Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Sauvignon Blanc Ried Grubthal
Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Kühle Anmutung, präzise, elegante Fruchtaromen klassischer Prägung, reife Stachelbeeren und Cassis, Hauch Johannisbeerblätter; aromatisches und charakterliches Dacapo, in keiner Phase schwer, feines Säurenetz, glockenklare Frucht, Holz nur zart unterlegt, große Länge, Finesse.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Reinhard Muster
8462 Gamlitz
Steinbach 35

Bereits als junger Mann durfte Reinhard Muster die Verantwortung für den Keller des elterlichen Weinguts im Ortsteil Grubtal bei Gamlitz übernehmen, bald auch für den gesamten Betrieb. Große Erfolge stellten sich ein, so dass der Betrieb sukzessive aus allen Nähten platzte. In Kooperation mit der Domaine 1196 entstand in Steinbach bei Gamlitz mitten auf der grünen Wiese ein bemerkenswerter und beeindruckender Keller, dessen mehrere Etagen unterirdisch angeordnet sind. Die Einrichtung entspricht dem neuesten Stand der Technik, die großzügigen Platzverhältnisse erlauben ein entspanntes Arbeiten. Dennoch bleibt Reinhard Muster seinem Credo treu, keine technischen Weine zu machen. Sie sollen auch in Zukunft so ruhig und gelassen sein wie er selbst. Die Basislinie Styria ist ihm sehr wichtig. Hier soll unverfälscht der traditionelle Charakter der steirischen Gewächse zum Ausdruck kommen. Diese Weine kennzeichnet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ebene darüber nennt sich Ilyr, die Spitze der Qualitätspyramide besteht aus den Weinen der Ried Grubthal. Auch hier dreht er im Interesse der Authentizität behutsam an den Stellschrauben. In Zukunft soll es vermehrt Schaumwein geben. Großen Stellenwert hat sein Team, in dem ein amikaler und wertschätzender Umgang gepflegt wird. Den Fokus richtet er primär auf die Weingärten, denn dort liege das größte Potenzial, sagt er. Richtig bekannt geworden ist er mit seinen Flaggschiffen aus der Monopollage Grubthal. Den Weinen aus dieser Top-Riede kann man bedenkenlos Terroir attestieren. Es gibt einen Chardonnay und einen Sauvignon Blanc sowie mit dem Jahrgang 2023 erstmals eine Burgundercuvée mit vielversprechenden Ansätzen; nächstes Jahr werden wir sie im Detail vorstellen. Naturnahes Arbeiten ist dem Winzer sehr wichtig. So zum Beispiel minimiert er beim Pflanzenschutz die Ausbringung von Kupfer. Mehr als 500 Gramm pro Hektar und Jahr sollen es nicht sein, was für diese Klimazone sehr wenig ist.

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2025 Grüner Veltliner Ried Singerriedel
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Herbwürziges Entrée mit rauchig-mineralischen Akzenten, fließt ruhig strömend mit hocheleganter Fruchtfülle über den Gaumen; Waldhonig, Orangenblüten, reife Tropenfrüchte, auch Unterholz, Burley-Tabake; alles generös, konzentriert und voller Finesse – was sich da am Gaumen abspielt, ist spektakulär.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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2023 Muskat-Ottonel TBA Reserve Seewinkel
Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

(260 g/l RZ) Elegante, klare Muskatfrucht, würzige Trauben, super Frische, viel Zitrus, Limette und Hauch Orange; nektarhafte Frucht, saftige Nektarinen, hinten baut sich schönes Säuregerüst auf, balanciert, attraktive Länge.

Süßwein
Muskat-Ottonel
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

Angerhof Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Hans Tschida vom Angerhof in Illmitz gehört zu den besten Sweet Winemaker der Welt – was zahlreiche internationale Auszeichnungen bekunden. Sein Süßweinspektrum ist breit – es reicht von Spät- und Auslesen über Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen bis zu Besonderheiten wie Eiswein und Schilfwein. Wann immer man glaubt, man hat in diesem Facettenreichtum und dieser terroirgeprägten Eleganz schon alles gekostet, wird von Hans Tschida einmal mehr überrascht – mit einem außergewöhnlichen Schilfwein, einer Sonderedition, wie der Winzer zu seinem Grüner Veltliner Late Release Schilfwein sagt. Das Besondere: Der Süßwein kommt aus dem Jahr 2013, war bis heuer im Tank gelagert und wurde jetzt abgefüllt, erzählt Tschida über diese Veltliner-Essenz: „Es war ein Top-Traubenmaterial mit 31,5 Grad KMW. Ich wollte das ausreizen. Doch ich habe nicht länger abwarten wollen.“ So kam der 2013er Schilfwein nach 13 Jahren jetzt in den Verkauf. Dieser Schilfwein ist ein enorm würziges, nektarhaftes Fruchtbündel (Südfrüchte) mit viel Sortencharakter. Der jugendlich wirkende Wein ist jetzt für eine halbe Ewigkeit freigegeben. Denn der elegante, vielschichtige Wein könnte Jahrzehnte erfreuen, doch er präsentiert sich schon jetzt perfekt zum Genießen. Auf der „jungen“ Weinseite bringt der Sweet Winemaker heuer als Ergänzung zum White Sparkling und Rosé Sparkling, beide brut nature, erstmals einen Sweet Sparkling, eine Schaumwein-Cuvée mit zugesetzter Kohlensäure. „Wir finden das cool“, sagt Hans Tschida. Wir, das sind Tschidas Frau Lisa und seine Tochter Daniela Salzl-Tschida, die seit 2018 dabei ist und den Verkauf macht, aber auch bei der Ernte und der Produktion dabei ist. Im Angerhof-Verkauf stehen rund 25 Süßweine mit beeindruckender Jahrgangstiefe bei den Hochprädikaten, teilweise zurück bis zum Jahrgang 2017. Bei der höchsten Stufe, den Trockenbeerenauslesen, gibt es bei der Sämling TBA aus der Ried Domkapitel eine Seewinkel-Reserve und einem Leuchtturmwein von Tschida – die aktuellen jungen Jahrgänge 2024 und 2023 sowie auch verfügbar 2017. Der Sämling ist mengenmäßig Tschidas Toprebsorte, dann kommen Muskat Ottonel und der Welschriesling – denn der Winzer liebt die aromatischen Sorten, die er von A bis Z im Stahltank ausbaut. Jedoch gilt das für alle Weine, denn Tschida fokussiert auf Frucht; Holzfassausbau würde etwas von der Frucht nehmen – und das will er nicht. „Ich will frische, fruchtaromatische Weine haben.“ Tschidas Weine tragen alle eine Salzigkeit in sich – und das macht sie unverkennbar. „Das ist sehr typisch für unser Terroir; das sind unsere Böden rund um die Salzlacken, die mit einer Salzschicht bedeckt sind und diese Salzigkeit spürt man im Wein.“

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2023 Perfekte Welle
Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

(CF/CS/BF) Elegant samtige Fülle, dunkel floral, ausgereift, Amarenakirschen, reiche Frucht, Bodenwürze, schwarze Oliven; lebhaft, samtig-saftiger Fruchtfond, Waldhimbeeren, Ribiseln, seidiges Tannin, viel Frische, mittellang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Victoria & Gernot Schreiner
7071 Rust
Hauptstraße 4

Das Bio-Weingut Schreiner zählt fraglos zu den empfehlenswertesten Weinadressen in Rust. In vinophilen Belangen wird hier der Vielfalt gefrönt: So werden leichte bis kräftige trockene Weißweine und Rosés mit Fruchtbetonung geboten, ergänzt durch eine kompakte Palette klassischer Rotweine von vielfach beachtlicher Qualität, darüber hinaus gibt’s auch perlende Süffigkeiten sowie – wenn es das Jahr erlaubt – auch Prädikate von Spätlesen bis zu raren Ausbrüchen. Ein denkmalgeschützter Vierseithof mit weitläufigem Innenhof aus dem 16. Jahrhundert beherbergt das Weingut, das im Zentrum der Freistadt Rust liegt. Das von der Hauptstraße wie der parallel dazu verlaufenden Kirchengasse zugängliche Ensemble dient als Verkostungsort für Weinliebhaber, bietet hin und wieder aber auch den Rahmen für kleine Kulturevents und ist Standort für Marktstände bei Veranstaltungen in Rust. Die Schreiners bewirtschaften rund sieben Hektar Rebfläche in Rust, wobei sich die Weingärten auf klassische Rieden mit klingenden Namen wie Vogelsang, Geier Umriss, Bandkräftn, Gemärk, Oberer Wald und andere verteilen. Der enge Bezug zur Natur drückt sich in der biologischen Bewirtschaftung aus, für die man bereits seit 2012 die Zertifizierung erhielt. Seit etlichen Jahren beschäftigt sich Gernot Schreiner intensiv mit pilzwiderstandsfähigen Sorten (PiWis), die für alle Neuauspflanzungen herangezogen werden. Nach dem warmen, eher frühreifen Vorjahr kam 2025 die Reife etwas später; dennoch wurde die Lese bereits Ende August mit Blütenmuskateller begonnen. Das wechselhafte Wetter im September erforderte einen hohen Selektionsaufwand, der sich gelohnt hat, denn die 2025er-Weißweine präsentieren sich reintönig, knackig und feinfruchtig. Die eigenständigen Roten stammen aus den Jahren 2024 und 2023. ps

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2025 Riesling Ried 1000-Eimerberg
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Fasziniert jedes Jahr aufs Neue mit der lagentypisch hellen Mineralität, dem verführerischen Fruchtmix nach Orangen-Confit, Dörrmarillen und Südfrüchten, sowie seiner hinreißenden Extraktsüße; konzentriert, sexy und voll bezauberndem Charme. Oscar Wilde fällt mir ein: „Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung!“

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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2024 Sämling Ried Domkapitel TBA Reserve Seewinkel
Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

(250 g/l RZ) Superfrische exotische Fruchtnoten, Ananas, Mango, feine Fülle, zarte Würze; am Gaumen lebhaft mit ansprechender Säure und lässiger Salzigkeit, Maracuja und Grapefruits, getrocknete Kräuter, nektarhafte Eleganz, TBA mit Biss und Länge. BURGENLAND

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€€€€
Glassstöpsel

Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

Angerhof Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Hans Tschida vom Angerhof in Illmitz gehört zu den besten Sweet Winemaker der Welt – was zahlreiche internationale Auszeichnungen bekunden. Sein Süßweinspektrum ist breit – es reicht von Spät- und Auslesen über Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen bis zu Besonderheiten wie Eiswein und Schilfwein. Wann immer man glaubt, man hat in diesem Facettenreichtum und dieser terroirgeprägten Eleganz schon alles gekostet, wird von Hans Tschida einmal mehr überrascht – mit einem außergewöhnlichen Schilfwein, einer Sonderedition, wie der Winzer zu seinem Grüner Veltliner Late Release Schilfwein sagt. Das Besondere: Der Süßwein kommt aus dem Jahr 2013, war bis heuer im Tank gelagert und wurde jetzt abgefüllt, erzählt Tschida über diese Veltliner-Essenz: „Es war ein Top-Traubenmaterial mit 31,5 Grad KMW. Ich wollte das ausreizen. Doch ich habe nicht länger abwarten wollen.“ So kam der 2013er Schilfwein nach 13 Jahren jetzt in den Verkauf. Dieser Schilfwein ist ein enorm würziges, nektarhaftes Fruchtbündel (Südfrüchte) mit viel Sortencharakter. Der jugendlich wirkende Wein ist jetzt für eine halbe Ewigkeit freigegeben. Denn der elegante, vielschichtige Wein könnte Jahrzehnte erfreuen, doch er präsentiert sich schon jetzt perfekt zum Genießen. Auf der „jungen“ Weinseite bringt der Sweet Winemaker heuer als Ergänzung zum White Sparkling und Rosé Sparkling, beide brut nature, erstmals einen Sweet Sparkling, eine Schaumwein-Cuvée mit zugesetzter Kohlensäure. „Wir finden das cool“, sagt Hans Tschida. Wir, das sind Tschidas Frau Lisa und seine Tochter Daniela Salzl-Tschida, die seit 2018 dabei ist und den Verkauf macht, aber auch bei der Ernte und der Produktion dabei ist. Im Angerhof-Verkauf stehen rund 25 Süßweine mit beeindruckender Jahrgangstiefe bei den Hochprädikaten, teilweise zurück bis zum Jahrgang 2017. Bei der höchsten Stufe, den Trockenbeerenauslesen, gibt es bei der Sämling TBA aus der Ried Domkapitel eine Seewinkel-Reserve und einem Leuchtturmwein von Tschida – die aktuellen jungen Jahrgänge 2024 und 2023 sowie auch verfügbar 2017. Der Sämling ist mengenmäßig Tschidas Toprebsorte, dann kommen Muskat Ottonel und der Welschriesling – denn der Winzer liebt die aromatischen Sorten, die er von A bis Z im Stahltank ausbaut. Jedoch gilt das für alle Weine, denn Tschida fokussiert auf Frucht; Holzfassausbau würde etwas von der Frucht nehmen – und das will er nicht. „Ich will frische, fruchtaromatische Weine haben.“ Tschidas Weine tragen alle eine Salzigkeit in sich – und das macht sie unverkennbar. „Das ist sehr typisch für unser Terroir; das sind unsere Böden rund um die Salzlacken, die mit einer Salzschicht bedeckt sind und diese Salzigkeit spürt man im Wein.“

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2024 Grüner Veltliner Reserve Ried Himmelreich
Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Vielschichtige Duftnase nach reifer Mango, Papaya, Orangen, Würze, Orangenzesten im Hintergrund, cremige Extrakte, weich, kraftvoll mit Eleganz, ausdruckstark und aromareich im nicht enden wollenden Nachgeschmack – ein herrlicher Wein!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Bernhard Gschweicher
3743 Röschitz
Winzerstraße 29

Tel. +43 2984 3800
Fax. -4
office@gschweicher.at
www.gschweicher.at

Das Weingut Gschweicher ist zu einem Leitbetrieb von Röschitz, vom Retzerland, vom ganzen Weinviertel geworden. Als klassischer Familienbetrieb konzentriert man sich ausschließlich auf Weißweine. Mit Bernhard Gschweicher zusammen seine Weine zu verkosten, ist immer wieder ein Erlebnis. In seiner bescheidenen, zurückhaltenden Art erklärt er manche Details seiner Arbeit präzise genau mit einer Selbstverständlichkeit, die keine Abweichung von absoluter Top-Qualität zulässt. So versteht er es bestens, durch seine große Naturverbundenheit und seine mit viel Hingabe bearbeiteten Rebstöcke Weine mit Charakter und unverwechselbarem Stil zu produzieren. Seine Philosophie ist eine einfache: Lebendige, gepflegte Böden in Verbindung mit alten Rebstöcken und viel Freude an seiner Arbeit ergeben außergewöhnliche Weine. Spezialisiert auf den Grünen Veltliner in verschiedenen Ausbaustufen, verfügt das Weingut über Rebstöcke, von denen drei Viertel über 50 Jahre alt sind – für die Spezialität Primary Rocks sogar 80 Jahre alt. Bemerkenswert auch Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Grauburgunder und Roter Traminer. Die Weine sprechen ihre klare Sprache in den Gläsern – mit viel Eleganz und Langlebigkeit. Etiketten mit hohem Wiedererkennungswert schmücken die Flaschen, mit Ausnahme des Primary Rocks, diese zeigt sich in schlichtem Weiß.

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2025 Riesling Smaragd Ried Kirnberg
Weingut
Sigl
Wachau

Hier regiert der Boden, schiefrige Aspekte, enorme Mineralität, Zitrusschalen, Mandarinen, Marzipan, Marillen, Pfirsich, spannend, tiefgründig, rassig, liegt eng am Gaumen, Länge. Ein großartiger Riesling steht am Start. Hier ist Zeit das wichtigste Element. Potenzial für viele Jahre.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sigl
Wachau

Heinz & Adrienne Sigl
3602 Rossatz
175

Man steht vor diesem Weingut – ein Refugium mitten in den Weingärten von Rossatz – man blickt auf die Donau, hat vis à vis die Dürnsteiner Kirche im Visier und denkt sich: Wachau sehen und sterben. Doch halt: Jetzt wird nicht gestorben. Jetzt werden die Sigl Gewächse verkostet. Danach hat man wieder unbändig Lust aufs Leben. Ein Muskateller, ein Rosé, die prachtvollen Federspiele aus Grüner Veltliner und Riesling, der Grüner Veltliner Smaragd vom Himmelreich – ein Schelm, der anderes denkt – Grüner Veltliner Smaragd Frauenweingärten, der 2024 Grüner Veltliner Smaragd Kirnberg, ebenso der 2025 Riesling Smaragd vom Kirnberg – alle sind so etwas von köstlich. Da vergisst man das Drumherum und lässt den Herrgott einen guten Mann sein. Für die Wagemutigen hält Heinz Sigl auch einen sogenannten Orange Wein bereit. Ich sage euch, der ist so richtig gut. Eine andere Art von Wein, doch genauso hochwertig. Es sind äußerst bekömmliche und zugleich lagerfähige Weine, die sowohl Nachhaltig Austria als auch Bio zertifiziert sind. Die Kreszenzen von Heinz und Adrienne sind das perfekte Antidepressivum und gehören auf die E-Card.

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2024 Ried Schüttenberg Chardonnay
Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Leicht rauchig, geröstete Erdnüsse, Reduktion, die Frucht anfangs schüchtern, sehr luftbedürftig; köstlich saftiger Beginn, vielgestaltige Frucht, Grapefruit und Quitte, Konzentration mit Eleganz, super Säure, engmaschig, sehr lang, beachtlich, präzise.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Naturkork

Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Der in Göttlesbrunn im Herzen der Herkunft Carnuntum beheimatete Weinbaubetrieb von Gerhard und Christine Markowitsch wird sehr oft als Spitzenweingut und Quelle begehrter Kultweine ins Rampenlicht gestellt. Vollkommen zu Recht, dennoch wird diese Darstellung dem Wirken der Familie Markowitsch nicht gerecht. Das nämlich, was für den Erfolg dieses Weinguts noch wesentlich wichtiger ist, ist die Tatsache, dass man hier bereits seit Jahrzehnten eine Palette vorgesetzt bekommt, die vom kleinsten, günstigsten Wein bis zu den limitierten Topweinen in jeder Kategorie hervorragende Qualität bietet. Im Weingut werken mittlerweile vier Familienmitglieder: Christine und Gerhard werden tatkräftig von ihren beiden Töchtern unterstützt. Johanna absolvierte Praxisaufenthalte in Südafrika und Deutschland und kehrte nach dreijähriger Tätigkeit bei Wein&Co. im Marketingbereich schon vor etlichen Jahren ins familiäre Weingut zurück. Inzwischen ist ihre jüngere Schwester Helene, die an der Fachhochschule Krems das Bachelorstudium International Wine Business abgeschlossen und Praktika in renommierten Betrieben absolviert hat, auch voll im Betrieb integriert. Das vitikulturelle Kerngebiet des Weinguts erstreckt sich über Göttlesbrunn und Höflein, wo Toplagen wie Rosenberg und Schüttenberg sowie Aubühl, Scheibner, Bärnreiser und Kirchweingarten zur Verfügung stehen. Seit einigen Jahren werden auch Weine aus dem Osten der Herkunft, vom Spitzerberg unter eigenem Etikett als Ortsweine in Weiß und Rot vermarktet. Mit dem Jahrgang 2023 wurde die Zertifizierungsphase für Bio-Produktion abgeschlossen, seit 2024 sind auch alle Lieferanten auf Bio umgestiegen, somit 100 Prozent Bio. Das Sortiment im Hause Gerhard Markowitsch ist klar strukturiert. Es teilt sich einerseits in die Herkunftsweine der Stufen Gebiets-, Orts- sowie Lagenweine, andererseits in die Kategorie Sortenvielfalt auf. Letztere tragen die Herkunftsbezeichnung Niederösterreich. Eine eigene Kategorie gibt es für Johanna Markowitsch‘ JOMA-Weine, die PetNats sowie Weine namens Halligalli und Spektakel umfassen. Zusätzlich gibt es noch den Rosé Mardonna. Bei der Verarbeitung wird sehr sanft agiert, diverse Eingriffe werden im Lauf der Jahre reduziert. Die Weißen werden nun überwiegend als ganze Trauben – teils angequetscht – gepresst, zur Klärung setzt man auf natürliche Sedimentation. Bei den Rotweinen geht man in Sachen Extraktion tendenziell zurück. Spontanvergärung kommt mittlerweile bei den meisten Weinen zum Tragen, eine malolaktische Gärung ist bei den Roten selbstverständlich Standard, bei den Weißen wird sie je nach Stufe und Charakter eingesetzt. Für die Lagerung werden neben Edelstahl und Holz teils auch Betoneier eingesetzt. Im Weißweinbereich haben Chardonnay und Grüner Veltliner die größte Bedeutung – beide gibt es in einer klassischen Variante sowie als Premiumwein. Bei zweiterer Sorte ist das der Alte Reben, der ein Modellbeispiel für Veltliner aus Carnuntum darstellt. Seit einigen Jahren pflegt der Winzer auch eine heimliche Liebe zu Pinot Blanc, der wie Chardonnay bei den Ortsweinen eine wesentliche Rolle spielt. Besonders beeindruckt der reinsortige Pinot Blanc Ortswein aus Prellenkirchen, der auch 2024 den gelungenen Chardonnay Göttlesbrunn noch überflügelt. Top im Weißweinsegment ist heuer jedoch der Chardonnay Ries Schüttenberg. Der Rotweinsektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Bereits im Einstiegbereich und im mittleren Segment sind alle Weine hervorragende Vertreter ihrer Kategorie. Ein tolles Händchen hat man hier auch für Pinot Noir, den es in zwei Varianten gibt. Der Zweigelt Ried Kirchweingarten zählt auch heuer fraglos zu den absolut besten Sortenvertretern des Landes. Als Topwein konnte sich heuer die Cuvée Rosenberg 2024 etablieren, Blaufränkisch Ried Bärnreiser sowie der M1 2023 gaben sich noch relativ verschlossen und brauchen Zeit um ihre wahre Größe zu zeigen. ps

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2022 Weißer Schiefer s
Weingut
Schiefer
Eisenberg

(90 %WR / WB) Weißer Blütenduft, feinziseliertes Bukett nach Steinobst, Bergamotte, weiße Nüsse, kompakte Saftigkeit, viel transparente Fruchttiefe, Quitte, Apfel, Limettenzeste, enorme Mineralität, ziseliert mit viel Finesse, toller Spannungsbogen, druckvoll, perfekt strukturiert, engmaschig mit viel Fruchtcharme, ganz großes Potenzial, modellhafte Sorteninterpretation. Chapeau!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2025 Grüner Veltliner Smaragd Ried Loibenberg
Urbanushof
Paul Stierschneider
Wachau

Ein Veltliner von außerordentlicher Finesse, Orangenschalen, Zitrus, Steinobst, Ananas, dezente Pfefferwürze, ziselierte Säure, balanciert, hochelegant, feinste Würze, mineralisch-salzig, immer mit Noblesse. Ein großer Wein kündigt sich an.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Urbanushof
Paul Stierschneider
Wachau

Paul Stierschneider
3601 Dürnstein
Oberloiben 17

„Ein sehr guter Jahrgang der 2025iger“, meinte Paul Stierschneider – eine Aussage, die bei der Verkostung bestätigt wurde. Es gab etwas Hagel in diesem Jahr in der Region. Doch fast ohne Schäden. Dadurch Ertragsreduzierung, was sich sogar als positiv herausgestellt hat. Leider gibt es weniger Riesling in diesem Jahrgang. Man arbeitet halt mit der Natur. Seit zirka 60 Jahren gibt es in diesem Haus einen Zweigelt Rosé. Immer mit Verve und höchster Güte. Herrliche Grüne Veltliner Federspiele. Vor allem der produced by Valentin vom Sohn des Hauses ragt heraus. Bei den Smaragd Weinen stechen die Gewächse vom Loibenberg hervor. Wie Riesling Terrassen Loibenberg oder der 351 Smaragd Riesling – die Seehöhe anzeigend. Der Riesling Loibenberg, welcher kein Smaragd ist, da 9,4 Gramm Restzucker: ganz einfach brillant. Ebenfalls der Grüner Veltliner Smaragd aus dieser großen Lage. Hinweisen möchte ich aber auch auf den Gelber Muskateller Federspiel Guglzipf.

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2024 Ried Rosenberg 1ÖTW
Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Tolle Dunkelfrucht, Veilchen und viel Heidelbeeren, dunkles Fruchtgelee, herrlich tief, ausgewogen, reichhaltig; kraftvoll, mittelkräftig, Unmengen Dunkelfrucht, tolle Dichte, kernig, griffig, relativ lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Der in Göttlesbrunn im Herzen der Herkunft Carnuntum beheimatete Weinbaubetrieb von Gerhard und Christine Markowitsch wird sehr oft als Spitzenweingut und Quelle begehrter Kultweine ins Rampenlicht gestellt. Vollkommen zu Recht, dennoch wird diese Darstellung dem Wirken der Familie Markowitsch nicht gerecht. Das nämlich, was für den Erfolg dieses Weinguts noch wesentlich wichtiger ist, ist die Tatsache, dass man hier bereits seit Jahrzehnten eine Palette vorgesetzt bekommt, die vom kleinsten, günstigsten Wein bis zu den limitierten Topweinen in jeder Kategorie hervorragende Qualität bietet. Im Weingut werken mittlerweile vier Familienmitglieder: Christine und Gerhard werden tatkräftig von ihren beiden Töchtern unterstützt. Johanna absolvierte Praxisaufenthalte in Südafrika und Deutschland und kehrte nach dreijähriger Tätigkeit bei Wein&Co. im Marketingbereich schon vor etlichen Jahren ins familiäre Weingut zurück. Inzwischen ist ihre jüngere Schwester Helene, die an der Fachhochschule Krems das Bachelorstudium International Wine Business abgeschlossen und Praktika in renommierten Betrieben absolviert hat, auch voll im Betrieb integriert. Das vitikulturelle Kerngebiet des Weinguts erstreckt sich über Göttlesbrunn und Höflein, wo Toplagen wie Rosenberg und Schüttenberg sowie Aubühl, Scheibner, Bärnreiser und Kirchweingarten zur Verfügung stehen. Seit einigen Jahren werden auch Weine aus dem Osten der Herkunft, vom Spitzerberg unter eigenem Etikett als Ortsweine in Weiß und Rot vermarktet. Mit dem Jahrgang 2023 wurde die Zertifizierungsphase für Bio-Produktion abgeschlossen, seit 2024 sind auch alle Lieferanten auf Bio umgestiegen, somit 100 Prozent Bio. Das Sortiment im Hause Gerhard Markowitsch ist klar strukturiert. Es teilt sich einerseits in die Herkunftsweine der Stufen Gebiets-, Orts- sowie Lagenweine, andererseits in die Kategorie Sortenvielfalt auf. Letztere tragen die Herkunftsbezeichnung Niederösterreich. Eine eigene Kategorie gibt es für Johanna Markowitsch‘ JOMA-Weine, die PetNats sowie Weine namens Halligalli und Spektakel umfassen. Zusätzlich gibt es noch den Rosé Mardonna. Bei der Verarbeitung wird sehr sanft agiert, diverse Eingriffe werden im Lauf der Jahre reduziert. Die Weißen werden nun überwiegend als ganze Trauben – teils angequetscht – gepresst, zur Klärung setzt man auf natürliche Sedimentation. Bei den Rotweinen geht man in Sachen Extraktion tendenziell zurück. Spontanvergärung kommt mittlerweile bei den meisten Weinen zum Tragen, eine malolaktische Gärung ist bei den Roten selbstverständlich Standard, bei den Weißen wird sie je nach Stufe und Charakter eingesetzt. Für die Lagerung werden neben Edelstahl und Holz teils auch Betoneier eingesetzt. Im Weißweinbereich haben Chardonnay und Grüner Veltliner die größte Bedeutung – beide gibt es in einer klassischen Variante sowie als Premiumwein. Bei zweiterer Sorte ist das der Alte Reben, der ein Modellbeispiel für Veltliner aus Carnuntum darstellt. Seit einigen Jahren pflegt der Winzer auch eine heimliche Liebe zu Pinot Blanc, der wie Chardonnay bei den Ortsweinen eine wesentliche Rolle spielt. Besonders beeindruckt der reinsortige Pinot Blanc Ortswein aus Prellenkirchen, der auch 2024 den gelungenen Chardonnay Göttlesbrunn noch überflügelt. Top im Weißweinsegment ist heuer jedoch der Chardonnay Ries Schüttenberg. Der Rotweinsektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Bereits im Einstiegbereich und im mittleren Segment sind alle Weine hervorragende Vertreter ihrer Kategorie. Ein tolles Händchen hat man hier auch für Pinot Noir, den es in zwei Varianten gibt. Der Zweigelt Ried Kirchweingarten zählt auch heuer fraglos zu den absolut besten Sortenvertretern des Landes. Als Topwein konnte sich heuer die Cuvée Rosenberg 2024 etablieren, Blaufränkisch Ried Bärnreiser sowie der M1 2023 gaben sich noch relativ verschlossen und brauchen Zeit um ihre wahre Größe zu zeigen. ps

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2019 Blaufränkisch Lutzmannsburg V.V.
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Präsente Kirsche-Schoko-Nase, Tabak, vollreif, rotbeerige Fruchtmelange, Waldbeeren, betörende Fruchtfülle in straffer Manier, engmaschig, druckvoll, kompakte Struktur, viel Finesse, feinkörniges Tannin, ein Bravourstück par excellence.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2024 2024 Riesling Ried Steinhaus Rote Erde
Weingut
Rabl
Kamptal

Honig, eingelegte Marillen, Maracuja, Melonen, alles ist vollreif, konzentriert, mit salzig mineralischen Anteilen, spannendes Süße-Säurespiel, brilliert mit Tiefgang und Eleganz; Riesling-Essenz zum Verlieben.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Rabl
Kamptal

Rudolf Rabl
3550 Langenlois
Weraingraben 10

Rudolf Rabl – im Outfit mehr Manager als Winzer – ist 1986 in den Betrieb eingetreten und setzte von Anfang an auf Erweiterung und Modernisierung des Weinguts, dessen Geschichte bis ins Jahr 1750 zurückreicht. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde bereits in Flaschen gefüllt, und wenig später erfolgten mit dem Grünen Veltliner Käferberg und dem Riesling Schenkenbichl auch die ersten riedenreinen Füllungen im Haus. Mittlerweile gilt das Weingut mit einer bewirtschafteten Fläche von 80 Hektar als Kamptaler Vorzeigeunternehmen, das nach wie vor von der Familie geführt wird. Rabls Kinder sind beide im Betrieb tätig, Sohn Tobias hat an der HBLA Klosterneuburg maturiert und ist nach Praxis in Südafrika Teil des Kellerteams. Tochter Johanna, die mit ihrem Partner Jonas aus Kanada zurückgekehrt ist, kümmert sich vornehmlich um die Bereiche Präsentation und Vermarktung. Eine penible Bearbeitung der Rebanlagen sorgt zusammen mit modernster Kellertechnik Jahr für Jahr für eine Palette feiner Weine, die das Kamptaler Terroir vollständig abdeckt. Denn die Reben stehen sowohl in Urgesteinslagen (Schenkenbichl, Käferberg, Steinmassl, Steinhaus) als auch in reinen Lössweingärten, wie Kittmannsberg oder Spiegel. Hinzu kommt im Zuge einer Betriebsübernahme ab heuer eine beachtliche Größenordnung von Weingärten aus Grafenegg.

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2023 Ruster Ausbruch Auf den Flügeln der Morgenröte
Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

(60 % WR / PG/FU/) Betörender exotischer Fruchtmix, Orange, Ananas, Maracuja, Fruchtfülle gepaart mit viel Frische, perfektes Säure-Süße-Spiel, gehaltvoll mit viel Dichte, mit feinen Orangenzesten auslaufend.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Nicht nur im süßen Segment des Ruster Ausbruchs, sondern auch im trockenen Bereich ist von den beiden Jungwinzern Johannes und Georg Schröck in den letzten Jahren ein spannendes Portefeuille mit einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten, die in unterschiedlichen Weinstilistiken ausgebaut werden, entwickelt worden. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich vielfältig vertreten sind – vor allem durch die weißen Burgundersorten, die entweder reinsortig oder im Sortenverschnitt angeboten werden. Die Vinifizierung startet generell mit Spontangärung, Weiß wie Rot durchlaufen den biologischen Säureabbau und die anschließende Reifung erfolgt auf der Vollhefe alternativ im Edelstahl oder in großen Holzfässern. Große Aufmerksamkeit und Feingefühl werden den unterschiedlichen Bodenformationen gegeben, wie zum Beispiel der Furmint-Rebe aus der Ried Vogelsang, die auf dem Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) gedeiht. Die uneingeschränkten Klassiker im Hause Schröck sind die berühmten Süßwein-Varietäten. Auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüße Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen.

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2021 Blaufränkisch Ried Reihburg
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Feine Würze-
Waldlaub-Nase, herrliche Saftigkeit, dicht, Waldbeeren-Heidelbeere-Kirsche-Melange, druckvoll, enorme Fruchtaromatik mit viel Verve, vielschichtig mit viel Fruchtpräsenz, mineralische Frische, ausgewogen, zart rauchig, toller Spannungsbogen, alles aus einem Guss, pointiert, enormes Potenzial, großartige Lageninterpretation, modellhaft, jetzt schon eine Legende.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2025 Sauvignon Blanc Beerenauslese
Weingut
Oberguess
Südsteiermark

Herrlich reichhaltig, ein Korb voller saftiger gelber Trauben, exotisch, geht über vor Mango, Lokum; verlockend saftig, köstliche Frucht, sehr guter Extrakt, messerscharf, glockenklar, tolle Länge. ÖSTERREICH

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Weingut
Oberguess
Südsteiermark

Christian Krampl & Birgit Koch
8463 Leutschach
Schlossberg 9

In spektakulärer Höhenlage auf 600 Metern Seehöhe ganz nahe der slowenischen Grenze gelegen, ist das bereits 1495 erstmals urkundlich erwähnte Gut oberGuess ein Schmuckstück in einer pittoresken Landschaft. Über Jahrhunderte wurde der Viereckhof als landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb geführt, ab den 1960er-Jahren wurde der Fokus immer stärker auf Weinbau gesetzt. Im Zuge der 2010 begonnenen umfassenden Revitalisierung und Umstrukturierung wurde das ehemalige Stall- und Wirtschaftsgebäude als bildhübscher Buschenschank samt Verkostungs- und Verkaufsräumlichkeiten und einer Kunst-galerie adaptiert. Mittlerweile gibt es auch eine geräumige Ferienwohnung. Christian Krampl ist Regisseur des Weinbaubetriebs, seine Frau Birgit Koch führt die Buschenschank. Aktuell sind rund 6,5 Hektar Rebfläche im Ertrag, die sich auf zwei in luftiger Lage zwischen 550 und 600 Meter Seehöhe liegenden Rieden aufteilen. In der Ried Schlossberg gibt es karge, kalkfreie Verwitterungsböden aus Sandstein und kristallinem Schiefer, in der Ried Am Walts befinden sich im oberen Hangbereich aufgewitterte Kalkmergel und Sandstein, im unteren Hangbereich kommen Sedimente aus verwittertem Sandstein, Schiefer sowie Konglomeraten vor. Sortenmäßig dominiert Sauvignon, dazu gibt es Chardonnay und ein wenig Muskateller. 2018 erfolgte die Umstellung auf biologisch-organische Bewirtschaftung der Weingärten. Späte Handlese und schonende Traubenverarbeitung sind selbstverständlich, bei der Weinwerdung vertraut man auf Spontangärung, viel Hefekontakt und Lagerung – alles im Holzfass. Die Weine sind durchwegs Charakterköpfe – profunde Weine mit Kraft und Eleganz und einer markanten mineralischen Würze. Im Fokus der aktuellen Palette steht der kühlere Jahrgang 2023, der relativ alkoholreiche, rassige und spannungsgeladene Vertreter mit Schneid und Mineralität erbracht hat. Vom Chardonnay gibt es 2023 nur eine Variante – Ried Am Walts.ps

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2023 Ruster Ausbruch Furmint
Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Mächtige Gelbfruchtaromatik, Quitte, Exotische Früchte, Laubwald, dicht, Darjeelingtee, würzig, alles in perfekter Balance, feine Würze, druchvoll bis ins lange Finale.

Weißwein
Furmint
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Nicht nur im süßen Segment des Ruster Ausbruchs, sondern auch im trockenen Bereich ist von den beiden Jungwinzern Johannes und Georg Schröck in den letzten Jahren ein spannendes Portefeuille mit einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten, die in unterschiedlichen Weinstilistiken ausgebaut werden, entwickelt worden. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich vielfältig vertreten sind – vor allem durch die weißen Burgundersorten, die entweder reinsortig oder im Sortenverschnitt angeboten werden. Die Vinifizierung startet generell mit Spontangärung, Weiß wie Rot durchlaufen den biologischen Säureabbau und die anschließende Reifung erfolgt auf der Vollhefe alternativ im Edelstahl oder in großen Holzfässern. Große Aufmerksamkeit und Feingefühl werden den unterschiedlichen Bodenformationen gegeben, wie zum Beispiel der Furmint-Rebe aus der Ried Vogelsang, die auf dem Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) gedeiht. Die uneingeschränkten Klassiker im Hause Schröck sind die berühmten Süßwein-Varietäten. Auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüße Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen.

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2021 Merlot m
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Bukett mit blättrigen Noten, betörender Früchtecocktail von vollreifer Schwarzkirsche, Blaubeere, Walderdbeere, druckvoll, füllige Struktur, engmaschig mit viel Tiefe, Harmonie pur, hochfeines Tannin, tolle Sorteninterpretation, ewiglang und harmonisch ausklingend.

Blauburger
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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o. J. Anthologie
Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

(SB/FU/WR/WB) Strahlendes Gold, enorme Fruchtdichte mit vielschichtiger Aromatik, reifer Apfel, Quitte, Zitrus, Orangenzeste, gedörrte Marille, vollreif mit viel saftiger Frische, Darjeelingtee, perfekte Säure-Frucht-Balance, vollmundig, klassische Stilistik in strahlender Fruchtklarheit, ein Statement, feiner Fruchtschmelz bis ins lange Finish, Chapeau!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Naturkork

Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Nicht nur im süßen Segment des Ruster Ausbruchs, sondern auch im trockenen Bereich ist von den beiden Jungwinzern Johannes und Georg Schröck in den letzten Jahren ein spannendes Portefeuille mit einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten, die in unterschiedlichen Weinstilistiken ausgebaut werden, entwickelt worden. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich vielfältig vertreten sind – vor allem durch die weißen Burgundersorten, die entweder reinsortig oder im Sortenverschnitt angeboten werden. Die Vinifizierung startet generell mit Spontangärung, Weiß wie Rot durchlaufen den biologischen Säureabbau und die anschließende Reifung erfolgt auf der Vollhefe alternativ im Edelstahl oder in großen Holzfässern. Große Aufmerksamkeit und Feingefühl werden den unterschiedlichen Bodenformationen gegeben, wie zum Beispiel der Furmint-Rebe aus der Ried Vogelsang, die auf dem Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) gedeiht. Die uneingeschränkten Klassiker im Hause Schröck sind die berühmten Süßwein-Varietäten. Auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüße Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -