichst wenig Eingriffe im Keller, nicht zu überreif, der Boden soll sprechen!“ Das Weingut blickt auf eine lange Tradition zurück. 1789 erwarb einer der Vorfahren Weingärten auf dem Grassnitzberg, die noch heute das wirtschaftliche Rückgrat bilden. Dort steht ein idyllisches Ferienhaus mit fantastischer Aussicht in Tuchfühlung mit den Weingärten. Von dort kommt der Primus der heurigen Verkostung, den wir vergangenes Jahr schon als Fassprobe vorgestellt haben, der im kleinen Holz geschulte Morillon Ried Grassnitzberg; er transportiert den stark kalkhaltigen Boden auf unverkennbare Weise. Als Resümee der heurigen Verkostung ist festzuhalten, dass sich die Weißweine ausgesprochen fein präsentieren; in dieser Hinsicht glänzt der Welschriesling ganz besonders, selten fällt diese Varietät im klassischen Sektor so zart aus. Rotwein gibt es im Hause List nur in sehr guten Jahren. Besonders ins Herz geschlossen hat der junge Winzer die Diva unter den weißen Rebsorten, den Gelben Muskateller. „Mit Muskateller kann man so viel machen“, sagt er fast euphorisch. Die Bestätigung für diese Aussage liefert heuer der Muskateller 
Ried Grassnitzberg, er ist sehr eigenständig.

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2019 Grüner Veltliner Alte Reben Ried Dorner
Bioweingut Urbanihof – Paschinger KG
Wagram

Hier vereint sich dezentes Holz mit Frucht zu einer glänzenden Veltliner-Creme. Würzig, zarte Vanillenoten, Kräuter, hochelegant, feine Frucht, harmonisch, weich und geschmeidig, supersaftig, wunderbar gelbfruchtig, hier ist nichts zu viel und nichts zu wenig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Bioweingut Urbanihof – Paschinger KG
Wagram

Dipl.-HLFL-Ing. Franz Paschinger
3481 Fels
St. Urbanstraße 3

Tel. +43 2738 2344-12
Fax. -4
weingut@urbanihof.at
www.urbanihof.at

Das Weingut Urbanihof-Paschinger befindet sich seit 1598 in Familienbesitz. Diese Tradition ist auch gleichzeitig der Motor, immer weiterzugehen. Seit dem Jahr 2016 sind die Weingärten BIO-
organisch zertifiziert. Die Weine sind klassische Wagramer Gewächse, sehr authentisch, strukturiert und langlebig. Die Verkostung der Weine bestätigte diese Einschätzung. Der 2020 Grüne Veltliner leicht „4U“ ist leicht, doch von besonderem Ausdruck, alle positiven Attribute der Sorte herausstellend. Gleiches gilt für den 2020 GV Wagram classic. Gesteigert wird das Ganze durch die beiden Grünen Veltliner 2019 – Alte Reben Ried Dorner 2019 und „1598“, die Hommage in Wein vom Gründungsjahr des Gutes. Das sind Weine von außergewöhnlicher Tiefe, höchst anspruchsvoll, sehr sensibel eingesetztes Holz. Wagram at its best!!!! Sehr fein ist der 2019 Roter Veltliner Ried Dorner, der in seiner halbtrockenen Ausprägung sehr attraktiv ist. Der 2019 Chardonnay Ried Schillingsberg – ebenfalls halbtrocken – ist mir persönlich doch etwas zu süß. Doch Potenzial für eine lange Lagerung ist vorhanden. Sehr angenehm sind die beiden Rotweine vom Zweigelt. 2019 Wagram classic überzeugt mit seinem Beaujolais-haftem Charme und seiner eleganten Art. Eine Stufe darüber steht der 2019 # 5 Ried Dorner. Ein vielschichtiger Rotwein auch für verwöhnte Gaumen.

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2020 Rosé „Der Elefant im Porzellanladen“
Weingut Strehn
Mittelburgenland

(BF) Orangefarben, Holz-Touch, Vanille, herrliche Würze, rauchig, Orangenschalen, kraftvolle Struktur, reichhaltig, ungemein saftig, Zitrusgelee, voller Pikanz, toller Körper, Erdbeeren, helles Nougat, ein Wein, der richtig aufgeht, Herzkirschen, mineralisch, viele Facetten zeigend. Einer der großen Ros-Weine des Landes!!!! In der Provence steigt die Nervosität.

Roséwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weingut Strehn
Mittelburgenland

Pia Strehn
7301 Deutschkreutz
Weinbergweg 1

Tel. +43 664 163 65 70
Fax. +43 2613 89589
pia@strehn.at
www.strehn.at

Als Familienbetrieb sind die Strehns unschlagbar. Mutter Monika mit ihren Kindern Patrick, Andy und Pia – welche die kreative Ader ist. Ihre Leidenschaft für Rosé-Weine kann sie hier voll ausleben. Rosé-Freunde können mittlerweile auf sechs verschiedene Weine zurückgreifen. Diese sind auf einem sehr hohem Niveau. Herausragend ist der 2020 „Der Elefant im Porzellanladen“, das ist ein Wein von internationaler Größe. Mein Herzens-Rosé ist der „Sushi“. Doch im Weingut Strehn kann man nicht nur Rosé, sondern auch hervorragenden Weißwein und großartige Rotweine verkosten. Beim Weißwein ist der 2020 Weißer Schotter von besonderer Klasse. Von höchster, vielleicht etwas unterschätzter Qualität ist der 2020 Chardonnay. Ein toller Rotwein steht im Startloch – 2019 Cuvée Reserve CASHMERE. Das ist bester Stoff mit ziemlicher Substanz. Hervorragend ist die Cuvée Pandur 2019. Der Rote Schotter 2019 ist ein Blaufränkisch von faszinierender Größe. Ein Rotwein von der Qualität bester Bordeaux-Weine. Perfektes Holz. Große Finesse. Ein Wein auch für verwöhnte Gaumen. Weiter so, meine Lieben!!!!!

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2019 Sauvignon Blanc Ried Hochsteinriegl
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Prachtvolles Entrée, rote Ribiseln und Stachelbeeren vereint mit schotiger Pikanz, Peperonata und satter, rotbeeriger Fruchtschmelz, ganz trocken und kompromisslos, erbringt immer wieder neue Details – ein Modellbeispiel, das erst ganz am Anfang steht.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2020 Grüner Veltliner Ried Schön Smaragd
Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Ein Früchtekorb von Exotik, Brioche, druckvolle Saftigkeit mit raffiniertem Extraktspiel, reifer Apfel, Ananas, kandierte Früchte, Limette, kühler Touch in Kombination von mineralischer Tiefe, feiner Chinapeffer, straff, viel Spannung, rauchig im Nachhall, ausdrucksstark, lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Tel. +43 2713 8478
Fax. +43 2713 8478
weingut@josef-gritsch.net
www.josef-gritsch.net

Josef Gritsch präsentiert uns heuer jahrgangsbedingt ein strafferes Sortiment, das in puncto balancierter wie kompakt-dichter Weine in gewohnt pikanter Mineralik vollauf überzeugt. Die aktuelle Jahrgangsstilistik ist quasi eine Spiegelbild der vom Winzer intendierten Weinstilistik, für die er weit über die Grenzen hinaus bekannt ist: Grüner Veltliner und Riesling mit einem präzisen Frucht-Säure-Spiel, gepaart mit viel Mineralik und Extrakt, was besonders auf seine Smaragde zutrifft. Das Weingut ist ein klassischer Familienbetrieb, traditionell in der Gesinnung und mit großem Respekt vor der Kulturlandschaft, zugleich innovativ, was das Qualitätsdenken betrifft. Josef Gritsch hat klare Vorstellungen von nachhaltigem Weinbau und Kellertechnik, die als minimalinvasiv zu bezeichnen ist. Ausschließlich Holzfässer in unterschiedlichen Formaten kommen zum Einsatz, sei es für die Vergärung ebenso wie für die Reifung der Weine auf der Feinhefe. Der Grüne Veltliner weist im Portefeuille eine Präsenz von mehr als 70 Prozent Anteil auf und kommt wie der Riesling vornehmlich von den Spitzer-Graben-Toplagen Bruck und der benachbarten Ried Schön. Der Grüne Veltliner Federspiel zeigt sich heuer von der besten Seite im kompakten wie würzebetonten Fruchtspiel. Die Smaragd-Linie überzeugt in kühlsaftiger und mineralischer Charakteristik. Überragend präsentiert sich die Grüne Veltliner Reserve-Variante von 2019 aus der Ried Schön. Die Herkunftsspezifik von den tiefgründigen Paragneis-Böden spiegelt sich in Extraktdichte samt mineralischer Komplexität dieses archetypischen Gewächses wider. Welch enormes Potenzial in der bisweilen unterschätzten Paradelage Setzberg, genauer: in der Subriede Vogelsang steckt, demonstriert der Winzer mit dem Riesling Smaragd: Dieser verzaubert durch helle Fruchtfinesse, Tiefe und mineralische Komplexität. Last but not least ist auf die Riesling Edition Christina Ried Bruck zu verweisen, die nur in besonderen Jahrgängen wie 2019 gefüllt wird. Diese halbtrockene Version zeigt ein vielfältiges Fruchtspiel mit viel Exotik, Dichte und viel Verve, das sie für längere Reife prädestiniert.

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2017 Neuburger Ried Setzberg Auslese
Wein.Gut. Strawanzer
Wachau

(0,375) Blütenduftig und Walnussnase, etwas Honigton, saftiges Fruchtspiel, glockenklare wie umschmeichelnde Walnussnoten, Waldhonig, körperreich und dicht, perfekte Säure-Einbindung, feine Steinobstabrundung, knackig, zugleich mit delikatem Schmelz, lang im Finish, tolle Sorteninterpretation, erste Trinkreife.

Süßwein
Neuburger
€€€€
Schraubverschluss

Wein.Gut. Strawanzer
Wachau

Martin Donabaum
3620 Spitz
In der Spitz 3

Zum Stammhaus des Weinguts Martin Donabaum mitten „In der Spitz“ samt traditionellem wie beliebtem Heurigentreff namens Strawanzer gesellt sich seit Kurzem an den Hängen des Setzberges ein schickes Apartmenthotel, von wo man einen sensationellen Ausblick weit in den Spitzer Graben hat. Tochter Julia und Sohn Michael sind bereits im Familienbetrieb integriert, und um Namensverwechslungen vorzubeugen, wurde „Strawanzer“ in die Namensnennung mit aufgenommen. Das Sortenspektrum im Weingut ist breit gefächert, was den Ansprüchen eines Heurigen geschuldet ist, und umfasst Muskateller, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Weißburgunder und eine geringe Menge an Rotweinen. Das Hauptaugenmerk gilt aber den Spitzer Traditionssorten Grüner Veltliner, Riesling und Neuburger in der Federspiel- wie in der Smaragd-Kategorie. Nicht zu übersehen sind die Auslesen aus den Top-Lagen 1000-Eimerberg und Setzberg. Neu im Programm ist der Riesling Offenberg, der, aus einer Altanlage stammend, mit mineralischer Dichte und Feinheit voll überzeugt und zukünftig die Smaragd-Linie gemeinsam mit der Ried Setzberg erweitern wird. Der 1000-Eimerberg Riesling 2019 hat aufgrund der naturbelassenen höheren Zuckerwerte die Smaragd-Kategorie überflügelt und wird dank mineralischer Struktur die Stärken in ein paar Jahren voll ausspielen. Ein klares Statement legt das Haus Strawanzer zugunsten der Süßweine ab, die erst nach ein paar Reifejahren angeboten werden und aufzeigen, dass auf diese Wachauer Juwelen nicht vergessen werden sollte.

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2019 Grüner Veltliner „1598“ Ried Dorner
Bioweingut Urbanihof – Paschinger KG
Wagram

Holzwürze, Vanille, tolle Exotik, Ananastöne, gelbe Früchte, Rauchnoten, Mineralität zeigend, voller Noblesse, klare Strukturen, in sich harmonisch, ungemein weinig, ein höchst anspruchsvoller Wein mit noblen Nuancen. Hier zeigt der Kellermeister sein sensibles Händchen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Bioweingut Urbanihof – Paschinger KG
Wagram

Dipl.-HLFL-Ing. Franz Paschinger
3481 Fels
St. Urbanstraße 3

Tel. +43 2738 2344-12
Fax. -4
weingut@urbanihof.at
www.urbanihof.at

Das Weingut Urbanihof-Paschinger befindet sich seit 1598 in Familienbesitz. Diese Tradition ist auch gleichzeitig der Motor, immer weiterzugehen. Seit dem Jahr 2016 sind die Weingärten BIO-
organisch zertifiziert. Die Weine sind klassische Wagramer Gewächse, sehr authentisch, strukturiert und langlebig. Die Verkostung der Weine bestätigte diese Einschätzung. Der 2020 Grüne Veltliner leicht „4U“ ist leicht, doch von besonderem Ausdruck, alle positiven Attribute der Sorte herausstellend. Gleiches gilt für den 2020 GV Wagram classic. Gesteigert wird das Ganze durch die beiden Grünen Veltliner 2019 – Alte Reben Ried Dorner 2019 und „1598“, die Hommage in Wein vom Gründungsjahr des Gutes. Das sind Weine von außergewöhnlicher Tiefe, höchst anspruchsvoll, sehr sensibel eingesetztes Holz. Wagram at its best!!!! Sehr fein ist der 2019 Roter Veltliner Ried Dorner, der in seiner halbtrockenen Ausprägung sehr attraktiv ist. Der 2019 Chardonnay Ried Schillingsberg – ebenfalls halbtrocken – ist mir persönlich doch etwas zu süß. Doch Potenzial für eine lange Lagerung ist vorhanden. Sehr angenehm sind die beiden Rotweine vom Zweigelt. 2019 Wagram classic überzeugt mit seinem Beaujolais-haftem Charme und seiner eleganten Art. Eine Stufe darüber steht der 2019 # 5 Ried Dorner. Ein vielschichtiger Rotwein auch für verwöhnte Gaumen.

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2018 Mavie
Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

(ME/CF/ZW) Viel Kräuterwürze, bisschen 
Cassis, kirschig; samtige Frucht, Kirschen und Johannis-
beeren, gute Holz-Unterstützung, harmonisch, Wein mit viel Trinkfluss und Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Tel. +43 2175 2259
Fax. -6
info@muenzenrieder.at
www.muenzenrieder.at

Fährt man zu Johannes Münzenrieder nach Apetlon wird man immer etwas finden. Denn seine Weinpalette hat eine ungemeine Sortenvielfalt, Weißwein und Rotwein halten sich dabei die Waage, und die Palette reicht mittlerweile auch über drei Jahrgänge. Die lange Corona-Zeit hat dem Winzer diesbezüglich eine kleine Verschnaufpause verschafft, sodass seine Premium-Weine zurückgehalten werden konnten und länger Zeit bekommen. So darf man sich jetzt über Münzenrieders Rotwein-Cuvées Mavie und Zweiglas aus 2018 freuen. Mavie steht für die österreichische Ausprägung und wird vom Zweigelt gezogen; im Zweiglas, den der Winzer zusammen mit seinem Schweizer Händler kreiert hat, steht Merlot an erster Stelle und ist als Cuvée somit internationaler geformt. Ganz puristisch vom Neusiedler See ist dagegen Münzenriders Zweigelt DAC Reserve vom Illmitzer Römerstein, die ab Herbst eingeschenkt wird. Dass Münzenrieder nicht nur im trockenen Weinbereich eine sichere Hand zeigt, beweist der Apetloner mit zwei Trockenbeerenauslesen: Der Sämling 2018 und der Welschriesling 2017 gehören zu den besten Süßweinen, die man im Seewinkel finden kann – zwei Weine von zeitloser Schönheit.

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2019 Sauvignon Blanc Ried Edelschuh
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Wunderbarer Aromareigen, der von Passionsfrucht über Cassis bis zur Bitterorange reicht, fruchtsüß und vielschichtig, vom Ausbau in großen Fässern schön gerundet, harmonisch, cremig und etwas weich, zeigt Finesse und Länge, ohne mächtig zu wirken.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2020 Riesling Ried Setzberg Smaragd
Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Feinziselierte Fruchtnase, Ananas, kühler Touch, am Gaumen straff, Weingartenpfirsich, Limettenzeste, etwas Exotik, geradlinig, knackige Säure, vital, toller Spannungsbogen, juvenil und noch etwas verschlossen, zeigt Potenzial, lang.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Tel. +43 2713 8478
Fax. +43 2713 8478
weingut@josef-gritsch.net
www.josef-gritsch.net

Josef Gritsch präsentiert uns heuer jahrgangsbedingt ein strafferes Sortiment, das in puncto balancierter wie kompakt-dichter Weine in gewohnt pikanter Mineralik vollauf überzeugt. Die aktuelle Jahrgangsstilistik ist quasi eine Spiegelbild der vom Winzer intendierten Weinstilistik, für die er weit über die Grenzen hinaus bekannt ist: Grüner Veltliner und Riesling mit einem präzisen Frucht-Säure-Spiel, gepaart mit viel Mineralik und Extrakt, was besonders auf seine Smaragde zutrifft. Das Weingut ist ein klassischer Familienbetrieb, traditionell in der Gesinnung und mit großem Respekt vor der Kulturlandschaft, zugleich innovativ, was das Qualitätsdenken betrifft. Josef Gritsch hat klare Vorstellungen von nachhaltigem Weinbau und Kellertechnik, die als minimalinvasiv zu bezeichnen ist. Ausschließlich Holzfässer in unterschiedlichen Formaten kommen zum Einsatz, sei es für die Vergärung ebenso wie für die Reifung der Weine auf der Feinhefe. Der Grüne Veltliner weist im Portefeuille eine Präsenz von mehr als 70 Prozent Anteil auf und kommt wie der Riesling vornehmlich von den Spitzer-Graben-Toplagen Bruck und der benachbarten Ried Schön. Der Grüne Veltliner Federspiel zeigt sich heuer von der besten Seite im kompakten wie würzebetonten Fruchtspiel. Die Smaragd-Linie überzeugt in kühlsaftiger und mineralischer Charakteristik. Überragend präsentiert sich die Grüne Veltliner Reserve-Variante von 2019 aus der Ried Schön. Die Herkunftsspezifik von den tiefgründigen Paragneis-Böden spiegelt sich in Extraktdichte samt mineralischer Komplexität dieses archetypischen Gewächses wider. Welch enormes Potenzial in der bisweilen unterschätzten Paradelage Setzberg, genauer: in der Subriede Vogelsang steckt, demonstriert der Winzer mit dem Riesling Smaragd: Dieser verzaubert durch helle Fruchtfinesse, Tiefe und mineralische Komplexität. Last but not least ist auf die Riesling Edition Christina Ried Bruck zu verweisen, die nur in besonderen Jahrgängen wie 2019 gefüllt wird. Diese halbtrockene Version zeigt ein vielfältiges Fruchtspiel mit viel Exotik, Dichte und viel Verve, das sie für längere Reife prädestiniert.

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2019 Riesling Reserve Ried Goldberg
Weingut Müller
Kremstal

Kraftvoll, kompakt, reife Pfirsiche, mineralischer Touch, mit Luft Ananas; schließt nahtlos an, sanfter Schmelz, körperreich feines Säurenetz, Substanz, lebhaft, frisches Steinobst klingt lange nach, Reserven.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Müller
Kremstal

Leopold & Stefan Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Tel. +43 2739 2691
Fax. -14
info@weingutmueller.at
www.weingutmueller.at

Die Formkurve dieses beachtlichen Betriebs im malerischen Krustetten zeigt nach oben. Die ganze Familie ist engagiert, alle haben klar definierte Verantwortlichkeiten, mit vereinten Kräften zieht man an einem Strang. Das Weingut scheint erstmalig im Jahr 1270 als Lesehof in den Archiven des Stifts Göttweig auf. 1936 startete Großvater Leopold mit weniger als einem Hektar, sein Sohn Leopold expandierte und stellte die Weichen in Richtung Qualität. Heute widmen sich die dritte und die vierte Generation unter der Führung der engagierten Brüder Leopold und Stefan der Anbaufläche von 120 Hektar. Die Stilistik ist ebenso zeitgemäß wie klar verständlich. Im Fokus stehen Frucht, Sortentypizität und Finesse. „Wir legen höchsten Wert auf sauberes Lesegut, Botrytis ist kein Thema“, hält Kellermeister Leopold Müller fest. Die Familie verfügt über eine Reihe renommierter Rieden mit zum Teil sehr unterschiedlichen Bodenverhältnissen und mikroklimatischen Randbedingungen. Die aktuelle Serie zeigt, dass die Lagencharakteristika klar erkennbar herausgearbeitet wurden. Die Leitsorten sind Grüner Veltliner und Riesling, aber auch die Rotweine wissen zu überzeugen, insbesondere die elegante Cuvée Diana von 2017. Beeindruckend auch der 2010er Riesling Reserve Ried Leiten, ein deutsch anmutendes Gewächs mit Rasse und Größe, das mit jeder Stunde Luftzufuhr jünger zu werden scheint.

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2019 Chardonnay Tagelsteiner
Weingut Alphart
Thermenregion

Asketisch gelbfruchtig; gezügelte Tropenfrucht, Mandarinen, gelbe Ringlotten, Apfelaromen, etwas steinige Erde, knapp und straff, röstiges Toastbrot, bisschen kalter Tabak, etwas Feigenkaffee im druckvollen Finale.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut Alphart
Thermenregion

Florian Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Das Weinjahr 2020 hat wieder aufgrund der Strategie Florian Alpharts, die natürliche Entwicklung im Weingarten durch gefühlvolle ökologische Bearbeitung von Boden und Pflanzen zu fördern, gesunde Traube hervorgebracht. Besonders wichtig ist für ihn und Karl der genaue Zeitpunkt der Lese, der bestimmend ist für die „inneren Werte“ der Trauben. Da hier bereits ein Tag alles verändern kann, überprüft Florian zur Erntezeit täglich den Status der Trauben. Den großen Erfolg dieser Mühe kann man an der grandiosen Serie, sowohl in der klassischen als auch in der Top-Linie, erkennen. Besonders gelungen sind durchwegs alle Rotgipfler des Hauses, extraktreich und ausdrucksstark. Auch muss man den 2019 Pinot Noir Ried Rosenberg erwähnen, der jeden Pinot-Liebhaber erfreuen wird. Und wer eine vollmundige Bordeaux-Cuveé mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem 2018 Cabernet Merlot gut versorgt.

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2018 Zweiglas
Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

(ZW/CF/ME) Weich, Haselnussschokolade, würzige Frucht, gute Dichte; stoffig, Brombeere, Johannis-
beere, rauchige Würze, Nougat, gut eingebundener Gerbstoff, elegant, einiges Potenzial.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Tel. +43 2175 2259
Fax. -6
info@muenzenrieder.at
www.muenzenrieder.at

Fährt man zu Johannes Münzenrieder nach Apetlon wird man immer etwas finden. Denn seine Weinpalette hat eine ungemeine Sortenvielfalt, Weißwein und Rotwein halten sich dabei die Waage, und die Palette reicht mittlerweile auch über drei Jahrgänge. Die lange Corona-Zeit hat dem Winzer diesbezüglich eine kleine Verschnaufpause verschafft, sodass seine Premium-Weine zurückgehalten werden konnten und länger Zeit bekommen. So darf man sich jetzt über Münzenrieders Rotwein-Cuvées Mavie und Zweiglas aus 2018 freuen. Mavie steht für die österreichische Ausprägung und wird vom Zweigelt gezogen; im Zweiglas, den der Winzer zusammen mit seinem Schweizer Händler kreiert hat, steht Merlot an erster Stelle und ist als Cuvée somit internationaler geformt. Ganz puristisch vom Neusiedler See ist dagegen Münzenriders Zweigelt DAC Reserve vom Illmitzer Römerstein, die ab Herbst eingeschenkt wird. Dass Münzenrieder nicht nur im trockenen Weinbereich eine sichere Hand zeigt, beweist der Apetloner mit zwei Trockenbeerenauslesen: Der Sämling 2018 und der Welschriesling 2017 gehören zu den besten Süßweinen, die man im Seewinkel finden kann – zwei Weine von zeitloser Schönheit.

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2019 Grüner Veltliner Ried Schön Alte Reben
Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Voll-
reife Früchte, etwas mediterrane Trockenkräuter, enorme Fruchtpräsenz, kühle Noten, würzig, ausdrucksstark, Apfel, Ananas, strömt ruhig mit viel Druck, perfekt strukturiert, knackiger Säurebiss, vital, rauchig mit pfeffrigen Komponenten, mächtig und lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Tel. +43 2713 8478
Fax. +43 2713 8478
weingut@josef-gritsch.net
www.josef-gritsch.net

Josef Gritsch präsentiert uns heuer jahrgangsbedingt ein strafferes Sortiment, das in puncto balancierter wie kompakt-dichter Weine in gewohnt pikanter Mineralik vollauf überzeugt. Die aktuelle Jahrgangsstilistik ist quasi eine Spiegelbild der vom Winzer intendierten Weinstilistik, für die er weit über die Grenzen hinaus bekannt ist: Grüner Veltliner und Riesling mit einem präzisen Frucht-Säure-Spiel, gepaart mit viel Mineralik und Extrakt, was besonders auf seine Smaragde zutrifft. Das Weingut ist ein klassischer Familienbetrieb, traditionell in der Gesinnung und mit großem Respekt vor der Kulturlandschaft, zugleich innovativ, was das Qualitätsdenken betrifft. Josef Gritsch hat klare Vorstellungen von nachhaltigem Weinbau und Kellertechnik, die als minimalinvasiv zu bezeichnen ist. Ausschließlich Holzfässer in unterschiedlichen Formaten kommen zum Einsatz, sei es für die Vergärung ebenso wie für die Reifung der Weine auf der Feinhefe. Der Grüne Veltliner weist im Portefeuille eine Präsenz von mehr als 70 Prozent Anteil auf und kommt wie der Riesling vornehmlich von den Spitzer-Graben-Toplagen Bruck und der benachbarten Ried Schön. Der Grüne Veltliner Federspiel zeigt sich heuer von der besten Seite im kompakten wie würzebetonten Fruchtspiel. Die Smaragd-Linie überzeugt in kühlsaftiger und mineralischer Charakteristik. Überragend präsentiert sich die Grüne Veltliner Reserve-Variante von 2019 aus der Ried Schön. Die Herkunftsspezifik von den tiefgründigen Paragneis-Böden spiegelt sich in Extraktdichte samt mineralischer Komplexität dieses archetypischen Gewächses wider. Welch enormes Potenzial in der bisweilen unterschätzten Paradelage Setzberg, genauer: in der Subriede Vogelsang steckt, demonstriert der Winzer mit dem Riesling Smaragd: Dieser verzaubert durch helle Fruchtfinesse, Tiefe und mineralische Komplexität. Last but not least ist auf die Riesling Edition Christina Ried Bruck zu verweisen, die nur in besonderen Jahrgängen wie 2019 gefüllt wird. Diese halbtrockene Version zeigt ein vielfältiges Fruchtspiel mit viel Exotik, Dichte und viel Verve, das sie für längere Reife prädestiniert.

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2010 Riesling Reserve Ried Leiten
Weingut Müller
Kremstal

(Vinothekswein) Deutsche Anmutung, Lindenblüten, zunächst dezente Alterstöne, klart mit Luft rasch auf und wird immer jünger, getrocknete Marillen und zarte Kräuternoten; lebhaft, jugendlich, viel frische Frucht, Marillen, Weingartenpfirsiche, Zitrus, mittleres Gewicht, im Abgang und im Nachhall auch grünfruchtige Aromen und ein Hauch Karamell, Lindenblüten und unaufdringliche Würze. Beachtlich!

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Müller
Kremstal

Leopold & Stefan Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Tel. +43 2739 2691
Fax. -14
info@weingutmueller.at
www.weingutmueller.at

Die Formkurve dieses beachtlichen Betriebs im malerischen Krustetten zeigt nach oben. Die ganze Familie ist engagiert, alle haben klar definierte Verantwortlichkeiten, mit vereinten Kräften zieht man an einem Strang. Das Weingut scheint erstmalig im Jahr 1270 als Lesehof in den Archiven des Stifts Göttweig auf. 1936 startete Großvater Leopold mit weniger als einem Hektar, sein Sohn Leopold expandierte und stellte die Weichen in Richtung Qualität. Heute widmen sich die dritte und die vierte Generation unter der Führung der engagierten Brüder Leopold und Stefan der Anbaufläche von 120 Hektar. Die Stilistik ist ebenso zeitgemäß wie klar verständlich. Im Fokus stehen Frucht, Sortentypizität und Finesse. „Wir legen höchsten Wert auf sauberes Lesegut, Botrytis ist kein Thema“, hält Kellermeister Leopold Müller fest. Die Familie verfügt über eine Reihe renommierter Rieden mit zum Teil sehr unterschiedlichen Bodenverhältnissen und mikroklimatischen Randbedingungen. Die aktuelle Serie zeigt, dass die Lagencharakteristika klar erkennbar herausgearbeitet wurden. Die Leitsorten sind Grüner Veltliner und Riesling, aber auch die Rotweine wissen zu überzeugen, insbesondere die elegante Cuvée Diana von 2017. Beeindruckend auch der 2010er Riesling Reserve Ried Leiten, ein deutsch anmutendes Gewächs mit Rasse und Größe, das mit jeder Stunde Luftzufuhr jünger zu werden scheint.

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2019 Chardonnay Reserve
Weingut Alphart
Thermenregion

Einladende Honigmelonen; cremig-saftige Fruchtsüße, Arancini und Ringlotten, Blut-
orangen, gebratene Birne mit Karamell, malzige Holzaromen, bisschen Bischofsbrot, feinkörnige Gerbstoffe, gelbe Blüten im eindrucksvollen Nachhall.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Alphart
Thermenregion

Florian Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Das Weinjahr 2020 hat wieder aufgrund der Strategie Florian Alpharts, die natürliche Entwicklung im Weingarten durch gefühlvolle ökologische Bearbeitung von Boden und Pflanzen zu fördern, gesunde Traube hervorgebracht. Besonders wichtig ist für ihn und Karl der genaue Zeitpunkt der Lese, der bestimmend ist für die „inneren Werte“ der Trauben. Da hier bereits ein Tag alles verändern kann, überprüft Florian zur Erntezeit täglich den Status der Trauben. Den großen Erfolg dieser Mühe kann man an der grandiosen Serie, sowohl in der klassischen als auch in der Top-Linie, erkennen. Besonders gelungen sind durchwegs alle Rotgipfler des Hauses, extraktreich und ausdrucksstark. Auch muss man den 2019 Pinot Noir Ried Rosenberg erwähnen, der jeden Pinot-Liebhaber erfreuen wird. Und wer eine vollmundige Bordeaux-Cuveé mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem 2018 Cabernet Merlot gut versorgt.

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2018 IL TRITTICO (CS/ME/SY)
Weingut Bernreiter
Wien

Dunkelwürziger Beerenmix; fruchtsüße schwarze Johannisbeeren mit Bitterschokolade, straffe Tannine nach Mokka neben schmeichelndem Heidelbeermus, etwas Schwarzkirschen dahinter, gewinnt mit Luft an Eleganz, zeigt satten Körper mit fruchtiger Säure reifer Weichseln, ein Hauch Hagebutte dabei, saftig auf dem Gaumen, würzig-herber Nachhall mit Kirschkonfekt und schwarzen Maulbeeren.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weingut Bernreiter
Wien

Peter Bernreiter
1210 Wien
Amtsstraße 24

Der Wiener Traditionsbetrieb der Familie Bernreiter blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Als Peter Bernreiter als Absolvent der HBLA Klosterneuburg 1995 das Weingut seiner Eltern übernahm, begann der Wechsel vom Doppler zur Bouteille, und die Weingenießer stellten höhere Qualitätsansprüche an den Wein, die Peter Bernreiter schon damals erfüllen konnte. So avancierte der Traditionsbetrieb nicht zuletzt auch durch den prächtigen Heurigengarten zu einem der beliebtesten Familienheurigen Wiens. Nun hat Peter Bernreiter entschieden, ab heuer den permanenten Heurigenbetrieb in ein Veranstaltungsservice umzuwandeln und sich noch intensiver der Bereitung hochwertiger Weine widmen zu können – und das erfolgreich, wie die aktuellen Weine zeigen. So beweist Peter Bernreiter sein Können eindrucksvoll mit seinem Grauburgunder und dem besonders gelungenen 2019 „Bernreiter Cuvée“ aus weißen Burgunder-Sorten, während seine Rotwein-Cuvée 2018 „IL TRITTIKO“ das oberste Segment vervollständigt.

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2019 Morillon Sausaler Schlössl
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Die typisch steirische Chardonnay-Ausformung in puristischer Erscheinung: Melange von Mokka und Waldbeeren, von der Eiche bloß umrahmt, engmaschig und druckvoll, beschreibt einen weiten Bogen, Haselnuss und Nougat, vielfältig wie lebhaft und lang.

Weißwein
Chardonnay
€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2019 Grüner Veltliner Ried Schütt Smaragd
Weingut Knoll
Wachau

Kühl, rauchig, etwas Schoten, Lindenblüten, frische Kräuter, die Frucht bisschen im Hintergrund, Cox Orange; erfrischend, elegant gebaut, lebhaft, konturiert, noch sehr jugendlich, lang, sehr strukturiert, noch verkapselt.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut Knoll
Wachau

Emmerich Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
Fax. -5
weingut@knoll.at

Nirgendwo wird Weintradition hierzulande authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben in Österreich. Seit vielen Generationen wird hier Weinbau betrieben, und bereits in den 1950er-Jahren wurden Bouteillen gefüllt. Heute wird der Familienbetrieb von Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne Emmerich Knoll jun.Keller) und August KnollWeingarten) geführt; die beiden Töchter Erika und Monika sind nicht im Betrieb tätig. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des hl. Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Die Familie bewirtschaftet knapp 18 Hektar Rebfläche, von der rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Lagenmäßig ist man toll aufgestellt, umfasst doch das Lagenportfolio Weingärten in den berühmten Rieden Loibenberg, Kellerberg und der Quasi-Hauslage Schütt, dazu kommen Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Lage Pfaffenberg. Wie es die Tradition gebietet, regieren Grüner Veltliner und Riesling das Sortiment, doch wird im Loibner Betrieb auch schon lange einer gewissen Vielfalt – sowohl in Sachen Sorten wie auch Klassen und Kategorien – gefrönt. An Komplementärsorten gibt es Muskateller, Gelber Traminer und Chardonnay sowie Blauburgunder. Folglich findet man in der in manchen Jahren fast ausufernden Weinpalette selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur von beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling auch noch aus zahlreichen Lagenweinen aus dem opulenten Riedenportfolio. In geeigneten Jahren gibt es auch noch Süßweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. Mit dem heurigen wurde der Jahrgangswechsel insofern vollzogen, als aus dem jüngsten Jahrgang nur mehr die leichteren Kategorien Steinfeder und Federspiel vorgestellt werden; die Smaragde, die frühestens im Herbst des auf die Ernte folgenden Jahres, teils auch später in den Verkauf gelangen, werden hingegen erst im übernächsten Jahr ins Scheinwerferlicht gestellt. So stellen wir heuer nochmals die Smaragde und Reserven aus dem Jahrgang 2019 vor, dazu kommt eine opulente Veltliner-Reserve aus dem Jahrgang 2018. Das zusätzliche Reifejahr hat den Weinen sehr gutgetan – die Zahl an Top-Weinen ist um zwei angewachsen.

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2019 Riesling Christina Ried Bruck
Weingut Graben-Gritsch
Wachau

(halbtrocken) 
Verspielte Fruchtnase, auf dem Gaumen straff, Weingarten-
pfirsich, Ananas, etwas Limettenzeste, zurückhaltende wie leichtfüßige Eleganz, trockene Anmutung, knackig, zeigt viel Tiefe, toller Spannungsbogen, druckvoll, braucht Zeit, viel 
Potenzial, lang im Finish.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Graben-Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Tel. +43 2713 8478
Fax. +43 2713 8478
weingut@josef-gritsch.net
www.josef-gritsch.net

Josef Gritsch präsentiert uns heuer jahrgangsbedingt ein strafferes Sortiment, das in puncto balancierter wie kompakt-dichter Weine in gewohnt pikanter Mineralik vollauf überzeugt. Die aktuelle Jahrgangsstilistik ist quasi eine Spiegelbild der vom Winzer intendierten Weinstilistik, für die er weit über die Grenzen hinaus bekannt ist: Grüner Veltliner und Riesling mit einem präzisen Frucht-Säure-Spiel, gepaart mit viel Mineralik und Extrakt, was besonders auf seine Smaragde zutrifft. Das Weingut ist ein klassischer Familienbetrieb, traditionell in der Gesinnung und mit großem Respekt vor der Kulturlandschaft, zugleich innovativ, was das Qualitätsdenken betrifft. Josef Gritsch hat klare Vorstellungen von nachhaltigem Weinbau und Kellertechnik, die als minimalinvasiv zu bezeichnen ist. Ausschließlich Holzfässer in unterschiedlichen Formaten kommen zum Einsatz, sei es für die Vergärung ebenso wie für die Reifung der Weine auf der Feinhefe. Der Grüne Veltliner weist im Portefeuille eine Präsenz von mehr als 70 Prozent Anteil auf und kommt wie der Riesling vornehmlich von den Spitzer-Graben-Toplagen Bruck und der benachbarten Ried Schön. Der Grüne Veltliner Federspiel zeigt sich heuer von der besten Seite im kompakten wie würzebetonten Fruchtspiel. Die Smaragd-Linie überzeugt in kühlsaftiger und mineralischer Charakteristik. Überragend präsentiert sich die Grüne Veltliner Reserve-Variante von 2019 aus der Ried Schön. Die Herkunftsspezifik von den tiefgründigen Paragneis-Böden spiegelt sich in Extraktdichte samt mineralischer Komplexität dieses archetypischen Gewächses wider. Welch enormes Potenzial in der bisweilen unterschätzten Paradelage Setzberg, genauer: in der Subriede Vogelsang steckt, demonstriert der Winzer mit dem Riesling Smaragd: Dieser verzaubert durch helle Fruchtfinesse, Tiefe und mineralische Komplexität. Last but not least ist auf die Riesling Edition Christina Ried Bruck zu verweisen, die nur in besonderen Jahrgängen wie 2019 gefüllt wird. Diese halbtrockene Version zeigt ein vielfältiges Fruchtspiel mit viel Exotik, Dichte und viel Verve, das sie für längere Reife prädestiniert.

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2019 Grüner Veltliner Ried Spiegel
Weingut Rosner
Kamptal

Reichhaltige Melange aus Frucht und rauchiger Würze, etwas Mürbteig, cremig, weißes Nougat; saftige Fülle, guter Schmelz, dabei kernig, mittelkräftig, elegant-cremig, geschmeidig, mittellang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Rosner
Kamptal


3550 Langenlois
Großer Buriweg 29

Im Langenloiser Aufsteigerweingut bilden Vater Norbert Rosner und sein Sohn Stefan ein kongeniales Winzerduo, das Tradition mit Fortschritt bestens vereint. Mit modernen Trends setzte sich allerdings bereits Norbert Rosner auseinander, als er 2006 einen Kurs zur Umstellung auf die biologische Landwirtschaft besuchte und dieses Gedankengut gleich in die Tat umsetzte: Schon im gleichen Jahr wurde begonnen, nach organisch-biologischen Richtlinien zu arbeiten, 2010 erfolgte die Zertifizierung. Nach Absolvierung der Weinbauschule Klosterneuburg, diversen Praktika bei Weingütern im In- und Ausland sowie einem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien kehrte Stefan in den elterlichen Betrieb zurück, wo er seit 2014 vollwertig integriert ist. Im Weingut Rosner liegen Schwerpunkte bei der biologischen Bewirtschaftung vor allem auf einer bedarfsorientierten Kompostierung sowie einem dem Erosionsschutz dienenden, Bodenverdichtung entgegenwirkenden sowie Biodiversität und Humusaufbau fördernden Begrünungsmanagement. In Sachen Pflanzenschutz stehen präventive Maßnahmen bei der Grünarbeit im Vordergrund, bei den eigentlichen Applikationen, die mit einem abgeschlossenen Recycling-Tunnel-System erfolgen, kommen neben im Bioanbau zugelassenen Mitteln wie Schwefel und Kupfer vor allem Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz. Die Unkrautbekämpfung wird selbstverständlich ausschließlich mechanisch. Die Weingärten verteilen sich auf diverse Weingärten rund um Langenlois, die zum Teil als Einzellagenweine abgefüllt werden – etwa aus den Lagen Kittmannsberg, Spiegel, Hasel und Steinberg. Die Trauben werden im modern eingerichteten Keller im Buriweg verarbeitet. Die klassisch ausgebauten Weine zeigen Sorten- und Herkunftstypizität und bestechen durch Reintönigkeit und Klarheit. Daneben gibt es auch diverse Spezialitäten wie den Zeitlos-Chardonnay aus gebrauchten Barriques sowie die ganztraubengepressten und rasch auf der Maische vergorenen, sehr gering geschwefelten Wildrose-Weine, die alle unfiltriert abgefüllt werden. Nach der Methode Ancestrale wird der gleichnamige Rosé-Schaumwein hergestellt – ein PetNat mit viel Charme.

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2019 Chardonnay Privat
Weingut Alphart
Thermenregion

Vornehmes Aromaerlebnis; gefühlvoll röstig-fruchtige Quitten mit tropischen Früchten, rosa Grapefruits und Ananas, Hauch Kokosnuss, potent und dicht, Bischofsbrot und süßer Tabak, malziger Feigenkaffee, balanciert pikante Würze und Mineralik, komplex mit feinem Steinobst im imposanten Finale.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Alphart
Thermenregion

Florian Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Das Weinjahr 2020 hat wieder aufgrund der Strategie Florian Alpharts, die natürliche Entwicklung im Weingarten durch gefühlvolle ökologische Bearbeitung von Boden und Pflanzen zu fördern, gesunde Traube hervorgebracht. Besonders wichtig ist für ihn und Karl der genaue Zeitpunkt der Lese, der bestimmend ist für die „inneren Werte“ der Trauben. Da hier bereits ein Tag alles verändern kann, überprüft Florian zur Erntezeit täglich den Status der Trauben. Den großen Erfolg dieser Mühe kann man an der grandiosen Serie, sowohl in der klassischen als auch in der Top-Linie, erkennen. Besonders gelungen sind durchwegs alle Rotgipfler des Hauses, extraktreich und ausdrucksstark. Auch muss man den 2019 Pinot Noir Ried Rosenberg erwähnen, der jeden Pinot-Liebhaber erfreuen wird. Und wer eine vollmundige Bordeaux-Cuveé mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem 2018 Cabernet Merlot gut versorgt.

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2017 Welschriesling Siddharta TBA
Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

(240 g/l RZ) Weich, viel Karamell und Nougat, Vanillecreme, Bratapfel, röstig; Holz eingebunden, Waldhonig, nektarhafte Frucht, Mango, Litschi, üppiger Wein.

Süßwein
Welschriesling
€€€
Naturkork

Weingut Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Tel. +43 2175 2259
Fax. -6
info@muenzenrieder.at
www.muenzenrieder.at

Fährt man zu Johannes Münzenrieder nach Apetlon wird man immer etwas finden. Denn seine Weinpalette hat eine ungemeine Sortenvielfalt, Weißwein und Rotwein halten sich dabei die Waage, und die Palette reicht mittlerweile auch über drei Jahrgänge. Die lange Corona-Zeit hat dem Winzer diesbezüglich eine kleine Verschnaufpause verschafft, sodass seine Premium-Weine zurückgehalten werden konnten und länger Zeit bekommen. So darf man sich jetzt über Münzenrieders Rotwein-Cuvées Mavie und Zweiglas aus 2018 freuen. Mavie steht für die österreichische Ausprägung und wird vom Zweigelt gezogen; im Zweiglas, den der Winzer zusammen mit seinem Schweizer Händler kreiert hat, steht Merlot an erster Stelle und ist als Cuvée somit internationaler geformt. Ganz puristisch vom Neusiedler See ist dagegen Münzenriders Zweigelt DAC Reserve vom Illmitzer Römerstein, die ab Herbst eingeschenkt wird. Dass Münzenrieder nicht nur im trockenen Weinbereich eine sichere Hand zeigt, beweist der Apetloner mit zwei Trockenbeerenauslesen: Der Sämling 2018 und der Welschriesling 2017 gehören zu den besten Süßweinen, die man im Seewinkel finden kann – zwei Weine von zeitloser Schönheit.

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2020 Grüner Veltliner Ried Kalvarienberg Reserve
Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Kühle Würze, Zigarrenkistl, Tannennadeln, dann Mangos, Kumquats, Anis; extraktsüß, fein konturiert, hat Weite und Tiefe.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Maximilian Aichinger
3562 Schönberg am Kamp
Hauptstraße 15

Maximilian Aichinger, 29 Jahre jung, leitet seit drei Jahren das Weingut in Schönberg am Kamp. Der engagierte Jungwinzer ist Absolvent der IMC Fachhochschule in Krems, wo er internationales Wine-Business studiert hat, und kann auf wertvolle Praxiszeit in Australien zurückgreifen. Im Weingut wird er von Anna, der reizenden Frau Mama, tatkräftig unterstützt – sie ist in erster Linie für die administrativen Belange zuständig. Zum Portfolio des Betriebs zählen einige der besten Lagen mit höchst unterschiedlichen Bodenverhältnissen, wie z.B. der am Fuße des Manhartsberges gelegene „Rosenberg“, auf dessen Steilterrassen Riesling-Trauben gedeihen, während auf dem Kalvarienberg und dessen kargen Böden mit Kiesel- Sand- und Schottereinschlüssen vornehmlich Grüne-Veltliner-Anlagen stehen. Diese beiden Sorten bilden auch den Schwerpunkt im Weinsortiment, ergänzt um einige Varietäten, die hier ebenfalls großartige Weine hervorbringen, wie z.B. der im aktuellen Jahrgang besonders gut gelungene Traminer – eine Sortenspezialität, die im Haus bereits lange Tradition hat. Schön abgestuft sind wieder einmal die Veltliner, vom süffigen Kamptal über die würzige Löss-Variante bis hin zu den Weinen aus der Rieden Renner und Kalvarienberg, von denen erwartungsgemäß der Letztgenannte die Nase vorn hat. Besonders erwähnenswert sind heuer aber die Rieslinge – einer schöner wie der andere und gekrönt von einem überragenden Sortenvertreter aus der Ried Rosenberg. Ein Anziehungspunkt ersten Ranges ist auch die dem Weingut angeschlossene Weinstube, in der sämtliche Weine glasweise angeboten werden, selbstverständlich auch abgestimmt auf die zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche des Hauses.

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2020 Wiener Gemischter Satz Bisamberg
Weingut Christ
Wien

Tiefgründig, hochelegant, vielschichtige Fruchtnuancen, saftige Marille, feine, dunkle Zitrusnoten, exotische Anklänge, etwas Kräuterwürze; saftig und zugleich mit animierender Frische, passendes Säuregerüst, Pfirsich und Nektarine, Blutorange, langer Nachhall, sehr gutes Entwicklungspotenzial, wird weiter zulegen.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Naturkork

Weingut Christ
Wien

Rainer Christ
1210 Wien
Amtsstraße 10

Tel. +43 1 292 51 52
Fax. -53
info@weingut-christ.at
www.weingut-christ.at

Rainer Christ ist es in bewährter Weise gelungen, das hohe Qualitätsniveau der vergangenen Jahre nicht nur zu halten, sondern bei einigen Weinen sogar noch zu übertreffen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie es dem Winzer gelingt, in allen Kategorien, bei allen Rebsorten und in allen Gewichtsklassen zu überzeugen. Die Vertreter des Jahrgangs 2020 bestechen durch präzise Fruchtnoten, lässige Eleganz, vielschichtige Aromen, und auch die unterschiedlichen Bodenformationen kommen dabei tiefgründig zum Vorschein. Die beiden Weine aus den 1. ÖTW-Lagen der Rieden Wiesthalen und Falkenberg aus dem Jahrgang 2019 gehören unbestritten zu den allerbesten Weinen der Landeshauptstadt und werden noch über viele Jahre Freude bereiten.

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2020 Riesling Ried Dr. Wunsch
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Limetten und rote Ribiseln im kecken, fordernden Duftspiel, erfrischend, intensiv und voll Elan, temperamentvoll sowie von kühler Eleganz geprägt, feine Klinge, helle Fruchtaromen, stahlige Säure im Finish.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2017 Diana
Weingut Müller
Kremstal

(ZW/CS/ME) Vielschichtig fruchtig, noble Würze, Prise Kakaopulver, elegant und kühl; saftig, Trinkfluss, Zug, animierende Frucht, zartes Gerbstoffnetz, feingliedrig strukturiert, Gewürze, rauchig im langen Abgang, Finesse vor Wucht.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Müller
Kremstal

Leopold & Stefan Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Tel. +43 2739 2691
Fax. -14
info@weingutmueller.at
www.weingutmueller.at

Die Formkurve dieses beachtlichen Betriebs im malerischen Krustetten zeigt nach oben. Die ganze Familie ist engagiert, alle haben klar definierte Verantwortlichkeiten, mit vereinten Kräften zieht man an einem Strang. Das Weingut scheint erstmalig im Jahr 1270 als Lesehof in den Archiven des Stifts Göttweig auf. 1936 startete Großvater Leopold mit weniger als einem Hektar, sein Sohn Leopold expandierte und stellte die Weichen in Richtung Qualität. Heute widmen sich die dritte und die vierte Generation unter der Führung der engagierten Brüder Leopold und Stefan der Anbaufläche von 120 Hektar. Die Stilistik ist ebenso zeitgemäß wie klar verständlich. Im Fokus stehen Frucht, Sortentypizität und Finesse. „Wir legen höchsten Wert auf sauberes Lesegut, Botrytis ist kein Thema“, hält Kellermeister Leopold Müller fest. Die Familie verfügt über eine Reihe renommierter Rieden mit zum Teil sehr unterschiedlichen Bodenverhältnissen und mikroklimatischen Randbedingungen. Die aktuelle Serie zeigt, dass die Lagencharakteristika klar erkennbar herausgearbeitet wurden. Die Leitsorten sind Grüner Veltliner und Riesling, aber auch die Rotweine wissen zu überzeugen, insbesondere die elegante Cuvée Diana von 2017. Beeindruckend auch der 2010er Riesling Reserve Ried Leiten, ein deutsch anmutendes Gewächs mit Rasse und Größe, das mit jeder Stunde Luftzufuhr jünger zu werden scheint.

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2019 Pinot Noir Ried Rosenberg
Weingut Alphart
Thermenregion

Saftige Waldbeeren; kühle Zwetschke, Erdbeerfrucht und florale Noten, blättrige Kräuter, elegant feinkörnige Tannine, Orangenaromen, bisschen Grafit, Schokolade, etwas Preiselbeeren im geschmeidigen Abgang.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Alphart
Thermenregion

Florian Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Das Weinjahr 2020 hat wieder aufgrund der Strategie Florian Alpharts, die natürliche Entwicklung im Weingarten durch gefühlvolle ökologische Bearbeitung von Boden und Pflanzen zu fördern, gesunde Traube hervorgebracht. Besonders wichtig ist für ihn und Karl der genaue Zeitpunkt der Lese, der bestimmend ist für die „inneren Werte“ der Trauben. Da hier bereits ein Tag alles verändern kann, überprüft Florian zur Erntezeit täglich den Status der Trauben. Den großen Erfolg dieser Mühe kann man an der grandiosen Serie, sowohl in der klassischen als auch in der Top-Linie, erkennen. Besonders gelungen sind durchwegs alle Rotgipfler des Hauses, extraktreich und ausdrucksstark. Auch muss man den 2019 Pinot Noir Ried Rosenberg erwähnen, der jeden Pinot-Liebhaber erfreuen wird. Und wer eine vollmundige Bordeaux-Cuveé mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem 2018 Cabernet Merlot gut versorgt.

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2019 Villa Nomine Lusman
Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

(50BF/40M/5ZW/CS) Ausgewogen, dunkelbeerig, auch Schwarzkirschen, feine Würze; schließt aromatisch an, feines Säurespiel, lebhaft, keinerlei Üppigkeit, hinten Paradeiserkraut und getrocknete Tomaten, feines Gerbstoffnetz, im Nachhall dunkle Holznoten.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

Günther Weber
7361 Lutzmannsburg
Neustiftgasse 15

Günther Weber führt das Familienweingut in vierter Generation. Gegründet hat es Johann Weber. Die Cuvée Avus ist eine Hommage an ihn. Er war der Erste in Lutzmannsburg, der vor nunmehr 80 Jahren Wein in Flaschen füllte. Heuer soll es ein Fest zu diesem Jubiläum geben. Sein Sohn Rudolf Weber zählt zu den Rotwein-Pionieren des Mittelburgenlandes. Helmut Weber baute das Weingut weiter aus und festigte dessen Ruf. Er kreiert immer wieder besondere Weine wie den Blaufränkisch „Weißleit’n“ oder ganz neu den „Rebenspiel“, einen Blaufränkisch mit einem Schuss Cabernet Sauvignon. „Das ist mein Pensionistenprojekt, so stelle ich mir einen Blaufränkisch vor, mit ein wenig Cabernet zur Untermalung“, erklärt er mir schmunzelnd. Dieser Wein bleibt zwei Jahre im Fass und reift vor dem Verkauf noch einmal so lange in der Flasche. Die Trauben wachsen auf einer frühen Südostlage, der Untergrund besteht aus kalkhaltigem Löss. Unter der Ägide seines Sohnes Günther wurde mit dem Jahrgang 2015 ein weiterer Blaufränkisch im Spitzensegment geschaffen, der Stieglitz. Dabei handelt es sich um eine Auslese aus den zuckerreichsten Trauben von den kalkhaltigen Böden des Lutzmannsburger Hochplateaus. Woher der Name? Die Großmutter erzählt, vor vielen Jahren habe man Trauben geerntet, die extrem süß waren. Der Stieglitz, der sie auf dem Weg in den Keller stehlen wollte, sei daran picken geblieben. Aktuell ist die Ausgabe 2017, die wir voriges Jahr vorgestellt haben. Es gab genau zwei Barriques von diesem bemerkenswerten Wein – eines war neu, eines gebraucht.

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2018 Cabernet Merlot
Weingut Alphart
Thermenregion

Fruchtig-würzige schwarze Beeren; saftige Kirschfrucht, fein-herbe Heidelbeeraromen, Cassis, pikante rote Schoten, zart rauchig, straffe Tannine nach Mokka und schwarzen Teeblätter, dunkle Extraktsüße, grünwürzig und mineralisch im kompakten Finale.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut Alphart
Thermenregion

Florian Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Das Weinjahr 2020 hat wieder aufgrund der Strategie Florian Alpharts, die natürliche Entwicklung im Weingarten durch gefühlvolle ökologische Bearbeitung von Boden und Pflanzen zu fördern, gesunde Traube hervorgebracht. Besonders wichtig ist für ihn und Karl der genaue Zeitpunkt der Lese, der bestimmend ist für die „inneren Werte“ der Trauben. Da hier bereits ein Tag alles verändern kann, überprüft Florian zur Erntezeit täglich den Status der Trauben. Den großen Erfolg dieser Mühe kann man an der grandiosen Serie, sowohl in der klassischen als auch in der Top-Linie, erkennen. Besonders gelungen sind durchwegs alle Rotgipfler des Hauses, extraktreich und ausdrucksstark. Auch muss man den 2019 Pinot Noir Ried Rosenberg erwähnen, der jeden Pinot-Liebhaber erfreuen wird. Und wer eine vollmundige Bordeaux-Cuveé mit einem top Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit dem 2018 Cabernet Merlot gut versorgt.

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2019 Chardonnay Ried Neubruch
Weingut PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Würziges Holz, 
Vanille, Nougatcreme, Steinpilze, schwarze Oliven; 
burgundisch, typische Seewinkel-Salzigkeit, mineralisch, lebhaft, dunkle Schokolade, elegant.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Christoph & Peter Münzenrieder
7143 Apetlon
Triftgasse 31

PMC – drei Buchstaben, zwei Brüder, ein Weingut. Christoph und Peter Münzenrieder bieten seit Jahren ein reichhaltiges und in die Tiefe gehendes Weinsortiment, in dem sich Rot und Weiß gleichermaßen finden. Das Familienweingut liegt mitten im Nationalpark, daher ist im Weinbau der behutsame Umgang mit der Natur für die Brüder nur logisch: Seit März dieses Jahres ist PMC „Nachhaltig Austria“-zertifiziert. „Soweit es geht, machen wir alles biologisch – aber durch den hohen Botrytisdruck im Seewinkel ist das schwierig“, sagt Christoph Münzenrieder, der der Kellermeister und fürs Qualitätsmanagement zuständig ist. Bruder Peter ist der Marketing- und Verkaufsmann. Größter Schatz im Weingut ist die Riede Neubruch, eine etwa 70 Hektar umfassende Lage, von Apetlon Richtung Frauenkirchen gelegen. Die Lage hat einen kargen Boden, geprägt vom roten Schotter und auch Sand. 13 Hektar bewirtschaften die Münzenrieders in der Ried Neubruch. „Aber wir verwenden nur drei Hektar davon für unsere Lagenweine“, sagt Christoph Münzenrieder. Dementsprechend selektioniert sind die Neubruch-Weine, die allesamt ab Oktober in den Verkauf kommen. Das Nonplusultra der 2019er Neubruchs ist der Chardonnay, ein 
präziser wie eleganter Wein, der jetzt schon an-
sprechend ist. Aber auch der Zweigelt bietet viel Druck. Da hat sicher auch geholfen, dass die Winzerbrüder im Holzmanagement von 225er-auf 500er-Fässer umgestellt haben. Davon profitiert auch der ungemein charaktervolle Merlot, ein sortentypischer Wein mit Trinkcharme und Substanz – was aber für das Gros der PMC Münzenrieder-
Weine gilt.

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2019 Riesling Ried Edelschuh
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Weißer Pfirsich und Zitronenmelisse im Bukett, ziseliert und feinmaschig, durch die prolongierte Fasslagerung ganz ruhig strömend, rote Ribiseln blitzen auf, betont vor allem die Eleganz, benötigt viel Luftzufuhr, dekantieren empfohlen, vielversprechend.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2018 Avus
Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

(BF/ZW/CS/ME) Kühl, elegant, Frucht und Würze; saftig, feingliedrig, vielfältige Frucht- und Gewürzaromen, feinmaschiges Gerbstoffnetz, im Finish unaufdringliches Holz mit dezenter Kaffeenote. Eleganz vor Wucht.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

Günther Weber
7361 Lutzmannsburg
Neustiftgasse 15

Günther Weber führt das Familienweingut in vierter Generation. Gegründet hat es Johann Weber. Die Cuvée Avus ist eine Hommage an ihn. Er war der Erste in Lutzmannsburg, der vor nunmehr 80 Jahren Wein in Flaschen füllte. Heuer soll es ein Fest zu diesem Jubiläum geben. Sein Sohn Rudolf Weber zählt zu den Rotwein-Pionieren des Mittelburgenlandes. Helmut Weber baute das Weingut weiter aus und festigte dessen Ruf. Er kreiert immer wieder besondere Weine wie den Blaufränkisch „Weißleit’n“ oder ganz neu den „Rebenspiel“, einen Blaufränkisch mit einem Schuss Cabernet Sauvignon. „Das ist mein Pensionistenprojekt, so stelle ich mir einen Blaufränkisch vor, mit ein wenig Cabernet zur Untermalung“, erklärt er mir schmunzelnd. Dieser Wein bleibt zwei Jahre im Fass und reift vor dem Verkauf noch einmal so lange in der Flasche. Die Trauben wachsen auf einer frühen Südostlage, der Untergrund besteht aus kalkhaltigem Löss. Unter der Ägide seines Sohnes Günther wurde mit dem Jahrgang 2015 ein weiterer Blaufränkisch im Spitzensegment geschaffen, der Stieglitz. Dabei handelt es sich um eine Auslese aus den zuckerreichsten Trauben von den kalkhaltigen Böden des Lutzmannsburger Hochplateaus. Woher der Name? Die Großmutter erzählt, vor vielen Jahren habe man Trauben geerntet, die extrem süß waren. Der Stieglitz, der sie auf dem Weg in den Keller stehlen wollte, sei daran picken geblieben. Aktuell ist die Ausgabe 2017, die wir voriges Jahr vorgestellt haben. Es gab genau zwei Barriques von diesem bemerkenswerten Wein – eines war neu, eines gebraucht.

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2018 Ried Edelschuh
Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

(CH, SB, RI) Offen und entgegenkommend, leichte Kaffeenote vom derzeit dominanten Morillon, deutliche Eiche, reichhaltig, mollig und sanft strömend, karamellige Note, für die längere Lagerung prädestiniert.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut Wohlmuth
Südsteiermark

Gerhard Wohlmuth
8441 Kitzeck im Sausal
Fresing 24

Tel. +43 3456 2303
Fax. +43 3456 2121
wein@wohlmuth.at
www.wohlmuth.at

Gerhard Wohlmuth hat sein einst sehr umfangreiches – um nicht zu sagen, schwer überschaubares – Sortiment dankenswerterweise stark gestrafft, wodurch es sehr an Übersicht und punkto Stufenbau gewonnen hat. Zudem sind die Weine der Gamlitzer Meinhardt Hube zum Großteil in das Repertoire des Weingutes Wohlmuth integriert worden, was ebenfalls bedeutend zur Transparenz beiträgt. Den Einstieg in die südsteirische Weinwelt realisieren die einst als Klassik bezeichneten „Standardweine“ ohne Orts- oder Lagenangabe, welche bereits durch die Bank gehobene Geschmackseindrücke bescheren. Zur Verkostung standen Muskateller, Sauvignon und Morillon bereit, die jeweils überwiegend aus Sausaler Schieferlagen stammen, was sich auch schon im kühlen, erfrischenden Duftspiel deutlich bemerkbar machte. Primus inter Pares war zum Degustationszeitpunkt zweifellos der herzhaft-temperamentvolle, von der Ribiselfrucht dezent geprägte Sauvignon. Eine Stufe höher sind dann die unter der unverwechselbaren Ortsbezeichnung Kitzeck-Sausal laufenden Gewächse angesiedelt, die auch durchwegs für weitere Qualitätssteigerungen sorgen. Ein Musterbeispiel ist etwa der Gelbe Muskateller Ortswein, der subtil und animierend über den Gaumen fließt und aus dem Jahr 2020 sogar eine gewisse Traminer-Affinität wachruft. Aber auch der Riesling, der die unverkennbare Kräuterwürze des Schieferbodens widerspiegelt, und der straffe wie zupackende, doch nie vorlaute Sauvignon sind wohl gelungen. Bei den Rebsorten legt Gerhard Wohlmuth den Schwerpunkt deutlicher denn je auf Riesling und Sauvignon Blanc, die mit jeweils drei Repräsentanten von den Top-Lagen an den Start gehen. Hier ent-scheiden dann die persönlichen Präferenzen. Bei den Rieslingen behauptet zwar der feinmaschige und aparte Edelschuh nach wie vor die Spitzenposition, doch ist ihm der kecke, von kühler Eleganz und stahliger Säure geprägte Dr. Wunsch „gefährlich“ nahegerückt. Neu ist als Dritter im Riesling-Bunde der eher gelbfruchtig getönte „Strohbart“ von der Ried Steinriegl. Noch schwieriger fällt die Entscheidung bei den Sauvignons, von denen bereits der klirrend frische Steinriegl 2020 Kitzecker Feeling verströmt. Sozusagen auf gleichem Niveau präsentieren sich die 2019er Premium-Sauvignons von den Lagen Hochsteinriegl und Edelschuh. Kann Ersterer bereits mit schotiger Pikanz und reifem, rotbeerigem Fruchtschmelz punkten, so brilliert der souveräne Edelschuh mit Eleganz und vielschichtigem Aromareigen. Über diese Elogen sei jedoch nicht auf den Morillon vergessen, der von der Riede Sausaler Schlössl puristischsteirischen Chardonnay-Charakter mit der dieser Lage eigenen Spannkraft verbindet. Schon seit Langem hat Familie Wohlmuth auch ein Faible für riedenreine Sortencuvées, können diese doch den speziellen Charakter einer hochwertigen Lage quasi unverfälscht wiedergeben. Freudige familiäre Anlässe waren der Ursprung der beiden Blends namens Gola und Edelschuh. Während Ersterer aus dem Jahrgang 2017 nach dreijähriger Reifung im großen Fass mit gelbfruchtigen Akzenten spannungsgeladen und zeitlos zugleich über den Gaumen gleitet, erscheint der aus den drei wichtigsten Sausaler Rebsorten komponierte 2018er Edelschuh derzeit noch vom Chardonnay und Holzeinfluss dominiert, aber ohne Zweifel für die lange Lagerung prädestiniert.

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2020 Riesling Ried Heiligenstein 1ÖTW
Weingut Barbara Öhlzelt
Kamptal

Straffe Mineralität, Pfirsich, Zitrus, etwas Würze, dezent salzig; viel Heiligenstein-Feuerstein-Stilistik; straff, grüne Ananas, Pfirsich, überzeugende Länge.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Barbara Öhlzelt
Kamptal

Barbara Öhlzelt
3561 Zöbing
Eichelbergstraße 32

Barbara Öhlzelt ist eine zierliche Winzerin – ihre Weine bringt sie jedoch oft mit Essen in Verbindung, und das hat mit ihrem Partner, dem bekannten Koch Karl Schwillinsky, zu tun, der immer wieder in Öhlzelts Zöbinger Weinkeller auf dem Seeberg bei diversen Weingenuss-Abenden aufkocht. Die Termine sind immer schnell ausgebucht, vor allem jetzt, da die Leute nach eineinhalb Jahren Corona richtig-gehend ausgehungert sind. Wer jedoch bei Barbara Öhlzelt auf eine Weinrunde einkehrt, kann als kulinarisches Häppchen auch Speisen im Glas mitnehmen. Weinmäßig hat sich wieder ein Stück bei Öhlzelt getan. Einerseits ist sie jetzt lizenziertes Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter, womit sie ihre Top-Lagen auch mit „1ÖTW“ sichtbar macht. Beim Riesling sind das die Rieden Heiligenstein und Kogelberg. Das sind auch die beiden Highlights des Jahres, wobei der Heiligenstein-Riesling in seiner straffen Puristik einen Tick über dem etwas runder ausgeformten Kogelberg ist. Persönliches Highlight der Winzerin ist ihr neuer Veltliner aus der Ried Lamm, einer der besten 1ÖTW-Lagen. Ihr Erstlingswerk hat sie großteils in neuem und gebrauchtem Holz ausgebaut – und der Wein hat sich gleich als spannendster und bester in der Öhlzelt-Veltliner-Welt obendrauf gesetzt.

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2020 Riesling Ried Rosenberg Reserve
Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Weintrauben, Ananas, Papayas, Orangenzesten; fester Sockel, kraftvoll; facetten- und finessenreich, urlanges Finale.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Maximilian Aichinger
3562 Schönberg am Kamp
Hauptstraße 15

Maximilian Aichinger, 29 Jahre jung, leitet seit drei Jahren das Weingut in Schönberg am Kamp. Der engagierte Jungwinzer ist Absolvent der IMC Fachhochschule in Krems, wo er internationales Wine-Business studiert hat, und kann auf wertvolle Praxiszeit in Australien zurückgreifen. Im Weingut wird er von Anna, der reizenden Frau Mama, tatkräftig unterstützt – sie ist in erster Linie für die administrativen Belange zuständig. Zum Portfolio des Betriebs zählen einige der besten Lagen mit höchst unterschiedlichen Bodenverhältnissen, wie z.B. der am Fuße des Manhartsberges gelegene „Rosenberg“, auf dessen Steilterrassen Riesling-Trauben gedeihen, während auf dem Kalvarienberg und dessen kargen Böden mit Kiesel- Sand- und Schottereinschlüssen vornehmlich Grüne-Veltliner-Anlagen stehen. Diese beiden Sorten bilden auch den Schwerpunkt im Weinsortiment, ergänzt um einige Varietäten, die hier ebenfalls großartige Weine hervorbringen, wie z.B. der im aktuellen Jahrgang besonders gut gelungene Traminer – eine Sortenspezialität, die im Haus bereits lange Tradition hat. Schön abgestuft sind wieder einmal die Veltliner, vom süffigen Kamptal über die würzige Löss-Variante bis hin zu den Weinen aus der Rieden Renner und Kalvarienberg, von denen erwartungsgemäß der Letztgenannte die Nase vorn hat. Besonders erwähnenswert sind heuer aber die Rieslinge – einer schöner wie der andere und gekrönt von einem überragenden Sortenvertreter aus der Ried Rosenberg. Ein Anziehungspunkt ersten Ranges ist auch die dem Weingut angeschlossene Weinstube, in der sämtliche Weine glasweise angeboten werden, selbstverständlich auch abgestimmt auf die zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche des Hauses.

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2020 Grüner Veltliner privat Ried Pellingen 1 ÖTW
Weingut Nigl
Kremstal

Herrlich gelbfruchtig, Kamille, viele frische Kräuter, Pfefferwürze, Grapefruit, Zuckerwatte, Mais, Melone, fruchtige Noten, ein feiner Wein der höchst angenehmen Art.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Nigl
Kremstal

Martin Nigl
3541 Senftenberg
Kirchenberg 1

Tel. +43 2719 2609
Fax. -4
info@weingutnigl.at
www.weingutnigl.at

Wie Martin Nigl es geschafft hat, aus diesem doch so schwierigen Jahrgang 2020 solch sensationelle Weine zu machen, ist aller Ehren wert. Es sind ungemein spannende Weine, höchst anspruchsvoll, von klirrender Mineralität, einer Substanz für viele Jahre. Solche Jahre sind Winzerjahre. Nigl ist einer der Besten. Es sind Weine, die jede Weinsammlung aufwerten. Piri Veltliner und Piri Riesling – beide sind von einer Strahlkraft und Salzigkeit, wie man sie selten findet. Die Eleganz in Wein ist der faszinierende GV Herzstück Ried Kirchenberg. Die Rieslinge vom Goldberg und Hochäcker gehören zur erweiterten Weltklasse. Welcher der beiden letztendlich die Nase vorne hat, vermag man wohl erst in Jahren zu beurteilen. Martin Nigl hat es seit seinem Durchbruch mit dem 1988 Riesling Hochäcker geschafft, über Jahrzehnte große Weine zu erzeugen. Es gibt nicht viele Winzer, die da mithalten können. Es wird wohl so erfolgreich weitergehen in diesem Gut. Sein Sohn gibt genauso Vollgas wie der Vater.

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2020 Riesling Ried Zwerchbreiteln
Weingut Christ
Wien

Hochelegant, vibrierende Frische, mineralische Anmutung, ganz feine Fruchtnoten, exotische Anklänge à la Hawaii-Ananas, Fruchtfleisch von der rosa Grapefruit; ausbalanciert, perfekte Säure, vielschichtig, komplex, Marille und Nektarine im fruchtsüßen, langen Abgang, bestes Entwicklungspotenzial.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Christ
Wien

Rainer Christ
1210 Wien
Amtsstraße 10

Tel. +43 1 292 51 52
Fax. -53
info@weingut-christ.at
www.weingut-christ.at

Rainer Christ ist es in bewährter Weise gelungen, das hohe Qualitätsniveau der vergangenen Jahre nicht nur zu halten, sondern bei einigen Weinen sogar noch zu übertreffen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie es dem Winzer gelingt, in allen Kategorien, bei allen Rebsorten und in allen Gewichtsklassen zu überzeugen. Die Vertreter des Jahrgangs 2020 bestechen durch präzise Fruchtnoten, lässige Eleganz, vielschichtige Aromen, und auch die unterschiedlichen Bodenformationen kommen dabei tiefgründig zum Vorschein. Die beiden Weine aus den 1. ÖTW-Lagen der Rieden Wiesthalen und Falkenberg aus dem Jahrgang 2019 gehören unbestritten zu den allerbesten Weinen der Landeshauptstadt und werden noch über viele Jahre Freude bereiten.

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2019 Zweigelt Ried Neubruch
Weingut PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Füllig, Pflaumen, eingelegte Sauerkirschen, einige Würze; festes Tannin, Herz-
kirschen, Liebstöckel, rauchiges Holz, würzige Frucht, 
jugendlich, gute Länge.

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Weingut PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Christoph & Peter Münzenrieder
7143 Apetlon
Triftgasse 31

PMC – drei Buchstaben, zwei Brüder, ein Weingut. Christoph und Peter Münzenrieder bieten seit Jahren ein reichhaltiges und in die Tiefe gehendes Weinsortiment, in dem sich Rot und Weiß gleichermaßen finden. Das Familienweingut liegt mitten im Nationalpark, daher ist im Weinbau der behutsame Umgang mit der Natur für die Brüder nur logisch: Seit März dieses Jahres ist PMC „Nachhaltig Austria“-zertifiziert. „Soweit es geht, machen wir alles biologisch – aber durch den hohen Botrytisdruck im Seewinkel ist das schwierig“, sagt Christoph Münzenrieder, der der Kellermeister und fürs Qualitätsmanagement zuständig ist. Bruder Peter ist der Marketing- und Verkaufsmann. Größter Schatz im Weingut ist die Riede Neubruch, eine etwa 70 Hektar umfassende Lage, von Apetlon Richtung Frauenkirchen gelegen. Die Lage hat einen kargen Boden, geprägt vom roten Schotter und auch Sand. 13 Hektar bewirtschaften die Münzenrieders in der Ried Neubruch. „Aber wir verwenden nur drei Hektar davon für unsere Lagenweine“, sagt Christoph Münzenrieder. Dementsprechend selektioniert sind die Neubruch-Weine, die allesamt ab Oktober in den Verkauf kommen. Das Nonplusultra der 2019er Neubruchs ist der Chardonnay, ein 
präziser wie eleganter Wein, der jetzt schon an-
sprechend ist. Aber auch der Zweigelt bietet viel Druck. Da hat sicher auch geholfen, dass die Winzerbrüder im Holzmanagement von 225er-auf 500er-Fässer umgestellt haben. Davon profitiert auch der ungemein charaktervolle Merlot, ein sortentypischer Wein mit Trinkcharme und Substanz – was aber für das Gros der PMC Münzenrieder-
Weine gilt.

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2018 Blaufränkisch Weißleit’n
Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

Sanfter Druck, Frucht und Würze; schließt nahtlos an, feines Säurespiel, Holz nur zu erahnen, reife Tannine geben Struktur, im Finish und im Nachhall sympathische süße Frucht, klassische Anmutung auf hohem Niveau.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Familie Weber
Mittelburgenland

Günther Weber
7361 Lutzmannsburg
Neustiftgasse 15

Günther Weber führt das Familienweingut in vierter Generation. Gegründet hat es Johann Weber. Die Cuvée Avus ist eine Hommage an ihn. Er war der Erste in Lutzmannsburg, der vor nunmehr 80 Jahren Wein in Flaschen füllte. Heuer soll es ein Fest zu diesem Jubiläum geben. Sein Sohn Rudolf Weber zählt zu den Rotwein-Pionieren des Mittelburgenlandes. Helmut Weber baute das Weingut weiter aus und festigte dessen Ruf. Er kreiert immer wieder besondere Weine wie den Blaufränkisch „Weißleit’n“ oder ganz neu den „Rebenspiel“, einen Blaufränkisch mit einem Schuss Cabernet Sauvignon. „Das ist mein Pensionistenprojekt, so stelle ich mir einen Blaufränkisch vor, mit ein wenig Cabernet zur Untermalung“, erklärt er mir schmunzelnd. Dieser Wein bleibt zwei Jahre im Fass und reift vor dem Verkauf noch einmal so lange in der Flasche. Die Trauben wachsen auf einer frühen Südostlage, der Untergrund besteht aus kalkhaltigem Löss. Unter der Ägide seines Sohnes Günther wurde mit dem Jahrgang 2015 ein weiterer Blaufränkisch im Spitzensegment geschaffen, der Stieglitz. Dabei handelt es sich um eine Auslese aus den zuckerreichsten Trauben von den kalkhaltigen Böden des Lutzmannsburger Hochplateaus. Woher der Name? Die Großmutter erzählt, vor vielen Jahren habe man Trauben geerntet, die extrem süß waren. Der Stieglitz, der sie auf dem Weg in den Keller stehlen wollte, sei daran picken geblieben. Aktuell ist die Ausgabe 2017, die wir voriges Jahr vorgestellt haben. Es gab genau zwei Barriques von diesem bemerkenswerten Wein – eines war neu, eines gebraucht.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -