Das ist die teuerste Hotelsuite Wiens

Das ist die teuerste Hotelsuite Wiens

Das Goldene Quartier, so war es von den Immobilienmenschen angedacht, sollte nach seiner Eröffnung eigentlich platzen vor kaufwilligen und zahlungskräftigen Besuchern und Kunden aus aller Herren Länder. Die Preisvorgabe an die Mieter muss ungefähr so gelautet haben: Das Teuerste und wenn es geht noch teurer.

Die Filetstücke des Goldenen Quartiers zwischen Hof und Tuchlauben, die Penthouse-Luxuswohnungen sollten verkauft werden. Zu Höchstpreisen versteht sich. Das ist bei einigen auch gelungen. Aber die allergrößte, allerteuerste und allerluxuriöseste Einheit am Dach der ehemaligen Länderbank-Zentrale am Hof, die heute das Nobelhotel Park Hyatt Vienna beherbergt, blieb übrig. 820 Quadratmeter Penthouse auf zwei Ebenen mit allem Luxus ausgestattet, der aktuell beschaffbar war, im zweistelligen Millionenwert gingen dann doch nicht so locker vom Hocker. Aus der Not eine Tugend machend, lässt die Signa-Gruppe von Renè Benko als Eigentümer des Goldenen Quartiers das Luxus-Penthouse bis auf weiteres als Präsidentensuite vom Park Hyatt Hotel vermieten. Die Suite gibt es pro Tag um 18.000,- Euro und sie bietet Platz für Reisende, die viel Raum und nur das Allerbeste um sich haben wollen.

Um das Geld kann man die Suite aber auch für Partys oder andere gesellschaftliche Miteinander mieten. Der Möglichkeiten, Gäste adäquat zu verwöhnen, gibt es nicht wenige. Dass der Vorrat an Champagner im Park Hyatt ausgeht, ist so wahrscheinlich wie eine Woche wolkenfreier Himmel im November. Die Suite hat auch eine eigene Küche, wunderschön, nicht weil sich unter den Neo-Milliardären - oder nennen wir sie „Präsidenten“ - dieser Welt  so viele Köche befänden, sondern weil diese es gerne schätzen unter sich zu bleiben.

Was noch zu sagen ist: Die Küchenmannschaft des Hyatt arbeitet im übrigen sehr gut, auch wenn sie vom Erdgeschoss in den obersten Stock umziehen muss. Bessere Blinis zum Kaviar sind in Österreich (vermutlich auch in Paris oder Dubai) schwer zu bekommen. Über die Qualität von Zutaten und Saucen muss sich hier selbst der verwöhnteste Forbes-Spitzenreiter keine Sorgen machen. Es stellt sich ihm nur die eine Frage: Wer hier einmal gefeiert oder genächtigt hat – wie will er das dann beim nächsten Mal noch toppen? Wir denken gerne darüber nach.

Das Park Hyatt Hotel hat gehalten, was der Name versprach. Die Mannschaft dort ist gut ausgewählt, die Gastronomie läuft nach kleinen Startproblemen in Details wie geschmiert. Alexander Hoffmann, für Essen und Trinken verantwortlich, macht einen guten Job. Die Räume sind eine Klasse für sich: Nirgendwo kann man in Wien schöner Zigarre rauchen als hier, kaum sonst wo gibt es Hendl vom Rost in vergleichbarer Umgebung wie im Restaurant „The Bank“. Im Sommer feierte das Hotel gemeinsam mit den Luxuslieferanten der ersten Stunde das erste gelungene Jahr. Walter Grüll aus Grödig mit seinem Kaviar war da, es gab Lachs vom Bachmann aus Hermagor und einiges mehr. Die kleine exklusive Runde der Eingeladenen traf sich – erraten! - in der eingangs beschriebenen Präsidentensuite. Die übrigens nach wie vor kaufen kann, wer das nötige Kleingeld hat.

www.vienna.park.hyatt.com


Zurück