Weinguide
Ausgabe 2026/27
Filtern nach:
Sortieren nach:
Cuvée Speciale Brut Oenothek Sekt
Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Opulente Nase nach Hirschbirne und Kerzenwachs, Pergament, geröstete Haselnüsse, offenherzig, Butterzopf; verlockend saftiger Beginn mit guter Vitalität, substanzreich, Zitrus, Quitte und Ananas, hinten frisch mit Biss, kernig, braucht Luft, komplex, lang.

Schaumwein
Blauburger
€€€€€€
Naturkork

Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Christian Madl
2172 Schrattenberg
Hauptstraße 57

Tel. +43 664 4225142
office@madlsekt.at
www.madlsekt.at

In Kennerkreisen wohlbekannt, kommen aus dem nordöstlichen Weinviertel einige der besten Sekte Österreichs. Sektspezialist Christian Madl aus Schrattenberg verbindet profunde Kenntnisse über schaumweinrelevante Themenbereiche mit großer Erfahrung und reichlich Fingerspitzengefühl in Sachen Sekterzeugung. Die Trauben stammen aus Weingärten in und um Schrattenberg und sind dafür geeignet, optimales Traubenmaterial für die Schaumweinerzeugung zu liefern. Weingartenberarbeitung und Rebpflege richten sich ausschließlich darauf aus, bestmögliche Grundweine für die Sekterzeugung zu liefern. Hauptsorten in Weiß sind Welschriesling, Grüner Veltliner und ein wenig Riesling sowie Chardonnay und Weißburgunder; an blauen Sorten werden Zweigelt und Pinot Noir verwendet. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand in 50-Liter Kisten bei zirka 15°-16°KMW und zirka 9 Gramm pro Liter Säure. Ausschließlich gesundes Traubenmaterial wird einer Ganztraubenpressung unterzogen, wobei nur die ersten 50 Prozent Saft herangezogen werden, die Lagerung erfolgt im Stahltank. Der sehenswerte Madl-Keller gibt im Inneren ungeahnte Dimensionen frei: Gleich drei Gewölbekeller wurden hier von Christian Madl und seinem Vater in Eigenregie innerhalb von fünf Jahren verbunden. Hier liegen tausende Flaschen „sur latte“ auf der Hefe und warten darauf, nach meist mehreren Jahren Lagerung degorgiert zu werden. Das Sektsortiment besteht aus zwei Linien: Als Einstieg gibt es die Schretenperg-Linie. Die Madl-Premiumsekte mit drei bis sechs und mehr Jahren Hefelagerung laufen unter der Bezeichnung Signature Collection. Unter Oenothek laufen rare Topsekte mit extrem langer Hefelagerung. ps

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Stein/Engabrunn
Weingärtnerei
Engelbrecht
Kamptal

Hellfruchtiges, steiniges Aroma, ungemein präsent, Boden pur, Zitrusschale, Orangenzesten, Pfeffer, saftig, elegant, seidige Fülle, fein liniert, wunderbare Säure, vielschichtig, hier steht die Lage über der Sorte. Eng am Gaumen, tiefsinnig, perfekte Balance, zarte Würze. Ein höchst individueller, feinfruchtiger Kamptaler.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei
Engelbrecht
Kamptal

Wolfgang & Gabriele Engelbrecht
3492 Etsdorf am Kamp
Obere Marktstraße 1

Zehn Weine von Engelbrecht – aktuell Jahrgang 2025 – zehnmal ein Aha-Erlebnis. Hervorragende Weine, die in einer der schönsten Kellergassen Österreichs in Etsdorf entstehen. Die Philosophie von Wolfgang Engelbrecht lautet: 101 Prozent Energie und Leidenschaft stecken in jeder Flasche. Dieses Weingut wird mittlerweile in 9. Generation von ihm geführt. Man bewirtschaftet beste Lagen zu 95 Prozent im Kamptal und zu 5 Prozent im Wagram. Die beiden hochwertigsten Rieden sind wohl Stein/Engabrunn und Wohra, welche zwei Hektar groß ist und auf 200 Metern Seehöhe liegt – Gföhler Gneis und die Grenze zum Wagram bildend. Beide Weine sind das Flaggschiff des Hauses. Handlese ist hier übrigens obligatorisch. Nebst diesen beiden Ausnahmeweinen möchte ich auf den 2025 Riesling Stoakammerl hinweisen. Das ist ein Wein wohl vieler Herzen. Vom Feinsten präsentieren sich auch die beiden Burgundersorten aus 2025 – Weissburgunder Göttertrunk und Chardonnay Ried Galgenberg –, wobei letzterer eine Klasse für sich darstellt. Überhaupt ist diese Wein-Serie in sich geschlossen und so stimmig wie selten zuvor. Dass auch die Preise dieser hervorragenden Kreszenzen überaus fair kalkuliert sind, macht das Ganze noch wertiger.

mehr
2024 Riesling Smaragd Ried Weissenkirchner Achleiten
Domäne 
Roland Chan
Wachau

Gediegenes, feines Bukett ausstrahlend, zart, Blütenduft, Marille, Pfirsich, feinste Exotik, voller Transparenz, sehr elegant, feingliedrig, ganz feine Würze, subtil, filigran, ein wunderfeiner Riesling mit einer hintergründigen Mineralität. Zurückhaltend, feinste Frucht und mit einem höchst attraktiven Gerbstoff.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Domäne 
Roland Chan
Wachau

Roland Müksch
3610 Wösendorf
Kellergasse 102

Dieses Weingut wurde im Jahr 2017 von Dipl. Ing. Roland Müksch mit seiner Frau Dr. Sharon Chan ins Leben gerufen. Verantwortlich für die Weine zeichnet der Winzer Christoph Donabaum in enger Abstimmung mit Roland Mücksch. Hier wird Handarbeit hochgehalten, niedrige Erträge, selektive Lese, Förderung der Biodiversität und minimale Eingriffe in die Weine. Die Weine werden spontan vergoren, reifen lange auf der Feinhefe in großen, neutralen Holzfässern und werden unfiltriert abgefüllt. Die Weine kommen immer erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Also aktuell die 2024er. Es sind Weine, welche für eine lange Lagerung geschult werden. Die Verkostung der Weine – eben der Jahrgang 2024 – bestätigte diese Philosophie. Es sind ausdrucksstarke Gewächse mit durch die Bank außergewöhnlichem Potenzial. Davon zeugt schon das Grüner Veltliner Federspiel Ried Bach Alte Reben. Dieses Federspiel hat eine tolle Statur und steht noch lange seinen Mann. Der Grüner Veltliner Smaragd Ried Bach Alte Reben präsentiert sich als großer Wein, der mir fast über die Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleiten-Himmelreich geht. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen. Ebenfalls grandios ist der Riesling Smaragd Ried Bach, hier aber übertroffen von der Ried Achleiten, welcher ein wahrer TOP Wein ist und höchster Wachauer Adel. Ein sehr schöner Weissburgunder Smaragd unterstreicht das Ganze. Leider gibt es im 2024er Jahrgang keinen Riesling Ried Klaus. Da hat die Natur nicht mitgespielt. Es sind Weine, welche absolut zur Elite der Wachau zu zählen sind.

mehr
2022 Weißburgunder/Welschriesling TBA
Weingut
Felberjörgl
Südsteiermark

(0,375 l) Druckvoll, süß, Dörrobst à la Feigen, Datteln und Marillen; schließt aromatisch nahtlos an, vibrierende Säure bändigt den mächtigen Restzucker, fast ölige Konsistenz, lang, frischer Bienenhonig im Nachhall, Ausbruch-Charakter, große Lagerfähigkeit.

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Naturkork

Weingut
Felberjörgl
Südsteiermark

Hans-Peter Temmel
8442 Kitzeck
Höch 47

Das Weingut Felberjörgl ist ein reiner Familienbetrieb. Gegründet wurde es bereits im 14. Jahrhundert von Bayern namens Felber, die in Diensten des Salzburger Erzbistums standen. Heute zeichnet Hans Peter Temmel als Kellermeister für den Wein verantwortlich. Großen Wert legt er auf schmeckbare Herkunft und naturnahe Bewirtschaftung. In den Weingärten ist Schiefer vorherrschend. Ausgeprägte Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht kommen der Aromatik und der Frische zugute. Die Rieden Kreuzegg und Zwickl liegen direkt beim Hof auf 550 Meter Seehöhe, Kreuzegg ist tiefgründig mit viel Humus, die Weine von hier muten warm an. Zu den höchsten Lagen des Sausals zählt die bis knapp 630 Meter reichende Ried Höchleit’n mit kargem Schieferboden. „Es ist uns sehr wichtig, die Trauben länger am Rebstock belassen zu können, um die physiologische Reife richtig auszunutzen“, umreißt Hans Peter Temmel die Vorteile dieser Seehöhe. Die Ried Schrotter ist sehr steil und teilweise terrassiert. Karger Boden kennzeichnet auch die Ried Mosergut, wo hauptsächlich Traminer und Gelber Muskateller stehen. Abgerundet wird das Portfolio durch edelsüße Prädikate, Rotweine, Frizzante, Spezialitäten, Fruchtsäfte und Edelbrände. Am Weingut angeschlossen ist ein stilvoller Buschenschank im sehenswerten Biedermeierhaus.

mehr
2024 Ried Rochusberg Grüner Veltliner Reserve
Weingut
Roland Minkowitsch
Weinviertel

(3 Wochen im 500 Liter-Fass) Feinnussig, Würze mit Tiefgang, mineralische Nuancen; feine Akazienwürze, Birne, Apfel, Quitte, salzig, gut strukturiert, langer Abgang, große Klasse.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Roland Minkowitsch
Weinviertel

Martin Minkowitsch
2261 Mannersdorf
Kirchengasse 64

Martin Minkowitsch hat im Jahr 2014 den traditionsreichen Familienbetrieb in 14. Generation übernommen und ist der Betriebsphilosophie treu geblieben. Die Freude an der Arbeit im Weingarten und die Fähigkeit, jede Herausforderung anzunehmen, zeichnen den Winzer aus. Wenn dann im Herbst das optimale Traubenmaterial eingebracht wird, erfolgt die Verarbeitung mit einer Baumpresse, die seit dem Jahr 1820 im Einsatz ist. Vielleicht gelingt es auch deshalb, eigenständige, finessenreiche und immer trinkfreudige Weine zu vinifizieren. Besonders hervorzuheben sind dabei die moderaten Alkoholwerte, die der Bekömmlichkeit sehr zuträglich sind. Ziemlich neu im Programm ist einerseits ein köstlicher Riesling Sekt, andererseits ein Viognier Sept. Sept, weil es die siebte Weißweinsorte im Hause Minkowitsch ist, Viognier, da die Frau von Martin Minkowitsch aus Lyon stammt. Mit seiner prononcierten Säure ist diese Rebsorte ein Versprechen für die Zukunft. Den Gelben Muskateller müssen Sie heuer unbedingt probieren – einer der besten des Jahrgangs 2025 in Österreich! Und als Draufgabe gibt es ihn auch als „federleicht“ mit nur neun Volumenprozent Alkohol. Also doppelte Freude!

mehr
2024 Grüner Veltliner Smaragd Ried Kellerberg
Weingut
Domäne Wachau
Wachau

Druckvoll, Boden kommt durch, subtile Frucht, Hauch ätherisch, braucht Luft; Frucht auf dem Gaumen präsent, Schmelz, stoffig, zugängliche Säure, kompakt strukturiert, komplex, im langen Abgang bodenstämmige, dunkle Würze, Riedencharakter.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Domäne Wachau
Wachau

Roman Horvath (MW)
3601 Dürnstein
107

Die Domäne Wachau gehört zu den führenden Weingütern unseres Landes. Das sind 200 Weinhauer, die über kleine Flächen verfügen, die sie als Vollprofis ausschließlich selbst bearbeiten. „Wir haben die besten Leute draußen in den Weingärten“, erklärt Heinz Frischengruber diesen enormen Vorteil. Das macht einen wesentlichen Teil der Schlagkraft aus, mit der die Domäne Wachau agieren kann. „Wenn das Wetter schlecht wird, haben wir 1.000 Leute gleichzeitig bei der Lese“, so der auf Qualität fokussierte Kellermeister. Auf der Homepage der Domäne Wachau werden die Weinhauer persönlich vorgestellt. Die Domäne Wachau versteht sich als Non Profit Unternehmen. „Alles, was wir erwirtschaften, kommt den Eigentümern, den Weinhauern zugute.“ Weingutsleiter Roman Horvath MW und er, Heinz Frischengruber, seien unterstützend und beratend für die Besitzer da, sagt er mehr als bescheiden. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Diese beiden Herren haben die Domäne Wachau dorthin gebracht, wo sie heute steht, nämlich ganz nach vorne. Es hat sich eine bemerkenswerte Selbstsicherheit eingestellt. Man ist auch Vorreiter in vielen Belangen, von der Bodenpflege über vegane Weine bis zum biologischen Weinbau. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Die beiden Regisseure haben mit großer Konsequenz, aber auch mit Weitblick und Kreativität, die Weichen für den Erfolg gestellt. Laufend stimmen sie sich mit den Weinhauern ab, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen. Wenn es um einen durch die Stilistik unbeeinflussten Vergleich der Lagencharakteristika dieses klimatisch begünstigten Flusstales geht, ist man hier an der ersten Adresse. Kein anderer Betrieb nämlich verfügt über ein derart großes Portfolio an renommierten Rieden wie die Domäne Wachau. Mit knapp 50 Prozent Bio-Weingärten ist sie das bedeutendste Weingut Österreichs mit biologisch bewirtschafteten Rieden, Fläche zunehmend. Viele der Weine kommen nun erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Die aktuelle Serie zeigt Lagencharakter, keiner der Weine ist opulent oder plakativ, der Alkoholgehalt der Smaragde ist angenehm moderat. An zwei Wochenenden im Juli gibt es einen Pop-up Heurigen im Garten des barocken Kellerschlössels, Reservierung ist dringend zu empfehlen.

mehr
2023 Welschriesling TBA No. 4 Zwischen den Seen (215,6 g/l RZ)
Weinlaubenhof
Kracher
Neusiedlersee

Reife, saftige Birnenfrucht, viel getrocknete Marillen und herzhafte Kräuterwürze; viel Sortencharakter, saftige Pfirsichfrucht, Mandarinen, Nektarinen, reifer Gerbstoff gut eingebunden, super Balance zwischen Frucht und Zucker, animierende Säure, salzig im Finish, vibrierende TBA.

Süßwein
Welschriesling
€€€€€€
Naturkork

Weinlaubenhof
Kracher
Neusiedlersee

Yvonne Kracher
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 37

Tel. +43 2175 3377
office@kracher.at
www.kracher.at

Kracher – der Name gilt als Weltmeister des süßen Geschmacks. Wie der legendäre Luis Kracher in den 1990er-Jahren seine TBA aus Illmitz weltweit in Szene setze, führt Gerhard Kracher dies seit fast 20 Jahren in beeindruckender Weise mit seiner Frau Yvonne fort. Krachers süße Weinschätze stehen heute überall, wo guter Geschmack präsent ist, wo Essen und Trinken zusammenfinden. Weltweit bekanntes Highlight ist Krachers genussreiche Kollektion aus Trockenbeerenauslesen (TBA) in der Holzbox, die er nach ansteigendem Restzuckergehalt durchnummeriert. Jedes Jahr eine unterschiedliche Nummernanzahl – je nachdem, was der Jahrgang in Qualität und Quantität zu geben bereit war. Von Krachers aktuellem TBA-Nummernspiel aus dem Jahrgang 2023 sind es sieben „Goldstücke“ geworden. Der Eintritt in Krachers Welt der Hochprädikate bildet diesmal ein bildhübscher, sortentypischer Muskat-Ottonel. Dass Zweigelt auch als Süßer groß werden kann, beweist Kracher nahezu jedes Jahr in seinem Nummernspiel, diesmal als No. 2 und wie immer charmant in der Nouvelle-Vague-Linie im neuen Holz vinifiziert. Die aromatischen Sorten Scheurebe und Welschriesling sind oft die Filetstücke in der Kollektion und werden im Stahltank ausgebaut, symbolisiert durch das Label Zwischen den Seen. Auch heuer steht der Welschriesling gemeinsam mit der Chardonnay-TBA als No. 7 für das Beste des Jahrgangs. Welschriesling und Chardonnay fließen alljährlich auch in der Grande Cuvée zusammen (No. 5), einem Lieblingswein von Gerhard Kracher, weil die zwei mengenmäßig die beiden wichtigsten Sorten des Weinguts sind, und damit diese TBA für den Stil des Weinguts und der Region steht. Ein weiterer Herzenswein des Winzers ist der Rosenmuskateller, den Kracher schon lange in seiner Kollektion hatte, diesen aber nicht benennen durfte, sondern nur mit einer Rose am Etikett sichtbar gemacht hat, weil der Rosenmuskateller erst 2017 gesetzlich eine Qualitätsweinsorte wurde. Doch Kracher, das ist viel mehr als TBA. Der süße Reigen beginnt mit Spätlesen und Auslesen; die Nachfrage hat auch die preisattraktive Beerenauslese zu einem sehr wichtigen Wein gemacht. Daneben gibt es auch ein kleines, feines Segment an trockenen Weiß- und Rotweinen. Nicht zu vergessen: Krachers Fine Wine Handel, wo der Winzer seit rund 30 Jahren internationale Spitzenweine nach Österreich importiert. Heute umfasst das Fine Wine Sortiment 2.000 Positionen. Fad wird es daher beim Kracher nie!

mehr
2021 Große Liebe Mr. Lover Lover
Rotweingut
Lang
Mittelburgenland

(ME) Nobler und kraftvoller Auftritt, Würze à la gemörserte Wachholderbeeren und Kardamom, unaufdringliche und kühle Frucht; aromatisches Dacapo, präzise strukturiert, feinkörnige Gerbstoffe und neues Holz perfekt eingebaut, im Finish und im sehr langen Nachhall rauchig, würzig und kühlfruchtig, in keiner Phase schwer, große Reserven.

Rotwein
Merlot
€€€€€€
Naturkork

Rotweingut
Lang
Mittelburgenland

Andrea, Stefan & Stefan Andreas Lang
7311 Neckenmarkt
Herrengasse 2

Das Weingut steht für Konstanz. Stefan Lang ist ein qualitätsbeseelter Tüftler, Andrea ein Organisationstalent erster Güte. Die beiden haben das Weingut in Neckenmarkt zu einem Leitbetrieb gemacht. Auch ihr Sohn Stefan Andreas, Jahrgang 2000, wurde nach seiner Praxiszeit in Kalifornien und Südafrika voll eingebunden. Der junge Mann ist für den Keller als auch die Weingärten zuständig, die Linien Liebe und Rosé hat er weiterentwickelt. Die Familie Lang hat sich dem Rotwein verschrieben. Leitsorte ist der Blaufränkisch, aber auch mit Cuvées weiß man hier hervorragend umzugehen. Tiefgründige Lehm- und Lössböden bieten ideale Bedingungen für charaktervolle Rotweine, allen voran Blaufränkisch. Die Basislinie nennt sich classic. Sie zeichnet sich durch Sortentypizität und einen attraktiven Preis aus. Diese Weine reifen im großen Holz und in mehrfach befüllten Barriques. Darüber firmiert die Linie ECHT LANG mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis; die Feinheit des Blaufränkisch ist ungewöhnlich für diese Klasse. Die Premiumweine sind ausgesprochen feingliedrig, ihnen sind Finesse und Trinkfluss zu attestieren. Die Handschrift des Hauses zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer verkostete Serie. Die Weine sind feingliedrig und elegant, Tannine und Holz sind mit Bedacht und Gefühl eingesetzt, alles Üppige und Plakative ist ihnen fremd. Die Preise sind fair kalkuliert. An der Spitze stehen wiederum die Große Liebe und die Wahre Liebe. Beide brauchen viel Luft.

mehr
2021 Sauvignon Blanc Ried Hiritschberg Reserve
Weingut
Bernd Stelzl
Südsteiermark

Distinguiert, vielschichtig, dunkle Tönung, subtile Frucht; schließt so an, fest strukturiert, vorne Frucht, hinten elegante Würze und Bodentöne, zugängliche Säure, Zug, sehnig-kraftvoll, lang, feinfühliger Holzeinsatz. Reserven.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Bernd Stelzl
Südsteiermark

Bernd Stelzl
8463 Leutschach an der Weinstraße
Schlossberg 119

Bernd Stelzl bewirtschaftet steile, karge und steinige Rieden. Er ist stolz auf seine handwerklich gemachten Weine, die von Herkunft und Boden erzählen. Ehrlich, geradlinig, vielschichtig, tiefgründig, nachhaltig und lagerfähig sollen sie sein. Der wichtigste Weingarten ist eine Monopollage, die Ried Hiritschberg, perfekt nach Südosten ausgerichtet und von kalkhaltigen Opok-Böden geprägt. Hier wachsen die besten Sauvignon Blanc-Reben und Burgundersorten des Betriebes. Seinen Weinstil umschreibt der Winzer mit traditionsverbunden auf moderne Weise. Den Weinen gesteht er jene Zeit zu, die sie brauchen. Er rechnet in Wintern. Die Gebietsweine kommen nach einem Winter in den Verkauf, die Ortsweine nach zwei, Riedenweine nach drei Wintern. Die Gebietsweine sind heuer knackig ausgefallen, sie lassen keinen Zweifel an ihrer Herkunft. Die beiden Ortsweine sind Riedenweinen näher als Gebietsweinen. Die Chardonnays von der Ried Hiritsch Hube präsentieren sich ernsthaft und präzise, vom Boden geprägt. Die Sauvignons von der Ried Hiritschberg sind nobel. Zum Weingut gehört ein traditioneller Buschenschank, wo sich die Weine entspannt genießen lassen. Ein einmaliger Wein ist der Sauvignon Blanc Charlotte, er ist der Geburt der Tochter des Hauses gewidmet.

mehr
2023 Chardonnay TBA No. 7 Nouvelle Vague (228,1 g/l RZ)
Weinlaubenhof
Kracher
Neusiedlersee

Sautierte Pilze, samtig-elegante tropische Frucht, Maracuja und Mango, gute Frische; geschliffene, tiefgründige TBA, zarte Honignote, siruphafte tropische Fruchtnoten mit riesen Säurepikanz im Hintergrund, die für viel Leben sorgt und den Wein relativ trocken erscheinen lässt, super süßer Stoff, wird mit Luft immer eleganter und behält immer seine Frische, vibrierender Wein mit Fruchtkonzentration, Biss und Länge.

Süßwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weinlaubenhof
Kracher
Neusiedlersee

Yvonne Kracher
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 37

Tel. +43 2175 3377
office@kracher.at
www.kracher.at

Kracher – der Name gilt als Weltmeister des süßen Geschmacks. Wie der legendäre Luis Kracher in den 1990er-Jahren seine TBA aus Illmitz weltweit in Szene setze, führt Gerhard Kracher dies seit fast 20 Jahren in beeindruckender Weise mit seiner Frau Yvonne fort. Krachers süße Weinschätze stehen heute überall, wo guter Geschmack präsent ist, wo Essen und Trinken zusammenfinden. Weltweit bekanntes Highlight ist Krachers genussreiche Kollektion aus Trockenbeerenauslesen (TBA) in der Holzbox, die er nach ansteigendem Restzuckergehalt durchnummeriert. Jedes Jahr eine unterschiedliche Nummernanzahl – je nachdem, was der Jahrgang in Qualität und Quantität zu geben bereit war. Von Krachers aktuellem TBA-Nummernspiel aus dem Jahrgang 2023 sind es sieben „Goldstücke“ geworden. Der Eintritt in Krachers Welt der Hochprädikate bildet diesmal ein bildhübscher, sortentypischer Muskat-Ottonel. Dass Zweigelt auch als Süßer groß werden kann, beweist Kracher nahezu jedes Jahr in seinem Nummernspiel, diesmal als No. 2 und wie immer charmant in der Nouvelle-Vague-Linie im neuen Holz vinifiziert. Die aromatischen Sorten Scheurebe und Welschriesling sind oft die Filetstücke in der Kollektion und werden im Stahltank ausgebaut, symbolisiert durch das Label Zwischen den Seen. Auch heuer steht der Welschriesling gemeinsam mit der Chardonnay-TBA als No. 7 für das Beste des Jahrgangs. Welschriesling und Chardonnay fließen alljährlich auch in der Grande Cuvée zusammen (No. 5), einem Lieblingswein von Gerhard Kracher, weil die zwei mengenmäßig die beiden wichtigsten Sorten des Weinguts sind, und damit diese TBA für den Stil des Weinguts und der Region steht. Ein weiterer Herzenswein des Winzers ist der Rosenmuskateller, den Kracher schon lange in seiner Kollektion hatte, diesen aber nicht benennen durfte, sondern nur mit einer Rose am Etikett sichtbar gemacht hat, weil der Rosenmuskateller erst 2017 gesetzlich eine Qualitätsweinsorte wurde. Doch Kracher, das ist viel mehr als TBA. Der süße Reigen beginnt mit Spätlesen und Auslesen; die Nachfrage hat auch die preisattraktive Beerenauslese zu einem sehr wichtigen Wein gemacht. Daneben gibt es auch ein kleines, feines Segment an trockenen Weiß- und Rotweinen. Nicht zu vergessen: Krachers Fine Wine Handel, wo der Winzer seit rund 30 Jahren internationale Spitzenweine nach Österreich importiert. Heute umfasst das Fine Wine Sortiment 2.000 Positionen. Fad wird es daher beim Kracher nie!

mehr
2024 Riesling Smaragd Ried Kellerberg
Weingut
Domäne Wachau
Wachau

Sehr feingliedrig, markante Bodentöne, saftige Marillen, Hauch Weingartenpfirsiche, einladend, warm getönt, sonnig; aromatisches Dacapo, trotz des moderaten Alkohols stoffig, komplex, Fruchtschmelz, Säurespiel, gute Länge, Trinkfluss, Lagencharakter, zeigt mit Luft seine Größe.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Domäne Wachau
Wachau

Roman Horvath (MW)
3601 Dürnstein
107

Die Domäne Wachau gehört zu den führenden Weingütern unseres Landes. Das sind 200 Weinhauer, die über kleine Flächen verfügen, die sie als Vollprofis ausschließlich selbst bearbeiten. „Wir haben die besten Leute draußen in den Weingärten“, erklärt Heinz Frischengruber diesen enormen Vorteil. Das macht einen wesentlichen Teil der Schlagkraft aus, mit der die Domäne Wachau agieren kann. „Wenn das Wetter schlecht wird, haben wir 1.000 Leute gleichzeitig bei der Lese“, so der auf Qualität fokussierte Kellermeister. Auf der Homepage der Domäne Wachau werden die Weinhauer persönlich vorgestellt. Die Domäne Wachau versteht sich als Non Profit Unternehmen. „Alles, was wir erwirtschaften, kommt den Eigentümern, den Weinhauern zugute.“ Weingutsleiter Roman Horvath MW und er, Heinz Frischengruber, seien unterstützend und beratend für die Besitzer da, sagt er mehr als bescheiden. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Diese beiden Herren haben die Domäne Wachau dorthin gebracht, wo sie heute steht, nämlich ganz nach vorne. Es hat sich eine bemerkenswerte Selbstsicherheit eingestellt. Man ist auch Vorreiter in vielen Belangen, von der Bodenpflege über vegane Weine bis zum biologischen Weinbau. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Die beiden Regisseure haben mit großer Konsequenz, aber auch mit Weitblick und Kreativität, die Weichen für den Erfolg gestellt. Laufend stimmen sie sich mit den Weinhauern ab, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen. Wenn es um einen durch die Stilistik unbeeinflussten Vergleich der Lagencharakteristika dieses klimatisch begünstigten Flusstales geht, ist man hier an der ersten Adresse. Kein anderer Betrieb nämlich verfügt über ein derart großes Portfolio an renommierten Rieden wie die Domäne Wachau. Mit knapp 50 Prozent Bio-Weingärten ist sie das bedeutendste Weingut Österreichs mit biologisch bewirtschafteten Rieden, Fläche zunehmend. Viele der Weine kommen nun erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Die aktuelle Serie zeigt Lagencharakter, keiner der Weine ist opulent oder plakativ, der Alkoholgehalt der Smaragde ist angenehm moderat. An zwei Wochenenden im Juli gibt es einen Pop-up Heurigen im Garten des barocken Kellerschlössels, Reservierung ist dringend zu empfehlen.

mehr
2021 Blaufränkisch M 56 Ried Marienthal
Weingut
MAD
Leithaberg, Rust & Rosalia

Wärmendes Bukett nach vollreifen Beerenfrüchten, enorme Extraktdichte, viel Schwarzkirsche, Brombeere, vollmundige Fülle, würzig hinterlegt, viel Körper, Bitterschoko, vielschichtig, alles in Balance, kernige Mitte, vollreife Tannine, harmonisch, aus einem Guss, ganz groß mit gesicherter Zukunft.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
MAD
Leithaberg, Rust & Rosalia

Sebastian & Tobias Siess
7063 Oggau
Antonigasse 1

Tel. +43 2685 7207
Fax. -4
office@weingut-mad.at
www.weingut-mad.at

Das seit 1786 bestehende Familienweingut MAD wird heute von Sebastian und Tobias Siess in der 8. Generation geleitet. Der Anbau in den Weingärten erfolgt naturnah und das umfassende Weinsortiment folgt seit Jahren den Prämissen der Qualitätsproduktion. Die Ortswein-Kategorie in Weiß hat an Feinheit noch mehr gewonnen und die Cuvée Hochenperg ist seit Jahren ein Fixstarter in der Premiumliga. Im roten Topsegment beeindrucken die beiden Sortencuvées Furioso und der neu eingeführte Mad Royal-Blend, der mit viel Bordeauxfeeling im attraktiven Preissegment liegt. Die absolute Oberliga und zugleich das Herzstück des Hauses ist der Blaufränkisch Marienthal mit der Bezeichnung M 56, eine 1956 bepflanzte Rebanlage. Erstmalig ist von dieser Rarität eine Late Release Füllung verfügbar, die nach Jahren der Reife im gutseigenen Keller, mit dem von Unwettern geplagten, aber fulminaten Jahrgang 2016 abhebt.

mehr
2024 Weissburgunder Ried Falkenberg 1ÖTW
Weingut
Christ
Wien

Voller kalkiger salziger Frische, intensiv, dicht, straff, ungemein komplex, voller gediegener Frische, zieht am Gaumen, feine Exotik, Limette, Mandarinen, konzentriert, enorm lang abgehend. Ein großer Wiener Wein von burgundischer Stilistik und höchst ausdrucksvoll.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut
Christ
Wien

Ing. Rainer Christ
1210 Wien
Amtsstraße 10

In diesem Weingut jagt ein vinarischer Höhepunkt den anderen. Hier hat man den Bisamberg in höchster Vollendung im Glas. Weine – in Weiß, Rosé und Rot –, welche von Bodentönen nur so strotzen. Es sind überaus charaktervolle Gewächse voller Authentizität. Wer einmal von diesen Weinen genascht hat, kommt nicht mehr von ihnen los. Wiener Gemischte Sätze – die man getrost als Rebsorte bezeichnen könnte –, welche das Weinbild Wiens abbilden, wo schon der Gebietswein aufzeigt, der Ortswein Bisamberg überragend ist und die Ried Wiesthalen einen dramatischen Höhepunkt darstellt. Solche Weine reüssieren auf der ganzen Welt. Ein fulminanter 2025 Grüner Veltliner Ried Gabrissen X, der ordentlich beeindruckt. Der Riesling Ried Zwerchbreiteln erinnert mich frappant an burgundische Stilistik. Die beiden Weissburgunder – 2025 Vollmondwein und 2024 Ried Falkenberg – erfreuen wohl die verwöhntesten Gaumen. Wobei der Falkenberg eine eigene Dimension darstellt. Die Rotweinkompetenz von Rainer Christ ist sprichwörtlich. Der 2023 Zweigelt strotzt vor Charme. Ein eleganter 2023 Mephisto. Der 2022 Shiraz ist von verblüffender Eleganz. Ein nobler Roter ist der 2022 XXI – steht für den 21. Bezirk –, er ist von einer Brillanz und enormer Finesse – man sitzt hochachtungsvoll vor dem Weinglas und gibt es nicht mehr her. Mein persönlicher Höhepunkt: 2022 Pinot Noir Kastanienwald. Solch ein Gewächs aus dieser Varietät habe ich in Österreich noch nicht erlebt. Der kommt mit Sicherheit in meinen Keller. Man sollte rasch ordern, den es gibt nur etwa 1.000 Flaschen davon. Im TOP Heurigen Christ gibt es diese Weine zu verkosten bei einer formidablen Küche.

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Kollmütz Smaragd
Weingut
Rudi Pichler
Wachau

Feines Duftspiel von gelben Früchten, Kräuter unterlegt, öffnet sich in einem Aromenreigen mit kühler Dichte und Komplexität, Gelbfrüchte und viel Exotik, saftig, kraftvoll, rauchige Einschlüsse, viel Würze, endloses Extraktspiel, entfaltet eine raffinierte Struktur in linearer Komplexität, fokussiert bis zum langen Finale, ganz groß!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
Rudi Pichler
Wachau

Rudi Pichler
3610 Wösendorf
Marienfeldweg 122

Mit dem neuen, witterungsmäßig sehr anspruchsvollen Jahrgang 2025 ist Rudi Pichler in gewohnter Manier ein großer Wurf gelungen: Kompromisslosigkeit im Weingarten wie im Keller bestimmen die Stilistik seiner Weine. Der Fokus im Weingut liegt auf einer bis ins kleinste Detail ausgeloteten Interpretation der jeweiligen Terroirs, die sich in Fruchtpräzision, Eleganz und Vielschichtigkeit in allen seinen Weinen widerspiegelt und ihnen weltweite Anerkennung als einige der Besten der Wachau einbringt. Tiefgründige Vielschichtigkeit und mineralische Transparenz hat Rudi Pichler in der gesamten Palette im aktuellen Jahrgang meisterlich geschafft: vom Grünen Veltliner, dem vom Witterungsverlauf gezeichneten Riesling, bis zu den Komplementärsorten Weißburgunder und Roter Veltliner. Die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling zeigen sich unisono in feinstrahliger Finesse, jeweils untermalt mit viel mineralischem Verve. Bereits der Grüne Veltliner Federspiel, der als Lagencuvée aus über zwanzig Kleinstparzellen aus den Wösendorfer Toplagen stammt, überzeugt in graziler Feinheit und Würze. Die weiteren Lagen-Veltliner strahlen in mineralischer Exzellenz mit viel ziselierter Verve, gepaart mit einer höchstmöglichen Ausdrucksstärke, die die Spezifika der jeweiligen Toplagen Hochrain, Kollmütz und Achleithen authentisch ausdrücken. Ried Kollmütz, oftmals als „burgundisch“ tituliert, zeigt sich betont pointiert, stilistisch komplementär dazu verhält sich der bei Bordeaux-Liebhabern geschätzte Ried Hochrain mit hellem Fruchtcharme. Eine Klasse für sich ist der rauchig-würzige Grüner Veltliner aus der Ried Achleithen. Mit viel mineralischer Tiefe und expressiver Fruchtfülle ist der hochelegante 2025er einfach als modellhaft zu bezeichnen. Die Serie vom Riesling Smaragd ist heuer im Gesamten mit der Mineralikfokussierung und der daraus resultierenden distinguierten Fruchttiefe und Klarheit als unübertrefflich zu bezeichnen. Von den beiden Top-Rieslingen besticht die Ried Hochrain mit subtiler Engmaschigkeit und die hochberühmte Ried Achleithen ist nicht umsonst der primus inter pares. Diese glänzt mit der typisch lagenspezifisch rauchig-würzigen Note und zeigt bereits im juvenilen Stadium ansatzweise die Vorzüge dieser Lage eindrucksvoll auf, die sie zum Langstreckenläufer prädestiniert. Eine der unterschätztesten Lagen in Wösendorf ist die Ried Kirchweg, die im Weingut Rudi Pichler in der Smaragd-Kategorie seit vielen Jahren zu den besten Lageninterpretationen zählt. Die topografisch kaum hervortretende Ried Kirchweg ist ein flacher Schwemmfächer, der entlang der alten Straßenverbindung zwischen St. Michael und Wösendorf verläuft und aus dem Geschiebegestein Paragneis besteht. Riesling Ried Kirchweg ist stehts stilistisch mit ihren hellfruchtigen Pfirsichnoten erkennbar und feingliedrig strukturiert. Die Komplementärsorten Weißburgunder und Roter Veltliner kann man bei Rudi Pichler als versteckte Juwele bezeichnen. Ersterer zählt Jahr für Jahr zur absoluten Burgunder-Elite im Lande, der auch heuer wieder mit einer feinen Fruchttiefe beeindruckt. Den aus Mautern stammenden Roten Veltliner Smaragd gibt es jeweils nur in Minimengen, er wird im aktuellen Jahrgang hinsichtlich Fruchtschmelz in Verbindung mit feinster Säure-Frucht-Balance erst in vielen Jahren als Vin de Garde viel Freude bereiten.

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Achleithen Smaragd
Weingut
Rudi Pichler
Wachau

Intensives Früchtebukett, Apfel, Steinobst, Pfirsich, rauchige Würze, saftiges und engmaschiges Fruchtspiel, strotzt vor Mineralität, druckvoll, enorme Fruchttiefe, spielerische Vielschichtigkeit, alles in Balance, enormes Potenzial, Terroirinterpretation par excellene, Chapeau!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Rudi Pichler
Wachau

Rudi Pichler
3610 Wösendorf
Marienfeldweg 122

Mit dem neuen, witterungsmäßig sehr anspruchsvollen Jahrgang 2025 ist Rudi Pichler in gewohnter Manier ein großer Wurf gelungen: Kompromisslosigkeit im Weingarten wie im Keller bestimmen die Stilistik seiner Weine. Der Fokus im Weingut liegt auf einer bis ins kleinste Detail ausgeloteten Interpretation der jeweiligen Terroirs, die sich in Fruchtpräzision, Eleganz und Vielschichtigkeit in allen seinen Weinen widerspiegelt und ihnen weltweite Anerkennung als einige der Besten der Wachau einbringt. Tiefgründige Vielschichtigkeit und mineralische Transparenz hat Rudi Pichler in der gesamten Palette im aktuellen Jahrgang meisterlich geschafft: vom Grünen Veltliner, dem vom Witterungsverlauf gezeichneten Riesling, bis zu den Komplementärsorten Weißburgunder und Roter Veltliner. Die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling zeigen sich unisono in feinstrahliger Finesse, jeweils untermalt mit viel mineralischem Verve. Bereits der Grüne Veltliner Federspiel, der als Lagencuvée aus über zwanzig Kleinstparzellen aus den Wösendorfer Toplagen stammt, überzeugt in graziler Feinheit und Würze. Die weiteren Lagen-Veltliner strahlen in mineralischer Exzellenz mit viel ziselierter Verve, gepaart mit einer höchstmöglichen Ausdrucksstärke, die die Spezifika der jeweiligen Toplagen Hochrain, Kollmütz und Achleithen authentisch ausdrücken. Ried Kollmütz, oftmals als „burgundisch“ tituliert, zeigt sich betont pointiert, stilistisch komplementär dazu verhält sich der bei Bordeaux-Liebhabern geschätzte Ried Hochrain mit hellem Fruchtcharme. Eine Klasse für sich ist der rauchig-würzige Grüner Veltliner aus der Ried Achleithen. Mit viel mineralischer Tiefe und expressiver Fruchtfülle ist der hochelegante 2025er einfach als modellhaft zu bezeichnen. Die Serie vom Riesling Smaragd ist heuer im Gesamten mit der Mineralikfokussierung und der daraus resultierenden distinguierten Fruchttiefe und Klarheit als unübertrefflich zu bezeichnen. Von den beiden Top-Rieslingen besticht die Ried Hochrain mit subtiler Engmaschigkeit und die hochberühmte Ried Achleithen ist nicht umsonst der primus inter pares. Diese glänzt mit der typisch lagenspezifisch rauchig-würzigen Note und zeigt bereits im juvenilen Stadium ansatzweise die Vorzüge dieser Lage eindrucksvoll auf, die sie zum Langstreckenläufer prädestiniert. Eine der unterschätztesten Lagen in Wösendorf ist die Ried Kirchweg, die im Weingut Rudi Pichler in der Smaragd-Kategorie seit vielen Jahren zu den besten Lageninterpretationen zählt. Die topografisch kaum hervortretende Ried Kirchweg ist ein flacher Schwemmfächer, der entlang der alten Straßenverbindung zwischen St. Michael und Wösendorf verläuft und aus dem Geschiebegestein Paragneis besteht. Riesling Ried Kirchweg ist stehts stilistisch mit ihren hellfruchtigen Pfirsichnoten erkennbar und feingliedrig strukturiert. Die Komplementärsorten Weißburgunder und Roter Veltliner kann man bei Rudi Pichler als versteckte Juwele bezeichnen. Ersterer zählt Jahr für Jahr zur absoluten Burgunder-Elite im Lande, der auch heuer wieder mit einer feinen Fruchttiefe beeindruckt. Den aus Mautern stammenden Roten Veltliner Smaragd gibt es jeweils nur in Minimengen, er wird im aktuellen Jahrgang hinsichtlich Fruchtschmelz in Verbindung mit feinster Säure-Frucht-Balance erst in vielen Jahren als Vin de Garde viel Freude bereiten.

mehr
2022 Blaufränkisch Ried Jungenberg Jois
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Reine Schieferlage. Feinwürziger, leicht ätherischer Duft, Tannenreisig, gewürzige Nelken, Pfefferkuchen, füllige, warme Frucht, Weichselnektar; enorm saftig, viel Brombeeren und Herzkirschen, Ribisel, vibrierende Frische, mineralisch geprägt, spannungsgeladener Blaufränker mit großer Zukunft! BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

mehr
2023 Schrattenthal 9 Reserve
Weingut
Zull
Weinviertel

(ZW/ME/CS) Dunkelbeeriges Fruchtspiel in der Nase nach Brombeeren, Cassis und schwarzen Kirschen, würzig mit feinen Röstnoten, harmonisch und geschmeidig mit Finesse, kompakter Rotwein mit sehr viel Potenzial.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Zull
Weinviertel

Phillip Zull
2073 Schrattenthal
9

Tel. +43 2946 8217
office@zull.at
www.zull.at

Luft-Erde-Wasser-Zull – so beschreibt sich dieses Traditionsweingut in Schrattenthal nahe Retz in kurzen Worten selbst. Im Familienbetrieb hat jeder seine Aufgabe und darin liegt auch der Erfolg. Vater Werner machte aus der gemischten Landwirtschaft einen Weinbaubetrieb, vergrößerte die Rebflächen und schaffte optimale Voraussetzungen für Sohn Phillip, der nach seiner Ausbildung seine Praxisjahre in österreichischen Spitzenweingütern verbrachte und viel Praxis und Erfahrung im Burgenland, aber auch im deutschen Rheingau, in Neuseeland und Oregon in USA sammelte. Heute ist er bestrebt, international ausgerichtete Weine zu keltern, was sein 65-prozentiger Exportanteil in 17 Länder von Europa bis USA und Japan eindrucksvoll bestätigt. Seit drei Jahren werden auch Frizzantes erzeugt; zum großen Erfolg wurde die „Lust und Laune“-Linie in Weiß, Rosé und Rot: ein Grüner Veltliner mit Trinkvergnügen, leicht und unkompliziert, eine fruchtig-frische Rosé-Cuvée als beschwingter Grillparty-Wein und ein fruchtbetontes, mildes Rotweinvergnügen zu jedem Anlass. Eine erfrischend leichte Weinlinie für jeden Geschmack und viele Gelegenheiten. Der Rosé Aucestrale-Petillant Naturall ist eine weitere Besonderheit (von den Ahnen überliefert) am natürlichen Schaumweinsektor – neben seiner hohen Trinkfreude ziert Ur-OMA Rosa Zull die Etikette. Auch die Weißwein-Cuvée Weites Land aus Vionier, Riesling und Chardonnay aus verschiedenen Lagen alter Weingärten ist eine Spezialität,die es wert ist, verkostet zu werden – in Holzfässern, Amphoren und Stahltank ausgebaut und vor der Abfüllung vermählt. Schließlich überrascht Phillip Zull immer wieder mit der V Reserve vom Granit als reiner Viognier aus der Amphore, einer Weinspezialität von besonderer Qualität. „Meine Weine sollen elegant, vielschichtig und animierend sein“, sagt Phillip Zull, und das sind sie.

mehr
2024 Riesling Ried Heiligenstein 1ÖTW Zöbing
Weingut
Hiedler
Kamptal

Elegantes, feingliedriges Bukett, viel Pfirsich, salzige Aromatik; lebhaft, viel Frische, leicht Zitrus, viel Pfirsich, verspielter Wein mit vielen Schichten, salzige Akzente, pfiffige Säure und super Länge. Stoffiger Parade-Heiligenstein mit viel Mineralität.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Hiedler
Kamptal

Dietmar & Ludwig Hiedler
3550 Langenlois
Am Rosenhügel 13

Tel. +43 2734 2468
office@hiedler.at
www.hiedler.at

Das Weingut Hiedler zählt zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das war schon in den 1990er Jahren so, als Ludwig Hiedler Senior, Gründungsmitglied der 1ÖTW-Traditionsweingüter, den Takt vorgab. Und das setzt sich auch mit den Söhnen Ludwig Junior und Dietmar Hiedler so fort. Das Brüder-Gespann leitet seit drei Jahren das schmucke Langenloiser Gut, wo man immer das Gefühl hat, dass dort neben dem guten Wein auch viel Freude wohnt. Hiedler steht für Grüner Veltliner und Riesling, hauptsächlich. Diese beiden Kamptaler DAC-Sorten werden auch Jahr für Jahr facettenreich über drei Jahrgänge präsentiert. Die Jungspunde sind die Gebiets- und Ortsweine, die die Süffigkeit des jungen Jahrgangs, aktuell 2025, aufzeigen. Sie glänzen mit sortentypischer Frucht und einer verlockenden Säurepikanz, die für viel Trinkanimo sorgt. Aus dem Jahr 2025 mitgenommen wird auch der Lagenveltliner Thal, als Vorbote der Riedenweine und als einer der sentimental wichtigsten Weine der Hiedlers, denn einige Parzellen aus Thal sind schon seit 170 Jahren in ihrem Besitz. Die jungen Riedenweine erstrecken sich über zwei Jahrgänge. Die 1ÖTW-Lagen kommen immer zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt, somit sind beim Veltliner die 2024er Kittmannsberg und Schenkenbichl jetzt angesagt. Einzig der Grüne Veltliner vom Käferberg darf, so wie die Maximum-Weine der Hiedlers, ein weiteres Jahr im Keller reifen. Ausschlaggebend dafür ist das spezielle Käferberg-Terroir: Über dem Untergrund der Böhmischen Masse liegt ein drainagierter Boden aus Kies, Schotter und Kristallingestein, auf dem 85 Jahre alte Veltliner-Reben stehen – die ältesten Stöcke des Weinguts. Ausgebaut wird der Käferberg dann für 18 Monate im Fass und kommt auch noch für ein halbes Jahr im Tank auf die Feinhefe, bevor es nach drei Jahren in den Verkauf geht. Enorm trittsicher bewegen sich die Hiedlers bei den Lagen-Rieslingen. Der Steinhaus ist nicht nur „Door Opener“, sondern auch ein Preis-Leistungs-Hit, der oft – und zu Unrecht – etwas übersehen wird, weil Heiligenstein und Gaisberg in der Rieslingwelt besonders glänzen. Abgerundet wird das Riesling und Veltliner-Programm der Hiedlers seit jeher mit einer feinen Burgunderkomponente – Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir. Sollte man auch nicht versäumen! Toasted & Unfiltered …

mehr
2022 Comondor
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

(ME/BF) Rauchige Würze, Schwarzbeeren, Tintenblei, Lakritze, zarte Kräuterwürze, mit Belüftung immer geschmeidiger und fruchtiger, enorme Tiefe; viel Frucht, Cranberrys, Preiselbeeren, Schwarzbeeren, Weichseln, super Tanninwürze, straffer, bestens eingebundener Gerbstoff, viel Merlot-Kräuterwürze, druckvoll-elegantes Spiel, riesen Abgang. ÖSTERREICH

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

mehr
2022 Chardonnay Toasted & Unfiltered
Weingut
Hiedler
Kamptal

Feine burgundische Züge, sautierte Pilze, zart würzige Noten, rauchiges Toasting, Bitterorangen und Grapefruits, bisschen Banane; am Gaumen saftig, viel Volumen, feines Biskuit, dahinter frische Säure und Orangennoten, sehr saftig mit straffem Kern, toll eingebundenem Holz, super Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Hiedler
Kamptal

Dietmar & Ludwig Hiedler
3550 Langenlois
Am Rosenhügel 13

Tel. +43 2734 2468
office@hiedler.at
www.hiedler.at

Das Weingut Hiedler zählt zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das war schon in den 1990er Jahren so, als Ludwig Hiedler Senior, Gründungsmitglied der 1ÖTW-Traditionsweingüter, den Takt vorgab. Und das setzt sich auch mit den Söhnen Ludwig Junior und Dietmar Hiedler so fort. Das Brüder-Gespann leitet seit drei Jahren das schmucke Langenloiser Gut, wo man immer das Gefühl hat, dass dort neben dem guten Wein auch viel Freude wohnt. Hiedler steht für Grüner Veltliner und Riesling, hauptsächlich. Diese beiden Kamptaler DAC-Sorten werden auch Jahr für Jahr facettenreich über drei Jahrgänge präsentiert. Die Jungspunde sind die Gebiets- und Ortsweine, die die Süffigkeit des jungen Jahrgangs, aktuell 2025, aufzeigen. Sie glänzen mit sortentypischer Frucht und einer verlockenden Säurepikanz, die für viel Trinkanimo sorgt. Aus dem Jahr 2025 mitgenommen wird auch der Lagenveltliner Thal, als Vorbote der Riedenweine und als einer der sentimental wichtigsten Weine der Hiedlers, denn einige Parzellen aus Thal sind schon seit 170 Jahren in ihrem Besitz. Die jungen Riedenweine erstrecken sich über zwei Jahrgänge. Die 1ÖTW-Lagen kommen immer zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt, somit sind beim Veltliner die 2024er Kittmannsberg und Schenkenbichl jetzt angesagt. Einzig der Grüne Veltliner vom Käferberg darf, so wie die Maximum-Weine der Hiedlers, ein weiteres Jahr im Keller reifen. Ausschlaggebend dafür ist das spezielle Käferberg-Terroir: Über dem Untergrund der Böhmischen Masse liegt ein drainagierter Boden aus Kies, Schotter und Kristallingestein, auf dem 85 Jahre alte Veltliner-Reben stehen – die ältesten Stöcke des Weinguts. Ausgebaut wird der Käferberg dann für 18 Monate im Fass und kommt auch noch für ein halbes Jahr im Tank auf die Feinhefe, bevor es nach drei Jahren in den Verkauf geht. Enorm trittsicher bewegen sich die Hiedlers bei den Lagen-Rieslingen. Der Steinhaus ist nicht nur „Door Opener“, sondern auch ein Preis-Leistungs-Hit, der oft – und zu Unrecht – etwas übersehen wird, weil Heiligenstein und Gaisberg in der Rieslingwelt besonders glänzen. Abgerundet wird das Riesling und Veltliner-Programm der Hiedlers seit jeher mit einer feinen Burgunderkomponente – Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir. Sollte man auch nicht versäumen! Toasted & Unfiltered …

mehr
schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -