Höhenrekord für Blaufränkisch

Höhenrekord für  Blaufränkisch

Der junge Vorarlberger Gert Markowski baut auf seinem Weingut „Chesa Druschauna“ in Göfis auf 630 m Seehöhe Blaufränkisch an. In Österreich dürfte ein Anbau in dieser Seehöhe für diese Sorte rekordverdächtig sein. Die Fassprobe vom aktuellen Jahrgang 2015 zeigt sich überraschend klar und saftig; das ist Trinkfreude pur. Den Blaufränkisch gibt es auch als Rosé, ein unkomplizierter Sommerwein, der sich mit seinen Kräuternoten und rotbeerigen Aromen zu Gegrilltem geradezu anbietet. Daneben finden sich aktuell ein Chardonnay und ein Rösler im Sortiment. Letzterer ist wohl nichts für Warmduscher. Blauburgunder ist bereits ausgepflanzt und wird voraussichtlich 2018 seine Jungfernernte liefern. Die Etiketten gestaltet der in Göfis wohnhafte Künstler Harald Gfader.

Gegründet wurde der kleine Betrieb im Jahr 2006. Der Name „Chesa Druschauna“ leitet sich aus dem Rätoromanischen ab und bedeutet „Weingut im Walgau“. Auf der derzeit einzigen Lage Breiten wurden bereits früher nachweislich Reben kultiviert. Gert Markowski arbeitet nach den Regeln der Integrierten Produktion. 2015 war ein sehr gesunder Jahrgang, da gab es keinen Stress. In schwierigeren Jahrgängen wird rigoros selektiert. „Durch die Kellertüre kommt nur sauberes Lesegut, in kritischen Jahren halt weniger“, nimmt es der Weinmacher gelassen.

Übrigens: Auf dem arrivierten Betrieb der Familie Nachbaur in Röthis hat Filius Michael nun alleinverantwortlich das Sagen. Der gelernte Informatiker hat in Neustadt an der Weinstraße eine duale Weinbau-Ausbildung absolviert, nämlich ein Baccalaureatsstudium in Kombination mit einer Winzerlehre. Er konzentriere sich ausschließlich auf den Wein; den Rest der Landwirtschaft betreut nach wie vor sein Vater. Mit markanten Stiländerungen sei nicht zu rechnen, erklärt der junge Mann, er setze mehr auf Evolution denn auf Revolution.

 

 

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