Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Sauvignon Blanc Ried Sulz Joseph
Weingut
Potzinger
Südsteiermark

Kündigt Substanz an, gediegen, ruhig strömend, reife Frucht, zarteste Würze, Bodentöne; aromatisches Dacapo, feste Struktur, Fruchtschmelz, gut integriertes Holz, harmonisch, große Länge, im Nachhall feine Pikanz und Mocca, Reserven.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Potzinger
Südsteiermark

Stefan Potzinger
8424 Gabersdorf
12

Das Weingut wurde 1860 von Joseph List gegründet, der in Ratsch Weingärten samt zugehörigem Haus kaufte. Heute verfügt Stefan Potzinger sowohl an der Südsteirischen Weinstraße als auch im Sausal über Rieden mit so klingenden Namen wie Sulz, Oberglanzberg, Czamillonberg, Wielitsch Kapelle, Hochsteinriegel Pfarrweingarten, Kittenberg oder Oberburgstall, um nur einige zu nennen. Die Böden sind grundverschieden – Opok und stark kalkhaltige Böden aus urzeitlichen Korallenriffen an der Weinstraße, kristalliner Untergrund wie Schiefer im Sausal. Das bietet ideale Voraussetzungen für abwechslungsreiche Weine mit dem Anspruch auf Terroir. Stefan Potzinger minimiert die Eingriffe im Keller, die Qualität entstehe draußen in den Weingärten, sagt er. „Gewachsen, nicht gemacht.“ Der aktuellen Serie ist Feinheit zu attestieren. Das beginnt schon bei den Gebietsweinen Tradition. Die Riedenweine sind nobel und feingliedrig, sie zeigen ausnahmslos Lagencharakter. Primus ist wiederum der fest strukturierte und vom Boden geprägte Sauvignon Blanc Ried Sulz Joseph. Der Morillon Ried Wielitsch Kapelle ist ein feingliedriger Wein mit spontan ansprechender Frucht, es gilt Finesse vor Wucht. Eine Sonderstellung nimmt der Sauvignon Blanc 9 ½ ein, dieser leichtfüßige Wein fetzt richtiggehend.

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2022 Netzl Privat
Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

(ME/CS/ZW) Jeder Winzer muss manchmal ausprobieren, was denn so möglich ist, wenn alles zusammenpasst: Boden, Rebsorte, Alter der Stöcke, Jahrgangsverlauf. Die besten Fässer des Jahrgangs werden selektioniert - ein großer Wein!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Christina Artner-Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 17

Tel. +43 2162 8236
weingut@netzl.com
www.netzl.com

Franz und Christina Netzl bilden im Weingut ein höchst erfolgreiches Vater-Tochter-Team mit Dynamik und Zusammenhalt, das sich in ihren Fähigkeiten mit Fleiß, Erfahrung und Können perfekt ergänzt. Diese Kombination bildet die unverwechselbare Grundlage der Netzl-Weine. Jedes noch so unbedeutend erscheinende Detail wird gemeinsam besprochen, mit Leidenschaft getüftelt, bis beide zufrieden sind. So vinifizieren sie nuancenreiche Weine mit Charaktertiefe. Pur und ehrlich, keinem oberflächlichen Weintrend zugeneigt, sondern zeitlos wertvoll. Die Grundlage dazu bilden die einzigartigen Böden und die vitalen Reben unter der sorgsamen Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien. Die Kombination all dieser Umstände führte geradewegs zum Aufstieg zu einem der führenden Rotweingüter Österreichs. !

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2024 Ried Zöbinger Heiligenstein 1ÖTW Riesling
Weingut
Allram
Kamptal

Pikant, ganz viel Frucht, kandierte Ananas, Zitrus, erstaunliche Frische, pikant, Wiesenkräuter; köstlich saftig, voller Frucht, dabei elegant, mittelkräftig, viel Biss, kernig, kompakt, bleibt lange haften.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Allram
Kamptal

Allram
3491 Straß im Straßertale
Herrengasse 3

Tel. +43 2735 2232
weingut@allram.at
www.allram.at

In diesem Strasser Musterbetrieb ist der Rebbau schon relativ früh zum Hauptthema geworden. Der Wechsel von der gemischten Landwirtschaft zu einem reinen Weinbaubetrieb mit rund 12 Hektar Rebfläche wurde nämlich bereits in den 1950er-Jahren von Großvater Walter Allram initiiert. Vinophiler Fokus und höchstes Qualitätsstreben zeichneten auch die Folgegeneration in Gestalt von Tochter Michaela Haas-Allram und Erich Haas aus, die das Weingut nicht nur national an die Spitze führten und Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter wurden, sondern auch im Ausland rege tätig waren und in der Folge den Exportanteil auf 80 Prozent hochschraubten. Seit Mitte der vorigen Dekade zeichnet Lorenz Haas für die Weine des Weinguts Allram verantwortlich, Schwester Magdalena hat ihre eigene Weinpalette unter dem Namen Jugend kreiert. Das Strasser Weingut zählt schon seit Längerem zu den renommiertesten Betrieben im Kamptal, dennoch ist es Lorenz Haas gerade im Lauf der letzten Jahren gelungen, das Profil der Allram’schen Weine weiter zu schärfen. Der Winzer absolvierte im Lauf seiner Ausbildung etliche Praktika im In- und Ausland – Stationen waren Pfalz, Steiermark, Neuseeland, Südafrika und schließlich Wachau. Dort hatte er die Möglichkeit, Methoden und Techniken aus Alter und Neuer Welt kennenzulernen und die ihm geeignet erscheinenden Praktiken aus beiden Welten zu verbinden. So konnte er den hohen Qualitätsstandard nicht nur halten, sondern weiter steigern. Auch stilistisch hat es einen behutsamen Wandel gegeben, die Weine von heute zeigen ein Plus an Finesse bei gleichzeitig straffer und pointierter Struktur sowie ausgeprägter Mineralität. Der respektvolle Umgang mit der Natur ist schon seit langem Thema im Weingut Allram. Folglich war die 2016 von Lorenz eingeleitete Umstellung in Richtung biologischer Bewirtschaftung „nicht sehr schwer“, da die Eltern bereits wichtige Vorarbeit geleistet hätten – so waren Kompostausbringung und Begrünung schon seit langem Standard. Mit dem Jahrgang 2023 erfolgte die Zertifizierung als Bio-Weingut. Gleich im ersten Jahr danach wurde die organische Ausrichtung auf die Probe gestellt: 2024 brachte riesige Herausforderungen wie die schlimmen Spätfröste Mitte April sowie sintflutartige Niederschläge im September. Mehr als 50 Prozent der Erntemenge gingen verloren, was erhalten blieb, ist ausgezeichnet gelungen. Doch auch der jüngste Jahrgang war nicht ganz problemlos, in erster Linie des warmen, mehrmals von kleinen Regengüssen betroffenen Septembers wegen. Insbesondere bei Riesling kam es sehr rasch zu Botrytisbildung – da hieß es ganz schnell ernten und kompromisslos selektionieren. Die Lese erstreckte sich über sechs Wochen. Alles in allem ist 2025 jedoch ein „Superjahr“ mit guten, ausgewogenen Erträgen, das von den moderaten Temperaturen bis Spätsommer geprägt ist und in dem sich die klassischen Lagen besonders hervorgetan haben. Im Weingarten wird auf Handarbeit größten Wert gelegt – vom Rebschnitt über Laubarbeit bis zur ausschließlich händisch durchgeführten Lese. Im Portfolio befinden sich Weingärten in etlichen der renommiertesten Lagen rundum Straß, darunter Hasel und Wechselberg, Kammerner Renner, Strasser und Zöbinger Gaisberg sowie Zöbinger Heiligenstein. Zu den wichtigen Lagen zählen aber auch die kalkreiche Ried Gautscher, wo hervorragende Burgunder und Chardonnays herkommen. Noch junger Zuwachs im Lageninventar ist die an der Südostflanke vom Gaisberg situierte, terrassierte Ried Lammberg, deren Lössboden mit Kalkanteil auf Schieferuntergrund höchst eigenständige Grüne Veltliner von hoher Qualität erbringt. Die Weine im Einstiegsbereich und Mittelsegment im Sortiment stammen aus 2025. Sie sind elegant , teils fast zart, mit klarer Frucht und knackigem bis rassigem Biss geprägt, zugleich deutlich leichter als die letzten Jahre. Bei den Riedenweinen steht der Jahrgang 2024 zur Verfügung, der sich mittelkräftig präsentiert, mit relativ geschmeidigen Veltlinern und pikanten Rieslingen. Die Burgundersorten nehmen im Weingut Allram eine Sonderstellung ein: Die Palette reicht vom fruchtigen Weißburgunder Papageno, geht weiter mit einem sehr gut gelungenen Chardonnay W.B. im klassischen Ausbau zum vollmundigen Grauburgunder und endet mit dem konturierten, pikanten Stellar 2023 aus überwiegend Chardonnay. ps

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2019 B1
Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Ungemein pikantes Bukett mit mineralischer Würze und ziselierter Frucht, Zitrus, Birne und elegante Exotik, puristisch und glockenklar; anmutig und finessenreich, wiederum Pikanz mit viel Zitrus, Salzzitronen, rauchige Mineralität, sehr straff und kompakt, gebündelt ins Finish, ein Wein wie ein Schwert, feiner langer Abgang.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Stefan Krispel
8345 Hof bei Straden
Neusetz 29

Tel. +43 3473 7862
office@krispel.at
www.krispel.at

Der Musterbetrieb der Familie Krispel in Neusetz bei Straden steht auf mehreren Säulen, von denen das 34 Hektar Eigenfläche umfassende Weingut quasi die die flüssige Ursubstanz darstellt. Das Genussgut umfasst aber auch die längst nationale Bekanntheit erlangte Bio-Wollschweinmast und -veredelung, die sich schon seit mehr als 20 Jahren unter der Obhut von Vater Toni Krispel befindet. Höchste Gaumenfreuden verspricht das treffend „Genusstheater“ getaufte Restaurant, das von Chef de Cuisine Daniel Weißer und seinem Team bespielt wird und mittlerweile drei Gault-Millau-Hauben erkocht hat. Dann gibt’s noch die Genusswelt, wo man – selbstständig oder geführt – sich den Themenbereichen Wein und Schwein widmen kann. Nach Restaurantbesuch und Weinkost empfiehlt sich ein Aufenthalt in den gemütlichen gutseigenen Gästezimmern. Unbedingt zu erwähnen sind auch die alljährlich veranstalteten Feste wie Eruptionsfest, kulinarische Themen wie „Krispel & Meer“ sowie die „Vermessung der Sau“. Ein derart umfassendes Genusskonzept umzusetzen bedarf einer fleissigen wie starken Basis, und die wird durch die höchst engagierten und dynamischen Mitglieder der Familie Krispel verkörpert: Toni als Begründer des Guts und Hüter der Wollschweine mit seiner Frau und Chefin der Zahlen Daniela sowie Weinmastermind und Visionär Stefan Krispel mit Julia, Rückgrat des Guts und Organisationsgenie. Seit dem Jahrgang 2023 ist das Weingut biozertifiziert. Dank verschiedener Neubauten, Erweiterungen und Modernisierungen im Laufe der Jahre präsentiert sich das Weingut heute hochmodern und am neuesten Stand der Technik. Photovoltaik und Hackschnitzelheizung decken schon jetzt zwei Drittel des Energiebedarfs ab, Ziel sind 100 Prozent. Im hochmodernen Keller stehen reichlich Pressen und Behältnisse – von Edelstahl über verschiedenartige Holzfässer bis hin zu alternativen Behältern – zum Beispiel Basalt – zur Verfügung. Die wachsende Sektproduktion findet auch zur Gänze im eigenen Weingut statt. Das Sortiment im Weingut Krispel ist in den oberen beiden Segmenten (Ort, Ried) nach dem DAC-System strukturiert. Die Weine aus dem Einstiegssegment werden unter Angabe des generischen Weinbaugebiets Steiermark vermarktet. Ab Ortswein ist dann alles bio-zertifiziert. Die Riedenweine werden nach der 2021 vom renommierten Prüfinstitut LACON implementierten Klassifikation in Lage, Erste Lage und Große Lage eingeteilt. Zu den Rieden-Chardonnays zählen Seindling mit sandigen und tonigen Meeresablagerungen sowie Basalt- und Quarzkiesel und Kaargebirge mit Sand, Ton, Kalk und Schotter. Die Chardonnays vergären und reifen je 12 Monate im kleinen und dann im großen Holzfass. In der Stradener Ried Rosenberg mit plattig geschichteten Tonsegmenten mit hohem Kalkgehalt stehen Gelber Muskateller und Welschriesling, die beide im großen Holz ausgebaut werden, sowie Weißburgunder, bei dem zusätzlich etwas kleines Holz im Spiel ist. Aus westlich ausgerichteten Parzellen in der Ersten Lage Neusetzberg mit Rotlehm aus Muschelkalk kommen Sauvignon Blanc (nur großes Holz) sowie Weiß- und Grauburgunder (große und kleine Fässer); in den südöstlich orientierten Teilen mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff stehen Altanlagen von Sauvignon und Pinot Blanc. Als Große Lage gibt es schließlich noch die ebenfalls mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff versehene Südostlage Hochstrandl – hier stehen alte Weingärten mit Sauvignon Blanc und Grauburgunder, ersterer mit 18-monatiger Lagerung im neutralen Großfass, Pinot Gris mit 24 Monaten Barrique. Als Rarität gibt es den komplexen Basaltwein B1, der nach Spontanvergärung auf den Schalen im großen Holzfass 24 Monate im Basaltsteintrog und anschließend 48 Monate im großen Holzfass verbringt.ps

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2023 Chardonnay Ried Altenberg
Weingut
Paul Achs
Neusiedlersee

(Ton & Muschelkalk) Gelbgold, rauchig-würzig, perfekter, subtiler Eicheneinsatz, Kräuterwürze, Birnen, ungemein salzige Mineralität, tolle Fruchtsüße und Säure, ausdrucksstark, super Volumen, tiefgründig, perfekte Balance, ungemein präzise, ein großer Chardonnay à la Meursault mit kalkigen Tönen. Der geht auf die Reise. Absolute Klasse!

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Paul Achs
Neusiedlersee

Paul Achs
7122 Gols
Neubaugasse 13

Tel. +43 2173 2367
Fax. -7
office@paul-achs.at
www.paul-achs.at

Paul Achs übernahm das elterliche Weingut nach einem praxisbezogenen Kalifornien Aufenthalt im Jahr 1990 und startete sofort durch. Seit 2006 wird nach biodynamischen Grundsätzen gearbeitet. Hier gedeihen Weine, die zu den besten Österreichs zählen. Außergewöhnliche Chardonnay – vor allem der vom Altenberg. Eine Cuvée Gols Reserve – der Nachfolger des Pannobile, welcher fantastisch schmeckt. Ein Cabernet Franc-Merlot Blend, den man durchaus in das St. Emilion verorten könnte, wenn er nicht absolut typisch Gols wäre. Die Blaufränkisch Serie – Altenberg, Spiegel, Ungerberg – ist inzwischen so etwas wie ein Mythos. Dreimal Blaufränkisch – dreimal Extraklasse – dreimal ein außergewöhnliches Erlebnis. Es sind durch die Bank TOP Qualitäten, jede Flasche stellt ein Sammlerstück dar. Ich kann nur empfehlen, sich die eine oder andere Flasche in den Keller zu legen – wenn möglich in Form einer Magnum – die Weine verstehen zu reifen und sind prädestiniert für eine lange Lagerung. Man sollte mehr in seinen Weinkeller investieren als in irgendwelche Finanzprodukte. Da ist man immer auf der sicheren Seite und hat beste Genusszinsen.

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2023 Stellar
Weingut
Allram
Kamptal

(90 % CH) Kristalliner Duft mit ganz heller Frucht, sehr kreidige Noten, getrocknete Ananas, Blutorange, tropisch, sehr pikant; ungemein pointiert und engmaschig, pfiffig, kristallin, hohe Eleganz, super Frische, viel Biss, lang anhaltende.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Allram
Kamptal

Allram
3491 Straß im Straßertale
Herrengasse 3

Tel. +43 2735 2232
weingut@allram.at
www.allram.at

In diesem Strasser Musterbetrieb ist der Rebbau schon relativ früh zum Hauptthema geworden. Der Wechsel von der gemischten Landwirtschaft zu einem reinen Weinbaubetrieb mit rund 12 Hektar Rebfläche wurde nämlich bereits in den 1950er-Jahren von Großvater Walter Allram initiiert. Vinophiler Fokus und höchstes Qualitätsstreben zeichneten auch die Folgegeneration in Gestalt von Tochter Michaela Haas-Allram und Erich Haas aus, die das Weingut nicht nur national an die Spitze führten und Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter wurden, sondern auch im Ausland rege tätig waren und in der Folge den Exportanteil auf 80 Prozent hochschraubten. Seit Mitte der vorigen Dekade zeichnet Lorenz Haas für die Weine des Weinguts Allram verantwortlich, Schwester Magdalena hat ihre eigene Weinpalette unter dem Namen Jugend kreiert. Das Strasser Weingut zählt schon seit Längerem zu den renommiertesten Betrieben im Kamptal, dennoch ist es Lorenz Haas gerade im Lauf der letzten Jahren gelungen, das Profil der Allram’schen Weine weiter zu schärfen. Der Winzer absolvierte im Lauf seiner Ausbildung etliche Praktika im In- und Ausland – Stationen waren Pfalz, Steiermark, Neuseeland, Südafrika und schließlich Wachau. Dort hatte er die Möglichkeit, Methoden und Techniken aus Alter und Neuer Welt kennenzulernen und die ihm geeignet erscheinenden Praktiken aus beiden Welten zu verbinden. So konnte er den hohen Qualitätsstandard nicht nur halten, sondern weiter steigern. Auch stilistisch hat es einen behutsamen Wandel gegeben, die Weine von heute zeigen ein Plus an Finesse bei gleichzeitig straffer und pointierter Struktur sowie ausgeprägter Mineralität. Der respektvolle Umgang mit der Natur ist schon seit langem Thema im Weingut Allram. Folglich war die 2016 von Lorenz eingeleitete Umstellung in Richtung biologischer Bewirtschaftung „nicht sehr schwer“, da die Eltern bereits wichtige Vorarbeit geleistet hätten – so waren Kompostausbringung und Begrünung schon seit langem Standard. Mit dem Jahrgang 2023 erfolgte die Zertifizierung als Bio-Weingut. Gleich im ersten Jahr danach wurde die organische Ausrichtung auf die Probe gestellt: 2024 brachte riesige Herausforderungen wie die schlimmen Spätfröste Mitte April sowie sintflutartige Niederschläge im September. Mehr als 50 Prozent der Erntemenge gingen verloren, was erhalten blieb, ist ausgezeichnet gelungen. Doch auch der jüngste Jahrgang war nicht ganz problemlos, in erster Linie des warmen, mehrmals von kleinen Regengüssen betroffenen Septembers wegen. Insbesondere bei Riesling kam es sehr rasch zu Botrytisbildung – da hieß es ganz schnell ernten und kompromisslos selektionieren. Die Lese erstreckte sich über sechs Wochen. Alles in allem ist 2025 jedoch ein „Superjahr“ mit guten, ausgewogenen Erträgen, das von den moderaten Temperaturen bis Spätsommer geprägt ist und in dem sich die klassischen Lagen besonders hervorgetan haben. Im Weingarten wird auf Handarbeit größten Wert gelegt – vom Rebschnitt über Laubarbeit bis zur ausschließlich händisch durchgeführten Lese. Im Portfolio befinden sich Weingärten in etlichen der renommiertesten Lagen rundum Straß, darunter Hasel und Wechselberg, Kammerner Renner, Strasser und Zöbinger Gaisberg sowie Zöbinger Heiligenstein. Zu den wichtigen Lagen zählen aber auch die kalkreiche Ried Gautscher, wo hervorragende Burgunder und Chardonnays herkommen. Noch junger Zuwachs im Lageninventar ist die an der Südostflanke vom Gaisberg situierte, terrassierte Ried Lammberg, deren Lössboden mit Kalkanteil auf Schieferuntergrund höchst eigenständige Grüne Veltliner von hoher Qualität erbringt. Die Weine im Einstiegsbereich und Mittelsegment im Sortiment stammen aus 2025. Sie sind elegant , teils fast zart, mit klarer Frucht und knackigem bis rassigem Biss geprägt, zugleich deutlich leichter als die letzten Jahre. Bei den Riedenweinen steht der Jahrgang 2024 zur Verfügung, der sich mittelkräftig präsentiert, mit relativ geschmeidigen Veltlinern und pikanten Rieslingen. Die Burgundersorten nehmen im Weingut Allram eine Sonderstellung ein: Die Palette reicht vom fruchtigen Weißburgunder Papageno, geht weiter mit einem sehr gut gelungenen Chardonnay W.B. im klassischen Ausbau zum vollmundigen Grauburgunder und endet mit dem konturierten, pikanten Stellar 2023 aus überwiegend Chardonnay. ps

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2024 Rotgipfler Ried Student 1ÖTW
Weingut
Gebeshuber
Thermenregion

Konzentriert duftiger Aromafächer, Weingartenpfirsich, weiße Johannisbeere und kühle Exotik; mit wohltuender Dichte am Gaumen, substanzreich und nobel in der Struktur, dicht verwobene Frucht mit hoher Pikanz, samtiger Schmelz, geradlinig und geschmeidig, feine Kakaonoten im Hintergrund, pikante Tropenfruchtsäure, Ananas und Karambolfrucht dabei, wunderbare Struktur, harmonisch ohne Langeweile, saftig und endlos tief, Ananas, Maracuja und Zitronenmelisse begleiten den sehr langen Nachhall.

Weißwein
Rotgipfler
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Gebeshuber
Thermenregion

Johannes Gebeshuber
2352 Gumpoldskirchen
Jubiläumsstraße 43

Beim Weingut Johannes Gebeshuber kann man in jeder Flasche Rebsorte, Boden, Klima und die große Leidenschaft des Kellermeisters spüren. Der Familienbetrieb steht seit Generationen für beständige Qualität, handwerkliches Können und eine klare Verbundenheit mit der Thermenegion. Diese zeichnet sich durch ein reiches Zusammenspiel aus Mikroklima, Hanglagen und kalkhaltigen Böden aus. Diese Gegebenheiten ermöglichen eine differenzierte Sortenführung und eine optimale Reifeentwicklung. Die Böden sind geprägt von Löss, Lehm und Kalk, teils mit eisenhaltigen Einschlüssen. Besonders wertvoll sind die geschichtsträchtigen Top-Lagen Ried Student 1ÖTW mit Rotgipfler, Ried Wiege 1ÖTW und Ried Modler 1ÖTW, beide mit Zierfandler bestockt, die alle mit dem Jahrgang 2024 wieder grandiose Weine hervorgebracht haben. Diese Bodencharakteristik spiegelt sich in der fein griffigen Mineralität dieser Weine wider. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis der naturnahen Bewirtschaftung durch optimale Bodenbetreuung und einer intelligenten Laubarbeit, um das Gleichgewicht der Reben zu erhalten. Das Ziel des Kellermeisters Johannes Gebeshuber ist es, Weine zu produzieren, die den Grund erkennen lassen und zugleich den Sortencharakter gefühlvoll darbieten. Bei den Rotweinen legt Johannes Gebeshuber deshalb Wert auf sanfte Extraktion, damit Tannin und Frucht eine Harmonie bilden, um sich gegenseitig zu tragen. Die Reifung findet oft im Holz statt, jedoch mit Gefühl dosiert, dass die Frucht nicht in den Hintergrund tritt. Der Ausbau selbst erfolgt dann teils in Edelstahltanks oder Holzfass, um Substanz, Feinheit und Komplexität gezielt zu entwickeln. Die im Weingut befindlichen freundlich hellen Verkostungsräume laden zu einer entspannten, aber doch auch zu einer konzentrierten Probe ein, um Struktur und Charakter der Weine zu erleben. Sucht der Weinfreund zusätzlich auch eine adäquate kulinarische Ergänzung, so ist ein Besuch im nahen Heurigenrestaurant „Spaetrot“ zu empfehlen, wo man sich wirklich wohl fühlt und ausgezeichnete Speisen zu den hervorragenden Weinen von Johannes Gebeshuber genießen kann.

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2022 Oida Schwoaza Cuvée
Weingut
Martin Netzl
Carnuntum

(ZW/BF/ME – Höflein und Göttlesbrunn, 1972 gepflanzt) Dunkle Schokolade, Kokos, Rumtopf; vollmundig, wiederum Schoko und Kokos, dunkles Toasting, dicht, stoffig. Ein schlafender Riese!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Martin Netzl
Carnuntum

Martin Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 1

Tel. +43 676 9513160
weingut@netzl.net
www.netzl.net

Martin Netzl ist ein ruhiger und sinnierender Mensch, der zuhört und sich seine Gedanken macht. Er lässt lieber seine Weine sprechen – und diese reden laut! Zu Recht ist er stolz auf die lange Familientradition – sein Großvater hat bereits 1952 mit der Flaschenfüllung begonnen – und führt die entwickelten Marken wie Stoana, Hoadocka und Oida Schwoaza weiter, aber mit den heutigen Möglichkeiten. St. Laurent und Blau-fränkisch vom Spitzerberg haben hier Tradition, die gepflegt wird. Bei den Weißweinen sticht wiederum – wie seit vielen Jahren – der Gelbe Traminer 2024 hervor: vielschichtig und Komplex bei großer Eleganz. Bei den Lagen-Rotweinen reiht sich ein Highlight an das nächste. 2022 ist es für mich die Ried Rosenberg, die mit ihrer gelungenen Mischung aus Mineralität, Frucht und Struktur begeistert. Zu Recht gehört Martin Netzl zu den Spitzenwinzern im Carnuntum.

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2025 Grüner Veltliner Ried Schön Smaragd
Weingut
Högl
Wachau

Atemberaubende Fruchtexotik, Orangencreme, Mangos, Limonen, dahinter die mineralische Ader und total kühle Noten, Waldboden, Efeu, Minze; spannender Wettstreit von Säurepikanz und Fruchtsüße, klar konturiert, komplex und hochfein bis ins lange Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut
Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Der Spitzer Graben – ein in Richtung Waldviertel führendes Seitental der Donau – ist ein gutes Stück individuelle Wachau. Was dort, auf den bis knapp 500 Metern Seehöhe reichenden steilen Weinterrassen unter den Händen von Josef und Georg Högl heranwächst, darf sich nicht selten als Weltklasse bezeichnen. Vornehmlich sind es Grüne Veltliner und Rieslinge, die in dieser speziellen Cool Climate-Zone auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden zu ihrer Hochform auflaufen. Die längere Verweildauer der Trauben am Rebstock bis zur physiologischen Reife bringt es mit sich, dass hier die Mineralität in den Weinen wesentlich deutlicher in den Vordergrund tritt. 2025 war für das Vater-Sohngespann ein zufriedenstellendes Jahr, wenngleich die Regenfälle im September speziell bei den Rieslingen viel penible Weingartenarbeit einforderten. Insgesamt ist ein Großteil der Weine leichter ausgefallen, mit etwas höheren Säurewerten. „Es war so wie in früheren Jahren“, meinte Georg, der Junior, und spielte damit auf die Zeit vor dem Klimawandel an. „In den höheren Lagen gab‘s von der Mitte aufwärts wesentlich mehr Federspiel-Weine, während die Smaragde vorwiegend aus den unteren, wärmeren Bereichen stammten.“ Neu im Sortiment ist, dass die Weine aus den Alten Parzellen ab heuer erst mit einem Jahr Verspätung in den Verkauf gelangen. Tipp: Der mit fünf Sternen als Topwein ausgezeichnete Grüne Veltliner aus 2024 ist nun erhältlich!

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2022 Cabernet Franc-Merlot
Weingut
Paul Achs
Neusiedlersee

Dunkle Würze, fleischig, Cassis, Brombeeren, Tomaten, Schoko, höchst elegante Fülle, St. Emilion-like, festes weiches Tannin, subtiler Holzeinsatz (50 % neu), ein traumhafter, höchst individueller Golser Rotwein von delikater Ausprägung.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Paul Achs
Neusiedlersee

Paul Achs
7122 Gols
Neubaugasse 13

Tel. +43 2173 2367
Fax. -7
office@paul-achs.at
www.paul-achs.at

Paul Achs übernahm das elterliche Weingut nach einem praxisbezogenen Kalifornien Aufenthalt im Jahr 1990 und startete sofort durch. Seit 2006 wird nach biodynamischen Grundsätzen gearbeitet. Hier gedeihen Weine, die zu den besten Österreichs zählen. Außergewöhnliche Chardonnay – vor allem der vom Altenberg. Eine Cuvée Gols Reserve – der Nachfolger des Pannobile, welcher fantastisch schmeckt. Ein Cabernet Franc-Merlot Blend, den man durchaus in das St. Emilion verorten könnte, wenn er nicht absolut typisch Gols wäre. Die Blaufränkisch Serie – Altenberg, Spiegel, Ungerberg – ist inzwischen so etwas wie ein Mythos. Dreimal Blaufränkisch – dreimal Extraklasse – dreimal ein außergewöhnliches Erlebnis. Es sind durch die Bank TOP Qualitäten, jede Flasche stellt ein Sammlerstück dar. Ich kann nur empfehlen, sich die eine oder andere Flasche in den Keller zu legen – wenn möglich in Form einer Magnum – die Weine verstehen zu reifen und sind prädestiniert für eine lange Lagerung. Man sollte mehr in seinen Weinkeller investieren als in irgendwelche Finanzprodukte. Da ist man immer auf der sicheren Seite und hat beste Genusszinsen.

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2024 Grüner Veltliner Ried Lamm 1ÖTW Reserve
Weingut
Steininger
Kamptal

Gelbe Äpfel, Honignoten, Baumblüten, Limonen; bleibt bei der gelbfruchtigen Lösscharakteristik; geschmeidige Textur, extraktreich, ein Charmebündel mit Tiefgang und Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2022 Blaufränkisch Ried Ruster Oberer Wald
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kraftvoll und dich subtil in der Nase, dunkle Rotbeerigkeit und kühle Pikanz, strukturiert bei reifer, nicht zu überbordender Frucht, typischer kühler Unterzug und markante Säurestütze, überzeugender Riedentypus mit Substanz für ein langes Leben.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2025 Riesling Ried Bruck Smaragd
Weingut
Högl
Wachau

Entfaltet sich zunächst langsam, um anschließend im Glas förmlich zu explodieren, rote Pfirsiche, Marillen-Parfait, Maracuja, Kriecherl, nur reife, saftstrotzende Frucht; mineralisch, substanziell, glockenklar, finessereich; Prachtriesling und ein Versprechen für die Zukunft.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Der Spitzer Graben – ein in Richtung Waldviertel führendes Seitental der Donau – ist ein gutes Stück individuelle Wachau. Was dort, auf den bis knapp 500 Metern Seehöhe reichenden steilen Weinterrassen unter den Händen von Josef und Georg Högl heranwächst, darf sich nicht selten als Weltklasse bezeichnen. Vornehmlich sind es Grüne Veltliner und Rieslinge, die in dieser speziellen Cool Climate-Zone auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden zu ihrer Hochform auflaufen. Die längere Verweildauer der Trauben am Rebstock bis zur physiologischen Reife bringt es mit sich, dass hier die Mineralität in den Weinen wesentlich deutlicher in den Vordergrund tritt. 2025 war für das Vater-Sohngespann ein zufriedenstellendes Jahr, wenngleich die Regenfälle im September speziell bei den Rieslingen viel penible Weingartenarbeit einforderten. Insgesamt ist ein Großteil der Weine leichter ausgefallen, mit etwas höheren Säurewerten. „Es war so wie in früheren Jahren“, meinte Georg, der Junior, und spielte damit auf die Zeit vor dem Klimawandel an. „In den höheren Lagen gab‘s von der Mitte aufwärts wesentlich mehr Federspiel-Weine, während die Smaragde vorwiegend aus den unteren, wärmeren Bereichen stammten.“ Neu im Sortiment ist, dass die Weine aus den Alten Parzellen ab heuer erst mit einem Jahr Verspätung in den Verkauf gelangen. Tipp: Der mit fünf Sternen als Topwein ausgezeichnete Grüne Veltliner aus 2024 ist nun erhältlich!

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2018 Oberer Wald Weißburgunder Ruster Ausbruch Essenz
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ungewöhnliche Kombination von oxidativen Ansätzen mit präziser, tiefer Frucht, Zitrusfrüchte und Assamtee, sanft anflutend, ungemein frisch und komplex, perfekte Säurebalance, großes Edelsüß-Kino! WEINLAND

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2025 Grüner Veltliner Ried Achleiten Smaragd
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Feiner Apfelduft, Schwarztee, Kräuterwürze, vollreife Apfel-Steinobst-Melange, betörende Extraktdichte, engmaschig, dicht, perfekt strukturiert, ausgewogen mit feiner Säurestütze, sehr tiefgründig, sehr lang, gediegenes Terroirgewächs in Vollendung.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2022 Blaufränkisch Ried Kreidestein
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Charmante Fruchtnase, Bitterschokolade, strömt ruhig, aber pointiert, kompakt, Blaubeeren, Schoko-Kirsche-Melange, viel Fruchtpräsenz, transparent, viel Eleganz, feinkörniges Tannin, lineare Stilistik, alles in Balance, aus einem Guss, vorzügliche Lageninterpretation, sehr lang im Finish.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2022 Matador Cuvée Der Tiger
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

(ZW/ME/CS/BF/CF) „Take me to the Matador!“ Das ist großer Stoff! Die besten Chargen des Jahrgangs werden zu diesem Monument eines Rotweines. Unfassbar gut – international jederzeit herzeigbar. Mir fehlen die Worte der Beschreibung …

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2023 GSTK Ried Pössnitzberger Kapelle Sauvignon Blanc
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Strahlt Gelassenheit aus, kündigt Substanz an, erinnert an Kumquats und gelbe Tropenfrüchte, Boden kommt durch; Frucht, Würze und kalkige Noten innig verwoben, Power ohne Üppigkeit, gediegener Wein von großer Länge, Reserven.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2021 Riesling Ried Klaus Smaragd
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Mineralik pur bereits im Bukett, feinster Blütenduft, reife Marillen, enorme Saftigkeit, Steinobst, Pfirsich, knackige Fülle, druckvoll, reichhaltig mit Riesendichte, kraftvolle Mitte, toller Spannungsbogen, vielschichtig, ewig lang, enormes Potenzial, Modellcharakter!

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2024 Grüner Veltliner Reserve Ried Laa 8000 1ÖTW
Weingut
Setzer
Weinviertel

Glasklarer nuancenreicher Duft, noch etwas verhalten; filigrane Fruchtaromen, kühle Fruchtcreme neben feiner Kräuterwürze, Hauch Minze, Granny Smith, bisschen Klementine, Quitte im Hintergrund, kompakt und komplex mit Tiefe und straffer Führung, potent und dynamisch, klare Säure, zart salzig, punktet mit Struktur und Eleganz, feine Kreidespur im balanciert anhaltenden Rückaroma. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut
Setzer
Weinviertel

Familie Setzer
3472 Hohenwarth
Hauptstraße 64

Das Familienweingut Setzer wird seit 320 Jahren von der Familie bewirtschaftet und das erworbene Wissen stets an die Nachkommen weitergegeben. Auch heute arbeiten die kompetenten Kinder von Hans und Uli Setzer – Marie-Theres und Eugen – erfolgreich daran, Tradition mit Fortschritt zu verbinden. Die konsequent naturnahe Bewirtschaftung führte zur Zertifizierung als„Nachhaltig Austria“-Betrieb sowie als „European Vegetarian“-Betrieb. Die heute wichtig gewordene Höhenlage der Weingärten auf 400 Metern sorgt für spürbare Temperaturunterschiede, die ein ausgeprägtes Fruchtaroma der Trauben fördern und zudem vor Spätfrost schützen. Die über 60 Jahre alten Rebstöcke versorgen die Trauben mit Mineralstoffen und Wasser aus den schottrigen Braunerdeböden. Dieses einzigartige Terroir ist wie geschaffen für Grünen und Roten Veltliner. Deshalb werden diese Sorten sowohl beschwingt trinkfreudig als auch zu komplexen Top-Lagenweinen ausgebaut, wie der heuer wieder besonders gelungene 2024 Grüne Veltliner Weinviertel DAC der 1ÖTW Ried Laa 8000 und der 2024 Roter Veltliner Ried Kreimelberg eindrucksvoll beweisen.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -